kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

UN Dolmetscherin spricht versehentlich die Wahrheit – Armenierforschung nicht mehr blockieren 16. November 2013

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 19:43

 

 

UN Watch berichtet, dass eine Dolmetscherin der Vereinten Nationen, die sich nicht der Tatsache bewusst war, dass ihr Mikrofon eingeschaltet war, als Reaktion auf die Annahme von neun politisch motivierten Resolutionen, die Israel verurteilten, und keiner Resolution für den Rest der Welt, wahre Worte sprach. Elder of Zion zitiert die Dolmetscherin, die dachte, sie spräche nur mit ihren Kollegen, mit folgenden Worten, die über die Kopfhörer für jeden UN Delegierten zu hören waren und über einen live Podcast auch einem Publikum weltweit: Ich denke, wenn man … zusammengenommen 10 Resolutionen betreffend Israel und Palästina hat, dann ist das etwas … es ist ein bisschen zu viel, oder? Ich meine, ich weiß, es passieren wirklich schlimme Dinge, aber niemand sagt irgend etwas über die anderen Sachen„. Daraufhin brach Gelächter unter den Delegierten aus und die unglückliche Dolmetscherin entschuldigte sich sofort.

 

Wer sich aber wirklich entschuldigen sollte sind die Vereinten Nationen, sie wurden aus edlen Motiven heraus gegründet, aber die Weltkörperschaft verwandelte sich von einem Traum liberaler Internationalisten in einen Albtraum. Bis zum Ende der Legislaturperiode nächsten Monat wird die UN Generalversammlung 22 Resolutionen verabschiedet haben, die Israel verurteilen – und nur vier, die den Rest der Welt betreffen.

Diese Heuchelei, Auswahl und Politisierung ist atemberaubend.

{Quelle: europenews.dk}

 

Schirrmacher empfiehlt Türkei,

die Armenierforschung nicht mehr zu blockieren

 

Bonn, 15.11.2013: In einem Beitrag „Die Armenierthematik in der türkischen Innen- und Außenpolitik“ hat der Direktor des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit der Türkei empfohlen, die Armenierfrage weniger radikal anzugehen, da es dann einfacher sei, auch die moderne die Türkei teilweise entlastende Faktoren zu erforschen und darzustellen. Der Beitrag erscheint in dem von Bernhard Rill herausgegebene Band 86 „Türkische Innenpolitik“ der Reihe Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen Band 86 der Hanns Seidel Stiftung. Schirrmacher schreibt: „Ein weniger lautes Verhalten der Türkei hätte wohl verhindert, dass der Genozid an den Armeniern heute in der Wissenschaft als erster Genozid der Moderne diskutiert wird … und in der Genozidforschung eine solch zentrale Rolle spielt. Man muss deutlich sagen: Wäre die Darstellung der Armeniervertreibung nicht so von Seiten der Türkei blockiert, wäre es viel einfacher, sachlich alle Aspekte darzustellen, auch jene Aspekte, die die Türkei teilweise entlasten. Auch die Frage, ob es einen geplanten koordinierten Völkermord oder nur ein in Kauf genommenes Massensterben von Zivilisten des Gegners im Kriegschaos gab, ließe sich besser ohne das innen- und außenpolitische ‚Theater‘ diskutieren“.

 

 

 

Als Beispiel führt er an, dass man sehr wohl statistisch unterscheiden könne, wieviele der Armenier durch die widrigen Umstände von Krieg und Revolution umgekommen seien und wieviele dem Genozid zuzuordnen seien. Schirrmacher ist auch verwundert, dass die türkische Regierung so massiv Ereignisse schönredet, die seine politischen Gegner zu verantworten hätten.

Er schreibt: „Das Verhalten der Türkei ist um so erstaunlicher, als sich zum einen die Gründungserzählung der Republik von 1923 dezidiert vom Osmanischen Reich absetzt und zum anderen sich die islamistisch ausgerichtete Regierung Erdogan dezidiert von der kemalistisch-säkularistischen Ausrichtung der Jungtürken sowie von der Vorgeschichte und den ersten Jahrzehnten der Republik Türkei absetzt“.

{Quelle: www.bucer.org}

 

Downloads und Links:

Eine gedruckte Fassung des Buches kann bei der Hanns Seidel Stiftung bestellt werden: www.hss.de

Das gesamte Buch „Türkische Innenpolitik“ (pdf)

Der Artikel von Schirrmacher als Auszug (pdf)

Cover (jpg)

Seite 84 (jpg)

 

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