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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Muslimische Asylbewerber aus Mali fliehen vor Neonazis in eine Kirche 3. April 2014

Filed under: Von hier und dort — Knecht Christi @ 18:35

Elf Männer aus Mali ziehen heute in ein Gemeindehaus an der Nathan-Söderblom-Kirche. Zuvor mussten sie zweimal flüchten: Vor islamistischen Rebellen in ihrem Heimatland und von Neonazis in Sachsen-Anhalt.

 

 

Reinbek: Sie sind vor Folter und Krieg aus ihrem Heimatland geflüchtet und begegneten Fremdenfeindlichkeit und Hass in dem Land, in dem sie eigentlich Schutz suchten. Flüchtlinge aus Mali mussten bereits zweimal um ihr Leben bangen und hoffen nun, ohne Angst in Reinbek leben zu können. Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Reinbek-West nimmt elf junge Männer aus dem westafrikanischen Staat auf. „Wir räumen derzeit ein Haus an unserer Kirche für die Flüchtlinge um“, sagt Pastorin Barbara Schöneberg-Bohl. An der Nathan-Söderblom-Kirche sollen die Afrikaner zunächst wohnen und betreut werden. Vor mehr als einem Jahr begann die Tortur für die Männer aus Mali, die ihre Heimat verlassen mussten, nachdem islamistische Rebellen ihre Dörfer stürmten. Ihr Weg in die Freiheit führte sie über Umwege nach Deutschland. Hierzulande angekommen, schickte sie die Bundeszentralstelle für Flüchtlinge in unterschiedliche Einrichtungen nach Sachsen-Anhalt. Doch den erhofften Frieden fanden die jungen Afrikaner dort nicht. „Sie sind alles andere als freundlich aufgenommen worden“, sagt Ingo Werth, der sich später in Hamburg um 20 dieser Flüchtlinge kümmerte und die Geschichte der Männer gut kennt. „Nazibanden haben sie immer wieder auf der Straße angegriffen. Hunde wurden auf sie gehetzt und Rechtsradikale bewarfen sie mit Feuerwerkskörpern“, sagt Werth.

Auch der Staatsschutz ermittelte mehrfach gegen Neonazis. Beispielsweise nachdem ein Flüchtling im Juni mit schweren Gesichtsverletzungen vor einem Asylbewerberheim im Landkreis Wittenberg gefunden wurde und auf der Intensivstation eines Krankenhauses behandelt werden musste. Für die Menschen, die vor Folter und Gewalt geflüchtet waren begann erneut die Angst ums eigene Leben. „Die Männer haben sich nicht mehr aus der Unterkunft getraut“, so Werth. Deswegen mussten sie erneut flüchten. Mit einem Zug kamen sie im September nach Hamburg. Doch die Behörden in der Hansestadt waren nicht für die Männer aus Mali zuständig, sondern der Landkreis in Sachsen-Anhalt. Deswegen konnten sie seitens der Behörden keinerlei Hilfe erwarten.


„Wir haben Besuch!“, heißt es im Schaukasten der Nathan-Söderblom-Kirche in Reinbek, wo auf die Flüchtlinge aus Mali hingewiesen wird

„Wir haben Besuch!“, heißt es im Schaukasten der Nathan-Söderblom-Kirche in Reinbek, wo auf die Flüchtlinge aus Mali hingewiesen wird.

Der Unterstützerkreis „Fluchtpunkt Bergedorf“

hilft den Afrikaner

Doch über ein Netzwerk aus freiwilligen Helfern, die sich um Flüchtlinge kümmern, bekamen die Afrikaner Hilfe und landeten schließlich im Hamburger Stadtteil Bergedorf. Bürger, Vereine und Betriebe gründeten daraufhin den Unterstützerkreis „Fluchtpunkt Bergedorf“, in dem sich auch Ingo Werth engagiert. Und so konnten die Flüchtlinge in unterschiedlichen Einrichtungen oder auch bei Privatpersonen leben. „Wir haben sie durch den Winter gebracht“, sagt der engagierte Hamburger. Die Initiative finanziert sich durch Spendengeld. „Wir haben dafür gesorgt, dass die Männer etwas zu essen bekommen und sie auch an Ärzte vermittelt, die kostenlos Flüchtlinge behandeln“, so Werth, der von einem großen Netzwerk spricht. Beispielsweise organisierte die Initiative gemeinsam mit dem Verein „Bergedorfer für Völkerverständigung“ vor wenigen Wochen ein Benefizkonzert in einer Bergedorfer Kirche. „Das war ein voller Erfolg. Etwa 350 Besucher sind gekommen“, so Werth.

Reinbeker Kirche folgt Appell von Bischöfin Kirsten Fehrs

 

Weil ein Großteil der Unterkünfte für die Afrikaner nur bis zum 31. März befristet war, musste für die malischen Flüchtlinge eine neue Bleibe gefunden werden. So entschied die Reinbeker Kirchengemeinde, elf Menschen aufzunehmen. Die Gemeinde im Süden Stormarns folgt damit einer Aufforderung von Bischöfin Kirsten Fehrs, die zuvor an alle evangelischen Kirchengemeinden appelliert hatte, Unterkünfte für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. „Unsere Arbeit hört mit dem Umzug der Flüchtlinge nach Reinbek aber nicht auf“, so Ingo Werth. Die Mitglieder von „Fluchtpunkt Bergedorf“ wollen die Männer aus Mali weiterhin betreuen und ihnen zum Beispiel bei Behördengängen und im alltäglichen Leben helfen. Dabei wollen die Helfer eins verhindern: Dass die Flüchtlinge wieder nach Sachsen-Anhalt geschickt werden. Denn rechtlich haben sie als Asylbewerber dort eine sogenannte Residenzpflicht. Ferner setzt sich der Unterstützerkreis dafür ein, dass die Kriegsflüchtlinge dauerhaft in Deutschland bleiben können.

http://www.abendblatt.de/region/stormarn/article126499027/Afrikaner-fliehen-vor-Neonazis-in-eine-Reinbeker-Kirche.html

Von Dorothea Benedikt

 

 

 

5 Responses to “Muslimische Asylbewerber aus Mali fliehen vor Neonazis in eine Kirche”

  1. schwebchen Says:

    Wo sind die Zeitungsberichte zu den genannten Straftaten? Ich traue solchen Aussagen nicht, bis sie bewiesen sind. Nicht, dass ich nicht glaube, dass es fanatische Nazis immer noch gibt. Aber solche Taten würden doch mit Kusshand von allen Leitmedien verbreitet werden. Also bitte: Zeitungsartikel, die das belegen – dann tue ich Buße in Sack und Asche (vorher bleib ich skeptisch).

  2. Johannes Says:

    Eine merkwürdige Geschichte – in der Tat. Und noch immer nicht von den Links-Medien gebracht!

    Aber auf Kirsten Fehrs ist Verlass! Bei ihr sind die Flüchtlinge gut aufgehoben, Sie hat im letzten Jahr auch dafür gesorgt, dass in Hamburg ein fragwürdiger Staatsvertrag zwischen Senat, Mohammedaner-Organisationen (incl. Milli Görüs!) und „Kirche“ zustande kam, der es ermöglicht, dass die Lehren der islamischen Ideologie nun auch an öffentlichen Schulen verbreitet werden darf und dass Kirchen an Mohammedaner verkauft werden.

    Ihrer Vorgängerin Jepsen ist zu verdanken, dass die „evangelische“ Kirche mehr als ein Drittel ihrer Mitglieder verloren hat.

  3. Der Rest geht auch noch, Fehs wird dann noch den „Koran in gerechter Sprache“ verfassen und sich unsterblich machen. Eine dolle Deern.

  4. berwuz Says:

    eindeutig wie gewohnt – Lügenpropaganda und Hetze gegen Rechts – Rechts das ist alles was nicht die Lügen der kinken Hochverräter unterstützt.
    Mit anderen Worten – das sind wir, die wir unsere freiheitliche Meinung haben und vertreten, also nicht konform mit Merkel und STASI- Gauck sind. Und dann sind wir eben rechts und wir werden immer mehr, denn viele durchschauen diese Verbrecherpolitik der Auslöschung Deutschlands und unserer Christlichen Kultur.

    Auch darum konnte PEGIDA und HOGESA so groß werden und es werden immer mehr – zeigen wir den Hochverrätern endlich, daß wir Deutsche uns keine Lügen mehr gefallen lassen.

  5. berwuz Says:

    moment – erst jetzt hat wohl die Hetzpresse schnell noch eine kleine Notiz in das Hamburger Abendblatt gesetzt (31.12.2014) – anzunehmen, daß auch das von den Lügnern im obigen Artikel schnell hinein gesetzt wurde, das kommt immer gut an – Hetze gegen rechts.


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