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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ölreicher Südsudan, der Bürgerkriegund die Geier 1. Januar 2014

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 23:20

Kämpfe statt Waffenruhe im Südsudan

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Salva Kiir

 

Das neue Jahr im Südsudan beginnt, wie es geendet hat: mit Hoffen auf ein Ende des Konflikts zwischen den rivalisierenden Volksgruppen der Dinka, denen Präsident Salva Kiir angehört, und der Volksgruppe der Nuer, die zum entlassenen Vizepräsidenten Riek Machar stehen. Regierung und Rebellen hatten sich gestern zwar grundsätzlich auf die Aufnahme von Friedensgesprächen geeinigt – unter dem Druck der Nachbarländer des Südsudan. Wann die Verhandlungen tatsächlich beginnen werden, die in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba stattfinden sollen, ist allerdings offen. Vertreter der Regierung von Präsident Kiir und der Rebellen von Machar erklärten, ihre Delegierten seien auf dem Weg nach Addis Abeba oder schon dort eingetroffen. Ein Regierungssprecher in Addis Abeba teilte mit, die Gespräche könnten möglicherweise erst Donnerstag beginnen. Bei den Gesprächen soll es zunächst um Möglichkeiten für einen Waffenstillstand und danach um Wege zur Beilegung der politischen Streitigkeiten gehen, die zur derzeitigen Konfrontation führten. Die UN-Beauftragte für den Südsudan, Hilde Johnson, begrüßte die anstehenden Friedensgespräche. Schon die Entsendung der jeweiligen Delegationen nach Addis Abeba sei „positiv“, sagte sie in der südsudanesischen Hauptstadt Juba. Notwendig sei jedoch ein tiefer gehender Prozess der „nationalen Versöhnung“.

Riek Machar und Salva Kiir

Rebellen übernehmen wichtige Stadt Bor

 

 

Derweil gehen die Kämpfe im Land auch im neuen Jahr weiter. So übernahmen die Rebellen jetzt nach offiziellen Angaben die Kontrolle über die strategisch wichtige Stadt Bor im Bundesstaat Jonglei. Die Regierungstruppen hätten sich nach Ausbruch von Kämpfen am frühen Morgen aus taktischen Gründen zurückgezogen, sagte der Bürgermeister Nhial Majak Nhial. Sie befänden sich in einer Kaserne drei Kilometer südlich von Bor. Angesichts der Gewalt im Südsudan warnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor der zunehmenden Gefährdung der Zivilbevölkerung durch Krankheiten. Seit dem Beginn der Kämpfe zwischen rivalisierenden Gruppen seien 190.000 Menschen vertrieben worden, teilte die WHO mit. Die UN hatte angesichts der Lage eine Aufstockung ihrer Mission in dem Bürgerkriegsland auf fast 14.000 Soldaten und Polizisten beschlossen. Der frühere Guerillakommandeur Kiir, der noch immer den dichten Bart der  Buschkämpfer trägt, war lange erfahrener in der Handhabung von Waffen als im Halten von Reden. Im Jahr 1951 im entlegenen Bundesstaat Warrap geboren, kämpfte er bereits im ersten sudanesischen Bürgerkrieg, der kurz nach der Unabhängigkeit des Landes von der Kolonialmacht Großbritannien 1956 begann und bis 1972 dauerte. Als 1983 der zweite Bürgerkrieg ausbrach, griff er für die Sudanesische Volksbefreiungsarmee (SPLA) erneut zu den Waffen.

Polizisten aus Bangladesch bei der Ankunft im Südsudan, wo sie die UN-Truppen verstärken sollen.

Polizisten aus Bangladesch bei der Ankunft im Südsudan, wo sie die UN-Truppen verstärken sollen.

 

Kämpfe seit Mitte Dezember

 

Der Konflikt im Südsudan war vor zwei Wochen eskaliert. Aus Sicht der Regierung in Juba haben loyal zum früheren Vizepräsidenten Riek Machar stehende Kräfte am 15. Dezember einen Putschversuch unternommen. Seitdem eroberten die Aufständischen mehrere Städte. Nach UN-Angaben wurden dabei Tausende Menschen getötet. Zu den von den Rebellen kontrollierten Gebieten gehören Teile des Bundesstaates Unity, in denen Öl gefördert wird. Die Ölproduktion ist inzwischen nach Angaben aus der Branche um rund 15 Prozent zurückgegangen. Der Südsudan ist erst seit 2011 unabhängig. Damals spaltete sich das ölreiche Land mit seinen 10,8 Millionen Einwohnern vom Sudan ab. {Quelle: www.tagesschau.de}

Ein Flüchtlingslager der UN geflüchtet in einem Außenbezirk der südsudanesischen Hauptstadt Juba.

Tausende Vertriebene haben sich in Lager der UN geflüchtet, wie hier in den Außenbezirken der Hauptstadt Juba.

 

 

 

 

 

 

3 Responses to “Ölreicher Südsudan, der Bürgerkriegund die Geier”

  1. thomas Says:

    Peinlich ist,das dieses Land sich christlich nennt und erst vor einigen Jahren gegründet wurde,
    nach jahrelangen islamischen Bürgerkrieg,mit hunderttausenden von Toten. Da wurden extra
    zwei Staaten geschaffen, ein Islamische und ein Christlicher. Peinlich Peinlich

  2. jan Says:

    Die beiden kämpfenden Volksgruppen sind Animisten.

    Die meisten Dinka sind Anhänger einer traditionellen afrikanischen Religion, die Zahl der zum Christentum Übergetretenen liegt im einstelligen Prozentbereich.

    Die Nuer glauben an einen einzigen Gott „kwoth“. Er ist Vater und Schöpfer der Welt und Beschützer der Menschen. Er ist unsichtbar, aber überall in der Welt anwesend, beziehungsweise im Himmel, so dass er von den Menschen getrennt ist. Dieser Gott hat keine irdische Form (Prophet, Kirche) und in den Metaphoren der Nuer wird er vor allem mit dem Wind oder Luft, die auch überall sind, assoziiert. Die Religion der Dinka beeinflusste den Glauben der Nuer.


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