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KoG: Großdemo gegen Theater in Konstanz – Die Tötung von Armeniern im Osmanischen Reich 24. März 2014

Filed under: Christenverfolgung,Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 11:39

Demonstration vor dem Stadttheater Konstanz: Türken und Türkischsstämmige protestieren gegen die Premiere des Stücks "Das Märchen vom letzten Gedanken". Ihre Kritik entzündet sich daran, dass vorab im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung mit Armenien 1915 von "Völkermord" die Rede war.

Rund 150 meist türkischstämmige Menschen haben am Freitagabend „friedlich“ gegen eine Aufführung des Konstanzer Stadttheaters protestiert.

 

 

 

 

Demonstration vor dem Stadttheater Konstanz: Türken und Türkischsstämmige protestieren gegen die Premiere des Stücks "Das Märchen vom letzten Gedanken". Ihre Kritik entzündet sich daran, dass vorab im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung mit Armenien 1915 von "Völkermord" die Rede war.

 

 

 

 

In einem friedlichen Demonstrationszug von der Marktstätte über den Münsterplatz bis zum Stadttheater machten die Teilnehmer ihren Unmut deutlich. Neben vielen türkischen Flaggen hatten sie auch etliche Plakate mit verschiedenen Aufschriften wie Keine Verhetzung zwischen armenischen und türkischen Brüdern“, „Überlasst die Geschichte den Historikern“ oder „Kunst = Beleidigung? dabei. Ihr Protest richtete sich gegen die Aufführung des Stücks Das Märchen vom letzten Gedanken“, das am Freitagabend seine Premiere hatte. In einer Kundgebung vor dem Stadttheater machte Tugrul Aras, einer der Initiatoren der Demonstration, deutlich, dass sie sich vor allem an dem Werbeplakat zum Stück störten. Das Plakat zitiert ein in der Türkei berühmtes Bild – den zugedeckten Leichnam des regierungskritischen ermordeten Journalisten Hrant Dink. Der Armenier mit türkischer Staatsbürgerschaft wurde am 19. Januar 2007 auf offener Straße erschossen. Auf dem Plakat weht über dem Bild die türkische Flagge, garniert mit einem Zitat des türkischen Premierministers Erdogan („In unserer Geschichte wurde kein Völkermord begangen„). Für Tugrul Aras war das zu viel: „Wir möchten nicht, dass unsere Flagge über einer Leiche weht“, erklärt er seine Probleme mit dem Plakat. Zum Stück selbst könne er nichts sagen, weil er es noch nicht gesehen habe. Er erklärte auch, dass sie nie darauf gedrängt hätten, das Stück abzusetzen. „Uns ging es nur um die Plakate“, so Aras.

 

 

 

 

 

 

 

Premiere unter Polizeischutz

 

 

Christoph Nix, Intendant des Stadttheaters, stellte sich dem Gespräch mit den Demonstranten: „Wir wollen niemanden beleidigen oder verletzen, aber Aufgabe der Kunst ist es auch, Geschichte zu erklären und Dinge zu hinterfragen“, so der Intendant. Und: „Wir sind keine Gegner, auch wenn wir manche Dinge vielleicht anders bewerten“, so Nix weiter. Gegen 19.45 Uhr war die Demonstration beendet, die Theateraufführung konnte wie geplant beginnen. In einer ersten Bilanz zeigte sich auch Roland Wössner, der Einsatzleiter der Polizei, zufrieden: „Alles ist absolut friedlich geblieben“, sagte er. Für das Stadttheater dürfte es das erste Mal gewesen sein, dass eine Premiere unter Polizeischutz stattfand. In den Tagen vor der Aufführung hatten sich die Proteste beim Stadttheater gehäuft. Sogar das türkische Generalkonsulat aus Karlsruhe hatte sich in die Debatte eingeschaltet und darauf hingewiesen, dass die rechtliche und wissenschaftliche Beurteilung der Geschehnisse von 1915 noch nicht beendet sei.

 

 

 

 

 

 

Heilige Flagge? Rund 150 bis 200 Demonstranten zogen mit Flaggen und Plakaten durch die Konstanzer Innenstadt. Sie wollten mit dem Protest auf ihren Unmut über eine Aufführung am Stadttheater hinweisen.

 

 

 

 

Der Hintergrund

Die Türkei und Armenien streiten seit Jahrzehnten über die Bewertung der Geschehnisse von 1915. Bei Massakern und Todesmärschen starben, je nach Schätzung, zwischen 300 000 und mehr als 1,5 Millionen Menschen. Die Armenier sehen darin einen Völkermord. Die Türkei streitet das ab. Den Vorschlag der Türkei, einen „Gemeinsamen Ausschuss für Geschichte“ zu gründen, um die Ereignisse von 1915 zu erforschen, hat Armenien abgelehnt.

{Quelle: www.suedkurier.de}

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

Was soll da aufgearbeitet werden?

 

Die Tatsachen stehen fest.  Selbst laut Wikipedia, dessen Ausführungen zu diesem Thema recht aufschlussreich sind:

Damat Ferid Pascha, der Großwesir des Osmanischen Reiches, dessen Amt dem des heutigen Ministerpräsident  entsprach, gestand die Verbrechen am 11. Juni 1919 öffentlich ein.Dennoch ist die Leugnung des Völkermords an den Armeniern bis heute offizielle Politik aller türkischen Regierungen.
Wer standhaft entgegen jede Historizität seit Jahrzehnten leugnet, der hat durch Lüge politisch immer die besseren Karten. Und je länger die Tatzeit her ist, umso mehr überwiegt nicht mehr die historische Wahrheit, sondern das Kalkül des Anrichtens des politischen Schadens, den die Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern in Bezug auf die Türkei mit sich bringen würde.

 

 

Völkermord an den Armeniern
de.wikipedia.org

 

 

 

Bewertung durch die Staatengemeinschaft

 

 

File:Armenian Genocide memorial in Aleppo Syria at the Armenian church 40 martyrs.jpg

 

Gedenkstätte im syrischen Aleppo (40-Märtyrer-Kirche)

 
 

Seit 1965 haben 22 Staaten die durch den osmanischen Staat begangenen Deportationen und Massaker der Jahre 1915–1917 offiziell als Genozid  entsprechend der UN-Völkermordkonvention von 1948 anerkannt (u. a.

Argentinien, Belgien, Frankreich,Griechenland, Italien, Kanada, Libanon, die Niederlande, Russland, Schweden, die Schweiz, die Slowakei, Uruguay und Zypern). Andere Staaten (so auch Israel, Dänemark, Georgien und Aserbaidschan) hingegen sprechen offiziell nicht von Völkermord. Die Regierung des Vereinigten Königreichs verurteilte die Verbrechen, sah aber die Kriterien für eine Einstufung  als Völkermord gemäß der UN-Völkermordkonvention als nicht gegeben an.

 

 

 

 

Weiter auf Wikipedia:

 

Kulturelle Verluste

 

Nicht einmal ansatzweise kann der kulturelle Verlust quantifiziert  werden, der mit der Vertreibung und Ermordung der Armenier einherging.  Hunderte armenische Schulen, Kirchen und Klöster wurden in den Jahren  1915–1917 und auch danach geplündert und zerstört oder in Moscheen  umgewandelt; viele weitere historische Monumente, Kunstwerke und  Kulturgüter wurden vernichtet oder gingen für immer verloren.

Die westarmenische, kulturelle Renaissance (Զարթօնք/Zartʻōnkʻ), die in Smyrna begonnen und  sich in Konstantinopel erst vollständig entfaltet hatte, erfuhr ein  abruptes Ende. Charakteristisch für diese Periode war ein pulsierendes  literarisches Leben. Konstantinopel war in dieser Zeit Herausgabeort  zahlreicher armenischer Zeitungen und Zeitschriften, Wohn- und  Aufenthaltsort vieler armenischer Intellektueller, Dichter und  Schriftsteller wie Daniel Varuschan oder Siamanto. Beide fanden im Zuge der Massenverhaftung armenischer Intellektueller am 24. April 1915 den Tod.

 

 

 

 

Und was lernen wir daraus?

 

Parallelen zur Annektierung Nordzyperns durch die Türkei noch in den 70er Jahren. Dort wurden 520 Kirchen der Vernichtung preisgegeben und Kulturgut wurde meistbietend verschachert. Was zeigt uns das alles?
Christenhass des Islams, Großmannssucht und Nationalitätenwahn der Türkei des Osmanischen Reiches, welches über Herrn Atatürk, der den Nationalismus fest in der Türkei installierte,  hin zu Erdogan, der sich als getreuer Muslim wieder gedanklich mehr dem Osmanischen Reich zuwendet, ergibt einen Menschen verachtenden Brei, der die  Türkei noch heute in Bezug auf Christen als  Nachfolgerin des Osmanischen Reiches auszeichnet. Denn die Christen sind und bleiben nach wie vor auf unter 1 % der Bevölkerungsanteils. Kein Wunder, scheint die Türkei doch ein echtes Buntland verschiedener Religionen zu sein.

 

Wir verweisen wieder auf Wikipedia:

Religionen in der Türkei

 de.wikipedia.org

 

 

 

 

Rund 98 Prozent der türkischen Bevölkerung sind – zumindest nominell – Muslime, darunter ein Anteil Aleviten, über den es unterschiedliche Schätzungen gibt.

Die Republik Türkei versteht sich laut Artikel 2 ihrer Verfassung als ein „demokratischer laizistischer und sozialer Rechtsstaat“, dessen Bevölkerung sich überwiegend zum Islam bekennt. Anders als der französische Laizismus beinhaltet der türkische keine absolute Trennung von Religion und Staat, sondern eine staatliche Kontrolle der Religion. Eigenständige politische Einmischung der Religionsgemeinschaften ist  unerwünscht. Daher stehen alle Religionen ebenso wie die Hauptreligion,  der sunnitische Islam, unter staatlicher Aufsicht.

 

Aus politisch-soziologischer Perspektive tritt der sunnitische Islam in drei Varianten auf: als Staatsislam, Volksislam sowie als politischer Islam (Islamismus).

Der größte Teil der Muslime sind Sunniten, gefolgt von Aleviten, die jedoch in offiziellen Statistiken nicht eigens gezählt, sondern  nominell als Muslime verzeichnet werden und deren Anteil unterschiedlich geschätzt wird (siehe unten). Zu erwähnen sind noch die Alawiten (Nusairier) und eine vor allem im Osten der Türkei angesiedelte schiitische Minderheit. Zu den religiösen Minderheiten zählen weiterhin Christen verschiedener Konfessionen, Juden, Bahai, Jesiden, Karäer u. a. Die Minderheitenpolitik der Türkei ist – gerade auch im Zusammenhang der Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der Europäischen Union – politisch sehr umstritten.

 

 

 

Die Vielfalt und Buntheit der Religionen lässt sich an der Realität des islamischen  Religionsanteils ablesen, die mit 98 % Muslimen angegeben ist mit einer Einschränkung:

In der Türkei leben mit Sicherheit geprägt durch den Kemalismus viele Atheisten, aber auch  ein gewichtiger Protzentsatz von Alewiten, die sowohl vom sunnitischen Islam als auch vom schiitischen Islam nicht als Muslime anerkannt werden. In der Türkei laufen sie unter Muslime und Islam.  Im Einverleiben waren die Größen des islamischen Dschihad ja schon immer ganz gut.

 

 

 

Film des NDR über den Armeniermord in der Türkei:

 

 

 

Es wäre schon toll,

wenn sich diese Demonstranten vor dem Konstanzer Theater mal etwas selbstkritischer mit der Geschichte ihres Landes beschäftigen würden.

Da würde ebenfalls so mancher Skandal ans Tageslicht kommen.

Die Religionspolitik gegen über allen nichtmuslimischen Religionen sind bis heute ein Skandal!

 

2 Responses to “KoG: Großdemo gegen Theater in Konstanz – Die Tötung von Armeniern im Osmanischen Reich”

  1. Silbermann96 Says:

    Die Türken haben 2 Millionen Armenier in nur wenigen Tagen getötet, sie zeigen keine Reue, im Gegenteil, sie und Aserbaidschan kämpfen immer noch gegen Armenien. Dies ist mit dem Holocaust zu vergleichen!!


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