kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Christen im Orient: Belagert, vertrieben, ermordet 21. Oktober 2013

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 20:26

 

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Trauerfeier der koptischen Terroropfer nach dem gestrigen Attentat

 

 

Korrektur: Kopten machen 20% der ägyptischen Bevölkerung aus – Wie oft soll man das den taub-stummen Medien wiederholen?

 
 
 
 
 
 

Blut der koptischen Märtyrer nach dem islamischen Terror

 
 
 
 

Wer seinen Glauben praktiziert, schwebt häufig genug in Lebensgefahr:

Die Lage der orientalischen Christen wird immer prekärer.

Das gilt für das Bürgerkriegsland Syrien, mehr aber noch für den Irak.

 

Über die Situation der Christen im syrischen Ort Maalula dringt in dieser Zeit wenig nach draußen; doch sie stehen seit Wochen unter dem Druck islamistischer Milizen. Maalula liegt im gebirgigen Antilibanon, nicht weit von Syriens Hauptstadt Damaskus entfernt. Spirituelles Zentrum des Städtchens ist das Kloster der heiligen Thekla, das sich gegen eine steile Felswand duckt, als habe es schon immer Schutz suchen müssen vor Angreifern. In Maalula leben – wie auch in zwei benachbarten Dörfern – Christen, die das Westaramäische sprechen, eine Fortentwicklung jenes Aramäisch, das einst Jesus gesprochen hat. Vor mehr als zweitausend Jahren war das Aramäische eine Weltsprache, die überall Verwendung fand, bevor die griechische Koiné sie ablöste. Die Lage der Christen von Maalula ist typisch für die immer unsicherer, ja lebensgefährlich werdende Situation der Christen in Syrien insgesamt, aber auch in jenem Großraum zwischen Ägypten und dem Irak, den man früher als den Fruchtbaren Halbmond bezeichnete.

 

Flucht, Vertreibung und Ermordung von Christen, schon seit vielen Jahren im Gange, scheinen einem neuen Höhepunkt zuzutreiben, vor allem in Syrien, wo viele Angehörige der christlichen Konfessionen in die etwas sicherere Hauptstadt Damaskus flüchten oder längst Teil jenes Flüchtlingsstromes geworden sind, der sich seit Monaten in die Nachbarländer bewegt. Aber auch nach Europa. Dort weiß man wenig über sie. Und ihre oft ungebrochene Gläubigkeit wirkt hier und da sogar befremdend auf die durch Rationalismus und Positivismus skeptisch gewordenen christlichen Brüder, bei denen etliche nun Schutz suchen. In Ländern wie Ägypten, dem Libanon oder Syrien sind die Christen zu zahlreich, als dass ihre Gemeinden dort verschwinden könnten, doch im Irak besteht diese Gefahr durchaus. Einigermaßen gesichert leben dort nur noch im Norden jene syrischen Christen, die den Schutz der Kurden genießen. Das heißt jenes halb selbständigen Kurdengebietes, das offiziell noch dem Irak angehört, aber weitgehend autonom schaltet und waltet. Freilich kommen auch von dort gelegentlich Meldungen über Übergriffe gegen die Süryani oder Assyrer, die sich mehr und mehr als Nachkommen des antiken assyrischen Reiches definieren wollen.

 

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Sie fürchten einen Sieg der Rebellen

 

Im Irak selbst ist die Anzahl der Christen, vornehmlich der seit 1830 mit Rom unierten Chaldäer, von etwa einer Million auf wenige hunderttausend gesunken – ein Prozess, der mit dem ersten Golfkrieg begann und sich im Gefolge des letzten Irakkrieges der Amerikaner und Briten seit 2003 beschleunigt hat. Dabei gehören die Chaldäer zu den ältesten Gemeinden der Christenheit im Orient überhaupt, und viele empfinden sich als die „Ur-Iraker“, was auch in der Bezeichnung Chaldäer zum Ausdruck kommt. Unter dem brutalen, aber säkular eingestellten Diktator Saddam Hussein konnten diese Anhänger der ostsyrischen „Kirche von Babylon und Bagdad“ immerhin ihr Gemeindeleben weitgehend ungestört führen; nach Saddams Sturz aber begannen für sie Verfolgungen und Leid. Gleiches gilt für die kleinere Gruppe der Nestorianer, die einmal den Namen „Apostolische Kirche des Ostens“ trug und ihren Sitz im antiken Ktesiphon hatte. Das Konzil von Ephesus hatte im Jahre 431 diese Anhänger des Bischofs Nestorius zu Ketzern erklärt. Doch der Einfluss ihrer Lehre von der göttlichen und menschlichen Natur Christi reichte zeitweise bis nach Zentralasien hinein. Ähnlich stellt sich die Situation der mehr als 10% Christen in Syrien dar. Sie fürchten einen Sieg der Rebellen, besonders der radikal salafistisch eingestellten Gruppen und der Dschihadisten, mehr als den Diktator Baschar al Assad, der sie – bei aller politischen Unterdrückung, die dieses Regime seit fünfzig Jahren übt – ihr religiöses Leben dennoch weithin unbehelligt gestalten ließ. Doch nun ist das Aufbegehren gegen ihn in einen offenen Religionskrieg zwischen Sunniten und Alawiten umgeschlagen, die Christen geraten dabei zwischen die Mühlsteine. Die uralte christliche Kultur droht zerrieben zu werden, vom menschlichen Leid einmal ganz abgesehen.

 

 

 

Die Aktualität der Geschichte

 

Betroffen sind vor allem die syrisch-orthodoxen und die syrisch-katholischen Gemeinden der westsyrischen, jakobitischen Kirchen, doch auch die griechisch-orthodoxen – Überreste der alten Byzantinischen Reichskirche – und die griechischen Katholiken oder Melkiten, zumal der syrische Krieg längst auf einige Gebiete des kleinen, benachbarten Libanon übergegriffen hat. In diesem Gebiet suchten christliche, aber auch verfolgte islamische Gruppen schon immer eine Zuflucht, in früheren Zeiten vor allem die auf den heiligen Maron zurückgehenden Maroniten, seit dem Mittelalter mit Rom unierte Lateiner, die im Libanon die größte christliche Konfession stellen, doch auch die Armenier, besonders nach den Massakern im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkrieges. Eine besondere Tragik liegt darin, dass gerade die Christen des Orients, insbesondere in Syrien und im Libanon, maßgeblich an der Modernisierung ihrer Länder beteiligt waren. Zusammen mit Muslimen schufen christliche Intellektuelle im ausgehenden neunzehnten Jahrhundert die „Nahda“, die arabische kulturelle Renaissance; und sie spielten auch eine wichtige Rolle bei der Etablierung säkularer Vorstellungen über Staat und Gesellschaft, die später vom Arabischen Nationalismus übernommen, doch leider nur unvollkommen verwirklicht wurden. Für die orientalischen Christen war das auch eine Antwort auf die wechselhafte gemeinsame Geschichte mit dem Islam. Die ist in den vergangenen Jahren durch das Erstarken radikaler Strömungen wieder bestürzend aktuell geworden.

 

 

 

Hüter uralter Traditionen

 

Niemals waren die Christen in den islamischen Staaten wirklich gleichberechtigte Untertanen ihrer Herrscher beziehungsweise – in modernen Zeiten – Bürger ihrer Staaten. Zwar genossen sie nach dem islamischen Recht als Schutzbefohlene – ahl al dhimma und als Leute des Vertrags gegen die Zahlung einer Kopfsteuer die religiöse und rechtliche Autonomie ihrer Gemeinden; doch sie mussten eine Reihe von nach modernem Verständnis diskriminierenden Vorschriften akzeptieren. Andererseits führte der Schutz durch die islamische Herrschaft auch dazu, dass sie, im Unterschied zu Minderheiten anderswo, die Zeiten überdauern konnten. Noch unter den Fatimiden in Ägypten, das heißt vier Jahrhunderte nach der Eroberung durch den Islam, war die Hälfte der Bevölkerung christlich.

 

 

Im modernen Ägypten, dem gegenwärtigen Zentrum der „Arabellion“, galt der theoretische Konsens zwischen Muslimen und christlichen Kopten als die Grundlage der Nation. In der Realität war und ist das Zusammenleben nicht immer einfach. Regelmäßig gerieten und geraten Kopten, die ihre Gemeinde auf den heiligen Markus zurückführen und sich als Nachkommen und Erben der pharaonischen Kultur sehen, mit Muslimen aneinander; vor allem in Mittelägypten, wo besonders viele Kopten leben, zuletzt jedoch auch in Kairo und Alexandria. Von dem gestürzten Präsidenten Muhammad Mursi und den Muslimbrüdern erwarteten die Kopten nichts Gutes, so dass sie seine Absetzung durch das Militär begrüßten. Nun hoffen sie, dass ihnen eine künftige neue Verfassung endlich wirkliche Gleichberechtigung bringen werde. In Syrien hingegen geht es für die Christen ums nackte Überleben. Die orientalischen Christen sind Hüter uralter, auf die Antike zurückreichender Traditionen und Idiome. Sie schufen eine reiche Literatur, nicht nur in arabischer Sprache. In Ägypten und Syrien entstand das Mönchstum, das auch das christliche Europa tief prägte. Doch selbst in Palästina, wo das Christentum entstand, stehen seine Bekenner schon lange mit dem Rücken zur Wand, und dies keineswegs nur aus wirtschaftlichen Gründen. {Quelle: www.faz.net – Von Wolfgang Günter Lerch}

 

3 Responses to “Christen im Orient: Belagert, vertrieben, ermordet”

  1. Bernhardine Says:

    Dhimmisteuer/Dschizya
    Wer sie nicht mehr zahlen kann verliert jeden „Schutz“, ist wolfsfrei und kann jederzeit von jedem Moslem getötet werden.

  2. Bernhardine Says:

    PAKISTAN

    (Islamabad)
    „“In pakistantischen Schulbüchern steht, daß das Töten von Christen legitim ist. Laut einem Bericht des Middle East Media Research Institute vom vergangenen September sind Schulbücher mit dieser Botschaft im ganzen Land an öffentlichen Grundschulen in Gebrauch…

    Laut dem Middle East Media Research Institute gehört die Ermordung von Christen in Pakistan zu den „Bildungszielen”…““
    http://katholisches.info/2013/10/19/toetung-von-christen-laut-pakistanischen-schulbuechern-legitim/

    • WachtAufEuropa! Says:

      Wenn Obama mit Syrien fertig ist, wird es dort keine Bedrohung der Christen mehr geben, weil es dort keine Christen mehr gibt.
      nurmehr schurkenhund-


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