kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

In Somalia bezahlen die Christen einen hohen Preis 17. Januar 2014

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 23:03

Eine Handvoll Christen leben ihren Glauben in Somalia ganz im Geheimen. Sie können wegen des Risikos keinen Kontakt mit Glaubensgeschwistern pflegen und zählen auf unsere Fürbitte.

 

 

Dieses Jahr belegt Somalia den zweiten Platz auf dem Weltverfolgungsindex. Es ist also das zweitschlimmste Land weltweit, gleich hinter Nordkorea, wo der Glaube am meisten kostet. Die wenigen Christen sind sich wohl bewusst, welch grosse Gefahr ihnen droht, selbst wenn im Land wieder Frieden eingekehrt ist. Die Al Shabaab-Mitglieder mischen sich heute unter die Bevölkerung, und man kann niemandem trauen. Die somalischen Christen haben nicht nur gehört, was mit ihnen geschehen könnte, falls sie entdeckt würden: mit eigenen Augen haben sie ihre Geschwister sterben sehen. Sie wissen, dass ihnen jederzeit dasselbe Schicksal blühen kann. Denn Somalia ist ein islamischer Staat, der strengem Scharia-Recht unterliegt; Christen, die sich den Regeln des Islam nicht fügen, sind Gesetzlose. Doch das Leben geht weiter in diesem Land, das nach jahrelangem Krieg im Wiederaufbau ist. Wie alle Landsleute stehen die Christen jeden Morgen auf, gehen auf Arbeitssuche, brauchen eine Schule für ihre Kinder, versuchen, ihren Handel oder ihr Geschäft wieder zu beleben. Sie begegnen den gleichen Schwierigkeiten wie der Rest der Bevölkerung, müssen aber zudem mit ihrer Angst umgehen.

One of the Christians hacked to death in Nigeria by Muslims as part of their campaign of ethnic cleansing in the last few years

Für die meisten Menschen ist der erlangte Friede auch Synonym für Ruhe, nicht aber für die Christen. Sie fühlen sich beobachtet, und ihre Aktivitäten sind nun leichter erkennbar, da die Leute nicht mehr ausschliesslich um das Überleben besorgt sind. Die Christen fühlen sich angreifbarer als vorher, sind verletzbar, da sie oft kaum Zugang zur Bibellehre gehabt haben und auch selbst keine Bibel besitzen. Zudem sind sie von einander isoliert, weil sie ihren Glauben ihm Geheimen ausüben müssen. Aber der Herr wacht über seine Kinder. Wenn es trotz allem noch Christen im Land gibt, ist es Gottes Verdienst. Er schenkt ihnen die Kraft, mit der sie erklären: «Das Risiko ist uns bewusst, aber wir wissen, dass es für uns besser ist, mit Gott zu sterben als ohne ihn zu leben».

Newsmail

Vermummter somalischer Pirat in der Nähe eines taiwanesischen Fischerbootes

Weniger Seeräuber vor Somalia

Wo sind die Piraten?

 

Nach zahlreichen Piratenüberfällen vor Somalia haben die Handelsschiffe massiv aufgerüstet.

Sie haben Waffen an Bord oder Puppen,

die so aussehen wie Sicherheitskräfte.

Und sie scheinen Erfolg zu haben:

Die Zahl der Piratenüberfälle ist massiv gesunken.

 

Schüsse auf hoher See. Private Sicherheitsleute an Bord eines Frachters feuern auf zwei Schnellboote mit somalischen Piraten. Minuten später treiben die Piratenboote führerlos im Meer, der Frachter setzt seine Fahrt fort. Ob es Tote oder Verletzte unter den Piraten gegeben hat, weiß niemand. Auch weil die Handelsschiffe massiv aufgerüstet haben, ist die Zahl der Piratenüberfälle vor Somalia stark gesunken. Nur noch fünfzehn hat das Internationale Schifffahrtsbüro im vergangenen Jahr gezählt – der niedrigste Wert seit sechs Jahren. Kapitän Kurt Leonards von der deutschen Fregatte Niedersachsen, die im Rahmen des EU-Einsatzes bis Ende Dezember im Golf von Aden Piraten abgewehrt hat, sieht dafür noch weitere Gründe: „Die Handelsschiffe selbst haben sich durch passive Maßnahmen auch vor Angriffen besser geschützt“, sagt er. „Wir reden hier von Stacheldraht und von Feuerlöschschläuchen. Einige haben auch Puppen, die so aussehen wie Sicherheitsteams“. Erstaunlich ist es schon, dass die somalischen Piraten auf einmal verschwunden scheinen. Denn in den vergangenen Jahren hat die Piraterie 400 Millionen Dollar Lösegeld eingebracht, schätzt die Weltbank. Das meiste davon sahnten zwar Hintermänner ab – doch es blieb genug übrig, um ganze Dörfer zu ernähren. Außer Seeräubern wurden Wächter, Köche, Fahrer und andere gebraucht. In Somalia, wo es kaum Arbeit gibt und Risiko zum Alltag gehört, gab es für solche Jobs genügend Bewerber. Wo sind sie alle hin?

Ein Film mit einer klaren Botschaft

 

 

Abdi Nassir Mohammed Yusuf glaubt, die Antwort zu kennen. Der junge Mann arbeitet für ein Friedensprojekt in Puntland, Somalias äußerstem Norden. Vor einigen Jahren kam ihm eine Idee: Er nahm die grausamsten Filmszenen über Somalias Piraten, die er auf Newswebseiten und YouTube finden konnte. Dann nahm er den Film und eine aufblasbare Leinwand und fuhr an die Küste – mitten rein in die Piratendörfer. „Der Film, den wir dort gezeigt haben, hat eine klare Botschaft gesendet. Mütter, Väter, Lehrer und die Ältesten, sie alle hatten nie davon gehört, wie gefährlich das Piratenleben wirklich ist“, erzählt er. „Unser Film hat ihnen gezeigt, dass Piraten erschossen werden oder anders umkommen. Das hat ihre Meinung geändert und sie haben die Piraten vertrieben“. Dazu kommt die flaue Auftragslage. Denn tatsächlich hat die Bewaffnung auf See dazu geführt, dass den Hintermännern die Risiken zu groß geworden sind. „Es gibt immer weniger Gelegenheiten, ein Schiff zu entführen, sagt Yusuf. „Wenn die Chance für eine erfolgreiche Schiffsentführung bei vielleicht 1:100 liegt, dann rechnet sich das Geschäft einfach nicht mehr“.

Helfen würde nur eine Verbesserung der Lebensumstände

 

Experte für Piraterie Shamus Mangan, sei die Aufrüstung zur See deshalb nicht. „Die Piratenüberfälle sind zurückgegangen, ja“, sagt er. „Aber diese Erfolge sind umkehrbar. Die Abschreckungsmaßnahmen dürfen deshalb allenfalls schrittweise zurückgefahren werden. Je nachdem, wie es auf dem Meer aussieht“. Dauerhaft helfen würde wohl nur die Verbesserung der Lebensumstände an Land. Doch in Somalia ist die Lage weiter kritisch. Auch deshalb, weil die arbeitslosen Piraten nach einer neuen Beschäftigung suchen. Immer mehr, so warnt die Weltbank, schließen sich den Islamisten der Al Shabaab an.

{Quelle: www.tagesschau.de – Von Marc Engelhardt, WDR-Hörfunkstudio Nairobi}

 

One Response to “In Somalia bezahlen die Christen einen hohen Preis”

  1. thomas Says:

    Die sind wahrscheinlich alle auf dem Weg nach Deutschland, um einen Asylantrag zustellen, denn
    die deutsche Marine hat sie ihre Existenz beraubt. Es findet sich bestimmt ein Verwaltungsgericht,
    das ihnen ALG2 zugesteht.


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