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Der »israelische Faktor« im Syrienkrieg enthüllt 18. Oktober 2013

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 14:58

Der amerikanisch-israelische »Plan A«

 

 

Die Phase von mehr als zweieinhalb Jahren, in denen Israel sich im Syrienkonflikt angeblich neutral verhielt und die USA mit großem Trara auf einen Regimewechsel in Damaskus drängten, war plötzlich beendet, als sich herausstellte, dass der »israelische Faktor« während des gesamten Konflikts für beide Länder im Mittelpunkt des Interesses stand.

 

 

Dass sich die gesamte Aufmerksamkeit ihrer Medien und der Politik fast ausschließlich auf die Auseinandersetzung »Demokratie vs. Diktatur« und auf das Eingreifen der internationalen Gemeinschaft aus Gründen der »Schutzverantwortung«, um so angeblich die Verschärfung der »humanitären Krise« in Syrien abwenden zu können, konzentrierte, diente nur dazu, die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit von dem wirklichen Ziel der beiden Länder abzulenken: die Sicherheit Israels zu garantieren. Ihr »Plan A« sah als »Hauptgewinn« vor, einen Regimewechsel in Syrien herbeizuführen und ein weniger bedrohliches Regime dort zu installieren, das bereitwilliger einen Frieden mit Israel abschlösse. Sollte dieser Plan scheitern, wonach es im Moment aussieht, wollte man mit einem »Plan B« zumindest erreichen, dass Syrien seine Chemiewaffen abrüsten müsste, und damit sein strategisches Abschreckungspotenzial gegen das überwältigende Arsenal Israels an atomaren, biologischen und chemischen Massenvernichtungswaffen verlöre. »Plan A« scheiterte zwar, aber ihr »Plan B« scheint aufzugehen.

 

Die Tatsache aber, dass die humanitäre Krise in Syrien unvermindert anhält und die Kämpfe erbittert weitergehen, während die USA sich schrittweise einer Einigung mit den wichtigsten Verbündeten Syriens in der Region – Russland und dem Iran – sozusagen als Impromptu zu einer Anerkennung der »Legitimität« des Status quo annähern, erschüttert die Glaubwürdigkeit der USA in dem Konflikt endgültig. Im vergangenen September rechtfertigte Präsident Barack Obama vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen sein Vorgehen mit dem Argument: »Bei der Suche nach einer Einigung sollten wir uns vor Augen führen, dass es sich hier nicht um ein Nullsummenspiel handelt. Wir befinden uns nicht mehr im Kalten Krieg. Weder gibt es ein Great Game, das gewonnen werden muss, noch haben die Vereinigten Staaten ein Interesse an Syrien, das über das Wohlergehen der syrischen Bevölkerung, die Stabilität seiner Nachbarn, die Zerstörung von Chemiewaffen und die Gewährleistung, dass es kein Zufluchtsort für Terroristen wird, hinausgeht. Ich begrüße die Einflussnahme aller Nationen, die zu einer friedlichen Beilegung des Bürgerkriegs in Syrien beitragen können.«

 

Diese Kehrtwende seitens der USA zerstreute jeden noch verbliebenen Zweifel daran,

dass die USA jemals das syrische Volk wichtig nahmen und um sein,

wie es Obama nannte, »Wohlergehen« bemüht und besorgt waren.

 

Die erklärte Entschlossenheit der USA, über die Mitunterstützung einer Konferenz »Genf 2« zu einer politischen Lösung des Konflikts beizutragen, wird dadurch untergraben, dass sie angeblich nicht in der Lage sind, die »Opposition« zu einigen, die ja von den USA selbst und den »Freunden Syriens«, an deren Spitze sie ebenfalls stehen, geschaffen wurde. Ebenso wenig gelingt es [den USA], die anhaltenden Kämpfe im Zaum zu halten, die immer wieder durch Waffen, Geld und logistische Unterstützung ihrer regionalen Verbündeten, der Türkei und der Golfstaaten, angefacht werden. Dies macht eine politische Lösung praktisch unmöglich und lässt schon allein das Stattfinden der Konferenz Genf 2 zu einem Vabanquespiel werden.

 

 

 ISRAEL: U.S. Ambassador gets a tour of Terror Tunnel from Gaza into Israel

 

 

Israel will »Bestrafung« Syriens

 

Zwischenzeitlich zerstörte niemand anders als der israelische Präsident Schimon Peres die Illusion israelischer Neutralität in dem Konflikt. In einer Rede anlässlich des 40. Gedenktages an den Tod von an die 3000 israelischen Soldaten, die 1973 in dem Krieg mit Syrien und Ägypten gefallen waren, machte Peres deutlich, das sein Staat unbestreitbar der größte Nutznießer des Syrienkonflikts sei. So sagte er: »Heute wird der syrische Präsident Baschar al-Assad für seine Weigerung bestraft, mit Israel einen Kompromiss einzugehen«, und das syrische Volk müsse »den Preis dafür bezahlen«. Als sich im Zuge der jüngsten Entwicklungen immer deutlicher abzeichnete, dass es weder einen Regimewechsel in Syrien geben noch eine »Ära nach Assad« anbrechen wird und darüber hinaus die USA, der wichtigste Garant des Überlebens Israels, in ihrer Syrien-Politik gerade eine Kehrtwende vollziehen und eine militärische Lösung für »inakzeptabel« erklärten, wie es US-Außenminister John Kerry am 6. Oktober sagte, wurde Israel unwillig und konnte mit dem »israelischen Faktor« in dem Konflikt nicht mehr hinter dem Berg halten.

 

Am 17. September titelten zahlreiche größere Presseagenturen über ihren Meldungen: »Israel vollzieht Wende und fordert Sturz Assads«. Dabei beriefen sie sich auf einen israelischen Bericht, der von der israelischen Tageszeitung Jerusalem Post veröffentlicht worden war, in dem der israelische Botschafter in den USA, Michael Oren, mit den Worten zitiert wurde: »Wir wollten immer, dass Baschar Assad verschwindet. Wir haben immer die ›bösen Jungs‹, die nicht vom Iran unterstützt werden, den ›bösen Jungs‹ vorgezogen, die vom Iran Unterstützung erhalten.« Dann fügte er noch hinzu: »Die größte Gefahr für Israel geht von dem strategischen Bogen aus, der sich vom Iran über Damaskus bis nach Beirut erstreckt. Und wir sehen das Assad-Regime als den Schlussstein in diesem Bogen«. Und das ist tatsächlich des Pudels Kern in diesem Konflikt: Die Zerschlagung dieses Bündnisses war während des ganzen bisherigen Verlaufs dieses Konflikts die erklärte Strategie der von den USA angeführten so genannten »Freunde Syriens«, die selbst wiederum auch Freunde Israels sind. Hinter dieser Strategie stand während des ganzen Konflikts die Absicht, einen Regimewechsel in dem, wie Oren es nannte, syrischen »Schlussstein dieses Bogens« herbeizuführen. Dieser »Bogen« wird auch von der proiranischen Regierung im Irak sowie von den palästinensischen Befreiungsbewegungen »mitgetragen«, die sich seit mehr als 60 Jahren der israelischen Militärbesatzung widersetzen. Eine Alternative zum »Regimewechsel« bestünde darin, die syrischen Ressourcen, die Infrastruktur und die Macht des Landes in einem Zermürbungskampf völlig aufzureiben bzw. zu zerstören, bis das Land keine andere Wahl mehr hat, als sich bedingungslos den israelischen Bedingungen zu unterwerfen, die Peres als einen »Kompromiss« und Vorbedingung für die Rückgabe der von Israel besetzten Golan-Höhen bezeichnete.

 

 

 

 

 

Syrien nimmt eine Schlüsselposition

 

Dieses strategische Ziel – die Zerschlagung Syriens als Machtfaktor – wurde durch die Berichterstattung hinter einem Rauchschleier verborgen, der den Konflikt zunächst als Volksaufstand darstellte, der sich dann zu einem bewaffneten Aufstand gegen einen tyrannischen Diktator ausweitete. Dann herrschte auf einmal ein religiös motivierter »Bürger«krieg, als drittes dann ein Stellvertreterkrieg aufgrund historischer Spaltungen und Spannungen, bei denen sich Araber und Iraner sowie Sunniten und Schiiten gegenüberstünden. In einer vierten Analyse ist der Konflikt nun auch ein Austragungsort widerstreitender regionaler und internationaler Geopolitik, aber der »israelische Faktor« stand während des ganzen bisherigen Konflikts im Mittelpunkt. Denn warum sollten sich die von den USA angeführten »Freunde Syriens und Israels« denn sonst über das herrschende Regime in einem Land sorgen, in dem es kein Erdöl und kein Erdgas im Überfluss gibt. Denn der ungehinderte Zugang zu diesen Rohstoffen gehört, wie verschiedentlich klar gemacht wurde, zu den »vitalen« Interessen oder, wie Obama es in seiner UN-Rede nannte, den »Kerninteressen« der USA. Die Sicherheit Israels ist ein weiteres dieser »vitalen Interessen« oder »Kerninteressen«, die »sicherzustellen« nach seinen Worten »die USA unter Einsatz aller unserer Macht, einschließlich militärischer Gewalt bereit sind«.

 

Das Ende des Kalten Krieges eröffnete die einmalige Chance, auf dem ägyptisch-israelischen Friedensvertrag aufzubauen, wie die Universität Oslo in einer Untersuchung 1997 erläuterte. 1993 wurde ein Friedensvertrag zwischen der Palästinensischen Befreiungs-Organisation PLO und dem jüdischen Staat unterzeichnet, dem der Abschluss eines israelisch-jordanischen Friedensvertrages ein Jahr später folgte. Während der Invasion des Libanons 1982 hatte Israel vergeblich versucht, dem Land einen ähnlichen Vertrag aufzuzwingen, was aber am syrischen »Einfluss« scheiterte. Seit daher sind alle ähnlichen Bemühungen im Sande verlaufen. Syrien bleibt ein entscheidender Faktor im arabischen Friedensprozess – aufgrund seiner geografischen Lage ist kein umfassender Frieden ohne Syrien möglich. Damaskus nimmt auch hinsichtlich der Aufrechterhaltung der palästinensischen, jordanischen und ägyptischen Friedensverträge eine Schlüsselrolle ein. Diese Rolle wird Syrien nicht ohne den Abzug der israelischen Besatzungsmacht (IFO) aus Syrien und anderen arabischen Ländern und nicht ohne eine »gerechte« Lösung der »Palästinenserfrage« aufgeben.

 

Dies war schon lange vor den Machtübernahmen der panarabischen Baath-Partei und der Assad-Dynastie nationale syrische Strategie.

Daher ist damit zu rechnen,

dass der amerikanische und israelische »Plan A« vorbehaltlich weiterer bevorstehender geopolitischer Entwicklungen weiterhin auf der Tagesordnung beider Länder stehen wird.

{Quelle: info.kopp-verlag.de Nicola Nasser}

 

6 Responses to “Der »israelische Faktor« im Syrienkrieg enthüllt”

  1. Ewi Says:

    Dass der Moslem Nicola Nasser, der sich selbst als „An Arab journalist based in the Israeli-occupied territories“ (quelle:http://nicolanasser.newsvine.com) bezeichnet, (was bedeutet: er will seinen Israelischen Pass, trotz der gespielten Abscheu, nicht abgeben) überall nur den eine Thema durchzudrücken versucht, sollte doch klar sein.

    Die Tatsache ist doch, dass weder die Assad-Regierung noch die Aufständischen sich um die Wünsch Israels noch um Rechte der „Palästinenser“ scheren.

    Es ist ein innerer Konflikt, der eben dadurch ausgelöst wurde, dass in der Arabischen Welt alle Themen außer „böse Zionisten“ ausgeblendet wurden. Die Konflikte zwischen den Konfessionen und Ethnen unter den Teppich gekehrt und mit der gespielten Aufregung über Israel und dem heuchlerischen Mitleid mit den „Palästinensern“ (die man aber nicht ais den Flüchtlingslagern lassen möchte) übertüncht wurden.

    Das Syrische Regime, ließ zahlreiche paramilitärische Organisationen zu – weswegen das Land mit russischen Waffen überschwemmt wurde. Und die antijüdiche Hasspropaganda züchtete ganze Generationen von Menschen die sich über das Töten von Kindern und Frauen (sind ja nur böse Israelis) freute. Und da nicht nur die Israelis „böse“ sind – kam nun früher oder später darauf, dass man auch einander, ohne Rücksicht auf Moral, Ethik, oder irgendwelche Konventionen abmurksen kann. Die anderen sind ja ganz ganz böse.

    Da kann ich der angeführten Rede von Peres nur zustimmen – würde Syrien auf Frieden setzen, würde das syrische Militär den Waffenmonopol behalten und würde man die Hasspropaganda nicht so exzessiv betreiben, wäre den Konflikt deutlich unblutiger. Das ist keine Einmischung in den Bürgerkrieg, dass ist eine Meinung, die auf bestimmten Erkenntnissen basiert.

    An sonnten widerspricht die geäußerte Meinung eines (oder auch mehrerer Politiker) nicht der Tatsache, dass ein Staat sich aus einem Konflikt raushellt.

    Aber, dass ein Pali ( mit israelischem Pass) kein anderes Thema hat – ist doch klar. Der Geldstrom aus dem Westen scheint zu versiegeln, zudem wird die Verschwendungssucht der PLO-Eliten und der Hamas –Bonzen immer öfter aufgedeckt. Also versucht man die alten Märchen über vertriebene „Einheimische“ an was aktuelleres zu koppeln.

    • Emanuel Says:

      Sie scheinen kein Mitleid und keine verantwortungsvolle Nächstenliebe zu den syrischen Christen zu empfinden – Solche eiskalten „Analysen“, die lediglich Ihre Liebe zu Israel dokumentieren , finde ich hier bei diesem Thema fehl am Platze …

      • Ewi Says:

        Ich habe auch Mitleid mit Syrischen Moslems, russischen Buddhisten und marokkanischen Transvestiten … nur sind solche dumpfen Vorwürfe ein Zeichen dafür, dass Sie auf das Stichwort „Israel/Juden“ mit einer für Moslems und/oder Nazis typischen Affigkeit reagieren.

        Es ging weder in dem Text, noch in meinem Beitrag um Christen, zudem ist es nicht wirklich klar, welche Seite ihnen mehr schadet.

        Sie können diese „eiskalte“ Analyse weder widerlegen, noch eine Genanalyse verfassen, weil ihnen sowohl die Kenntnisse über Nahost, als auch die kognitiven Fähigkeiten fehlen; höchst wahrscheinlich, können Sie weder Deutschland, noch Syrien auf der Karte finden.

        Und genau auf solche ungebildeten Fanatiker zielt jede schwarz-weiß Propaganda der Medien.

      • Andreas Says:

        findest du israel-basher ja schon seit zwei jahre – OHNE ausnahme!! liegen dir eigentlich sizilianische, kolumbianische oder nigerianische „christen“, die gern mal rumschlitzen, wenn sie schnell an zaster kommen wollen, auch so ungeheuer am herzen?? kennst du soviele syrische christen, kennst du deren mentalität, deren alltagsallüren? weißt du, ob du mit ihnen o. sie mit dir so toll klarkommen würdest, wie du dir das anscheinend ohne jegliche nähere bekanntschaften u. erfahrungen einbildest? es gibt auch unter christen jede menge a-löcher, ganz besonders in südlicheren ländern, dass kann ich dir versichern!
        leb mal ne weile in italien, in brasilien oder auf den phillippinen- da kann man ganz, ganz tolle erfahrungen christlicher „nächstenliebe“ machen… nur weil du israel ebenso leidenschaftlich hasst wie es assad sen. schon tat und der junior selbstredend immernoch praktiziert, werden deine politischen einschätzungen nicht wahrer!!
        deine/eure pauschalen juden/israel-angriffe und unreflektierte iran/syrien-symphatie beweisen nur allzudeutlich, warum die israelis auch den christen nirgendwo auf der welt trauen können u. auch nicht sollten…- aus eben diesem grunde ignorieren die israelis die orientalischen christen – die noch vor bürgerkriegszeiten als superaraber von der „revanche“ (golan) u. dem sieg über israel träumten. schon vergessen, dass assad letztes jahr seine generäle anwies, nach seinem möglichen tode umgehend israel mit GIFTGAS-raketen vernichtend zu beschiessen!! (auch für ägypten unter morsi war das vorgesehen). in der sich gegenseitig ablehnenden haltung hat sich in 2000 jahren scheinbar rein garnichts geändert?!!

      • Emanuel Says:

        ………noch eine Genanalyse verfassen…… Sie haben es erfasst – Eine Gen-Analyse kann ich nicht machen …. Ich lach mich kaputt, ein geistig Retardierter
        nennt mich „einen ungebildeten Fanatiker – Bei uns bezeichnen wir Typen wie sie mit „mente capta“ …….

  2. Ewi Says:

    @ Emanuel

    „Bei uns bezeichnen wir“

    „wir“ ?
    „uns“ ?

    ist dein „ich“ so verkümmert, dass du dich hinter irgendwelchen (imaginäreren) Gruppen verstecken musst?

    ich schreibe meine Meinung, die ich mit meinem Wissen und meiner Lebenserfahrung begründen kann. Du kannst sie nicht widerlegen weil es „dich“ nicht wirklich gibt… du hast keine eigene Meinung, die du begründen kannst; du hast keine Religion, an die du wirklich Glaubst; und alles was du über deine Abstammung zu wissen glaubst, ist die Tatsache, dass du (wie über 99% der Weltbevölkerung) kein Jude bist.

    was weiter ?

    sind wir deswegen „Volkskammeraden“?

    du beherrschst nicht mal die Sprache unseres Volkes gut genug um mit mir auf einer Ebene zu diskutieren.

    Aber toll dass du einen Tippfehler entdeckt hast – ein ganz ganz cooler bist du. (ha ha ha Gen- und nicht Gegen) supi supi


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