kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Schüler kämpfen in Syrien – Märtyrer-Tweets 9. November 2013

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 14:40

 

Religiöse Fanatiker rekrutieren in Frankfurt junge Männer für den Dschihad. Von sechs Frankfurter Schulen haben sich nach Angaben von Innenminister Boris Rhein (CDU) einzelne Schüler auf den Weg nach Syrien gemacht, um dort im Bürgerkrieg zu kämpfen.

 

Wiesbaden: Mit großer Sorge betrachtet Innenminister Boris Rhein (CDU) den Einfluss von salafistischer Hasspropaganda in Hessen. Eine Reihe junger Leute aus dem Rhein-Main-Gebiet sei für islamistische Gruppierungen in den Bürgerkrieg nach Syrien gezogen, berichtete der Minister am Freitag in Wiesbaden. Insgesamt neun „Frankfurter“ Schüler seien ausgereist, um sich an den Kämpfen zu beteiligen – davon allein vier von einer einzigen Schule. Zuvor hätten religiöse Fanatiker dort Jugendliche mit einem Propagandastand und dem Verteilen des Koran umworben. Insgesamt seien sechs Frankfurter Schulen von Fällen betroffen, in denen junge Leute sich auf den Weg nach Syrien gemacht hätten, fügte Rhein hinzu. Er wollte nicht sagen, um welche Schulen es sich handele. Es gehe um weiterführende Schulen, insbesondere Berufsschulen. Die Schüler und eine Reihe etwas älterer Extremisten reisten meistens „bei Nacht und Nebel“ aus, ohne ihrer Familie eine Nachricht zu hinterlassen. Minister Rhein rief Lehrer, Eltern und andere Beteiligte auf, sich an die Polizei zu wenden, wenn sie auffällige Veränderungen bei jungen Leuten beobachteten. „Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig zur Polizei gehen“, sagte er. Insgesamt kennen die Behörden nach Rheins Angaben 210 junge Leute in Deutschland, die zum Krieg nach Syrien gereist sind, den sie zum „Heiligen Krieg“ (Dschihad) erklärt hätten. In Hessen seien es 30 Betroffene, davon 23 aus dem Rhein-Main-Gebiet.

 

 

 

In drei Fällen Ausreise verhindert

 

Diese Gruppe haben sich die Sicherheitsbehörden genauer angeschaut. Danach sind drei der Islamisten Frauen, die übrigen 20 Männer. Der jüngste Betroffene sei erst 16 Jahre alt, der älteste 34. Die meisten Teilnehmer hätten das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet. 80 Prozent der Ausgereisten seien in Deutschland geboren, zwei Drittel besäßen die deutsche Staatsbürgerschaft. Es handele sich bis auf einen Fall durchweg um Heranwachsende mit Migrationshintergrund. In drei Fällen sei es den Sicherheitsbehörden gelungen, eine Ausreise zu verhindern. Weitere drei junge Männer seien aus Syrien wieder zurückgekehrt. Landespolizeipräsident Udo Münch sagte, man beobachte diese Personen intensiv. Rhein ergänzte, es sei nicht immer bekannt, ob die Rückkehrer sich von der extremistischen Ideologie abgewandt hätten oder auch in Deutschland eine Gefahr darstellten. {Quelle: www.fr-online.de – Von Pitt von Bebenburg}

 

 

 

 

 

Märtyrer-Tweets

 

Islamisten in Syrien veröffentlichen auf Twitter Todesbilder der „Märtyrer“, um für den Kampf zu werben!

 

Islamisten oder andere Gotteskrieger, die an ein und eben sogar an ein besseres Leben nach dem Tode glauben, haben gegenüber weniger religiösen oder ideologisch hochgeladenen Kämpfern/Soldaten einen entschiedenen Vorteil. Für sie ist wie bei einem Selbstmordanschlag der Tod im Kampf der direkte Schritt ins Paradies, wo sie als Märtyrer nicht nur angeblich automatisch Zugang haben, sondern sich ihres himmlischen Lebens mit sehr irdischen Glücksversprechungen erfreuen können. Abu Dujan al-Afgani, der auf einem Video die Verantwortung für die Anschläge auf die Pendlerzüge in Madrid 2004 für al-Qaida reklamierte, brachte die Einstellung klar zum Ausdruck: „Ihr wollt Leben, wir wollen den Tod“. Selbstmordattentäter haben einen großen Nachteil. Ist der Anschlag gelungen, sind sie nicht nur tot, sondern ist ihr Körper auch verstümmelt und zerfetzt. Eine unansehnliche Masse, was auch von den Islamisten nicht gezeigt wird. Sie ziehen daher Aufnahmen und Videos vor, die vor dem Tod aufgenommen wurden und als Gedächtnisbilder dienen sollen. Es geht dabei nicht nur um künftige Rekruten, die ihr Leben dem angeblich heiligen Zweck opfern sollen, sondern auch um das Denkmal, das für die scheinbare Elite der Todesmutigen bei den Überlebenden errichtet wird. Unbedingte Entschlossenheit ist aber erforderlich, wird den Auserwählten, die es wagen, von al-Awlaki, dem amerikanischen Imam, der im Jemen mit einem Drohnenangriff getötet und damit zum Märtyrer geadelt wurde, eingetrichtert, um zum Höchsten zu gelangen: Du kämpfst solange weiter, bis du zum Märtyrer wirst. Du beginnst deinen Tag in dieser Welt und am Ende des Tages bist du bei Allah.

 

Nur der Tod trennt den Dschihadisten vom Paradies. Da wird nicht unbedingt mit willigen Jungfrauen und Honig gelockt, aber doch schon kräftig die Werbetrommel gerührt: Den Märtyrer erwarten Freuden, die noch kein Auge gesehen, die noch kein Ohr gehört und kein Geist gedacht hat: Ein ewiges Leben in Freude und Glück, frei von Sorgen und Schwierigkeiten. Meist handelt es sich um junge Menschen, deren Körper noch ansehnlich ist. Auch die Frühchristen stürzten sich in Mengen ins Märtyrertum, um schnell und sicher in den Himmel zu gelangen. Wurden sie gefoltert, zerstückelt, verbrannt, so sahen sie ebenso wenig himmlisch aus wie die Körper der Siechen und Alten. Daher wurde der Eintritt ins Paradies mit der Vorstellung verbunden, in ebenso einem makellosen Körper aufzuerstehen, wie ihn Jesus hatte, als er im besten Mannesalter gekreuzigt und mit verklärtem Körper zum Gott wurde – wobei allerdings die Wundmale als Andenken und Zeichen des Leidens blieben. Dschihadisten, die im Kampf getötet werden und deren Körper, abgesehen von den Wundmalen, die verklärend wirken, weiterhin vorzeigbar ist, taugen besser zur Propaganda. Und die setzt derzeit, wahrscheinlich primär um Rekruten für das Kriegsabenteuer zu werben und Kämpfer zu halten, auf verklärende Todesbilder – die beispielsweise über Twitter veröffentlicht werden.

 

 

 

Man sollte nicht vergessen, dass die vielen jungen muslimischen Männer, die in den Dschihad ziehen, nicht unbedingt von den religiösen Versprechungen überzeugt, sondern das Abenteuer, das Risiko und auch die Aufmerksamkeit suchen, sie wollen ihrem Leben einen Sinn geben – und das geht nicht nur im Islam, sondern auch in anderen Ideologien am besten durch die Demonstration der Selbstlosigkeit, indem man sich und sein Leben für das „Gute“ opfert. Das schafft moralische Größe gegenüber den egoistischen, im Alltag und Irdischen verstrickten Menschen, die an nichts glauben als an ihre materiellen Interessen und alles andere verraten. Schon seit einiger Zeit verbreiten die Islamisten in Syrien Todesbilder der getöteten Kämpfer, die aus aller Welt gekommen waren, um am große Abenteuer teilzunehmen, bei dem man sein Leben aufs Spiel setzt und dem Feind sein Leben nimmt. Das Middle East Media Research Institute, eine keineswegs neutrale Institution, die Aufklärung durch Übersetzungen von islamistischen Texten leisten will, hat einige dieser Todesbilder gesammelt und im Juli weiter veröffentlicht. Daraus hat die Washington Post aufmerksam gemacht, um zu zeigen, wie intensiv die Gotteskämpfer die Sozialen Netzwerke nutzen. Nach Memri werden die Bilder oft retweeted, in den letzten Monaten sei zudem die Zahl der Märtyrer-Tweets stark angestiegen, während sie bis Februar, als man das erste Mal Beispiele von Märtyrer-Tweets veröffentlichte, eher selten gewesen seien. Memri meint, dass junge Menschen, wenn sie diese Märtyrer-Bilder ansehen, sagen: „Ich könnte dieser Typ sein.“ Die im Kampf Getöteten seien für sie Helden.

 

 

„The martyred leader, Allah willing, Sulaiman. The scent of musk did not cease to emanate from him – may Allah bless him – may Allah accept him“.

 

Zumindest wird dieser Totenkult zelebriert. Inwieweit er wirksam ist, ist eine andere Frage. Vermutlich werden Bilder von schwer bewaffneten Kämpfern und Erfahrungen mit diesen, wenn sie wie Ritter in den Städten und Dörfern auftauchen und ihre Macht demonstrieren, stärker wirken. Wenn Jugendliche und junge Männer in den westlichen Ländern auf den Abenteuerspielplatz Syrien schauen, wo es um Leben und Tod, um die Entscheidungsschlacht und die Verteidigung der eigenen Identität als sunnitischer Muslim zu gehen scheint, dann könnte sie dies verleiten, aus dem langweiligen Leben ohne große Zukunft in das schnelle, gefährliche, heroische und wirkliche Leben, in den Abenteuerurlaub, in einen Aufbruch ohne Rückfahrticket einzutauchen. Der Tod, die Irreversibilität gehört dazu ebenso wie die Hoffnung, wenigstens als Toter zumindest einmal größere Aufmerksamkeit zu finden und erinnert zu werden. Das verbindet die islamischen Kämpfer und Selbstmordattentätern mit den Amokläufern.

 

 

Was lässt sich dem Todeskult und dem Abenteuer des Kriegs, die nur indirekt mit der jeweiligen Religion, Ideologie oder Nation zusammenhängen, entgegensetzen? Extremsportarten, Drogen und Alkohol, Sex und Zocken, Computerspiele und anderweitig simuliertes Risiko? Allerdings war es auch immer so, dass dort, wo Unterdrückung wirklich oder vermeintlich herrscht oder droht, junge Menschen aufstehen und kämpfen. Beispielsweise sind auch viele junge Menschen nach Spanien gereist, um im spanischen Bürgerkrieg den Republikanern gegen die Faschisten zu unterstützen (No Pasaran). Auch sie kämpften vermeintlich für die gute Sache und suchten gleichzeitig das Abenteuer, die Flucht vor dem normalen Leben. {Quelle: www.heise.de}

TELEPOLIS

 

3 Responses to “Schüler kämpfen in Syrien – Märtyrer-Tweets”

  1. e Says:

    DIE HAMMER – NACHRICHT ZUM WOCHENENDE

    MOSKAU, 09. November (RIA Novosti).

    Die syrische Zelle der internationalen Organisation Muslimbrüder wird am kommenden Dienstag die Gründung einer politischen Partei bekanntgeben, zu deren Vizechef ein christlicher Geistlicher wird, teilt die Webseite des TV-Senders Al Arabia unter Berufung auf die in London erscheinende arabische Zeitung „Asharq al-Awsat“ mit.
    Wie Ali Bayanouni, ein Spitzenvertreter der Muslimbrüder in Syrien, mitteilte, wird die Partei den Namen Partei der nationalen Verfassung und Freiheit, kurz Waad (arabisch: Versprechen), bekommen. Die Partei wird sich voraussichtlich zu einem Drittel aus Vertretern der Muslimbrüder, zu einem anderen Drittel aus Vertretern anderer islamischer Bewegungen und zu den restlichen 30 Prozent aus liberalen und nationalistisch gesinnten Politikern zusammensetzen.
    Die Partei Waad wird von Mohammad Walid geleitet, der eine Hochschulbildung in Großbritannien bekommen hat. Wie Bayanouni mitteilte, wird die Partei „für Gleichberechtigung, Gerechtigkeit, Würde und Freiheit“ des Volkes Syriens kämpfen und die Herstellung demokratischer Mechanismen in Syrien anstreben. „Die Spitzenvertreter der Partei haben vereinbart, die Prinzipien von Demokratie und Freiheit für unser Volk einzuhalten und für niemanden eine Ausnahme zu machen“, betonte er.
    Die Vereinigung Muslimbrüder war 1928 in Ägypten mit dem Ziel gegründet worden, einen islamischen Staat in Ägypten herzustellen. Später tauchten ihre Abteilungen in Syrien, Jordanien und in den palästinensischen Gebieten auf. Die Muslimbrüder streben die Herstellung islamischer Regimes in allen Ländern mit mehrheitlich moslemischer Bevölkerung an.
    In Ägypten wurden die Muslimbrüder indessen offiziell aufgelöst.

  2. e Says:

    Die syrische Zelle der internationalen Organisation Muslimbrüder wird am kommenden Dienstag die Gründung einer politischen Partei bekanntgeben, zu deren Vizechef ein christlicher Geistlicher wird, teilt die Webseite des TV-Senders Al Arabia unter Berufung auf die in London erscheinende arabische Zeitung „Asharq al-Awsat“ mit.

    :::WEITER BRAUCHT MAN GAR NICHT ZU LESEN :::::

    • Andreas Says:

      hab ich auch schon zur kenntnis genommen – ein armseliges feigenblättchen für die propagandashow der rebellen. würd mich nicht wundern, wenn westliche „funktionäre“ dies miteingefädelt hätten – letztes aufgebot, die öffentlichkeitszustimmung für die umstürzler nochmal zu pushen?…


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s