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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Glühwein und Bratwurst – ist das unser Advent? 1. Dezember 2013

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 19:49

advent

Advent: Gipfel des Grauens

 

 

Dudelsongs, Lichterketten und Bratwürste:

Es singt, blinkt und stinkt wieder auf allen Weihnachtsmärkten.

Alles Trash, meint unser Stil-Kolumnist Alexander Grau.

 

Es ist wieder so weit: Tagsüber wird es kaum noch hell, erster Schneematsch ruiniert die Schuhe, und schon seit Monaten liegen in den Auslagen der Supermärkte fade Billigbackwaren, die zynischerweise unter dem Begriff „Lebkuchen“ um geschmackstumbe Kundschaft buhlen. Doch erst heute startet der ultimative Countdown: Unzählige Weihnachtsmärkte werden an diesem Wochenende eröffnen. Von 3.000 bis 5.000 in ganz Deutschland sprechen Branchenkenner. So genau aber weiß das keiner. Süßlich dämliche „Christmas-Songs“ wie „Do They Know It’s Christmas“ oder „Last Christmas“ werden die Ohren zukleistern. Fettschwaden von Millionen von Bratwürsten werden sich über mit Kunstschnee besprühte Tannenzweige legen und sich mit dem penetranten Geruch von in Karamell ersäuften Mandeln mischen.

 

 

Brachiale Geschmacklosigkeit

 

In ihrer brachialen Geschmacklosigkeit werden diese Kalorienorgien nur noch durch den Nippes und Plunder überboten, der sich hierzulande unter dem beschönigenden Begriff „Kunsthandwerk“ großer Beliebtheit erfreut. Gipfel des Grauens zwischen all den Mützen, Decken, Kerzen, Leuchtern und Kristallen sind dabei ohne Zweifel die unsäglich geschmacklos zusammengelöteten Ketten, Ringe und Armreife, die als „Schmuck“ verkauft werden, obwohl sich selbst bei größter Fantasie kaum vorstellen lässt, wen oder was dieser Tinnef schmücken sollte. Um das alles überhaupt erträglich zu machen, ist es unter Besuchern von Weihnachtsmärkten Brauch, sich erst einmal Mut anzutrinken. Zu diesem Zweck wird in kitschig bedruckten Tassen ein klebriges Heißgetränk gereicht, das neben Zucker auch Anteile von Wein enthalten darf, weshalb es in der Regel unter dem euphemistischen Namen „Glühwein“ angeboten wird. Wird das rötliche Zuckergebräu zu stark erhitzt, verdampft auch noch sein einziger Inhaltsstoff, der angesichts dieser Tristesse etwas Trost verspricht: der Alkohol. Um diesem fatalen Prozess entgegenzuwirken, hält jede Glühweinbude ein paar Flaschen Billigrum griffbereit. Die wissen schon, warum.

 

 

Las Vegas dagegen ein Hort geschmackssicherer Distinguiertheit

 

Flieht man schließlich mit einer gastritissicheren Mischung aus Fett, Zucker und Alkohol im Magen vom Ort des Schreckens, so hat das Grauen noch lange kein Ende. Auf dem Heimweg wird man vielmehr an jeder Ecke von hell erleuchteten Weihnachtsmännern heimgesucht. Sollte der Besitzer der betroffenen Wohnung ein besonders witziger Gesell sein, dann entert gleich eine ganze Horde von ihnen die betroffene Hausfassade. Dazu kommen Rentiere und Schlitten in allen Farben, blinkende Sterne und bunte Lichterketten, mit denen besonders entschlossene Freunde des Lichtfestes auf ihrem Balkon eine Illuminationsorgie veranstalten, neben der sich Las Vegas als Hort geschmackssicherer Distinguiertheit erweist. Keine Frage: Die Adventszeit, die heute beginnt, stellt den halbwegs kultivierten Zeitgenossen vor nicht unerhebliche Herausforderungen. Mehr Trash ist selten.

 

Wer jetzt eine moralinsauere Abrechnung über die Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes und die Adventszeit erwartet, ein Wehklagen über den Stress und die Hektik der Vorweihnachtszeit, den muss ich allerdings enttäuschen. Jede Gesellschaft feiert ihre Feste im Rahmen ihrer ökonomischen und technischen Möglichkeiten. Das war immer so. Daran lässt sich wenig ändern. Und es wäre auf seine Art auch verlogen, wenn eine hoch technisierte Wohlstandsgesellschaft das wichtigste Fest des Jahres in aufgesetzter Bescheidenheit oder gar als  selbstanklagende Armutsperformance inszenieren würde. Und im Übrigen: Die drei Magier aus dem Morgenland, die der unter dem Namen Matthäus geläufige Autor in das Weihnachtsgeschehen hineindichtet, bringen dem Jesuskind ja auch kein selbst gebasteltes Strohpüppchen mit, sondern Gold, Weihrauch und Myrrhe.

 

Dass Menschen zudem an diesen dunkelsten Tagen des Jahres eine Sehnsucht haben nach allem, was leuchtet, blinkt und funkelt, ist ja nur allzu verständlich. Und genau hier liegt auch der Ursprung des Weihnachtsfestes. Bevor es nämlich von den Christen okkupiert wurde, galt es dem „Sol invictus“, dem unbesiegbaren Sonnengott, dessen Fest zur Sonnenwende am 25. Dezember sich im kaiserlichen Rom großer Beliebtheit erfreute. Zugespitzt formuliert: Advent und Weihnachten sind im Grunde zutiefst heidnische Feste, und es hat die Kirchen einen erheblichen Aufwand gekostet, all den Kerzen, Lichtern, Kränzen und anderen zahllosen Bräuchen einen christlichen Anstrich zu gegeben. Geblieben sind eine gehörige Portion Misstrauen und der stets erhobene Zeigefinger. Nicht ohne Grund. Denn vielleicht ist es tatsächlich unser tief im Herzen verankertes Heidentum, das uns jedes Jahr wieder in die Fußgängerzonen und auf Marktplätze treibt, uns Maronen, Waffeln und becherweise Glühwein einverleiben lässt, während „Driving Home For Chrismas“ in den Ohren dröhnt und im Hintergrund der Elch blinkt.

 

Das Schlimme an diesem heidnischen Brauchtum ist jedoch nicht der Ritus aus Alkoholrausch und Lichterzauber. Im Gegenteil, nichts spricht gegen den kleinen Feierabendschwips, weil man ein Glas Punsch – oder auch zwei oder drei – zu viel getrunken hat, gewisse Mindeststandards an Qualität und Aroma vorausgesetzt.

 

 

 

Bitte mehr Qualität und weniger Quantität

 

Genau hier liegt aber das Problem. Und insofern sind die Weihnachtsmärkte und Adventsbräuche dieses Landes nur Ausdruck seiner Befindlichkeit und seiner Einstellung zu Qualität und Geschmack. Als ob gerade entbehrungsreiche Hungerjahre voll Elend, Krieg und Verwüstung hinter uns lägen, stürzen wir uns auf alles, was fett, süß, klebrig und möglichst laut und bunt ist. Dabei geht es auch anders. Und damit ist tatsächlich der spießige Hinweis gemeint, mehr auf Qualität zu achten und weniger auf Quantität. Es gibt auch auf dem Weihnachtsmarkt guten Glühwein vom Winzer und Bratwurst vom örtlichen Metzger. Manche Zimtsterne sind ausgezeichnet. Und ja: die eine oder andere handgefertigte Holzschnitzerei aus dem Erzgebirge wirkt gerade in ihrer Zerbrechlichkeit anrührend und kostbar. Und dann macht das Ganze auch Spaß. Denn seien wir ehrlich: Was nervt mehr als misslaunige Weihnachtsverächter und griesgrämige Konsumkritiker? Aber so richtig zum Fest wird die Adventszeit, wenn man selbst bis zum Ellbogen im Plätzchenteig steckt – das Glas mit dem guten Rotwein griffbereit. Wenn dann auch noch die bunt leuchtenden Balkongirlanden im Keller bleiben und man die blinkende Zipfelmütze absetzen darf, kann es einem schon warm ums Herz werden. O du fröhliche…. {Quelle: www.cicero.de – Von Alexander Grau}

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Zipfel des Grauens im Advent: Wauwau mit Santa-Mütze

 

Glühwein und Bratwurst – ist das unser Advent?

 

Die ganze Stadt ist gefühlt ein einziger Weihnachtsmarkt.

Doch was ist von der ursprünglichen Adventsbotschaft im Alltag übrig?

Geht es nur noch um immer teurere Geschenke oder gibt es doch die Sehnsucht nach Ruhe und Besinnlichkeit?

 

Rotherbaum: Es war 1839, als der Theologe Johann Hinrich Wichern in Hamburg den Adventskranz erfand. Und auch der Adventskalender hat seinen Ursprung an der Elbe: Hier in der Stadt wurden 1902 die ersten gedruckten Exemplare überhaupt verkauft. Doch was bedeutet uns die Vorweihnachtszeit heute? „Glühwein und Bratwurst – ist das unser Adventsgefühl“? Darüber diskutiert Abendblatt-Redakteurin Vanessa Seifert mit ihren Gästen am Sonntagabend in der „Hamburger Presserunde“. „Von der ’stillen Zeit‘, wie die frühen Christen den Advent nannten, ist heute nur noch sehr wenig übrig“, sagt Dr. Christoph Rind (Abendblatt). „Der Konsum dominiert“, sagt Pastor Bernd Lohse, der lange als Journalist gearbeitet hat. „Aber es gibt eine Sehnsucht nach Besinnlichkeit, nach einem anderen Advent – und auch entsprechende Angebote.“ Besinnlichkeit sei gewissermaßen nicht mehr „in“, fürchtet Rebecca Kresse (abendblatt.de): „Wenn man dauerbeschäftigt und gestresst ist, lautet ja die Botschaft, dass man wichtig ist.“ Für Josef Nyary, der auf seinem preisgekrönten Blog nyaryum.de über Gott und die Welt schreibt, ist Papst Franziskus ein Hoffnungsträger: „Er legt den Fokus wieder auf die christliche Botschaft“. {Quelle: www.abendblatt.de}

Hamburger Abendblatt online

 

5 Responses to “Glühwein und Bratwurst – ist das unser Advent?”

  1. Ibrahim Says:

    KERZEN SIND AUS BRANDSCHUTZ-GRÜNDEN VERBOTEN!

    SONST IST NICHTS DA DRAN!

  2. schwebchen Says:

    Oh, in wie viel Amtsstuben ist aufgrund von Kerzen schon ein Brand ausgebrochen? – Komisch, dass all das früher erlaubt war!

    • @Schwebin:
      da kann ich nur eines dazu sagen:
      Ein Glaube geht manchmal verloren, weil viele Menschen, die sich zu einer Religion bekennen, kaum darüber nachdenken, warum sie etwas glauben oder ob es für ihren Glauben eine vernünftige Grundlage gibt.
      Auf Deine Frage antwortet Dir Dein Schöpfer durch die Bergpredigt (Matthäus 7:7-8): „Bittet fortwährend, und es wird euch gegeben werden; sucht unablässig, und ihr werdet finden; klopft immer wieder an, und es wird euch geöffnet werden. Denn jeder, der bittet, empfängt, und jeder, der sucht, findet, und jedem, der anklopft, wird geöffnet werden.“

      Ein Glaube geht manchmal verloren, weil viele Menschen, die sich zu einer Religion bekennen, kaum darüber nachdenken, warum sie etwas glauben oder ob es für ihren Glauben eine vernünftige Grundlage gibt.

      Ging Dir das eventuell auch so?

      Vielleicht ist Dir auch schon aufgefallen, dass die gleichen Menschen, die wenig darüber nachdenken, ob ihre Glaubensansichten richtig oder wahr sind, sich andererseits im Alltag oft sehr gründlich Gedanken über banale Angelegenheiten machen, wenn es zum Beispiel um den Kauf eines Autos geht — das irgendwann einmal als Schrotthaufen enden wird —, aber sich bei ihrer Religion nicht annähernd so viel Mühe geben.

      Wenn daher einem Menschen, so wie Dir, wirklich daran liegt, „Gott nicht zu verlieren“, sollte man sich – solltest Du Dich – zuerst einmal ernsthaft vergewissern, ob das, was wir Gott betreffend glauben oder glauben möchten, auch richtig ist!

      Der Apostel Paulus sagte von religiösen Menschen seiner Tage, sie hätten ‘Eifer für Gott, aber nicht gemäß genauer Erkenntnis’ (Römer 10:2). Das würde also keinen Sinn machen.

      Was aber ist für Gott annehmbar, wenn es um die wahre Anbetung geht? Die Bibel antwortet darauf klar: „Das ist vortrefflich und annehmbar in den Augen Gottes, unseres Retters, dessen Wille es ist, dass alle Arten von Menschen gerettet werden und zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen“ (1. Timotheus 2:3, 4). Solche Worte sollten Dich trösten und Dir Mut machen.

      Das echte Christentum ermutigt deshalb dazu, sich mit Herz und Verstand einen Glauben – durch die erwähnte genaue Erkenntnis – anzueignen, der Gottes Wohlgefallen findet.

      Deshalb lehret Jesus Christus, wir müssten Gott nicht nur mit ‘ganzem Herzen’ und ‘ganzer Seele’ lieben, sondern auch mit unserem „ganzen Sinn“, dem Verstand also! (Matthäus 22:37).

      Beachte also bitte, dass unser Denkvermögen bei der Gottesanbetung eine Hauptrolle spielt!

      Weil das so ist, forderte Jesus seine Zuhörer auf, über seine Lehren nachzudenken; häufig fragte er sie: „Was denkt ihr?“ (Matthäus 17:25; 18:12; 21:28; 22:42).

      Der Apostel Petrus verfolgte mit seinen Briefen an Mitchristen ebenfalls das Ziel, ‘ihr klares Denkvermögen aufzuwecken’ (2. Petrus 3:1).

      Der Apostel Paulus, forderte Christen auf, ihre „Vernunft“ zu gebrauchen und ‘durch Prüfung festzustellen, was der gute und annehmbare und vollkommene Wille Gottes ist’ (Römer 12:1, 2).

      Und ein weitere Hinweis Jesu bestätigt das mit den Worten, dass „die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten“ (Johannes 4:23).

      Aus dem gleichen Grund schrieb der Apostel Paulus: „Das ist es auch, warum wir . . . nicht aufgehört haben, für euch zu beten und darum zu bitten, dass ihr in aller Weisheit und in geistigem Verständnis mit der genauen Erkenntnis seines Willens erfüllt werdet, damit ihr Jehovas würdig wandelt, um ihm völlig zu gefallen“ (Kolosser 1:9, 10).

      Es führt also kein Weg daran vorbei, dass man sich nur durch eine solch gründliche und sorgfältige Prüfung seiner Glaubensansichten einen Glauben aneignen kann, der Gott gefällt und der bei Belastungen, wie sie im Leben auftreten, auch standhält, (Hebräer 11:1 und 6).

      Meine Empfehlung ist daher, bemühe Dich schrittweise um ein gründliches Verständnis der Bibel.

      In einem ersten Schritt versuche einfach einmal das „Vaterunser“ genauer zu verstehen und es sodann als Muster für ein ganz persönliches Gebet zu verwenden.

      Ein Gebet, in dem Du Deinen Schöpfer bittest, Dir zu bei Deinen Anstrengungen zu ihm umzukehren, zu helfen, – denn ohne seinen Segen wird Dir das nicht gelingen.

      Ich wünsche Dir diesen Segen.

      Und in diesem Beitrag findest Du dazu einige Anregungen:

      http://www.gutefrage.net/frage/vater-unser-im-himmel#answer18958232

      Ansonsten melde Dich bei mir, dann werde ich gern versuchen, Dir weiterzuhelfen.

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    • e Says:

      Ich denke das war doch nur „Sarkasmus“ … das meinte Schwebchen doch nicht ernst …

  3. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG Says:

    Hat dies auf Aussiedlerbetreung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Es kommt darauf an, ob man zu Hause ist, oder wie, Amtsstuben gibt es doch nicht in der Firma BRD siehe Bundestag und Sitz in Belgien! Glück Auf, meine Heimat und Hartzer, seht de4r Tagessatz eines Hundes der Polizei, er egt fast so hoch, als für Dich: http://antilobby.wordpress.com/2013/12/02/prioritaten-in-deutschland-hund-vs-mensch/, Glück Auf, meine Heimat!


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