kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

KoG: Papst Tawadros besucht Feldmarschall Al-Sisi 28. Januar 2014

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 22:56

Am gestrigen Sonntag, den 26. Januar besuchte der koptisch-orthodoxe Papst Tawadros II. zusammen mit sechs Bischöfen den stellvertretenden Premierminister und Oberbefehlshaber der ägyptischen Armee Feldmarschall Abdel Fattah al-Sisi. Wie aus einer Verlautbarung der Armee hervorgeht, beglückwünschte der Papst die Armee zum dritten Jahrestag der Revolution, die im Februar 2011 zum Sturz von Hosni Mubarak führte. Papst Tawadros erinnerte an “den Preis, den die Streitkräfte für den Kampf gegen Terrorismus und den Schutz der Sicherheit im Land leisten” während General al-Sisi den Beitrag der koptischen Kirche zur Einheit des Landes würdigte.  Von symbolischer Bedeutung war das Treffen angesichts einer neuen Welle der Gewalt, die das Land erschüttert. Am vergangenen Wochenende starben im ganzen Land über 80 Personen, größtenteils Anhänger der Muslimbrüder, bei Ausschreitungen. Die Armee versucht weiterhin als Garant für den Friedensprozess und die Verwurzelung eines demokratischen Systems in dem afrikanischen Land aufzutreten. In nächster Zukunft soll das Datum der nächsten Präsidentschaftswahl bekannt gegeben werden, bei der sich viele Demonstranten auf den Plätzen des Landes Generale al- Sisi als künftiges Staatsoberhaupt wünschen, dem man die Wiederherstellung von Stabilität und Sicherheit im Land zutraut. {Quelle: www.fides.org}

جانب من الزيارة

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

Ein klares Zeichen der koptischen Kirche in Ägypten. Sie sieht sich auf der Seite der Mehrheit des Volkes. Der Glückwunsch des Patriarchen an Al Sisi, Mubarak gestürzt zu haben, aber eben auch Herr Mursi und seine Muslimbrüderschaft, die für Terrorismus stehen, abgesetzt zu haben, ist eine klare Ansage. Al Sisi würdigte die koptische Kirche als einen einigenden Faktor in der ägyptischen Gesellschaft. Die Aufgabe, die sowohl die Armee als auch die Koptische Kirche in Ägypten haben, sind vergleichbar mit einer Mammutaufgabe. Ägypten ist durch die Muslimbrüder stark polarisiert. Diese Einigung herbeizuführen, ist eine Herkulesaufgabe.

 

 

 

 

Die Ruf nach einem Präsidenten, dem das Volk zutraut, diese Aufgaben erfolgreich einzugehen, in den Reihen des Militärs gefunden zu haben, lässt tief blicken. Es ist im Grunde ein Trauerspiel, dass dem Militär mehr demokratisches Denken zugetraut wird, als den zivilen Kräften, die wie die Muslimbrüder Ägypten auf den Weg zu einem Gottesstaat versucht haben zu bringen. Die säkulare Opposition ist wohl noch nicht stark genug, sich im politischen Kampf erfolgreich zu behaupten. Die Muslimbrüder sind aber nicht das einzige Problem. Sie haben es bei den letzten Wahlen auf 37,5 % gebracht. Die Salafisten, deren Gedankengut ähnlich radikal ist und in seiner Radikalität sogar die Muslimbrüder noch rechts überholt und sich in der „Partei des Lichts“ vereint haben, haben seinerzeit immerhin 27,8 % errungen und sind in Ägypten auch nicht zu unterschätzen. Diese politische Kraft der ausgewiesenen Dunkelheit ist zunächst vom Tisch. Und das ist gut so!!!

 

 

Wer diese Prozentzahlen addiert, wird die absolute Mehrheit bei den Islamisten feststellen können. Diese unselige Allianz hat die Armee verhindert. Das ist ihr Verdienst und dafür gebührt ihr in aller Welt Respekt. Wir wissen alle, dass es äußerst schwierig ist, ein solches Bündnis zu sprengen. Jetzt muss es Aufgabe des Militärs sein, das ägyptische Volk aus der Zange des Islamismus hinaus zu begleiten und am besten noch Überzeugungsarbeit zu leisten durch Funk, TV und Medien.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Koptische Kirche hat somit die Gunst der Stunde erfolgreich genutzt, diese Lösung geistlich zu begleiten und zu unterstützen. Wir finden, dass sie genau das richtige auch zum richtigen Zeitpunkt getan hat. Demokratie in islamischen Ländern nach westlichem Vorbild ist gemeinhin Utopie. Wir wollen da aber nicht zu negativ in die Zukunft blicken. Wir hoffen, dass die Muslimbrüder und die Salafisten immer mehr unter medialen und auch machtpolitschen Druck geraten, damit Ägypten nicht in einem islamistischen Gottesstaat versinkt, in dem die Menschen  nur noch in Schwarz, musiklos,  ohne Pyramiden und Kulturschätzen und ohne Tourismus dahinvegetieren und auf ein islamisches Jenseits hoffen, das es so Gott sei Dank nicht geben wird dank unseres HERRN und ERLÖSERS JESUS CHRISTUS.

 

 

 

 

Beten wir für ein Ägypten, in dem sich alle Gruppen wohlfühlen können und ihren Glauben ungestört und diskriminierungsfrei leben können auf respektvoller Augenhöhe.

 

 

 

 

 

 

Tötet die Muslimbrüder dafür, tötet sie alle

www.welt.de

 

 

Auch Ägypten ist nach Mursis Zwangsrücktritt nunmehr nicht vor Terror verschont. Das war vorauszusehen. Auch ein General Al-Sisi, sollte er an die Macht gewählt oder besser noch, vom Volk herbeigeschrieen werden,  wird gegen Terror machtlos sein. Partisanenkriege und Terrorattacken gehören wegen der effektiven Zermürbungstaktik in das Stammbuch eines asymmetrischen Krieges, der nie zu gewinnen sein wird. Was aber in dieser Situation vorauszusehen war, ist wie überall, wenn wirtschafliche Rezession einhergeht mit Terror und Gewalt – egal von welcher Seite –  der Ruf nach einem „starken Mann!“. Und niemand sollte behaupten, dass eine Diktatur auch im Sinne eines Hitlers endgültig besiegt wäre. Der Ruf nach „starken Männern“ ist ein Verzweiflungsruf, einer, der leider auch heute noch Realität werden könnte. Diese Rufe sind so verständlich wie für das Volk und die Welt gefährlich.

 

 

Der Eingangsaufruf „Tötet sie, Tötet sie alle!“, gerichtet an die Muslimbrüder,  ist ebenfalls ein Verzweiflungsschrei einer Frau. Es sind eben nicht alles Kopten, die in einer von Muslimbrüdern zerstörten Kirche beten und den Tätern verzeihen können. Diese Charakterstärke ist nicht jedem gegeben.

 

Terrorakte sind immer  Akte des Hasses, der Rache und der Zerstörung und der Menschenverachtung und das einzige, was sie bewirken ist Gegenhass, Gegenrache und Gegenzerstörung. Sie setzen einen Kreislauf der Gewaltspirale in Gang, der nur schwer zu beenden sein wird. Die Muslimbruderschaft wird nunmehr auf Dauer sowohl durch das eigenmächtige Vorgehen ihres Präsidenten in Regierungszeit als auch durch  die initiierten Terroranschläge auf Kirchen und andere Einrichtungen und Privathäusern sowie auf Einrichtungen des Staates ihr Ansehen in der ägyptischen Bevölkerung zunehmend einbüßen. Denn unter Mursi war die Wirtschaft weiter auf absteigendem Ast (Ihm war das Ziel eines islamistischen Gottesstaates wichtiger als Brot für die Menschen) und die Terrorakte werden  jetzt zunehmend eine Begründung für die Regierung darstellen, dass die Wirtschaft weiterhin abnimmt oder zumindest stagniert.

 

 

Die Außenwirkung dieser Terroranschläge sind ebenso verheerend für den Tourismus wie für die ägyptsiche Wirtschaft. Erst ein sicherer Staat kann seinen Touristen einen sicheren Aufenthalt bieten und  garantieren. Die Muslimbrüder als islamistische Vereinigung haben den Tourismus mit seiner Freizügigkeit wohl eher torpediert als unterstützt. Ein wichtiger Pfeiler der ägyptischen Wirtschaftskraft wurde durch islamische Regeln aufgeweicht. Die Hardliner der Islamisten, die Pyramiden zerstören zu wollen, tat in der Weltöffentlichkeit ihr Übriges.

 

 

Islamisten wollen Pyramiden zerstören

www.sueddeutsche.de 

 

 

  Die Anschläge zeigen, dass das Miltiär und die Staatseinrichtungen verwundbar sind und lösen eine weitere Polairsierung in der ägyptischen Bevölkerung aus. Muslimbrüder sind nach wie vor in der Bevölkerung vernetzt und bleiben weiterhin eine nicht zu unterschätzende Gefahr, weil sie auf eine mehrheitlich islamisch denkende und glaubende Bevölkerung treffen, die den Koran wörtlich auslegen. Wir werden möglicherweise eine Straffung der Gesetzlichkeiten in Ägypten erleben, die Kontrolle verstärken muss angesichts der  latenten Terrorgefahr und somit die Freiheiten jedes Einzelnen einschränken wird.

 

 

Die Frage muss berechtigt sein:

Was hat uns Ägyptern der arabische Frühling bislang gebracht?

Mord und Totschlag, nicht eine Verbesserung. Wieder wird ein Präsident gewählt werden wie Mubarak einer war.

 

Von echter Demokratie ist zurzeit wohl nur zu träumen. Der Westen sollte aus diesen Fehlern, die er im Irak und in Libyen machte und jetzt immer noch in Syrien macht, lernen. Wer Muslimbrüder an die Macht lässt, lässt Islamisten an die Macht, die nur eines wollen: Islamische Gottesstaaten, also das Gegenteil von Demokratie. Da sind offensichtlich säkulare Diktatoren zurzeit die bessere Lösung. Wir denken da an Syrien.

Der Islam wird zunehmend zum Weltsicherheitsproblem.

 

 

One Response to “KoG: Papst Tawadros besucht Feldmarschall Al-Sisi”

  1. Ibrahim Says:

    Für ein starkes und neues Ägypten!

    Für unsere Christen in Ägypten! Betet für Sie! Amen!


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