kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

150 Teilnehmer beim 2. Lichterzug in Karlsruhe 10. März 2014

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 21:58

Zum 2. “Lichterzug für verfolgte Christen” am 8. März sammelten sich in der Karlsruher Innenstadt über 150 Menschen, um auf derzeit 100 Millionen verfolgter Christen in islamischen und kommunistischen Ländern aufmerksam zu machen.

 

 

 

Schwester Hatune, Bundesverdienstkreuzträgerin, syrisch-orthodoxe Klosterschwester und Leiterin der Hilfsorganisation „Helfende Hände“,  führte zusammen mit den Initiatoren (Initiativgruppe Karlsruhe für verfolgte Christen) den Lichterzug an.

Die „Initiativgruppe“ setzt sich aus Menschenrechtsorganisationen, unter anderem aus der „Gesellschaft für bedrohte Völker“ (GfbV), der „Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte“ (IGFM) und der „Bürgerbewegung Pax Europa“ (BPE) zusammen. Am Lichterzug beteiligten sich außerdem  Mitglieder aus folgenden Organisationen und Vereinigungen: Christian Solidarity International (CSI), IGFM, Junge Union Karlsruhe-Stadt (JU), HMK, Sabatina e.V., Aktionsgruppe für verfolgte Christen, Initiativgruppe Karlsruhe für verfolgte Christen.

 

Am Sammelpunkt, der kath. Kirche St. Stephan, startete der 45-minütige Zug durch die City über den Ludwigsplatz, die Kaiser- und Erbprinzenstraße zum Rondellplatz und wieder zurück zur kath. Stadtkirche, wo eine ökumenische Andacht stattfand.

Es waren auch mehrere Christen aus dem Iran und Pakistan vor Ort, die teils selbst unter Verfolgung litten, bzw. leiden. Ein Iraner trug ein Schild mit der Aufschrift: „Ich wurde zum Christen. Der Islam zu Hause ist mein Todesurteil“. Er musste nach eigenen Angaben aus dem Iran fliehen, denn dort konnte er seinen christlichen Glauben nicht frei auszuleben.

Über Banner und Plakate wurde zudem auf das Leid der Christen weltweit hingewiesen. Auf den rund 25 Plakaten waren Aufschriften zu lesen wie „Wir demonstrieren für verfolgte Christen in islamischen und kommunistischen Ländern“ oder „Viele Christen werden bedroht und verfolgt, weil sie an Christus glauben“.

Eine im Zug mitgeführte überdimensional große Weltkarte von Open Doors veranschaulichte den Passanten besonders deutlich, wo Christen weltweit am stärksten verfolgt werden.

 

 

 

 

Die Reaktionen auf den Lichterzug waren unterschiedlich und reichten von „Wir haben zurzeit andere Probleme“ bis zu „Ich finde es gut, wir müssen auch mal an die vielen Christen außerhalb Europas denken“. Als der Lichterzug an einem Straßencafé vorbei kam, riefen von der Terrasse aus mehrere junge Leute mehrmals “Allahu akbar” in Richtung der Teilnehmer.

Im Anschluss an den Lichterzug durch die belebte Karlsruher Innenstadt wurde eine ökumenische Feier  in der kath. Stadtkirche St. Stephan gefeiert.

 

Benannt ist die Kirche nach Stephanus, dem ersten christlichen Märtyrer. Das folgende mehrere Meter große Bild, das ihn beispielhaft zeigen soll, befindet sich im Innern der Kirche:

Der katholische stellvertretende Dekan Erhard Bechtold und der evangelische Pfarrer Christian Bereuther führten gemeinsam mit Schwester Hatune durch die Feier.

Es wurde speziell auf die Situation von Christen in Usbekistan, Pakistan, den Malediven und den Prozess in der Türkei um die ermordeten Christen Aydin, Yksel und Geske eingegangen.

Schwester Hatune übernahm jeweils das Fürbitte-Gebet im Anschluss an die Schilderungen aus  den Petitions-Briefen, die im Gottesdienst verlesen wurden.

Bezüglich dreier Christinnen, die in Usbekistan wegen “illegaler Weitergabe ihres Glaubens” zu hohen Geldstrafen verurteilt wurden, betete Schwester Hatune. Sie mögen trotz des Drucks (Geldstrafe von zwei Monatsgehältern) dennoch zu ihrem Glauben stehen und ihn weiter öffentlich bekennen.

Der kath. Theologe Wilfried Puhl-Schmidt beschrieb zudem den mittlerweile über sieben Jahre andauernden Prozess um die drei ermordeten Christen in der Türkei: Aydin, Yksel und Geske. Wenn es dazu kommen sollte, dass die Richter und Staatsanwälte, wie befürchtet, ausgetauscht werden würden, müsse der Prozess neu aufgerollt werden. Das könne dazu führen, dass der Prozess vorzeitig beendet  und die Mörder sich ihrer strafrechtlichen Verantwortung entziehen  könnten. Wie inzwischen bekannt wurde, sind die Mörder von Geske und den anderen Christen tatsächlich schon wieder auf freiem Fuß.

 

 

 

 

 

Als Zeugnis ihres Glaubens und der Vergebungsbereitschaft  wurde  von Frau Geske und deren Kindern berichtet, als diese vor zwei Jahren beim Besuch im Gefängnis den Mördern ihres Mannes bzw. ihres Vaters vergaben.

Zum Abschluss sang Schwester Hatune in Aramäisch (der Sprache Jesu) das “Vater Unser”.

Im Anschluss wurden Unterschriften für die im Gottesdienst verlesenen Petitionen  gesammelt.

Wilfried Puhl-Schmidt, kath. Theologe und Mit-Initiator, beantwortete im Anschluss noch Fragen zur “Initiativgruppe Karlsruhe für verfolgte Christen”, wie es zu der Idee der Lichterprozession kam und dem eigentlichen Hintergrund für die Bedrohung und Verfolgung der Christen in islamischen Ländern.

 

 

 

 

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