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Gott im Angebot – Größte Olympia-Kirche in Sotschi geweiht 4. Februar 2014

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 23:33

Am 2. Februar wurde die Christusbild-Kirche in Sotschi geweiht, die zu den Olympischen Spielen gebaut wurde. Patriarch Kyrill von Moskau und ganz Russland segnete hier die russische Mannschaft.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Gott im Angebot – ein Supermarkt wird Kirche

Mülheim an der Ruhr: In einem ehemaligen Edeka in Mülheim an der Ruhr hat Reverend Edmund Sackey-Brown seine evangelische Freikirche etabliert. Im House of Solution feiern jeden Sonntag vor allem Gläubige mit afrikanischen Wurzeln einen ekstatischen Gottesdienst. Mittlerweile sind es bestimmt 25 Grad unter der niedrigen Decke in dem einstigen Supermarkt. Der Gottesdienst hat vor anderthalb Stunden begonnen. Und geschehen ist – nichts. Oder alles: Sie singen ein immerwährendes Gloria, rufen „Praise the Lord“ und recken die Arme zum Himmel, die 200, 300 Menschen. Der Rhythmus wechselt ins Karibische und wieder erklingt eine Hymne auf Jesus, den mächtigen Feldherrn himmlischer Heere, unter dessen Banner sie zum Sieg marschieren werden. Weniger als Marschkolonne denn als Polonaise zur höheren Ehre Gottes ziehen die Menschen begleitet von Keyboard, Schlagzeug, Posaune und Dreiklangfanfare durch den einstigen Edeka. Vorbei an dem Plexiglaspult mit den weißen Säulen auf lila Teppichboden, vorbei an der Kunststeinwand und den vielen Nationalfahnen. Die Menschen wiegen die Hüften, klatschen, jubeln ihr „Halleluja“, grooven wie bei einer Soulparty in den frühen Morgenstunden – am helllichten Tag in der Mülheimer Innenstadt im „House of Solution“: Heim der Erlösung.Weniger Marschmusik als PolonaiseDer irdische Hausherr heißt Edmund Sackey-Brown, geboren vor 48 Jahren in Accra, Ghana, und vor zwei Jahrzehnten ins Ruhrgebiet gekommen, um den christlichen Glauben zurückzubringen. Mit seiner Kirche, einer Freikirche, in der sich Sonntag für Sonntag mehrere hundert Gläubige finden, vor allem Afrikaner. Menschen aus 28 Nationen, sagt der stellvertretende Vorsitzende stolz. In sieben Sprachen gab es vorhin die Bibelstunde.

Gott im Angebot - ein Supermarkt wird Kirche

 

 

 

 

„Vor vier Jahren standen hier noch die Regale herum“, sagt Bert Figura. In Lagos hat er vor 18 Jahren erstmals die fröhliche, afrikanische Frömmigkeit kennengelernt – und seine Frau. Jetzt führt er die Kameras, die das Gesicht Sackey-Browns auf die Leinwände rechts und links des Rednerpultes übertragen. „Das Gelände gehört uns, der Gemeinde“, sagt er stolz. Allein die Solaranlage auf dem Dach habe 300 000 Euro gekostet. Fürs Areal sollen 700 000 Euro fällig geworden sein – jedes Gemeindemitglied, so erzählt es Figura, möge 25 Euro im Monat geben. Am besten mehr: den Zehnten wie ihn auch die Bibel fordert. Das sollte den Mitgliedern der Gemeinde die Missionsarbeit wert sein.Heute ist Finale des „Strategic Ambushment“. Was so viel wie strategischer Hinterhalt heißt und irgendwie militärisch klingt. Zudem ist ein gutes Viertel der Gottesdienstbesucher im Military-Look aufgetaucht – und weiß Gott nicht nur die Männer: Hier trippelt der Tarnfleck auf Highheels. Pressefotografen sind heute im Inneren nicht gern gesehen: Zu groß ist die Angst, die Bilder könnten einen falschen Eindruck wecken, erläutert später Vincent Duah, stellvertretender Vorsitzender der Gemeinde. Edmund Sackey-Brown wird den martialischen Look später so erklären: „Es gibt so etwas wie geistige Hoheitsgebiete. Und die wollen wir erobern.“ Glauben machen ohne Waffen, gewissermaßen. Dafür haben die rund 500 Mitglieder seiner Kirche drei Wochen lang gefastet, jetzt sind sie gestärkt für den Feldzug des Glaubens: Gestärkt durch den Kampf gegen sich selbst, gegen die eigenen Begierden, seien sie nun auch gestärkt für den Kampf um die Seelen im Ruhrgebiet: „Each one reach one“, heißt das im cool klingenden Englisch des Gemeindebriefs: Ein jeder gehe aus und bringe einen mit.Mit wenigen Dutzend Gläubigen angefangenSo will Edmund Sackey-Brown seine Gemeinde zu Menschenfischern machen. Es geht um Wachstum im Namen Gottes: Die Kirche soll größer werden, immer größer. Sackey-Brown hat mit wenigen Dutzend Gläubigen angefangen, jetzt träumt er von einer Mega-Kirche mit 5000 Mitgliedern. Erstmal sollen es 1000 Gemeindemitglieder werden.

Auch für dieses Ziel ist eine Ecke des Edekas noch immer seiner Bestimmung nahe: ein großer Verkaufsstand bietet Schriften, Musik, Bilder und Kalender. Derzeit hat keiner einen Blick übrig für das Angebot. Die Menschen feiern. Sich selbst und vermutlich auch ihren Gottesdienst, auch wenn die Dame in Pelzjacke und bordeauxfarbenenm Kleid ihr Supermarktbier mit der Nachbarin teilt.„Eine große Familie“, so will Edmund Sackey-Brown seine Gemeinde sehen, wenn er vorn am Pult steht, in Uniform mit weißem Hemd und neonfarbener Krawatte. Er nimmt Lieder, Fragen und Fragmente seiner Gemeinde auf, singt und predigt und ermutigt seine Gläubigen, zu bekennen, Gott zu loben – und vor allem: neue Gemeindemitglieder zu gewinnen. Gott ist allmächtig, also muss seine Kirche mächtiger werden. Mächtig Stimmung ist schon heute, Halleluja! {Quelle: www.derwesten.de – Stephan Hermsen}

 

3 Responses to “Gott im Angebot – Größte Olympia-Kirche in Sotschi geweiht”

  1. Kreationist74 Says:

    Preis dem Herrn dafür, dass ein ehemaliger Supermarkt in Mühlheim ein Gebäude für eine Freikirche geworden ist. Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs segne diese Gemeinde.


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