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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Tommy Robinson: Ich will einen „Do-Tank“ um Bürgerkrieg zu vermeiden! 6. November 2013

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 19:00

Im März dieses Jahres hatte sich der ehemalige Vorsitzende der English Defence League, Tommy Robinson, dazu entschieden die „Nazi-Deppen„, die seine Bewegung gekapert hatten, hinter sich zu lassen, und eine anderen Weg zu beschreiten.

 

In einem Interview mit Dispatch International erläutert er, was er tun will, um in Großbritannien einen Bürgerkrieg zu vermeiden. Der Weggang von der EDL von Tommy Robinson und seinem Vetter Kevin Carroll und seine Zusammenarbeit mit der Quilliam Foundation – die nach einem englischen Konvertiten benannt wurde, der die erste Moschee in Großbritannien gebaut hat – hat eine Menge Verwirrung und Ärger erzeugt. Hatte der charismatische Arbeiterführer seinen Kampf gegen die Islamisierung Großbritanniens aufgegeben? Hatte er sich letztlich dem immensen Druck gebeugt, auch von den Behörden, die Methoden anwendeten, die von polizeilichen Schikanen bis hin zu finanziellem Ruin und Gefängnisstrafen reichten? Absolut nicht, sagt Tommy Robinson. Er ist so unerschütterlich wie immer und weiß genau, was er tun will, um sein Land zu retten.

 

TR: Wir könnten noch die nächsten 20 Jahre auf die Straße gehen und demonstrieren, bis es einen Rassenkonflikt gibt. Aber ich will keinen Konflikt, weil es unser Besitz ist, der in Flammen aufgehen wird. Es werden unsere Familien sein, die angegriffen werden. Wir müssen diese letzte Chance nutzen, bevor dies geschieht.

Die Menschen, die den Bürgerkrieg in Nordirland durchlebt haben, sagen uns, dass man gar nicht ermessen kann, wie sehr man es ablehnt. Wenn der Bürgerkrieg beginnt, wird er nicht mehr aufhören. Es ist das Schlimmste überhaupt, Krieg mit deinen Nachbarn, sagt Tommy Robinson, der zum Teil irische Wurzeln hat. Robinson übt vernichtende Kritik an der britischen politischen Klasse, die sich weigert, das Abgleiten des Landes in blutige Auseinandersetzungen unter den Bürgern zu verhindern.

 

 

 

TR: Was haben sie getan, um es zu verhindern? Nichts! Wenn die Probleme nicht gelöst werden und die Gesellschaft im Kern gesund bleibt, dann werden die Menschen in die Hände der Rechtsextremisten getrieben. Vierzig Prozent der britischen Bürger glauben heute, dass es in einem Bürgerkrieg enden wird. Wie will man diesen „gesunden Kern“ schaffen?

Ich muss noch viel lernen, aber ich bin davon überzeugt, dass ich eine neue Organisation aufbauen muss. Es wird kein „Think-Tank“ werden sondern ein „Do-Tank“, der der Arbeiterklasse eine Stimme in diesem Land geben wird. Es sind die Kinder der weißen Arbeiterklasse in diesem Land, die in der Schule am häufigsten versagen. Sie sind sogar noch schlechter als die muslimischen Kinder. Das liegt daran, dass unsere Kultur ständig unter Beschuss steht. Sie wissen nicht mehr, wer sie sind. Sie wissen nicht mehr, woher sie kommen. All das wurde nicht mehr an sie weiter vererbt. Wir müssen ihnen ihren Stolz wiedergeben, sie müssen wissen, wer sie sind und sie müssen stolz auf ihre Gemeinschaft sein. Man sollte sich keine Minute lang dessen schämen was man ist. Die Arbeiterklasse hatte und hat keine Stimme. Auch wenn es nur um Kleinigkeiten geht, wie die stückweise Abschaffung des Weihnachtsfests. Es muss eine Organisation geben, die den normalen Menschen eine Stimme gibt. Aber um dies auf den Weg zu bringen benötigen wir die Unterstützung der Mehrheit der Gesellschaft. Ohne Zweifel, so Tommy Robinson, werde die EDL weiter bestehen, aber ohne ihn. Es sind eine Menge Gruppierungen am rechten Rand entstanden, die absoluter „Abschaum“ sind und sie werden niemals dazu beitragen die Probleme Großbritanniens zu lösen. Man sollte auch nicht auf die Politiker setzen, obwohl sie sich jetzt, nachdem er die EDL verlassen hat, positiver zu Robinsons Ideen äußern.

 

From 2012

 

TR: Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem was ich sagen kann und dem was Politiker sagen können. Wenn ich heute mit einem Politiker in einem TV Studio zusammensitze, dann wird er mit mir vielleicht nicht einer Meinung sein, aber wenn die Kameras aus sind, zeigt er mir beide hoch erhobenen Daumen. Das machen auch viele Journalisten, die mich früher zerrissen haben.

Du willst keine politische Partei aufbauen?

TR: Nein, nein. Wir wollen etwas Großes erschaffen, wo wir alle einladen werden mitzumachen, auch alle Führungspersönlichkeiten. Genau das werden wir tun und so werden wir es machen. Ich glaube, dass die Menschen uns eher finanziell unterstützen wollen als die EDL. Die EDL erhält 10 oder 20 Pfund an Spenden. Wie zum Teufel wollen wir damit gegen die am besten finanzierte Ideologie der Welt angehen?

 

Die Ideologie, die Tommy meint, ist der Islam. Aber er erkennt auch an, dass es Muslime gibt, die guten Willens sind und die es satt haben von selbsternannten muslimischen Sprechern vertreten zu werden, so wie er auch.

TR: Es gibt einen Kampf innerhalb des Islams in dem die anständigen Muslime gegen extremistische Organisationen kämpfen. In diesem Land gibt es 4 Millionen Muslime. Was wollen wir mit denen machen? Wenn wir sie dem extremistischen Einfluss entreißen können, dann sollten wir das tun. Wir denken, wir stehen in der ersten Reihe, aber es sind einige Muslime, die dies ausfechten. Es gibt Muslime, die in diesem Land leben, die völlig friedlich sind, aber nicht wissen, wohin sie sich wenden können. Nach 7/7 [dem 7. Juli 2005, als es die Terroranschläge in London gab] wurde eine Task Force eingesetzt. Ein muslimisches Mitglied dieser Gruppe sagte mir, dass 80% der muslimischen Mitglieder Extremisten seien. Die britische Regierung arbeitet immer noch mit dem Muslimrat von Großbritannien zusammen, obwohl er nur 6% der britischen Muslime repräsentiert.

 

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Wie willst du die Kontrolle über deine neue Organisation erreichen und verhindern, dass sie von der Art Menschen unterwandert wird, die die EDL zerstört haben?

TR: Ich werde verantwortlich sein. Ich habe aus den Fehlern mit der EDL gelernt. Wenn man die Fäden nicht in der Hand hält, dann verschwendet man seine Zeit mit Machtkämpfen im Innern.

 

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Tommy Robinson, ‘former’ EDL leader, attacked in Luton while filming documentary

 

Wie kannst du, ein Junge aus der Arbeiterklasse aus Luton, – das ist nicht gerade der Mittelpunkt des Universums – wie kommst du dazu zu denken, du könntest irgendetwas ändern?

TR: Wir haben die Unterstützung der Arbeiterklasse. Als wir mit der EDL begannen, dachte ich gar nicht daran etwas verändern zu können. Darum habe ich eine Maske getragen und habe einen anderen Namen benutzt. Die ersten 12 Monate hoffte ich, dass jemand kommen würde, der einen Plan hatte. Wir wussten nicht was genau wir taten, aber es musste gemacht werden.

Da niemand einen Plan parat hatte, scheint es nun so zu sein, dass Tommy Robinson selbst einen Plan entwickeln muss. Und er wird nicht aufgeben.

TR: Nein, ich kann nicht aufhören. Es ist zu wichtig, zu wichtig.

 

EuropeNews • 6 November 2013
Original: Tommy Robinson plans to avert civil war: a do tank not a think tank, Dispatch International
Übersetzt von EuropeNews

 

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