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Österreichs Bildungsministerium gibt Anleitung zum Christen-Zählen 21. März 2014

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 23:30

Schul-Kreuz: Wie man Christen zählt

Im Streit um das Kreuz in der Schule liefert das Bildungsministerium eine Anleitung, wer Christ ist und wer nicht.

In Wiener Hauptschulen gibt es mittlerweile mehr Muslime als Katholiken.

Wer zählt in der Schule eigentlich als Christ?

Im Zuge des Streits um das Kreuz in einer Volksschule in Wien-Neubau, der sich inzwischen bald ein Jahr hinzieht, gibt es nun eine Antwort aus dem Bildungsministerium. Oder besser gesagt: eine Anleitung, um „verwaltungstechnisch einfach“ zu eruieren, wer im Sinn des Gesetzes christlich ist und wer nicht. Wie aus einem Schreiben an den Stadtschulrat hervorgeht, das der „Presse“ vorliegt, soll das folgendermaßen ablaufen: Von der Gesamtschülerzahl werden Juden, Muslime, Buddhisten, Bahai, Hindus, Alt-Aleviten und Schüler ohne Bekenntnis abgezogen – alle anderen gelten als Schüler mit christlichem Religionsbekenntnis. Dass einfach die Nichtchristen abgezogen werden, statt die Zahl jener Schüler zu addieren, die eindeutig christlichen Glaubens sind (und so womöglich auch Schüler als Christen vereinnahmt werden), dürfte jedenfalls Raum für Kritik bieten. Tatsächlich scheint sich auch das Ministerium in diesem Punkt nicht ganz leichtgetan zu haben. „Christlich ist ein Überbegriff, für den es keine gesetzliche Definition gibt“, heißt es vorab in dem Schreiben. Und weiter: „Über die Zuordnung einer Glaubensgemeinschaft, Kirche oder Konfession zum christlichen Kreis kann aufgrund des Selbstbestimmungsrechts der Religionen nur die jeweilige Religionsgemeinschaft entscheiden“.

Nötig ist das Ganze nach dem Streit in besagter Volksschule (siehe Faktenkasten), weil das Gesetz vorsieht, dass an Pflichtschulen, „an denen die Mehrzahl der Schüler einem christlichen Religionsbekenntnis angehört“, in allen Klassenzimmern Kreuze anzubringen sind.

Was zu tun ist, wenn weniger als 50% Christen sind, steht im Gesetz nicht.

Auch das Ministerium gibt keine klare Antwort, nur so viel: Auch in diesem Fall „dürften“ Kreuze angebracht werden – immerhin handle es sich laut VfGH um ein „Symbol der abendländischen Geistesgeschichte“, dessen Bedeutung über das rein Religiöse hinausreiche. „Die Schule kann diese Entscheidung im eigenen Bereich treffen“. So wurde das im Prinzip auch jetzt schon gehandhabt – Kritiker waren aber der Meinung, dass das rechtswidrig sei.

Mehr Muslime als Katholiken

 

 

Die Frage, ob ein Kreuz aufgehängt wird oder nicht, dürfte sich in Zukunft jedenfalls öfter stellen. Das zeigen aktuelle Zahlen aus Wien, die der „Presse“ vorliegen. Mittlerweile besuchen nämlich insgesamt mehr Muslime als Katholiken die Haupt- und Neuen Mittelschulen. Konkret sind es 10.734 Kinder und Jugendliche mit islamischem Religionsbekenntnis und 8632 Schüler mit römisch-katholischem (siehe Grafik). An dritter Stelle liegen die 4259 serbisch-orthodoxen Schüler. Viertgrößte Gruppe sind an den Hauptschulen und Neuen Mittelschulen laut Statistik die Schüler „ohne religiöses Bekenntnis“. An den Wiener Gymnasien ist das Bild in der gleichen Altersgruppe ein ganz anderes: Hier sind die Katholiken die mit Abstand größte Gruppe. 18.345 Gymnasiasten bis zur neunten Schulstufe sind römisch-katholisch. Die zweitgrößte Gruppe sind die konfessionslosen. 10.340 Gymnasiasten haben kein religiöses Bekenntnis. Der Anteil der muslimischen Kinder und Jugendlichen ist in der AHS relativ gering. Sie stellen mit 5395 Schülern die drittgrößte Gruppe. Das ist insofern wenig verwunderlich, da weniger Schüler mit Migrationshintergrund in die AHS gehen. Insgesamt besuchen die Sekundarstufe eins in Wien also 26.977 katholische Schüler, 16.129 muslimische und 13.558 Schüler ohne Bekenntnis. In den Wiener Volksschulen ist der Anteil der muslimischen Schüler deutlich höher: 23.807 sind Katholiken, 17.913 Muslime, 11.119 sind ohne religiöses Bekenntnis. Serbisch-orthodox sind 6083 Wiener Volksschüler, 2322 Schüler evangelisch. Aus dem Stadtschulrat heißt es dazu: „Die Zahlen spiegeln die demografische Situation der Stadt wider“. {Quelle: diepresse.com – von Bernadette Bayrhammer und Julia Neuhauser}

 

2 Responses to “Österreichs Bildungsministerium gibt Anleitung zum Christen-Zählen”

  1. Bernhardine Says:

    KEIN GLEICHES RECHT FÜR ISLAM!!!
    WEIL ISLAM UND HIDSCHAB ETWAS ANDERES SIND!!!

    Kopftuch ist wie “ein metergroßes Kreuz um den Hals”

    Juristin sieht keine Parallele zwischen Verhüllung von Frauen und christlicher Symbolik

    Seyran Ates im Gespräch mit Matthias Hanselmann
    Beitrag vom 12.07.2013

    “”…Hanselmann: Deutschlandradio Kultur, das “Radiofeuilleton”, wir sprechen mit der Autorin und Rechtsanwältin Seyran Ates zum Thema 15 Jahre Kopftuchstreit in Deutschland. Frau Ates, das Kopftuchverbot wird von den einzelnen Bundesländern ja unterschiedlich gehandhabt:

    In Berlin gibt es ein Totalverbot religiöser Symbole überhaupt im öffentlichen Dienst. Die beiden großen christlichen Kirchen haben dagegen Protest eingelegt – halten Sie die Berliner Regelung für vorbildlich?

    Ates: Absolut, ich bin der Ansicht, dass das Kopftuch in öffentlichen Räumen, gerade in Schulen, nichts zu suchen hat. Wir sollten unsere Kinder davor schützen, sich in diese verschiedenen Lager einordnen zu müssen…

    Hanselmann: Ebenso wenig wie das christliche Kreuz oder eine Buddha-Figur?

    Ates: Das christliche Kreuz und die Buddha-Figur steht für mich für was ganz anderes. Wir können nicht das Kopftuch mit der Buddha-Figur oder mit dem Kreuz in einen Topf werfen.

    Das Kreuz betrifft Sie körperlich nicht persönlich als Mann oder als Frau, das Kopftuch weist Sie aber aus als ein Geschlecht, nämlich als Frau, das sich verhüllen soll, damit der Mann von sexuellen Lüsten getragen und … wie soll ich sagen?

    Hanselmann: Verführt.

    Ates: … verführt, genau, verführt, sich auf die Frau stürzt. Auf keinen Fall.

    Hanselmann: Also haben Sie begrenztes Verständnis dafür, dass die christlichen Kirchen protestieren gegen diese Regelung.

    Ates: Absolut. Ich habe da überhaupt kein Verständnis dafür, dass man beides in einen Topf wirft, und wir sollten es differenzierter diskutieren, will ich damit sagen…

    Verhindert das Kreuz, dass ich mich in meiner äußeren Erscheinung verändere? Trage ich ein metergroßes Kreuz am Hals und muss mich beugen beim Laufen, dann würde ich darüber diskutieren…””
    http://www.deutschlandradiokultur.de/kopftuch-ist-wie-ein-metergrosses-kreuz-um-den-hals.954.de.html?dram%3Aarticle_id=253858


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