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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

KoG: Die Kinderfabrik in Indien 30. März 2014

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 20:02

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Der „Kinderhersteller“ und das Geschäft mit der Leihmutterschaft in Indien

 

 

 

 

Neu Delhi: Die indische Ärztin Nayana Patel will bis Februar 2015 eine große Klinik für Leihmütter, biologische Eltern und in einer „familiären Atmosphäre“ produzierte Kinder errichten. Der offizielle Name der Einrichtung lautet „Akanksha Infertility and IVF Hospital“. Alle nennen sie aber nur „Kinderfabrik“. Die Einrichtung wurde 2003 in Anand im indischen Bundesstaat Gujarat gegründet und erlaubt es Ausländern, sich die Gebärmutter und den Körper einer armen indischen Frau zu mieten, damit diese für sie ein Kind austrägt. Der Hinweis auf „arme“ indische Frauen ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen. In zehn Jahren kamen durch diese kommerzielle Leihmutterschaft 744 Kinder zur Welt. Weitere 3000 Kinder wurden in der Klinik durch künstliche Befruchtung erzeugt.

Nicht Auto- sondern Kinderproduzent

 

 

Nun will die „Kinderfabrik“ expandieren. Die Nachfrage steige, das Geld fließe, sagt Nayana Patel. Sie will aus ihrer Einrichtung die größte Klinik für Leihmutterschaft und künstliche Befruchtung der Welt machen. Die Gründerin der Einrichtung hat das ehrgeizige Ziel, bis Ende Februar 2015 eine Klinik mit „Spezialschlafsälen für Leihmütter“ zu schaffen. Dazu „25 Zimmer für die Patientinnen für die künstliche Befruchtung, 15 Zimmer für die Neugeborenen und 40 Spezialzimmer für die Paare“. Je nach Bedeutung stuft Patel ihre Einrichtung ab, „es ist eine Frage der Möglichkeiten und damit des Geldes“. Und Geld wollen schließlich mit der Einrichtung vor allem die Betreiber machen. Die Paare sind die biologischen Eltern, die für eine Kombination ihrer Eier und Spermien indische Frauen für die Austragung und Geburt ihres Kindes mieten. Um genau zu sein, bezahlen sie die Klinik, die einen Teil des Geldes den Leihmüttern weitergibt. Diese Paare sind die Kunden, die das Geld bringen. Deshalb werden ihnen 40 mit allen Annehmlichkeiten eines gehobenen Hotels ausgestattete Doppelzimmer zur Verfügung stehen. Für die indischen Leihmütter dagegen gibt es nur Massenschlafsäle. Alles eine Frage des Geschäfts.

„Familiäre Atmosphäre“

 

Die Kosten für die neue „Kinderfabrik“ belaufen sich auf sechs Millionen Euro, sagt Patel. Die Summe ist beachtlich, aber nicht übermäßig, wenn man bedenkt, daß jede Leihmutterschaft 20.000 Euro kostet. 30 Prozent, beteuert Patel, würden an die Leihmutter ausbezahlt. In Indien werden solche Angaben auch bezweifelt. Sie sind letztlich auch nicht entscheidend. Der Zweck des Projekts, so Patel, sei es, „ein Nest zu bauen, wo die Familie“, bestehend aus den biologischen Eltern, den wildfremden Leihmüttern und den „produzierten“ Kindern, „leben und Bindungen knüpfen“. So und ähnlich bewirbt die indische Ärztin jedenfalls ihre Einrichtung. Um das Ganze noch deutlicher zu unterstreichen, aber nicht wirklich glaubwürdiger zu machen, betont Patel, daß in der neuen Klinik auch Verwandte der Leihmütter angestellt werden sollen, um „die familiäre Atmosphäre zu erhöhen“.

Ausgebeutete Frauen

 

 

Es bleiben zwei Probleme: die Ausbeutung von Frauen und die künstliche „Produktion“ von Kindern. Die Leihmütter werden durch die Armut gezwungen, ihren Körper zu verkaufen. Dem Leihmuttergeschäft haftet etwas von dem an, das auch Merkmal für die Prostitution ist. Allerdings mit dem Unterschied, daß im Fall der Leihmutter mit dem Leben gespielt wird. Die Ärztin Patel weiß auch diesen Umstand zu nützen. Sie suggeriert den wohlhabenden Ausländern, mit ihrer Anmietung einer Leihmutter gewissermaßen eine gute Tat zu begehen und Entwicklungshilfe zu leisten. Patel sagt: „Dieser Ort hilft Menschen. Nicht nur mir und meinem Mann ein Kind zu haben, sondern auch den Leihmüttern und deren Familien. Denn das Geld, das sie hier verdienen, bedeutet für sie sehr viel. Die Frauen tun alles freiwillig, niemand wird ausgebeutet. Wir legen natürlich großen Wert auf die Menschenrechte“. Natürlich. Die ethische Frage der künstlichen Erzeugung von Kindern findet kaum Zugang zur öffentlichen Diskussion. Patel schüttelt nur den Kopf. Utilitaristisches Denken und die Vorstellung, daß es letztlich ja „dumm“ wäre, das Machbare nicht zu tun, lässt das Thema höchst selten in den Medien auftauchen. Wenn überhaupt, bestenfalls unter dem Blickwinkel einer ausgebeuteten Leihmutter, aber nicht als Infragestellung der Leihmutterschaft an sich. Geschweigedenn was mit dem „Rückgaberecht“ für nicht mehr gewünschte oder fehlerhafte Ware ist.

http://www.katholisches.info/2014/03/20/indien-der-kinderhersteller-und-das-geschaeft-mit-der-leihmutterschaft/

Text: Giuseppe Nardi – Bild: Tempi

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

 

Die Welt wird immer verrückter. Gott scheint immer mehr ersetzbar. Moderne Frauensklaverei, die die Frau zur Gebärmaschine degradiert und die Persönlichkeit, die diese Leihmutter ausmacht, völlig ignoriert, indem  die Armut dieser Frauen letztlich brutal ausgenutzt wird. Anstatt diese Armut zu beseitigen mit ethisch und moralisch hochwertigen Mitteln wie z. B. Ausbildung und Arbeitsbeschaffung und Abschaffung des Radikalpatriarchats, der Kasten und der Frauenrechtsunterdrückung im Hinduismus, wird Moral immer mehr definiert nach dem Nutzen des Glücks, wie Wikipedia u. a. über den Utilitarismus schreibt:

„Handle so, dass das größtmögliche Maß an Glück entsteht!“ (Prinzip des maximalen Glücks bzw. engl. maximum-happiness principle).

 

 

 

Hier ist aber nur das zweifache Glück zu haben auf Kosten anderer. Das Glück der Klinik und das Glück der den Körper einer armen Frau kaufenden Eheleute, die keine Mühen und Kosten scheuen, an ein Kind zu gelangen. Das Glück für die austragende Frau wird sich in Grenzen halten. Sie wird sich wie bei der Armutsprostitution ausgenutzt vorkommen. Die Massenschlafsäle sprechen da Bände. Die Kosten müssen hier so niedrig wie möglich gehalten werden aus Profitgier. Aber arme Frauen in Indien sind da wahrscheinlich sogar Schlechteres gewohnt. Damit jedoch beginnt die Ausbeutung von Frauen aus schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen und der Vorgauklung von Glück. Die Mutterschaft wird pervertiert. 

 

 

Wir glauben nicht, dass das Glück einer Frau darin bestehen kann, ihren Körper wie eine Mietgarage für fremde Embryonenkinder anderer Paare zur Verfügung zu stellen, die keine eigenen Kinder geschenkt bekommen können. Eine Frau würde sich unter normalen wirtschaftlichen Verhältnissen nicht für diese Art der Schwangerschaft zur Verfügung stellen, möglicherweise eine Frau im Familienkreis, wo Bindungen bereits bestehen, z. B. aus Liebe zur Schwester. Aber selbst da wird sich so ein Mietverhältnis nicht einstellen wollen aus ethischen Motiven heraus.

 

 

 

 

Wer verdient?

a) die Klinik und da insbesondere die Betreiberin. 
b) die Leihmutter, die je nach Bildung mit Sicherheit keine 30 % von 20 000 €, das wären 6.000 €, erhält.
c) die Eltern, die sich ein Kind durch Mietkauf erworben haben.
d) das Kind ist über jeden Zweifel erhaben, da es unschuldig ist.

 

 

 

 

Technisch gesehen, eine machbare Sache!

 

Moralisch gesehen: Mehr als zweifelhaft, ja, unmoralisch. Aber Geld und Profit können Moral ersetzen wie an diesem Beispiel der pervertierten Mutterschaft anschaulich zu präsentieren ist.

Was passiert mit Kindern, die den Ansprüchen der Eltern nicht genügen.

Wird das Kind dann mit 10 zurückgegeben oder bei Nichtgefallen (Behinderung)  erst garnicht bezahlt?

Wo bleiben diese Kinder dann?

Wachsen sie dann bei dieser armen Frau auf?

 

 

Die Menschheit bewegt sich immer mehr auf Abgründe zu. Wir sollten Kinderwünsche nicht wie Warenwünsche behandeln. Wer keine Kinder bekommen kann, hätte genug Möglichkeiten, Kindern finanziell und auch persönlich unter die Arme zu greifen als Pflegeeltern, Adoptiveltern oder aber als Helfer/in in SOS-Kinderdörfern oder -heimen oder als Hausaufgabenhilfe in der Gemeinde.

 

 

Wir stellen die Frage:

Darf der Mensch alles tun, was er technisch kann?

 

 

 

 

 

 

 

 

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