kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

KoG – Papst Franziskus: „Sünder ja, Verdorbene nein“! 13. November 2013

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 20:49

Foto: — Daily Readings for Tuesday, 12 November 2013— Those who trust in him shall understand truth,and the faithful shall abide with him in love:Because grace and mercy are with his holy ones,and his care is with his elect.************************************************Reading 1 - Wisdom 2: 23 - 24God formed man to be imperishable;the image of his own nature he made them.But by the envy of the Devil, death entered the world,and they who are in his possession experience it.But the souls of the just are in the hand of God, and no torment shall touch them.They seemed, in the view of the foolish, to be dead;and their passing away was thought an afflictionand their going forth from us, utter destruction.But they are in peace. For if before men, indeed, they be punished, yet is their hope full of immortality; Chastised a little, they shall be greatly blessed, because God tried themand found them worthy of himself.As gold in the furnace, he proved them, and as sacrificial offerings he took them to himself. In the time of their visitation they shall shine, and shall dart about as sparks through stubble; They shall judge nations and rule over peoples, and the Lord shall be their King forever.Those who trust in him shall understand truth,and the faithful shall abide with him in love:Because grace and mercy are with his holy ones,and his care is with his elect.************************************************Responsorial Psalm - Psalms 34: 2 - 3, 16 - 19R. (2a) I will bless the Lord at all times.I will bless the LORD at all times;his praise shall be ever in my mouth.Let my soul glory in the LORD;the lowly will hear me and be glad.R. I will bless the Lord at all times.The LORD has eyes for the just,and ears for their cry.The LORD confronts the evildoers,to destroy remembrance of them from the earth.R. I will bless the Lord at all times.When the just cry out, the LORD hears them,and from all their distress he rescues them.The LORD is close to the brokenhearted;and those who are crushed in spirit he saves.R. I will bless the Lord at all times.************************************************Gospel - Luke 17: 7 - 10Jesus said to the Apostles:“Who among you would say to your servant who has just come in from plowing or tending sheep in the field, ‘Come here immediately and take your place at table’?Would he not rather say to him, ‘Prepare something for me to eat. Put on your apron and wait on me while I eat and drink. You may eat and drink when I am finished’?Is he grateful to that servant because he did what was commanded? So should it be with you.When you have done all you have been commanded, say,‘We are unprofitable servants; we have done what we were obliged to do.’”************************************************https://www.facebook.com/PopeFrancisPage#Romans #Wisdom #Psalms #Luke #Christian #Bible #Catholic #PopeFrancis #Pope #Papa #God #Assisi #Faith #Rembrandt #Temptation #PopeFrancis

Der Christ, der ein Doppelleben führt, ist wie ein außen schön gestrichenes Grab voller Knochen, Schmutz und Verwesung. Er verdient es, mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen zu werden.

 

Rom (kath.net/as): Jesus wird es nicht müde, zu vergeben, und rät uns, ebenso zu tun. Papst Franziskus ging bei seine Betrachtungen in der Predigt bei der heutigen heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ von der Ermahnung Jesu im Tagesevangelium aus, dem reuigen Bruder zu vergeben (vgl. Lk 17,1-6). Wenn Jesus fordere, siebenmal am Tag zu vergeben, zeichne er ein Bild von sich selbst. Jesus „vergibt“, aber sage gleichzeitig: „Es ist unvermeidlich, dass Verführungen kommen. Aber wehe dem, der sie verschuldet“ (V. 1). Er spreche nicht von der Sünde, sondern vom Ärgernis und Skandal, was etwas anderes sei. Dabei füge Jesus hinzu: „Es wäre besser für ihn, man würde ihn mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer werfen, als dass er einen von diesen Kleinen zum Bösen verführt“ (V. 2). Der Papst fragte sich, worin der Unterschied zwischen sündigen und verführen besteht: „Der Unterschied ist der, dass – wer sündigt, es bereut und um Vergebung bittet – sich schwach fühlt, sich als Kind Gottes fühlt, sich erniedrigt und von Jesus sein Heil erbittet. Der andere aber, der Verführer, der Ärgernis erregt – was erregt Ärgernis? Dass er es nicht bereut. Er sündigt weiter, aber tut so, als sei er ein Christ: ein Doppelleben. Und das Doppelleben eines Christen ist übel, so übel. ‚Aber ich bin doch ein Wohltäter der Kirche! Ich lege Hand an den Geldbeutel und gebe der Kirche’. Doch die andere Hand bestiehlt: den Staat, die Armen… sie stiehlt. Er ist ein Ungerechter. Das ist das Doppelleben. Und dieser verdient es – das sagt Jesus, nicht ich –, dass man ihn mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer wirft. Hier spricht er nicht mehr von Vergebung“.

 

Dies sei so, weil jene Person täusche, „und wo Täuschung ist, ist der Geist Gottes abwesend. Das ist der Unterscheid zwischen dem Sünder und dem Verdorbenen“. Wer ein Doppelleben führe, sein ein Verdorbener, ein Korrupter. Anders sei der, der sündigt und nicht mehr sündigen möchte, aber schwach sei und zum Herrn gehe und ihn um Vergebung bitte. Diesen Menschen habe der Herr gern, er begleite ihn und bleibe bei ihm: „Und wir müssen uns Sünder nennen, ja, alle hier sind es, nicht wahr? Verdorben – nein. Der Verdorbene bleibt fest in einem Zustand der Selbstgenügsamkeit, er weiß nicht, was Demut ist. Jesus sagte von diesen verdorbenen Menschen: ‚Ihr seid wie die Gräber, die außen weiß angestrichen sind und schön aussehen; innen aber sind sie voll Knochen, Schmutz und Verwesung’ (vgl. Mt 23,27). Und ein Christ, der sich rühmt, Christ zu sein, aber kein christliches Leben führt, ist einer dieser Verdorbenen… Alle kennen wir jemanden, der sich in dieser Situation befindet, und wie sehr schadet das der Kirche! Verdorbene Christen, verdorbene Priester… Wie sehr schaden sie der Kirche! Denn sie leben nicht nach dem Geist des Evangeliums, sondern nach dem Geist der Weltlichkeit“.

 

Der Heilige Paulus sage dies klar in seinem Brief an die Römer: „Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken“ (Röm 12,2). Mehr noch: der griechische Originaltext sei noch stärker, so Franziskus, da er sage: „Tretet nicht in die Schemata dieser Welt, in die Parameter dieser Welt ein!“ – Schemata, die diese Weltlichkeit seien, die zum Doppelleben führe: „Eine schön lackierte Verwesung: das ist das Leben des Verdorbenen. Und Jesus sagte nicht einfach ‚Sünder’ zu solchen, er nannte sie ‚Heuchler’. Und wie schön ist es doch bei dem anderen, nicht? ‚Und wenn er sich siebenmal am Tag gegen dich versündigt und siebenmal wieder zu dir kommt und sagt: Ich will mich ändern!, so sollst du ihm vergeben’ (Lk 17,4). Das ist es, was er mit den Sündern macht. Er wird es nicht müde, zu vergeben, allerdings zu dieser einen Bedingung: kein Doppelleben führen zu wollen, reuig zu ihm zu gehen: ‚Vergib mir, Herr, ich bin ein Sünder!’. ‚Geh weiter, geh weiter, ich weiß es’. Und so ist der Herr. Bitten wir heute den Heiligen Geist um die Gnade, die jeder Täuschung entflieht, bitten wir um die Gnade, uns als Sünder zu erkennen: wir sind Sünder. Sünder ja, Verdorbene nein“ {Quelle: kath.net – Von Armin Schwibach}

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

In einer Zeit, in der Jesu Worte solange fehlinterpretiert werden, dass sie an Kraft und Inhalt einbüßen, tut es gut, dass der Papst in dieser Zeit die Interpretation des Christseins in den Mund nimmt. Der Papst stiehlt Jesus nicht die Show, im Gegenteil: er lenkt von sich ab, indem er sagt, dass nicht er dies sage, sondern Jesus selbst, „…das sagt Jesus, nicht ich“. Wir Christen in den europäischen Kirchen haben uns daran gewöhnt, auf Geheiß von Priestern zu glauben, dass Jesus alles vergibt. Ja, das tut er, wenn die Reue ehrlich ist und das Bestreben vorhanden ist, die Fehler abzustellen. Der Papst unterscheidet ganz im Sinne Jesu den Sünder vom Verdorbenen. Der Sünder bittet ehrlich um Vergebung, der Verdorbene handelt zwar sündig, benutzt seine Sünden des Stolzes aber für sein eigenes Fortkommen als Christ zur Aufpolierung des eigenen Christenimages. Im Grunde benutzt er christliche Handlungen, macht sie angeberisch öffentlich und meint damit, ein guter Christ zu sein. Er will sich mittels christlicher Werke vor den Anderen profilieren und zeigen wie gut er doch als Christ ist. Dabei merkt er nicht einmal, dass ihm die Demut abhanden gekommen ist. Christlich in aller Stille handeln, fällt heute vielen Christen so schwer. Sie wollen gesehen werden. Der Papst nimmt die Worte Jesu in der Bibel ernst, was viele Geistliche in der Kirche leider dann nicht mehr tun, wenn ihnen eine Wort Jesu nicht in ihr Softchristentumbild passt.

 

Jesus wird nicht müde, zu vergeben, wenn der Sünder ihn darum demütig bittet. Aber derjenige, der strukturelle Sünden der „christlichen Angeberei“ begeht, die er nicht einmal mehr als Sünde ansieht und diese somit auch nicht mehr als solche erkennt, bittet auch nicht um Vergebung, sondern hat sie bereits verinnerlicht und verführt andere, ebenso zu handeln. Bitten wir um Gnade, uns als Sünder zu erkennen. Wir denken da an den Pharisäer, der sich dem Zöllner im Tempel religiös überheblich überlegen fühlte. Dieser handelte ungerecht, der Zöllner gerecht, weil er in aller Zerknirschung Gott um Vergebung bat. Harte Worte Jesu, wenn wir an die Sache mit dem Mühlstein denken! Hier zeigt er einmal mehr, dass Christsein eben ein Akt der Demut ist und niemals ein Akt überheblichen Stolzes sein kann. Ein Wort, dass für einen Christen innere Orientierung geben kann, wenn er sie denn ernst nimmt. Uneigennützige Liebe zu geben, ist nicht leicht. Liebe um Jesu Willen, uneigennützige Liebe um des Nächsten willen, nicht Liebe, die das eigene Image, das eigene Ich aufpoliert, ist gefragt.

 

Wenn wir aber uneigennützig lieben,

kehrt die Freude, nicht der Stolz, in das eigene Herz zurück.

 

 

2 Responses to “KoG – Papst Franziskus: „Sünder ja, Verdorbene nein“!”

  1. Ibrahim Says:

    DAS NEUE LEHRSCHREIBEN VON PAPST FRANZISKUS!

    ALLE SOLLTEN ES MAL LESEN!

    Klicke, um auf papa-francesco_esortazione-ap_20131124_evangelii-gaudium_ge.pdf zuzugreifen


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