kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ehemalige Kita wird koptisches Gemeindehaus 23. Oktober 2013

Filed under: Koptische Kirche im Ausland — Knecht Christi @ 13:25

Der Kindergarten von St. Ludger wurde 2009 geschlossen. Jetzt stellt die Gemeinde die Räume der koptischen Gemeinde Dortmund zur Verfügung.Der Kindergarten von St. Ludger wurde 2009 geschlossen. Jetzt stellt die Gemeinde die Räume der koptischen Gemeinde Dortmund zur Verfügung.

 

St. Ludger Alstedde – Lünen: Seit über vier Jahren stehen die Räume des früheren Kindergartens St. Ludger in Alstedde leer. Doch nicht mehr lange. Es ziehen wieder Christen ein. Koptische Christen. Was die Gemeinde dort plant, erläutert Aschraf Ghattas von der koptischen Gemeinde. „Wir werden die Räume vor allem für die Kinder- und Jugendarbeit nutzen, für die Bibelstunde, die Sonntagsschule und für Familientreffen„, erklärt Aschraf Ghattas. Er ist Diakon der koptischen Gemeinde „Heilige Maria und Philopater Mercuriusin Dortmund.

 

 

Kita 2009 geschlossen

 

Die katholische Gemeinde St. Marien Lünen, zu der auch St. Ludger gehört, überlässt der koptischen Gemeinde die Räumlichkeiten im Gebäude an der Waldhöhe. „Der Vertrag läuft ab 1. Dezember für zunächst ein Jahr“, erläutert Pfarrer Clemens Kreiss. Miete zahlen die Kopten nicht, tragen aber die Unterhaltskosten und kümmern sich um das Außengelände. „Wir können somit einen kleinen, bescheidenen Teil dazu beitragen, dass unseren christlichen Schwestern und Brüdern ein wenig geholfen wird, ihr Gemeindeleben lebendig halten und ihren Glauben leben zu können“, schreibt Kreiss im Gemeindebrief.

Steigende Mitgliederzahlen: Zirka 200 Mitglieder aus Dortmund und Umgebung hat die koptische Gemeinde nach Angaben ihres Diakons Aschraf Ghattas – mit steigender Tendenz. Denn immer wieder kommen koptische Christen, die vor Unterdrückung und Verfolgung in Ländern wie Ägypten oder Syrien geflohen sind.

 

 

 

Suche nach eigener Kirche

 

Die Gottesdienste, erläutert Ghattas, werden zweimal im Monat in der katholischen Kirche St. Konrad in Dortmund-Wickede gefeiert. „Wir suchen noch eine eigene Kirche“, sagt der Diakon. Doch zunächst freue sich die Gemeinde jetzt über die eigenen Räume in Lünen. Neben der Kinder- und Jugendarbeit solle in Alstedde auch ein Sprachkurs für Flüchtlinge stattfinden.Ende Juli 2009 war der Kindergarten St. Ludger geschlossen worden. Die Räume standen seitdem leer, mit einer kleinen Unterbrechung: Die Kita St. Marien wich während ihres Umbaus nach Alstedde aus. {Quelle: www.derwesten.de – Von Peter Fiedler}

 

 

 

 

Vortrag von Bischof Damian in Minden:

Terror hat weiter zugenommen

 

Bericht über koptische Christen in Ägypten

 

Minden (mt/ela): Bischof Damian hielt jetzt im Haus am Dom einen Vortrag mit dem Thema „Die Lage der koptischen Christen in Ägypten in der aktuellen politischen Situation“. Bischof Anba Damian ist Bischof der koptischen Kirche und verantwortlich für die koptischen Christen in Deutschland. Katholisches Bildungswerk und Evangelisches Erwachsenenbildungswerk hatten zu der Veranstaltung eingeladen. Bischof Damian begann seinen Vortrag mit einer Einführung in die Geschichte der koptischen (= ägyptischen) Kirche. Sie führe sich auf den Evangelisten Markus zurück, der im Jahr 41 n. Chr. nach Alexandria gekommen sei und Ägypten missioniert habe. Durch Vertreibung und Flucht weltweit vertreten: Ägypten sei bis zur Machtübernahme des Islam (635) ein christliches Land gewesen. Nach einer kurzen toleranten Phase habe die Unterdrückung des Christentums durch den Islam begonnen. Inzwischen sei das Verhältnis von Muslimen zu Christen 80 zu 20 Prozent. Die Auswanderung beziehungsweise Flucht der Christen habe die koptische Kirche weltweit werden lassen, ihre Heimat aber sei Ägypten. Unter Muhammad Anwar Al-Sadat sei Ägypten ein islamischer Staat nach Maßgabe des Korans und der Scharia geworden. Das habe die Unterdrückung der Christen verschärft. So sei nach dem Koran die Tötung eines Ungläubigen straffrei: Kein Richter in Ägypten werde einen Täter verurteilen, weil er einen Christen getötet habe.

Mit liberalen Muslimen gemeinsam demonstriert: Seit 2010 habe es einen regelrechten Staatsterror gegen die Christen gegeben: Nachdem am 1. Januar 2011 in Alexandria ein Anschlag auf eine christliche Kirche mit vielen Toten und Verletzten verübt worden sei, seien koptische Christen zusammen mit liberalen Muslimen auf die Straße gegangen: die Demonstrationen auf dem Tahrir-Platz, bei denen Muslime und Christen gemeinsam agiert und gegenseitig ihre Gottesdienste geschützt hätten. Das habe Anlass zu Hoffnung gegeben. Nach der – laut Bischof Damian – manipulierten Wahl habe der Terror gegen die koptischen Christen weiter zugenommen: Innerhalb von vier Tagen seien 46 christliche Kirchen und Einrichtungen angegriffen worden. Auch sei die wirtschaftliche Lage in Ägypten so desolat geworden, dass das Volk das Militär um Schutz gebeten habe. Medienberichte zufolge, es habe sich bei der Machtübernahme des Militärs um einen Putsch gehandelt, träfen nicht zu. Dass das Militär auch einen hohen koptischen Würdenträger in die Kommission berufen habe, die über eine neue Verfassung für Ägypten beraten solle, lasse hoffen. Für die Zukunft wünschten sich die koptischen Christen eine Verfassung, die Religionsfreiheit garantiere. {Quelle: www.mt-online.de}
Mindener Tageblatt
 

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