kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Was ist das wahre Christentum? 16. November 2013

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 18:52

Wir beten für unsere Geschwister in Syrien – Möge Christus sie vor dem islamischen Terror beschützen und Syrien erretten

 

Nachdem wir geklärt haben,

dass der wahre Islam aus zwei Seiten einer Medaille besteht,

der einen, die nach außen hin  der ungläubigen Welt als moderat-zvilisiert verkauft werden soll und auf der anderen Seite teilweise terroristisch und menschenverachtend  praktiziert wird,

betreiben wir eine Nabelschau und fragen uns,

was das „wahre“ Christentum ist.

 

 

Wir gehen an dieser Stelle nicht auf Konfessionen ein, sondern wollen uns einmal an Jesus selbst orientieren, dem Christentumsoriginal, dem alle Christen nachfolgen w(s)ollen. Wir sind jedoch nicht so vermessen, zu behaupten, dass wir eine unanfechtbare und die einzig wahre Deutung dieses Begriffs zustandebringen. Schauen wir also auf Jesus Christus, dem Leuchtturm des Christentums, dessen Licht auch über sich selbst auch in die nichtchristliche Welt strahlt. Jesus wurde im Glanz der Engel, jedoch in einem ärmlichen Stall bei Betlehem geboren. Gott wurde Mensch in einem Kind. Eine provokante Vorstellung, aber eine höchst faszinierende.  Bei der Geburt bereits war Gott in und mit ihm. Jesus kam aus Gott. Sein erstes öffentliches Auftreten war die Hochzeit zu Kanaa, die seine Mutter inszenierte. Er selbst zögerte noch.

 

Was ist Jesu Lehre?

 

Als Erstes fällt uns auf, dass er den einzelnen Menschen anspricht, fast nie politische oder gesellschaftskritische Verhältnisse aufs Korn nimmt. Diese Kritik kommt nur vereinzelt direkt (Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott was Gottes ist) und in Gleichnissen verpackt (Arbeiter im Weinberg, ein gewerkschaftliches Unding,)  vor. Jeder Mensch wendet sich ab, wenn einer der 12 Stunden arbeitet genauso entlohnt wird, wie der, der nur 1 Abendstunde gearbeitet hat. Selbst die Gewerkschaften würden Sturm laufen. Also mit der allgemeinen Gesellschaftskritik hat es Jesus nicht so. Vereinzelt hebt er Religionsgesetze (Steinigungsgesetz bei Ehebruch oder Sabbatgebot) auf und lässt die göttliche Barmherzigkeit durchscheinen wie bei der Ehebrecherin. Insgesamt fällt auf, dass er Gesetze zwar als wichtig ansieht, jedoch den Menschen immer über das Gesetz stellt. Das Gesetz ist für den Menschen da, nicht umgekehrt.

 

Der Einzelne tut es Jesus an. Ihn heilt er, ihn achtet er, ihm gibt er Ratschläge. Liebe den Nächsten, wie Dich selbst. Liebet einander, wie ich Euch geliebt habe bis hin zum Gebot der Feindesliebe. Das ist das Gebot, auf das Jesus am meisten Wert legt: Die Liebe. Die Liebe zu ihm, d. h. zu Gott und die Liebe zum Nächsten, d. h. zu Jedermann ist das Gebot Jesu. Diese Liebe setzt Glaube und Hoffnung voraus, sie ist sozusagen sowohl die  voraussetzende Antriebskraft des Glaubens und der Hoffnung als auch dessen Frucht.  Alles was wir tun sollen, ist lieben. Wir lieben Gott, wir lieben uns selbst, denn wenn wir uns selbst nicht annehmen, können wir kaum andere lieben. Die Liebe kreist, indem sie um sich selbst kreist, gleichzeitig um die Welt, um das Erschaffene, um Gott. Liebe muss geben, sonst ist sie keine Liebe. Liebe kennt sowohl Ich als auch DU, aber nie ohne das DU. Im Beruf, im Alltagsleben, im Kaufhaus, immer dann, wenn der Christ bewusst lebt, sollte er lieben. Er kann dies in kleinen freundlichen Gesten als auch in guten Werken tun, niemals jedoch zum Eigennutz und zur Selbstdarstellung, immer für Jesus, um seinetwillen.

 

Hat Jesus selbst das, was er gepredigt hat,

nämlich die Liebe bis hin zur Feindesliebe vorbildhaft gelebt oder gehört er auch zu denjenigen wie unsere Politiker,

die  anderen Wasser predigen und selbst Wein trinken?

 

Jesus selbst ist die Glaubwürdigkeit in Person. Er hat seinen Feinden am Kreuz in seiner bittersten Stunde verziehen. Eine größere Liebe kann niemand auf Erden glaubhafter zeigen. Er ist nicht nur für seine Freunde aus Liebe gestorben, sondern schließt nicht einmal seine Gegner, die ihn zu irdischen Lebzeiten bekämpft haben, von seiner Liebe aus.  Jesus hat uns in glaubwürdigster Weise zur Liebe aufgerufen, die aus der Freude, aus dem Glauben, aus der Hoffnung, aber auch aus der Opferbereitschaft und aus dem Verzicht geboren ist. Der wahre Christ ist ein liebender Mensch. Wer sich selbst annimmt mit allen Fehlern und Schwächen in dem Bewusstsein, dass ihn Gott bedingungslos und immer als erster auch mit allen Fehlern und Schwächen liebt, wenn er denn immer wieder ernsthaft umkehren will, wird in die Lage versetzt, zu lieben. Diese Liebe wirkt dann auch nach außen. Der wahre Christ ist einer, der Jesus nachfolgen will, es zwar nicht immer schafft, aber mit aller ihm zur Verfügung stehenden Zähigkeit es stets versucht, auf seinem Weg zu bleiben.

 

 

The Coptic church services in Tanzania, Africa

The Coptic church is considered the mother of all African churches. St Mark the evangelist preached Christianity to Egyptians (Copts) when he came to Alexandria approximately 48 AD.

 

 
Das wahre Christentum ist unserer Meinung nach ein Christentum, welches auf Erden in jesuanischer Vollkommenheit kaum zu schaffen ist.

Das wahre Christentum hat Jesus mit seiner Predigt und seinem Leben als einzig wahrer „Christ“ vorgelegt. Das konnte er nur, weil er Gott selbst war.

 

Das  „theoretisch“ wahre Christentum besteht somit darin, so sein zu wollen wir Jesus Christus. Da dieser Gott ist, müssen wir uns mit dem praktischen wahren Christentum begnügen. Und dieses irdene Christentum ist im Angesicht des Herrn für Christen nie fertig, nie statisch, nie beendet, nie vollendet, da wir alle aus Sündern bestehen. Das wahre Christentum ist somit der Weg, der als Ziel Jesus Christus im Jenseits hat. Nebenbei: Dieser Gott, nämlich Jesus selbst ist auch immer mit uns auf unserem Lebensweg. Er ist kein Gott der Toten, sondern der Lebenden.  Der Weg ist jedoch nicht bequem, weit und leicht begehbar, sondern immer mit Steinen, Bächen und Flussläufen, mit Tälern und Bergen, Irrungen und Kurven, mit Höhen und Tiefen gepflastert, die hier und da das Ziel aus den Augen verlieren lassen können. Das wahre Christentum kann nur ein Weg sein. Immer aber ist das wahre Christentum bestrebt,  demütig, nicht devot!!!, selbstbewusst liebend  zu pilgern und Jesus immer als Vorbild vor Augen zu haben. Einige wenige schaffen es und sind ihm bereits hier auf Erden nahe, die Heiligen. Sie schaffen es sogar als Märtyrer den Weg zu Jesus zu finden. 

 

Das wichtigste Merkmal des Christentums ist neben dem Dreifaltigen Gott, das Versprechen der Liebe, mit der  dieser Gott diejenigen umfangen wird, die sich auf ihn einlassen, weil er uns  durch Jesus bereits hier auf Erden zu Kindern Gottes gemacht hat und uns nicht im Zustand des Sklaventums zurückgelassen hat und die strikte Ablehnung von Gewalt (außer in Notwehr), irdischer Macht, Ausgrenzung, Rachedenken und Hass im Religionsdenken. Er ist treu. Wir Christen müssen nur versuchen mit all unserem Herzen, mit all unserer Kraft und mit all unserem Willen und Mitteln, ihm in allem nachzufolgen. Dass wir nie so vollkommen sein werden wie Jesus selbst, wird jedem klar sein und dass wir scheitern müssen, ist bei dem Anspruch, den Jesus an einen wahren Christen stellt, klar.  Wir dürfen aber immer, wenn wir ihn zum ernsthaft um Verzeihung bitten, seiner vergebenden Liebe und Gnade gewiss sein. Neben der Liebe hat der Begriff der „Umkehr“ zu Gott hin, eine entscheidende Bedeutung.

 

Wer nicht umkehrt, lehnt Gott ab oder er ist ihm gleichgültig und hat seine Gottferne selbst gewählt. Liebe, Glaube, Hoffnung, Freude, Barmherzigkeit, Demut und Umkehr sind die Schlüsselbegriffe,

die den Christen des wahren Christentums eine wichtige Bedeutung zukommt. 

 

Somit ist es für wahre Christen ein Gräuel, wenn andere Religionen die geistige und körperliche Gewalt, die ein Feindbild kreieren,  in ihre Verkündigung als legal mit einbeziehen. Diese Religionen sind es, die den Namen „Religion“ nicht verdient haben und auch durch ihre Lehren die Religion in den Schmutz zieht, weil ein Liebender Gott niemals Gewalt als Ausdrucksmittel einer Religion zulassen würde. Auf diesem Grundgerüst können dann Konfessionen aufbauen.  Wenn aber eine christliche Konfession diese Grundwerte nicht mittragen kann, so glauben wir, sollte sie ihr Denken auf Jesus, dem Urquell des christlichen Lebens wieder neu ausrichten. Christen würden, wenn Christen im Namen Jesu Terrorakte begingen, diese aus ihren Gemeinschaften ausschließen.

 

Genau das wäre auch die richtige Antwort für Gewaltanwender im Namen irgendeines Gottes.

 

5 Responses to “Was ist das wahre Christentum?”

    • Gott segne dich–Euch-

      ER segne den Wind, der dich umweht
      ER segne die Sonne, die dich umwärmt
      ER segne den Regen, der dich erfrischt
      ER segne die Erde, die dich nährt
      ER segne dich.

      ER segne dein Denken, dein Handeln
      ER segne deine Gefühle, dein Verständnis
      ER segne deine Einstellung, dein Ich
      ER segne dich.

      ER segne die Menschen, wenn sie dir begegnen
      ER segne deine Worte, wenn du sie aussprichst
      ER segne deine Taten, wenn du sie ausführst
      ER segne deine Schritte, wenn du sie gehst
      ER segne dich.

      ER segne dich in der Anbetung und in der Leere
      ER segne dich in der Stille und in der Fülle
      ER segne dich in der Arbeit und im Nichtstun
      ER segne dich in dir.

      ER segne dich durch Jesus Christus
      ER segne dich durch SEINEN HL. Geist
      ER segne dich Segen für die Kinder dieser Welt
      Möge eure Hände niemand fesseln,
      Möge eure Füße niemand treten,
      Möge eure Augen niemand blenden,
      Möge eure Ohren niemand schließen.

      Möge eure Körper niemand schlagen,
      Möge eure Seelen niemand verletzen,
      Möge eure Stärke niemand brechen,
      Möge euer Urvertrauen niemand missbrauchen.

      Möge euer Ich – immer euer Ich bleiben!

      Dafür Gottes Segen –
      euch Kindern in dieser Welt!

      AmenSegen für die Kinder dieser Welt
      Möge eure Hände niemand fesseln,
      Möge eure Füße niemand treten,
      Möge eure Augen niemand blenden,
      Möge eure Ohren niemand schließen.

      Möge eure Körper niemand schlagen,
      Möge eure Seelen niemand verletzen,
      Möge eure Stärke niemand brechen,
      Möge euer Urvertrauen niemand missbrauchen.

      Möge euer Ich – immer euer Ich bleiben!
      Dafür Gottes Segen –
      euch Kindern in dieser Welt!

      Amen

  1. Bernhardine Says:

    OT

    Wie sich bereits in den letzten Monaten abzeichnete, wird die Hagia Sophia von Istanbul(Byzantion, Konstantinopel) bald Moschee…

    16 November 2013, 11:00

    Argument des stellvertretenden türkischen Ministerpräsidenten: Ein Gesetz verbiete die nicht-religiöse(Anm.: Religion ist nur Islam) Verwendung eines als Gotteshauses erbauten Gebäudes, daher habe der Rechtsstaat eine Verantwortung…

    Arinc erinnerte dabei an die kürzlich erfolgte Wiedereröffnung von zwei anderen ehemaligen Kirchen als Moschee. Es handelt sich um die Hagia Sophia im nordwesttürkischen Iznik(Nizäa!) und die gleichnamige Kirche in Trabzon(Trabezunt)…”“
    http://kath.net/news/43724

    PAPST FRANZ UND SEIN ARMUTS-GETUE
    17 November 2013, 08:30
    Kein Festkonzert zum Abschluss des Jahr des Glaubens
    http://kath.net/news/43732

    • Adel Horst Says:

      Bernhardine Sagt:
      17. November 2013 at 11:00

      OT

      Wie sich bereits in den letzten Monaten abzeichnete, wird die Hagia Sophia von Istanbul(Byzantion, Konstantinopel) bald Moschee…

      was mir schwer fällt ist-warum lieben die Menschen nicht den Frieden???die Liebe die Freiheit??stille Hl. Orte wzb.Kirchen -Natur-


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