kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Muslimische Ägypter reagieren mit Genugtuung auf Scharons Tod 12. Januar 2014

Filed under: Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 14:28

Auf den Straßen der ägyptischen Hauptstadt Kairo wurde der Tod von Ariel Scharon überwiegend mit Genugtuung aufgenommen. Im Land am Nil wird Scharon immer noch hauptsächlich als Kriegsverbrecher wahrgenommen, der für den Tod zahlreicher ägyptischer Gefangener verantwortlich sei. “Als Moslem und Araber wünsche ich mir, dass Scharon jetzt von Gott zur Verantwortung gezogen wird für jedes Unrecht, dass er begangen hat, und für alle von ihm getöteten Moslems,” hiess es zum Beispiel. Und: “Er soll in der Hölle schmoren, er hat uns viel angetan, und er den Palästinensern ihre Rechte genommen. Er musste sterben, er und all die anderen Führer mit ihm, er ist jetzt bei Gott, und Gott wird über ihn richten für das, was er getan hat”. Viele Ägypter glauben zudem, dass Scharons Tod eine Lehre sein sollte für all diejenigen, die lieber Krieg führen als Frieden schließen wollten. Nach Erkenntnissen des Euronews-Reporters in Kairo sind auf der Straße immer wieder dieselben Meinungen und Ansichten zu hören – und Erinnerungen daran, was Scharon den Ägyptern angetan hat. {Quelle: de.euronews.com}

Kriegsverbrecher oder Nationalheld?

Für die leisen Töne war Ariel Scharon nicht bekannt. Vielmehr eilte ihm der Spitzname „Bulldozer“ voraus.

Ob er nach seinem Tod als Kriegsverbrecher oder Nationalheld in Erinnerung bleibt, hängt von der Perspektive ab.

 

 

 

 

Ariel Scharon, Menahim Begin und Avraham Joffe

 

Kein israelischer Politiker hat polarisiert wie Ariel Scharon. So auch am 28. September 2000. Im Wahlkampf kommt er mit über 1000 Polizisten auf den Tempelberg in Jerusalem. An den Ort, an dem auch Al-Aksa-Moschee und Felsendom stehen: „Ich bin hier her gekommen mit der Botschaft des Friedens. Ich glaube, dass wir zusammenleben können mit den Palästinensern. Das ist keine Provokation. Die Provokation ging von der anderen Seite aus“. Seine Anhänger feiern Arik, wie sie in nennen. Doch in der Folge des Auftritts bricht Gewalt aus, Straßenschlachten zwischen Palästinensern und israelischer Polizei. Vier Menschen sterben, über 200 werden verletzt. Trotzdem wird Scharon im März 2001 Premierminister des Staates Israel. Sein endgültiger Aufstieg.

Generalmajor Ariel Scharon (rechts) mit einen Kopfverband und General Mosche Dajan

 

General im Sechs-Tage-Krieg

 

 

Scharon kommt 1928 im damaligen Mandatsgebiet Palästina zur Welt. Seine Eltern sind jüdische Einwanderer. Sie stammen aus Weißrussland. Der Sohn wird Mitglied der paramilitärischen Untergrundbewegung Haganah, kämpft im Unabhängigkeitskrieg 1948 und erwirbt sich seinen Ruf als exzellenter General während des Sechs-Tage-Krieges. Doch sie nennen ihn auch den „Bulldozer„. Einer, der keine Grenzen kennt. Im Yom Kippur Krieg widersetzt sich Scharon Befehlen und überquert den Suez-Kanal. Auch als Politiker kann sich Arik kaum unterordnen. 1998 fordert er als Außenminister die Siedler zum zivilen Ungehorsam gegen die Regierung auf, deren Mitglied er doch ist. „Jeder soll rennen und laufen und weitere Hügel besetzen und das Gebiet ausdehnen. Alles, was wir uns jetzt schnappen wird in unserer Hand sein. Alles, was wir uns nicht schnappen, wird in der Hand der Palästinenser sein“.

Ariel Scharon - mit Ägyptens Präsidenten Sadat

 

Kriegsverbrecher oder Held?

 

Als sich die Palästinenser im Jahr 2001 ein zweites Mal gewaltsam gegen die israelische Besatzung erheben, ist Scharon Premierminister. Nach einer Serie von Selbstmordattentaten, lässt er das Westjordanland mit Brutalität von der Armee wieder besetzen: „Israel befindet sich im Krieg, im Krieg gegen den Terror.  Ein Krieg, der uns aufgezwungen wurde, den wir nicht wollten.  Ein Krieg um die Heimat.  Alles, was wir für unsere Bemühungen bekommen haben, ist Terror und nochmal Terror„. Für viele Palästinenser ist Scharon ein Kriegsverbrecher. In Israel wird er zum Helden. Nur ein Hardliner wie er könne eine Lösung bringen, heißt es im Jahr 2005. Scharon  hat vorgeschlagen, alle Israelis aus dem besetzten Gazastreifen abzuziehen: „Auf lange Sicht können wir keinen jüdischen und demokratischen Staat erhalten, während wir gleichzeitig Millionen Palästinenser im Westjordanland und Gaza beherrschen. Wer denkt, dass es möglich ist weiterhin an der Siedlung Netzarim und gleichzeitig am Siedlungsblock Maaleh Adomim festzuhalten, wird sich schlussendlich ohne die beiden wiederfinden. Und das ist nicht meine Absicht“. {Quelle: www.tagesschau.de – Von Torsten Teichmann, ARD-Hörfunkstudio Tel Aviv}

Muslimische Bestien in Palästina bejubeln den Tod von Sharon und wünschen allen israelischen Führern dasselbe Schicksal.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s