kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„Respektiert den Islam, sonst töten wir euch“! 21. Januar 2014

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 19:50

Die Taliban verstärken ihre Angriffe – In Afghanistan und Pakistan vergeht kaum ein Tag ohne Anschlag.

Ein Sprecher der Extremisten spricht von einem „Krieg der Ideologien“.

Die Regierung in Islambad setzt dennoch auf Friedensgespräche.

 

 

 

Taliban-Attentate sind in Afghanistan und Pakistan an der Tagesordnung. Am...

 

Istanbul/Islamabad: Montagmorgen, 7.45 Uhr in Rawalpindi, Pakistan: Auf den Straßen sind Berufspendler und Schulkinder unterwegs, Menschen in Bussen und Motorrikschas, als sich ein Mann vor einem Kontrollposten in die Luft sprengt. Mindestens 14 Menschen reißt er mit in den Tod, darunter sechs Soldaten, die auf dem Weg zum Armeehauptquartier sind, das nur etwa 50 Meter vom Tatort entfernt liegt. Die Tat ereignet sich also in einer der am stärksten gesicherten Regionen des Landes, im Herzen der militärischen Macht. Angeblich gelang es einem weiteren Attentäter, so weit vorzudringen. Die Polizei teilte später mit, sie habe nach der Explosion in der Nähe des Tatorts einen Mann verhaftet, angeblich einen Afghanen, bei dem Sprengsätze gefunden wurden. Demnach handelte es sich um einen zweiten Terroristen, der sich ebenfalls in die Luft sprengen wollte. Die pakistanischen Taliban, die Tehrik-i-Taliban Pakistan (TTP), bekannten sich noch am Montag zu der Tat. „Wir übernehmen die Verantwortung mit Stolz“, erklärte TTP-Sprecher Shahidullah Shahid. Es handele sich um eine Vergeltung für den Angriff des Militärs auf die Rote Moschee im Sommer 2007.

Anfang Januar töteten die Taliban den Chef der Anti-Terror-Polizei in der...

Die Taliban würden ihren „Kampf gegen das säkulare System“ auch in Zukunft fortsetzen. Kaum ein Tag vergeht in Pakistan, an dem die Taliban nicht mit einem Anschlag für Aufsehen sorgen. Am Sonntag explodierte vor einer Kaserne in Bannu in der nordwestpakistanischen Provinz Khyber-Pakhtunkhwa ein Sprengsatz und tötete 22 Soldaten. Mehrere Anschläge, mal mit einem, mal mit drei oder vier Toten, erschütterten in den vergangenen Tagen das Land. Anfang Januar töteten die Taliban den Chef der Anti-Terror-Polizei in der Hafenmetropole Karatschi. Ein Selbstmordattentäter wurde von einem Jungen daran gehindert, in eine Schule einzudringen. Zusammen mit dem Terroristen verlor der Schüler sein Leben. Studien zufolge hat die Zahl der Selbstmordanschläge in Pakistan im Jahr 2013 um 20 Prozent zugenommen.

 

Ein Dialog ist „immer noch denkbar“

Auch im Nachbarland Afghanistan erreicht die Gewalt einen neuen Höhepunkt. Weltweit Schlagzeilen machte der Angriff auf das Restaurant Taverna du Liban in Kabul, einem der wenigen Treffpunkte für Ausländer. 22 Menschen kamen dabei vergangene Woche ums Leben, darunter Mitarbeiter der Vereinten Nationen und des Internationalen Währungsfonds, aber auch der Besitzer des Restaurants. Die Nato will aus Afghanistan abziehen, die gesamte Region steht vor einem Wandel – nur in welche Richtung ist noch unklar. Sowohl in Afghanistan als auch in Pakistan gab es immer wieder Signale, man wolle mit den Taliban verhandeln, sie in künftige Machtstrukturen einbinden. Schließlich könne man nicht alle Menschen mit extremistischen Ansichten töten. Die Diskussion, ob man mit den Taliban verhandeln kann oder nicht, dürfte mit der Reihe von schweren Anschlägen neu geführt werden. Die Regierung von Premierminister Nawaz Sharif scheint aber an einem Dialog mit den Taliban festhalten zu wollen. „Man kann die schwersten Konflikte durch Gespräche lösen, und wir haben uns entschieden, dies auch in diesem Fall zu tun“, sagte ein Regierungssprecher. Auch Oppositionspolitiker sagten, ein Dialog sei „immer noch denkbar“. In einer zynischen Geste erklärte Taliban-Sprecher Shahid, man sei „bereit für einen sinnvollen Dialog“. Jedoch müsse die Regierung beweisen, dass sie es ernst meine, und auf Forderungen der Taliban eingehen.

Drei pakistanische Journalisten ermordet

Das allerdings dürfte schwierig werden, da die Militanten kaum bereit sind, von ihren extremistischen Positionen abzuweichen. Sie fordern ein Staatssystem mit der Scharia als einzig gültigem Rechtssystem, eine Gesellschaft, in der Frauen sich komplett verhüllen müssen, Mädchen keine Bildung erhalten, wo untreue Ehefrauen gesteinigt und vom Glauben abgefallene Muslime geköpft werden. In einem Schreiben an Journalisten beharrte Shahid, den die Taliban gerne „Professor“ nennen, auf islamistische Haltungen. „Dies ist ein Krieg der Ideologien. Wer auch immer gegen uns ist, nimmt die Rolle des Feindes ein. Wir werden ihn bekämpfen“, schrieb er. „Wir kämpfen für die Schaffung eines islamischen Systems, für ein wahrhaftig islamisches Land. Es geht uns nicht darum, Menschen zu töten, sondern darum, dieses Ziel zu erreichen. Wir führen gegen niemanden persönlich eine Fehde“. Die Taliban kämpften vielmehr „gegen die Verbreitung von Obszönitäten und Nacktheit und all jene, die das wahre Gesicht des Islam zerstören“.

 

Dann richtete er eine Warnung an Journalisten. „Mitarbeiter von Medien verbreiten Propaganda gegen uns. Ich sage euch in aller Deutlichkeit: Unterlasst das! Berichtet sachlich, respektiert den Islam! Ansonsten werden wir auch euch töten„. Zuletzt traf es drei pakistanische Mitarbeiter des Fernsehsenders Express News. Sie wurden vergangene Woche in Karatschi ermordet. Die Taliban begründeten, der Sender und die im selben Haus erscheinende englischsprachige Tageszeitung „Express Tribune“ behandele die Taliban zu kritisch. {Quelle: www.spiegel.de – Von Hasnain Kazim}

 

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