kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Sie wissen nichts von den urchristlichen Kopten 6. März 2014

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 12:04

Häufige Irrtümer vieler Deutsche: „Ägypter reiten Kamele und alle sind Moslems – Sie haben wenig Ahnung von Pharaonen, aber gar keine von Kopten, den ursprünglichen Bewohnern„!?!

Hend Ammann hat den Weltgebetstag der Frauen mit Schwerpunkt Ägypten vorbereitet – ihrem Geburtsland.

Es gibt Fragen, die Hend Ammann (68) nicht mag. Zum Beispiel: „Woher kommen Sie„? Das lässt sich bei ihr nicht in einem Satz beantworten. Sie hat früh erlebt, wie es ist, das gewohnte Umfeld zu verlieren – auch wenn sie immer deutlich privilegierter lebte als die meisten Flüchtlinge. Und sie hat den Kontakt zu ihren früheren Heimaten nie verloren, obwohl sie seit mehr als 45 Jahren in Freiburg lebt. Das hat sich nun bewährt – seit Dezember hat sie den Weltgebetstag der Frauen am 7. März mit vorbereitet, dessen Programm diesmal Frauen aus Ägypten bestimmen.

 

 

Noch so eine Frage, die Hend Ammann irritiert:

Sind Sie konvertiert„?

Viele gehen davon aus, sie müsse eigentlich Muslimin sein, keine Christin.

Sie wissen nichts von den vielen Bezügen ihres Geburtslands Ägypten zum Christentum – zum Beispiel den urchristlichen Kopten.

Oder dass im Libanon, während sie dort aufwuchs, die Mehrheit der Bevölkerung Christen waren – genau wie sie.

 

 

Hend Ammann wurde 1945 in Kairo geboren, als ältestes von sechs Kindern einer sehr wohlhabenden Familie, die zu einem syrisch-libanesischen Stamm gehörte. Er besetzte wichtige Funktionen in der Wirtschaft und hatte eigene Schulen, in denen – genau wie in den Familien – nur Französisch gesprochen wurde. Arabisch war die Sprache der Dienstboten, und davon gab es reichlich: „Unsere Eltern waren sehr verwöhnt.“ Doch dann kam die Revolution, die alles ins Wanken brachte. Als Hend Ammann zwölf Jahre alt war, emigrierte ihre Familie in den Libanon. „Das war so ein Schock, danach konnte kein größerer mehr kommen.“ Aus einer anerkannten Familie wurden „die Ägypter“, Fremde im Ausland, die nicht dazugehörten. Hend Amman lebte bis zum Abitur in einem privilegierten Internat, wo sie sich besonders unwohl fühlte – weil dort nur Reichtum und Status zählten. Danach setzte ihr Vater durch, dass sie ein Jahr nach London ging, zum Englischlernen: „Das war damals revolutionär, eine Tochter allein nach Europa zu schicken“! Anschließend widersprach er ihrem Wunsch, in einem Kindergarten zu arbeiten, und brachte sie in einem Büro unter. Dort stieg sie zur Assistentin eines Ingenieurs auf. „Mein Vater wollte, dass ich eine starke Frau werde – und das wurde ich.“ Dann lernte sie ihren Mann kennen, einen Deutschen, der in den USA aufgewachsen war. Mit ihm kam sie im Dezember 1968 nach Freiburg, weil er hier ein Stipendium hatte. Die ersten fünf Freiburg-Jahre waren schlimm: Hend Ammann bekam drei Kinder und war abgeschnitten von allem. Sie war eine von damals nur wenigen Ausländerinnen, war große, tosende Städte gewöhnt – und im beschaulichen Freiburg wurden um 18 Uhr die Geschäfte geschlossen und alles war dunkel.

Zwei Monate im Jahr braucht sie den Libanon

Erst als ihre Kinder in den Kindergarten kamen, konnte sie ein neues Leben beginnen, sie lernte Deutsch an der Uni, stieg als Sekretärin bei der Caritas ein, wo ihr Mann arbeitete, und bewarb sich in einem Reisebüro. Sie wurde genommen, obwohl sie keine Ausbildung hatte – und blieb bis zur Rente. Auch jetzt noch vermittelt Hend Ammann Reisen, von daheim aus: meist in arabische Länder, und bevorzugt kulturelle Reisen, mit Übernachtungen in Gastfamilien und vielen Begegnungen. Das ist für sie die Idealform des Reisens, erst recht, weil sie bedauert, dass die arabische Kultur zu oft negativ dargestellt wird: „Aber unsere Länder, unsere Kunst und unsere Musik sind so schön“! Zwei Monate im Jahr verbringt sie im Libanon. Nicht weil sie sich in Freiburg nicht daheim fühlt, sondern als Bereicherung: „Manchmal brauche ich das – das Wetter, die Atmosphäre, die Menschen.“ Und ihre Religion? Die war für Hend Ammann immer wichtig, aber eine sehr private Sache. Wegen ihres Ägypten-Bezugs wurde sie gefragt, ob sie den Weltgebetstag der Frauen mit vorbereiten will. „Das hat mir sehr viel gebracht. Ich habe so viele nette Leute ohne Vorurteile getroffen“. {Quelle: www.badische-zeitung.de}

Badische Zeitung
 

7 Responses to “Sie wissen nichts von den urchristlichen Kopten”

  1. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG Says:

    Hat dies auf Aussiedlerbetreung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Möge das Ende des Tunnel erreicht sein, und ein Glück Auf unseren Frauen und Müttern, wie auch unserer Heimat!

  2. Ibrahim Says:

    Kopten! Christen in Ägypten! Alte Dokumentaion aus den 1990er!

  3. Ibrahim Says:

    Überfälle auf Koptische Christen in Ägypten!

  4. Ibrahim Says:

    Das Mönchtum stammt aus Ägypten! Antonius war der Erste Mönch!

  5. Ibrahim Says:

    Ägypten ein Ur-Christliches Land!

  6. Ibrahim Says:

    Ägypten! Christliches Land! Urchristentum!


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