kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Wir bewegen uns zurück in die Schusslinie 7. Februar 2014

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 20:59

Das Dilemma hatten wir zuletzt mehrfach angekündigt: entweder die Notenbanken führen die  Überflutung der Märkte mit quasi zinsfreiem Geld fort und kontrollieren so das globale Schuldenmonster. Oder sie heben die Leitzinsen an und halten so die Deflationsspirale in Schach. Bislang konnte beides durch einen äußerst anstrengenden finanzpolitischen Eiertanz unter einen Hut gebracht werden. Doch nun bricht offensichtlich eine Phase an, in der das Eine nur noch um den Preis des Anderen zu haben ist. Seit dieser Woche zeichnet sich überdeutlich ab, dass dieser Preis mindestens in der Rückkehr heftiger Krisenturbulenzen besteht. Das Ende der Börsenparty läutet eine der beiden eben erwähnten Pest-oder-Cholera-Alternativen ein: das Wiedererwachen des globalen Schuldenmonsters. Zwar hebt die Fed noch nicht den Leitzins an, doch plant sie eine dauerhafte Reduzierung der US-Anleihekäufe. Die Basis dieser Entscheidung – optimistische Erwartungen in Sachen BIP-Wachstum und Arbeitslosigkeit – ist zwar ziemlich wackelig, führt aber in jedem Falle zu einem Steigen der Zinsen auf US-Bonds und anderes amerikanisches Papier, womit Investitionen dort wieder attraktiver werden. Das Nachsehen haben die „Emerging Markets“, ein großer  Hoffnungsträger der letzten Jahre. Der massive Kapitalabfluss aus diesen „Schwellenländern“ kommt zur Unzeit, denn viele unter ihnen (u.a. Türkei, Südafrika, Indien und Argentinien) werden ohnehin gerade von heftigen Krisen geschüttelt. Da das enorme Wachstum in all diesen Ländern natürlich auf Pump finanziert war, fangen europäische und nordamerikanische Gläubiger (u.a. deutsche Hersteller von Maschinen  und anderen Industrieprodukten) nun wieder an zu zittern.

Auch China, obwohl noch nicht direkt im Fokus, steckt hier knietief drin: im dortigen Schattenbankensystem sind riesige Kreditsummen aus Emerging Markets-Geschäften unwiederbringlich versickert. Zusammen mit der wachsenden Wahrscheinlichkeit eines baldigen  Einbruchs der Exportmärkte braut sich eine explosive Mischung im Reich der Mitte zusammen. Mit den Aktienmärkten knickt parallel zu den BRICs-Staaten und ihrer Emerging Markets ein weiterer Hoffnungsträger der Weltwirtschaft ein: so rauscht der DAX von seinem Allzeithoch vom Januar um fast 1000 Punkte in die Tiefe, der Dow Jones legt einen noch steileren Sinkflug hin. An anderen globalen Handelsplätzen wie bspw. Tokio sieht es ähnlich aus. Bislang haben die Börsen die riesige Geldschwemme der Zentralbanken absorbiert und damit nach Meinung der meisten Beobachter eine gigantische Blase gebildet. Wenn China und andere BRICS nun als Investitions- und Wachstumsmotor ausfallen, könnte sich die derzeitige Korrektur zu einem unkontrollierten Platzen beschleunigen. In diese Richtung weist nicht zuletzt die Börsenpsychologie: die Mehrheit der Anleger reagiert ängstlich und nimmt erzielte Gewinne mit, statt das Geld im Spiel zu halten und die Verlustphase auszusitzen. Offensichtlich setzt man nicht auf eine spätere Fortsetzung der Kursanstiege.

Mit fallenden Kursen und Kreditvolumina geraten auch die Banken und Währungen wie der Euro wieder in die Schusslinie. Eine Rückkehr zum maßlosen Gelddrucken wäre dann unausweichlich. Doch das wäre kaum noch kontrollierbar, denn die oben erwähnte Zwickmühle aus Schulden- oder Deflationsspirale wird immer enger. Im Kleinen zeigt sich das jetzt schon in der Türkei, wo die Zentralbank trotz verzweifelter Anstrengungen nicht das Geringste gegen den Währungsverfall ausrichten kann. Zu all den gerade genannten neuen Problemen kommt hinzu, dass keines der Alten aus der Welt geschafft ist: die US-Schuldenspirale schraubt sich demnächst ebenso über eine weitere offizielle „Obergrenze“, wie die Defizite der Eurostaaten auf immer neue Höchststände zusteuern. Das momentane Heißlaufen sämtlicher Drähte des Systems hätte vor wenigen Jahren noch Panik an den Schaltstellen der Weltwirtschaft hervorgerufen. Dieses Mal bleibt es – wohl aufgrund der mittlerweile großen Erfahrung – bei gesteigerter Nervosität. Die Frage ist, ob ein bisschen mehr Gelassenheit allein ausreicht, um der Lage Herr zu werden. Die wirklich wichtigen Lektionen aus vergangenen Krisen wurden nach wie vor nicht gelernt. {Quelle: www.krisenvorsorge.com}

 

2 Responses to “Wir bewegen uns zurück in die Schusslinie”

  1. e Says:

    ach wie schön .. das viele Geld .. alles nix wert … schöner kann der <herr es uns nicht klar machen … Wenn ihr Geld habt … macht aus eurem wertlosen Geld , so schnell es geht etwas wirklich Wertvolles .. Was ist "wertvoll " ??? Silber und Gold ist wertvoll

    Was ist Silber ??? Silber ist WAHRHEIT !

    Und was ist Gold ???

    GOLD IST LIEBE ,,,,,, alles klar …. ????

    Schönes Wochenende allerseits ….

  2. thomas Says:

    Das Mädchen sagt alles !!!!


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