kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

In Saarbrücken und Mainz berichten Katholiken über Ägyptens Kopten 28. Oktober 2013

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 17:44

 „Von mir aber sei es ferne, mich zu rühmen, als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus

(Galater – Kapitel 6:14)

 

Monsignore Schroedel berichtet über seine Missionsarbeit in Ägypten

 

Es ist eine regelrechte Tournee, auf der sich Monsignore Joachim Schroedel derzeit im Bistum Mainz befindet. Am Samstag war er im katholischen Gemeindezentrum St. Jakobus zu Gast, um über seine Missionsarbeit in Ägypten zu berichten. „Das ist ja fast alles Original“, freute sich Schroedel über das zubereitete arabische Büfett. So ein gemeinsames Essen habe es bisher noch nicht bei seinen Besuchen in den Pfarrgemeinden gegeben, lobte er die Nauheimer Organisatoren. Der 59-Jährige zeigte sich dabei als ausgezeichneter Kenner der arabischen Küche.

 

Monsignore Joachim Schroedel informierte im katholischen Pfarrzentrum St. Jakobus Nauheim über die Missionsarbeit in Ägypten. Dazu gab es ein arabisches Büfett. 	Foto: Detlef Volk

Monsignore Joachim Schroedel informierte im katholischen Pfarrzentrum St. Jakobus Nauheim über die Missionsarbeit in Ägypten. Dazu gab es ein arabisches Büfett.

 

 

Spende für das Essen

 

Das Essen stand allerdings nicht im Vordergrund des Besuchs, wie die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elisabeth Gulla erzählt. Im Austausch mit der Gemeinde soll etwas über die Missionsarbeit erfahren werden. Mit einer kleinen Spende fürs Essen unterstützt St. Jakobus zudem das Projekt der „Müllmenschen“ von Monsignore Schroedel. Nicht alle Besucher der Vorabendmesse interessierten sich aber für die Missionsarbeit. Während die Kirche sehr gut besucht war, fanden anschließend nur rund 35 Gläubige den Weg ins Pfarrzentrum. Dort warteten neben dem Büfett fürs gemeinsame Abendessen auch Schautafeln und ein Bildervortrag über Kairo auf die Besucher. Schroedel wurde in Mainz geboren und lebt seit 18 Jahren in Kairo. Mit einem arabischstämmigen Besucher der Veranstaltung wechselte der freundliche und ausgesprochen fröhliche Mann gleich einige Worte in der Heimatsprache, bevor er sich der Gruppe im Gemeindesaal zuwandte.

 

 

 

 

Die Christen sind eine klare Minderheit in Ägypten. Rund 20 Millionen der 80 Millionen Ägypter gehören dem Christentum an, die meisten sind Kopten. Die Zahlen über den Anteil der Christen schwanken allerdings, wie Schroedel erzählt. Der deutschsprachigen Gemeinde in Kairo gehörten nur rund 2000 Gläubige aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Schroedel berichtete im Rahmen der Missio-Aktion der katholischen Kirche zum Sonntag der Weltmission über seine Arbeit. Sie steht unter dem Motto „Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben“. Schroedel ist Seelsorger für die deutschsprachige katholische Gemeinde in Kairo, aber auch zuständig für ganz Ägypten sowie Syrien, Jordanien, Libanon, Sudan und Äthiopien. Persönlich setzt er sich vor allem für die sogenannten „Müllmenschen“ ein. Das Projekt „Moytamadeia“, in das auch die Nauheimer Spende fließt, sorgt für die Bildung der Menschen, unterhält eine Nähschule und eine Werkstatt. Betreut werden inzwischen rund 600 Familien. Viele von ihnen verdienten ihren geringen Lebensunterhalt mit dem Durchwühlen des Mülls nach Wertstoffen auf der benachbarten Deponie, erzählte Schroedel. {Quelle: www.main-spitze.de – Von Detlef Volk}

 

 

 

 

 

Hoffnung auf einen neuen Frühling für die Menschen

 

Dr. Maged Yanni informierte in Saarbrücken zur Lage in Ägypten

 

Saarbrücken/bt): Die aktuellen Konflikte in Ägypten sind Auseinandersetzungen zwischen einer kleinen fanatischen und gewaltbereiten Minderheit und dem großen Rest der ägyptischen Bevölkerung. Von Dr. Maged Yanni, Arzt und Geschäftsführer einer koptisch-katholischen Hilfsorganisation in Oberägypten, gab es am 24. Oktober in Saarbrücken Informationen aus erster Hand zur Lage in Ägypten, zur Hoffnung der Menschen und zur Situation der christlichen Minderheit. Yanni, derzeit als Gast des katholischen Hilfswerkes „Missio“ auf Tour durch deutsche Bistümer, sprach auf Einladung der Pfarrei St. Josef in Saarbrücken. Nach Darstellung des 62-jährigen Mediziners erhofft sich die Bevölkerung von der derzeit neu erarbeiteten demokratisch-zivilen Verfassung eine Verbesserung ihrer Lebenssituation. In dem 50-köpfigen Gremium das derzeit die neue Verfassung erarbeitet, seien auch die Christen vertreten. Yanni erwartete die Vorlage der neuen Verfassung für Mitte November und eine deutliche Zustimmung der Bevölkerung im anschließenden Votum. Danach könne nach den Neuwahlen zum Parlament Anfang 2014 auch ein neuer Frühling für die Menschen in Ägypten beginnen. Die Herausforderungen seien groß: 40% der Menschen lebten unter der Armutsgrenze, die Arbeitslosigkeit bei jungen Leuten liege zwischen 25 und 27%, Bildungs- und Gesundheitswesen seien nicht gut entwickelt.

 

 

 

Von den derzeit fast 90 Millionen Einwohnern am Nil sind – nach Yanni – rund 12 bis 15 Prozent christlich, die meisten sind Kopten. Die rund 250.000 katholischen Christen seien zwar eine kleine Gruppe, ihre gesellschaftliche Arbeit sei aber sehr anerkannt, sagte Yanni. Der frühere Arzt berichtete vom Engagement seiner Gesellschaft für Erziehung und Entwicklung in Oberägypten, die dort in den ärmeren Regionen unter anderem 35 Schulen betreibt. Diese Schulen mit anerkannt hohem Standard, wie auch die anderen Einrichtungen der katholischen Nichtregierungsorganisation, seien für Christen und Muslime offen. Unterhalten werden auch „Parallelschulen“ für Mädchen, damit die ihre schulische Ausbildung nachholen können um später in das normale Schulsystem einzusteigen. Zu den Projekten der Katholiken in Oberägypten gehören auch Gesundheitsprogramme, Angebote zur Integration von Menschen mit Behinderung, zur Alphabetisierung von Erwachsenen, zum Aufbau von kleinen handwerklichen Betrieben und zur Vergabe von Kleinkrediten mit Beratung zum Aufbau eines Lebensunterhaltes (mehr im Internet: www.upperegypt.org). In den letzten Jahren habe es immer wieder Gewalt gegen Christen gegeben. Die Gründe dafür seien unterschiedlich. Mit der Mehrheit der Muslime hätten die Christen keine Probleme. Man lebe seit Jahrhunderten friedlich zusammen. Die Probleme kämen von fundamentalistischen muslimischen Gruppen. Die aber seien eine große Gefahr, nicht nur für die Christen, sondern „für alle in unserem Land“, sagte Yanni. In Ägypten lebe die größte christliche Minderheit im Nahen Osten. Es sei wichtig, dass hier nicht dasselbe geschehe wie im Irak oder in anderen Ländern, wo die Christen bereits auswandern mussten, bat Yanni um Unterstützung. {Quelle: www.glaubeaktuell.net} GlaubeAktuell - Wir im Netz

 

6 Responses to “In Saarbrücken und Mainz berichten Katholiken über Ägyptens Kopten”

  1. Ibrahim Says:

    KOPTEN!

  2. Ibrahim Says:

    DIE KOPTISCH-ORTHODOXEN KÖLSTER! HIER DAS ST. ANTONIUS KLOSTER

  3. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG Says:

    Hat dies auf Aussiedlerbetreung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Ist es so schwer Leistungen zu achten?
    http://igelin.blog.de/2013/10/28/schauen-foto-igel-16699249/
    Glück Auf, meine Heimat und auch dem Blog einen Dank! Siehe, es muß eine Konverenz in Berlin geben, die die Versiegelung der Erde beschreibt, Gier Macht und Industrie werden aber verschwiegen! Leicht aber, könnte das Leben sein, wenn sich jeder an die Natur und seine Grenzen hält! In Gott, und Danke!

  4. Graue Wölfe Nein Danke Says:

    Im niederrheinischen Mönchengladbach (Gesamtschule Volksgartenstraße) nach engagiertem Bürgerprotest erst vor wenigen Stunden erfolgreich abgewehrt: Der türkische Nazi-Rockmusiker ZAFER İŞLEYEN will jetzt in katholischen Räumlichkeiten in Mainz auftreten – im Liebfrauensaal am Sonntag (13.04.2014).

    https://www.facebook.com/zaferisleyenresmisayfa

    Das gilt es zu verhindern wie in Mönchengladbach. Mainzer Landtag und Bistum sind informiert und sagen zur Stunde, wie zu erwarten, feige keine Silbe.

    Wird es den Mainzern gelingen, dem prominenten türkischen Sänger und Faschisten ZAFER İŞLEYEN den Zugang in den angemieteten Liebfrauensaal zu verweigern?

    https://twitter.com/zaferileyen

  5. Graue Wölfe Nein Danke Says:

    Vielen Dank diesem Blog für den langjährigen Einsatz für die christlichen Ägypter, die Kopten.


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