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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Bürgerkriegsähnliche Zustände in Tripolis – Libyen hat riesiges Problem mit Milizen 16. November 2013

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 13:18

Demonstranten in Tripolis: Milizen feuern auf Protestzug

In Tripolis sterben Dutzende Menschen bei einer Demonstration gegen die mächtigen Milizen. Hunderte Personen werden verletzt. Während einer Kundgebung schießen bewaffnete Milizionäre in die Menschenmenge. Die libysche Regierung verweist sie der Stadt – nicht zum ersten Mal.

 

 

Helfer kümmern sich um einen verletzten Demonstranten.

 

Bei Schießereien und gewaltsamen Protesten gegen bewaffnete Milizen in der libyschen Hauptstadt Tripolis sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens 32 Menschen getötet und knapp 400 verletzt worden. Es war einer der schwersten Straßenkämpfe seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar Gaddafi. Die libysche Regierung hat derweil sämtliche militante Gruppen der Hauptstadt verwiesen. Ausnahmen würden nicht geduldet, erklärte Ministerpräsident Ali Zaidan. Aufgebrachte Bürger hatten sich zuvor Kämpfe mit Milizionären geliefert und diese zum Verlassen der Hauptstadt aufgefordert. Im Oktober hatte eine Miliz Regierungschef Zaidan selbst mehrere Stunden in ihre Gewalt gebracht. Sie übte damit Vergeltung für die Festnahme eines Al-Kaida-Kommandeurs. Gaddafi war vor zwei Jahren mit Hilfe der Milizen gestürzt worden. Allerdings ist es der neuen Regierung bislang nicht gelungen, die verschiedenen bewaffneten Gruppen aufzulösen oder in die staatlichen Sicherheitskräfte einzugliedern: Viele Kämpfer bleiben ihren Kommandeuren loyal. Zwischen den einzelnen Gruppen kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen. Unter anderem kämpfen sie um die Kontrolle über das lukrative Erdöl des nordafrikanischen Landes.

 

 

 

Angriff mit Luftabwehr-Geschütz

 

Am Freitag waren in Tripolis zunächst Hunderte Anwohner zum Stützpunkt der Milizen marschiert und hatten von ihnen verlangt, die Hauptstadt zu verlassen. Die Kämpfer eröffneten daraufhin das Feuer auf die Menschenmenge, unter anderem mit einem Luftabwehr-Geschütz. Die Anwohner zogen sich zwar zunächst zurück, kehrten jedoch bewaffnet wieder, um die Anlage zu stürmen. Später rückte die Armee an und versuchte, die Gruppen zu trennen. Sie regelte auch die Zufahrtstraßen ab. Die jüngsten Ausschreitungen – die dritten binnen zehn Tagen – werfen ein Schlaglicht auf die Schwäche der Zentralregierung in Tripolis. Das libysche Militär ist noch nicht stark genug, um sich den schwer bewaffneten Gruppen zu stellen. Die anhaltenden Kämpfe in dem Opec-Land und die daraus resultierenden Export-Einbußen hielten am Freitag den Ölpreis hoch. {Quelle: www.n-tv.de}

 

Milizen schießen auf Demonstranten

Dutzende Tote und Hunderte Verletzte

 

Mit einer friedlichen Demonstration wollten Libyer Milizen aus der Hauptstadt Tripolis vertreiben. Doch die Bewaffneten eröffneten das Feuer auf die Menge. Laut Gesundheitsministerium starben mehr als 30 Menschen, knapp 300 wurden verletzt.

 

Tripolis: Milizen haben am Freitag in Libyen das Feuer auf Demonstranten eröffnet, die den Rückzug der Kampfbrigaden aus der Hauptstadt Tripolis forderten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom späten Abend sind mindestens 31 Menschen getötet und 285 weitere verletzt worden, die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf den Ministerpräsidenten von 27 Toten und 235 Verletzten. Zunächst waren geringere Opferzahlen genannt worden. Das Gesundheitsministerium rief die Menschen auf, Blut zu spenden. Imame und der Mufti der Hauptstadt hatten in den Freitagsgebeten hinter den Demonstrationen gegen alle Milizen aufgerufen. Hunderte Bürger waren danach zum Hauptquartier bewaffneter Brigaden marschiert, um diese mit friedlichen Mitteln zu vertreiben. Milizionäre aus der Stadt Misurata hätten bei Ankunft der Demonstranten erst in die Luft, dann auf die Demonstranten geschossen, die zum Teil weiße Fahnen bei sich trugen. Daraufhin stürmten Mitglieder anderer Milizen die Gebäude und steckten sie in Brand.

 

Ministerpräsident Ali Seidan forderte nach den Vorfällen alle Milizen auf, Tripolis zu verlassen. Erst vor einer Woche hatten sich rivalisierende Milizionäre in Tripolis heftige Gefechte geliefert. Dabei war ein Mann getötet worden. Nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 waren die Milizionäre zunächst als Helden gefeiert worden, doch weigern sie sich seitdem, ihre Waffen abzugeben oder sich in die neuen Sicherheitskräfte einzugliedern. Die Milizen bekämpfen sich auch gegenseitig und widersetzen sich der Aufforderung der schwachen Zentralregierung, die Hauptstadt Tripolis zu verlassen. Im Oktober wurde Ministerpräsident Seidan zeitweise von Bewaffneten entführt. {Quelle: www.spiegel.de}

 

One Response to “Bürgerkriegsähnliche Zustände in Tripolis – Libyen hat riesiges Problem mit Milizen”

  1. thomas Says:

    So sieht US amerikanische Zwangsdemokratisierung. Ich glaube das Volk wünscht sich, schon
    längst Gaddafi zurück. Die Verantwortlichen, hierfür sind in den USA und Europa zu suchen.
    Im Irak das Selbe und Syrien wurde nur durch Putin verschont . Eigentlich gehört die amerikanische
    Regierung vor den internationalen Gerichtshof , die Englische und französische ebenso. Die Nato
    hat sich nur nicht getraut Syrien anzugreifen ,weil dann russische Raketen ihr Mirage , Tycons,
    uns F16 vom Himmel geholt hätten.

    Anstand ,Ehrlichkeit , Selbstlosigkeit ,Nächstenliebe gehen zugrunde , während es mir so scheint,
    als ob die Dummheit unsterblich ist.

    BYE BYE
    Konstantinopel


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