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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ende des Christentums in Nahost wäre „Verlust für den Islam” 2. Dezember 2013

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 16:48

Christian and other minorities targeted by Obama supported „Rebels

 

 

Bischof Antoine Audo über das Leben in Aleppo und Extremisten als Gefahr für Christen

 

Tausende verlassen Woche für Woche das Bürgerkriegsgebiet in Syrien, viele davon aus der Diözese von Antoine Audo. „Ohne zu übertreiben, hat vermutlich ein Drittel aller Christen das Land verlassen“, sagt der Bischof von Aleppo im Gespräch mit derStandard.at. Der katholische Würdenträger und Chef der syrischen Caritas reiste unter hohem persönlichem Risiko nach Europa und war vergangene Woche auf Einladung von „Pro Oriente“ in Wien, um über die Situation in seiner Heimatstadt zu berichten. Zwei seiner orthodoxen Amtskollegen wurden im April 2013 entführt und sind bis heute nicht wieder aufgetaucht. Das Leben in Aleppo sei paralysiert, die Stadt abgeschnitten vom Rest des Landes. Lebensmittel und Heizöl werden ständig teurer, während bezahlte Arbeit rar sei. Für Syrer ist dies ein großer Schock, wie der Bischof betont: „Generell gab es in Syrien eine gute Lebensqualität, jeder konnte leben – auch die Armen mussten nicht verhungern. Doch nun verarmt die Mittelklasse”.

 

Die vom Westen unterstützten Söldner (Nusra-Front) führen die gefangengenommenen Soldaten der syrischen Armee und behaupten, dass sie Iraner und Schiiten von Hizb-Allah.

 

 

 

 

„Zurückgeblieben sind die Armen“

 

Jene, die die Mittel dazu haben, sind geflüchtet: „Viele Reiche sind zum Beispiel in den Libanon gegangen, sie haben die Möglichkeit, Apartments zu mieten und ihre Kinder in die Schule zu schicken.“ Christen aus der Mittelklasse sind nach Latakia oder Tartus, relativ sichere Städte, geflohen. „Zurückgeblieben sind die Armen“, sagt Audo. „Im Stadtkern haben wir große Probleme, seit die Kämpfe ausgebrochen sind. Viele Menschen haben die Vorstädte, die vor allem von der syrischen Unterschicht bewohnt waren, verlassen und sind in den Stadtkern geflüchtet“. Dort leben sie nun in Moscheen, Schulen und Gärten, beschreibt Audo die Situation vor seiner Kathedrale. „Manchmal leben drei oder vier Familien in einem einzigen Klassenzimmer. Und wenn wir in Syrien von Familie sprechen, reden wir von fünf bis zehn Personen. Das Antlitz der Stadt hat sich verändert. Man sieht die Armut und die Misere der Menschen an jeder Straßenecke“. Mit Nahrungsmittelpaketen, finanzieller Unterstützung für Mieten und Hausbesuche bei betagten Bürgern Aleppos helfen Audos Mitarbeiter. Das Geld dafür nach Syrien zu bekommen ist immer schwieriger geworden. Internationale Sanktionen machen einen Geldtransfer direkt ins Land unmöglich. Komplizierte Ausweichmodelle müssen gefunden werden, „aber wir sind mittlerweile gut organisiert“, meint der Bischof.

 

 

Irakische Flüchtlinge flüchten erneut

 

In dem seit mehr als zwei Jahren stark konfessionell geprägten Konflikt verhalten sich die Christen zurückhaltend. „Die Christen haben die Erfahrung des Irak gemacht. Viele sind ab 2003 nach Syrien geflüchtet, das hat man nicht vergessen.“ Allein in Aleppo lebten 1.000 Familien aus dem Irak, die vor religiösen Extremisten fliehen mussten. „Heute sind es nicht mehr als 50 irakische Familien“. Der Bürgerkrieg sei ein gewaltsamer, religiöser und ethnischer Konflikt, der von Kräften von außerhalb manipuliert werde, konstatiert der katholisch-chaldäische Würdenträger. Der Konflikt spiele sich sowohl im Landesinneren als auch auf internationaler Ebene ab. „Auf lokaler Ebene besteht das Problem, dass eine religiöse Minderheit (Alawiten, Anm.) über eine sunnitische Mehrheit herrschte. Doch die religiöse Problematik gibt es auch auf regionaler Ebene, speziell mit dem sunnitischen Einfluss aus Saudi-Arabien und dem schiitischen Einfluss aus dem Iran.“ Viele Menschen, besonders auf dem Land, würden mithilfe von Geld und Waffen benutzt, um diesen Krieg zu unterstützen.

 

 

„Ein Naher Osten ohne Christen wäre sehr traurig für alle“

 

„Wenn Extremisten an die Macht kommen, werden die Christen massenhaft das Land verlassen.“ Die Gefahr für das Christentum im Nahen Osten sei real, im Irak hat sich die christliche Bevölkerung halbiert, in Syrien würden Kämpfer immer öfter zeigen, dass sie im Namen der Religion kämpfen. „Christen fürchten diese Form der Gewalt“, sagt Aoude. Dabei sei gerade Syrien eines der Kernländer der Christenheit, einige der ältesten christlichen Stätten und Klöster befinden sich dort. Ein Verschwinden des Christentums im Nahen Osten wäre nicht nur für die Region ein großer Verlust. „Es wäre auch ein großer Verlust für den Islam. Einige Extremisten denken zwar, die Christen aus dem Land zu haben wäre ein Sieg, doch sie verlieren dadurch eine Referenz für ihre eigene Religion. Um wir selbst zu sein, brauchen wir ein Gegenüber, um zu reflektieren. Das würde verlorengehen. Ein Naher Osten ohne Christen wäre sehr traurig für alle“. {Quelle: derstandard.at – Stefan Binder}

 

6 Responses to “Ende des Christentums in Nahost wäre „Verlust für den Islam””

  1. Ibrahim Says:

    DAS BILD MIT DEM KLEINEN JUNGEN! DAS MÜSSTE UNSERE

    GESTEUERTE LIBERALE PRESSE MAL ZEIGEN!

    ABER DA IST JA EIN KREUZ AUF DEM SARG! DAS GEHT NICHT!

  2. Ibrahim Says:

    Artikel von 2013-11-29 15:14:56

    Europa: Intoleranz gegenüber Christen – mehr Sensibilität gefragt

    RealAudioMP3 Christen sind in Europa einer wachsenden Intoleranz und Diskriminierung ausgesetzt. Die freie Religionsausübung scheint immer stärker eingeschränkt. Eine Tagung der OSZE, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, hat sich an diesem Freitag in Rom dem Thema gewidmet. Mit Vertreten bei der Konferenz war auch das Staatssekretariat des Heiligen Stuhls. Dessen Mitarbeiter Florian Kolfhaus erklärte, der Heilige Stuhl kümmere sich seit Jahren intensiv um das Thema der Diskriminierung von Christen in Europa.

    „Es gibt ja nicht nur das traurige Phänomen der Christenverfolgung, einer blutigen Christenverfolgung in Afrika, im Mittleren Orient, es gibt auch eine immer größer werdende Intoleranz in Europa. Wir können da zum Beispiel an den jüngsten Fall denken, als einer norwegischen Fernsehreporterin ein Schmuckkreuz verboten worden ist.“

    In Deutschland äußere sich die ablehnende Haltung gegenüber Christen in erster Linie in Form von Vandalismus, also Verwüstungen an Friedhöfen und Kirchen. Doch aufgrund fehlender Berichterstattung werde das Thema in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, so Kolfhaus. Der Heilige Stuhl möchte sich dafür einsetzen, dass das Thema in ganz Europa mehr Gehör findet.

    „Was wir versuchen, ist, über die Nuntien, also die Botschafter des Heiligen Stuhls in allen Ländern, Statistiken zu sammeln, die Fälle zu registrieren. Die geben wir an die OSZE weiter, die jährlich einen sogenannten ‚Hate Crime Report’ veröffentlicht. Also einen offiziellen Bericht, in dem Straftaten gegen verschiedene gesellschaftliche Gruppen aufgelistet werden. Und so versuchen wir auf der politischen Ebene, Bewusstsein dafür zu schaffen.“

    Was der Heilige Stuhl nicht für nötig hält, sind neue Gesetze. „Wir brauchen eine größere Sensibilität“, sagte Kolfhaus.

    „Natürlich hoffen wir, dass Priester, Bischöfe, engagierte Laien in ihrem Umfeld deutlich machen, dass wir hier ein echtes gesellschaftliches Problem haben, dass in manchen Bereichen die Religionsfreiheit auf dem Spiel steht.“

    Bei der Konferenz in Rom war auch Martin Kugler anwesend, Sprecher der Nichtregierungsorganisation ‚Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians in Europe’ mit Sitz in Wien. Diese Stelle hat sich zur Aufgabe gemacht, Intoleranz und Diskriminierung gegenüber Christen zu dokumentieren. In den vergangenen Jahren habe die Organisation 41 Gesetze in Europa dokumentiert, die die christliche Religionsfreiheit einschränkten. Besonders der Bereich der Medizin, der Bioethik und Biotechnologie sei davon betroffen.

    „Zum Beispiel die Gewissensfreiheit ist besonders im medizinischen Bereich sehr heikel, wenn die Gesetzgebung entweder von Krankenhäusern oder zumindest von einzelnen Ärzten verlangt, an Handlungen mitzuwirken, Handlungen anzubieten, die naturrechtlich nicht in Ordnung sind. Sprich für Christen sowieso nicht denkbar. Aber für jeden gläubigen Menschen eigentlich nicht, wo kein Kompromiss möglich ist. Abtreibung, Euthanasie, künstliche Befruchtung, Dinge, die in der Bioethik ständig oder in der Biotechnologie ständig auch als Problem wachsen.“

    Dieses Problem, so Kugler, werde die katholische Kirche und die europäische Gesellschaft in den nächsten Jahren noch intensiv beschäftigen. Die politische Auseinandersetzung werde da sehr aggressiv geführt. Für Kugler gibt es dafür zwei Ursachen: Christliche Politiker hätten sich in den vergangenen Jahrzehnten zu wenig um Medizin und Bioethik gekümmert, sich stattdessen von kleinen Interessengruppen überrrollen lassen. Und:

    „Es gibt in Europa eine Art radikalen Säkularismus, der ganz anders ist als zum Beispiel der in den USA, wo man sehr wohl Trennung von Kirche und Staat seit Jahrhunderten lebt, aber eben trotzdem die persönliche Überzeugung und das Folgen dem eigenen Gewissen respektiert. Und in Europa wollen manche Gruppen, auch leider radikale feministische Gruppen, zum Beispiel verbieten, dass Christen sich weigern, eine Abtreibung durchzuführen.“

    Für Martin Kugler ist das eine Beschneidung der Freiheit, nämlich die eines jeden Christen, seine Religion frei auszuüben. Bei der Sensibilisierung für die Intoleranz gegenüber Christen sieht auch der Sprecher der Nichtregierungsorganisation den Heiligen Stuhl als sehr wichtig an:

    „Weil er erstens natürlich von vielen als sehr kompetent angesehen wird, was Religionsfreiheit betrifft. Weil der Heilige Stuhl weiß, dass es auch nicht nur um die eigene Sache geht, also um die Katholiken, sondern um alle Religionen eigentlich. Christen werden immer mehr zu Verteidigern der Freiheit in unserer westlichen Gesellschaft, weil man eben unter dem falschen Neutralitätsbegriff oder Antidiskriminierungsbegriff Dinge macht, die wieder zurückgehen und weniger Freiheit gewähren.“

    Der Vatikan hätte da als Institution, die in internationalen Organisationen wie der OSZE vertreten ist, wesentlich mehr Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen als Nichtregierungsorganisationen, unterstrich Kugler.

    (rv 30.11.2013 iga)

    Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2013/11/29/europa:_intoleranz_gegen%C3%BCber_christen_%E2%80%93_mehr_sensibilit%C3%A4t_gefragt_/ted-751088
    des Internetauftritts von Radio Vatikan

  3. Andreas Says:

    na, ihr super- rebellen – fühlt sich klasse an, wenn man zur hinrichtung schreiten muss, gell? hoffentlich erledigt ihr euch allesamt gegenseitig – viel mitleid dürft ihr kaum erwarten…

  4. Bernhardine Says:

    Angriff auf Christenstadt:

    Syrische Islam-Terroristen sollen Klosterkinder als Geiseln genommen haben

    http://de.ria.ru/politics/20131202/267400038.html

  5. Kreationist74 Says:

    Das Christentum wird im Nahen Osten nicht untergehen. Aber der Islam in absehbarer Zeit schon.


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