kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Saudis & Co. entmachten Tamim und bringen Abdalaiz aus Exil in Frankreich 9. März 2014

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 22:36

Abdelaziz Bin Khalifa

Abdelaziz Bin Khalifa Bin Hamad II wird der Fürst von Katar – Ägypten, Saudis und Golfstaaten holen ihn aus seinem Exil in Frankreich und entmachten Tamim und seine Mutter Moza  –  Eine Wende: Angeheuerte Söldner, genannt Opposition bzw. Nusra-Front, werden sogar bekämpft?!?

 

 

Er ist 60 Jahre alt – mit zwei Frauen verheiratet und hat zwei Söhne und sechs Töchter – Lebt seit 1992 in Frankreich, seitdem sein Bruder Hamad ihn verbannte. Er besuchte stets Saudiarabien und pflegte seine Beziehung zur königlichen Familie.

 

25 katarische Minister versammelten sich in einem der Golfstaaten und beschlossen die Unterstützung des verbannten Fürsten und die Entmachtung von Tamim bzw. seiner Mutter Moza, der eigentlichen Herrscherin des winzigen Staates.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Indische Arbeiter im WM-Land Katar

Arbeiten in der sengenden Mittagssonne

Weil Katar vor der WM 2022 boomt, hoffen viele Menschen auf attraktive Jobs. Dabei erinnert die Arbeit im Emirat teilweise an moderne Sklaverei. Zwei indische Gastarbeiter erzählen nach ihrer Rückkehr von den unmenschlichen Bedingungen.

„Leute sterben dort auf den Baustellen, die WM sollte nicht in Katar stattfinden.“ Vishnu gestikuliert wild und erhebt die Stimme, wenn er über Katar spricht. Sonst sitzt er eher schüchtern mit Hemd und Baseball-Kappe auf seinem Stuhl. Fast drei Monate hat er im letzten Jahr auf Baustellen in Doha, der Hauptstadt Katars, gearbeitet hat. Vishnu lebt in einem kleinen Dorf im Süden Indiens, im Bundesstaat Telangana. In seiner Gegend gibt es kaum Arbeit, wenig Geld und selten Regen. Eine Menge Leute wandern für eine Zeit lang aus, um woanders Arbeit zu finden. Viele von ihnen gehen in die Golfstaaten, wo um die fünf Millionen Inder insgesamt leben und arbeiten dort einige Monate oder Jahre. In Katar hat Vishnu auch Gangareddy kennen gelernt, die beiden haben dort zusammen gearbeitet und gewohnt: „Ich hatte Schulden“, erzählt Vishnu. „Die Ernte ist in den letzten drei Jahren missraten und meine Arbeit als Elektriker hat auch nicht genug Geld gebracht, deshalb musste ich woanders Arbeit finden“.

Reizvolle Versprechen …

 

Von Katar hatten wir überhaupt keine Ahnung, erzählen die zwei Arbeiter. Aber ein Arbeitsagent aus ihrer Region hat ihnen erzählt, dort könne man eine Menge Geld verdienen, gerade jetzt würde dort viel gebaut, mindestens 240 Euro im Monat seien drin. Für Vishnu und Gangareddy ist das ein sehr guter Monatslohn. Um den Flug nach Katar und den Arbeitsvermittler zahlen zu können, haben sie sich Geld von Verwandten leihen müssen. Acht Stunden am Tag arbeiten, guter Lohn, freie Unterkunft und einen Arbeitsvertrag bei einer Firma, das hat der Agent Gangareddy versprochen. „Als ich in Katar ankam“, erinnert sich der Inder, „bin ich bei einem Unternehmen gelandet, das Arbeiter an verschiedene Firmen vermittelt. Ich sollte mehr als acht Stunden arbeiten und doch nur 180 Euro bekommen, statt der versprochenen 240 Euro“.

… aber triste Wirklichkeit

Eigentlich sollten sie für die United Development Company arbeiten, sagt Gangreddy. Aber die hat ihre Arbeit an ein Subunternehmen ausgegliedert. Kaum angekommen, hat dieses Unternehmen die Pässe der beiden Arbeiter an sich genommen. Einen Arbeitsvertrag hätten sie auch nicht erhalten: Keine Versicherung, keine Krankenkassen-Karte, keine Arbeitserlaubnis. Somit waren die beiden dem lokalen Arbeitsvermittler ausgeliefert. Das sei gängige Praxis bei Ausländern, die in den Golf-Staaten arbeiten, sagt Mandha Bheem Reddy. Er arbeitet für die Gewerkschaft „Forum für Migranten“, die sich für die Wanderarbeiter einsetzt. „Ohne Pass werden die Arbeiter zu Sklaven. Sie können nicht mehr selbst entscheiden, für wen sie arbeiten oder wohin sie gehen“.

Arbeiten in der sengenden Mittagssonne

 

Die beiden Arbeiter Vishnu und Gangreddy wollten eigentlich zwei Jahre lang in Katar bleiben. Sechs Tage die Woche, 12 Stunden am Tag mussten sie im Hochsommer draußen auf dem Bau arbeiten. Manchmal auf Bauwerken im 15. Stock, ohne Sicherheitsgurt. „Wir mussten sogar in den Mittagsstunden arbeiten, wir haben aus allen Poren geschwitzt, unsere Haut ist in der heißen Mittagssonne verbrannt“, sagt Gangreddy. „Auf der Baustelle gab es keine Toilette. Sie haben uns dort kein Wasser gegeben. Rund 6000 Leute haben auf der Baustelle gearbeitet, wir mussten uns in einer Reihe aufstellen, damit sie uns abzählen konnten, dabei haben sie uns immer geschubst und einer von unseren Kollegen ist umgekippt und ins Koma gefallen“.

Todesrate normal?

 

 

Mehr als 20 indische Arbeiter sind durchschnittlich pro Monat in den letzten zwei Jahren in Katar verstorben. Das teilte die indische Botschaft in Doha kürzlich auf Nachfrage mit. Das indische Außenministerium versucht zu beschwichtigen: Die Todesrate sei ganz normal, schließlich würden doppelt so viele Inder wie Kataris in dem Land leben. Es gibt keine Details darüber, woran die indischen Arbeiter verstorben sind. Der Gewerkschaftsarbeiter Reddy bezweifelt, dass diese hohe Todesrate natürlich ist, schließlich seien die Wanderarbeiter im Schnitt zwischen 30 und 35 Jahre alt. „Jeden Tag kommt eine Leiche hier aus den Golf-Staaten an. Frauen, die als Haushaltshilfen gearbeitet haben oder Männer, die auf dem Bau waren. Es sind rund 400 tote Arbeiter im Jahr, die allein an unserem internationalen Flughafen in Hyderabad ankommen“.

Kein Thema in Indien

 

 

Und Indien hat über zwanzig internationale Flughäfen. Dennoch stehen in der Landeshauptstadt Hyderabad hunderte Menschen am Tag Schlange, um einen Job in den Golf-Staaten zu bekommen. Die Familien in der Heimat wissen meist nicht, wie schlecht es den Arbeitern in den Golf-Staaten ergeht. Die Nachricht von den toten Arbeitern in Katar war in den indischen Medien kaum ein Thema. Auch die indische Regierung sei nicht gerade scharf darauf, es sich mit den Emiraten zu verscherzen, sagt der Gewerkschafter Reddy. „Wanderarbeiter sind für die indische Regierung eine Art Handelsware. Indien exportiert Arbeitskräfte. Für die Regierung sind das keine Menschen“. Die Menschen Gangreddy und Vishnu waren nicht nur von ihrer Arbeit in Katar erschöpft. Sie mussten in den knapp drei Monaten in verschiedenen Camps übernachten, aus Sperrholz zusammengeschraubt. Nachts seien sie wie Diebe über die Straße gescheucht worden, um zur nächsten Behausung zu gelangen, erzählt Gangreddy: „Eine Toilette und ein Raum für 30 Leute, wir lagen auf Pritschen, ohne Klimaanlage und im Raum waren es mehr als 50 Grad. Wir sind immer gegen zehn Uhr abends von der Arbeit gekommen, mussten bis Mitternacht gegessen haben und bis ein Uhr ins Bett. Gegen vier Uhr morgens haben uns Männer getreten: Steht auf, es geht zur Arbeit, haben sie gerufen“. Nach zwei Monaten und 20 Tagen haben die beiden aufgegeben. Bis dahin hatten sie noch keinen Lohn gesehen, nur ein wenig Geld für ihr Essen hatten sie erhalten. Ein Mann des lokalen Arbeitsunternehmens habe sie zum Flughafen begleitet, erzählt Vishnu.

Statt 1000 gab’s am Ende 20 Euro

 

 

„Er hat immer gesagt, er würde uns das Gehalt dann am Flughafen geben, für die Zeit, die wir gearbeitet haben. Er hat uns unser Flugticket gegeben und 100 Riyal. Mehr würden wir nicht bekommen und wir mussten auch noch was unterschreiben, sonst hat er uns gedroht, würde er unsere Pässe zerreißen“. Auf dem Papier stand, dass er seinen Lohn ordnungsgemäß erhalten habe. Und er keine rechtlichen Schritte gegen die Firma einleiten kann. Rund 1.000 Euro hätten sie  für ihre Arbeit bekommen sollen, so hatte es der Agent in Indien versprochen. Als sie wieder vor ihren Familien am Flughafen in Hyderabad standen, hatten sie gerade einmal 20 Euro in ihren Taschen. {Quelle: www.tagesschau.de – Von Silke Diettrich, ARD-Hörfunkstudio Neu-Delhi}

 

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