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«Al-Kaida-Kämpfer könnten – als Flüchtlinge – in die Schweiz kommen» 11. Januar 2014

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 12:07

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Mit der Verschlimmerung der Lage in Syrien und im Irak steige die Gefahr, dass Terroristen als Flüchtlinge in die Schweiz kommen, befürchtet Sicherheitsexperte Albert A. Stahel.

 

 

Herr Stahel*, Sie warnen, dass Al-Kaida-Kämpfer unbemerkt nach Westeuropa einreisen könnten. Weshalb?
In Syrien und in der irakischen Provinz Anbar versuchen derzeit Bewegungen, die der Al Kaida angehören, die Herrschaft zu übernehmen. Die Situation in den betroffenen Gebieten verschlimmert sich von Tag zu Tag. Die Kämpfe dürften zur Vertreibung vieler Menschen führen. Al-Kaida-Mitglieder könnten die entstehende Flüchtlingsbewegung ausnutzen: Sie könnten sich unter die Vertriebenen mischen, um nach Europa zu kommen.

Mit welchem Ziel?

Es handelt sich um äusserst gewaltbereite Bewegungen. Es herrscht die Gefahr, dass sie sich mit bereits bestehenden Al-Kaida-Zellen in Europa verbinden. Daraus resultiert natürlich eine erhöhte Anschlagsgefahr.

Wo ist das Terror-Risiko Ihrer Einschätzung nach am höchsten?

Die Schweiz könnte genauso betroffen sein wie etwa Italien, Frankreich, Deutschland oder Schweden. Über potenzielle Anschlagsziele möchte ich derzeit nicht spekulieren.

Muss die Schweiz ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöhen?

Es ist zu hoffen, dass das Bundesamt für Polizei (Fedpol) beziehungsweise der Nachrichtendienst diese Entwicklungen auf dem Radar hat. Der Hintergrund von Flüchtlingen, die aus den betroffenen Regionen in die Schweiz kommen, muss genauestens durchleuchtet werden. Denn die Extremisten würden wohl mit Frauen und Kindern kommen – auf den ersten Blick wären sie damit kaum von echten Flüchtlingen zu unterscheiden. {Quelle: www.20min.ch – Von J. Büchi – *Albert A. Stahel ist Professor für Strategische Studien und Mitglied der Schweizer Demokraten}

 

 

 

 

 

 

 

Darum ist Al-Kaida im Irak wieder so stark

Die Terrororganisation ist im Irak erneut auf dem Vormarsch. Das liegt am Rückzug der US-Truppen vor zwei Jahren – aber nicht nur.

 

Im Irak kamen vergangenes Jahr so viele Menschen ums Leben wie seit 2007 nicht mehr. Fast täglich erschüttern Bombenanschläge das Land. In der Provinz Anbar führten Kämpfer der Terrororganisation Al-Kaida im Januar zwischenzeitlich gar einen Gottesstaat ein. Dabei eroberten die Kaida-Kämpfer die beiden größten Städte in dieser Region, Falludscha und Ramadi – ein Déja-vu mit großer Symbolkraft, waren hier vor zehn Jahren doch die Hochburgen des Widerstandes gegen die USA. All das macht klar: Al-Kaida ist im Irak wieder auf dem Vormarsch, die Extremisten des «Islamischen Staates im Irak und der Levante» (ISIL), wie die Kaida im Irak genannt wird, sind im Aufwind. Es sind im wesentlichen drei Aspekte, die zur Erstarkung der Terrororganisation im Irak beigetragen haben.

Machtvakuum nach US-Abzug

Der Abzug der US-Truppen Ende 2011 führte zu einem militärischen Machtvakuum, das Terroristen anzog. Die USA hatten dies befürchtet und im Vorfeld angeboten, einige Truppen zur Unterstützung der irakischen Streitkräfte im Land zu lassen. Allerdings forderten sie, dass ihre Soldaten nicht unter das irakische Gesetz fallen und Diplomaten-Status erhalten müssten, was der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki ablehnte.

Der Syrien-Konflikt

Ein weiterer Aspekt ist der Bürgerkrieg im Nachbarland Syrien. Hier konnten sich radikalislamische Kämpfer breitmachen und das Land auch immer wieder als Rückzugsgebiet nutzen. Mittlerweile können sie die Grenze zwischen den beiden Ländern passieren: Im nahezu rechtsfreien Raum von Nordsyrien über das Grenzgebiet zum Irak bis wenige Kilometer vor Bagdad können sich die ISIL-Kämpfer ungehindert bewegen.

Die Benachteiligung der Sunniten im Irak

Als dritter Aspekt kommt die langjährige Rivalität zwischen den Schiiten und den Sunniten im Irak zum Zug. Die Sunniten fühlen sich unter der Regierung Maliki benachteiligt. Der schiitische Ministerpräsident weigert sich, den Sunniten mehr politische Beteiligung zuzugestehen. Enttäuscht von der Politik Malikis, setzen sunnitische Scheichs und Politiker der Region zunehmend auf  Gewalt, um zu mehr Einfluss zu kommen. Das rückt sie in die Nähe von radikalislamischen Kräften, die ebenfalls gegen die Regierung Maliki kämpfen.

US-Waffen allein reichen nicht

Die USA reagierten auf die aktuelle Situation mit der Versicherung, dass sie die versprochenen Hellfire-Raketen und Überwachungsdrohnen schneller an den Irak liefern würden. Waffen allein werden jedoch keine nachhaltige Lösung bringen: Laut Beobachtern ist ein stärkeres Einbeziehen der Sunniten in die irakische Politik unumgänglich. Dass diese Strategie funktioniert, haben die USA in den Jahren 2007/08 vorgemacht: Sie schlossen damals Koalitionen mit den sunnitischen Stammesführern und bezahlten sie dafür, dass ihre Leute gegen Al-Kaida kämpften. Mit Erfolg. {Quelle: www.20min.ch}

 

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