kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

KoG: Wegen Kussfoto auf Facebook ins Gefängnis 6. Oktober 2013

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 16:54

 

Moslembrüder-Regierung wanktRücknahme der Begnadigung eines Pädophilen

 

 

Haft wegen Kussfotos empört Marokko

 

 

In Marokko sind zwei Teenager ins Gefängnis gekommen, weil sie auf Facebook ein Foto gepostet hatten, auf dem sie sich küssen. Ein Witz, meinen viele Landsleute und solidarisieren sich auf ihre Weise. Wegen „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ sind der 15-jährige Schüler und seine 14-jährige Freundin hinter Gittern gelandet. Wie einheimische Medien berichten, kam auch der 15-jährige Freund des Pärchens, der das Foto vor der Schule in der nordöstlichen Küstenstadt Nador aufgenommen hatte, ins Gefängnis. Die Drei werden in Jugendgefängnissen in Nador und Fez festgehalten und müssen sich am Freitag nächster Woche vor Gericht verantworten. Lokale Medien hatten das Foto auch veröffentlicht, wo es der erzkonservativen regionalen Gruppe „Organisation für die Menschenrechte und öffentliche Freiheiten“ aufgefallen war. Diese erstattete Anzeige und erklärte, man sei davon überzeugt, das Richtige getan zu haben.

 

 

Einschränkungen für Frauen

 

Derweil wächst die Empörung im Internet und im Land. Die Affäre sei ein schlechter Scherz, heißt es. Immer mehr Facebook- und Twitter-User seien dabei, aus Solidarität Kussfotos zu posten, berichtet das angesehene Portal Bladi.net. Aktivisten beklagen, dass es trotz eines gesellschaftlichen Modernisierungsprozesses in dem nordafrikanischen Land vor allem für Frauen immer noch viele Einschränkungen gibt.

 

 

 

Gewalt gegen Frauen alltäglich

 

Abtreibungen sind auch bei Vergewaltigungen noch verboten, die Haftstrafen können bis zu zwei Jahre betragen. Die Regierung selbst räumt sogar ein, dass Frauen regelmäßig Opfer von Gewalt werden. In mehr als der Hälfte aller Fälle schlagen die Ehemänner zu. Ein Vergewaltiger kommt ohne Strafe davon, wenn er das Opfer heiratet. Vor dem Gefängnis in Nador versammelten sich zahlreiche Bürger zu einer Mahnwache und forderten die Freilassung der drei Teenager, wie Menschenrechtler mitteilten. Die Gegenseite dagegen lässt nicht locker. Die „Organisation für die Menschenrechte und öffentliche Freiheiten“ will auch noch die Eltern der Heranwachsenden anzeigen. {Quelle: www.dw.de}  

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

Ja, die Prioritäten sind in islamischen Landen offensichtlich anders. Ein harmloser Kuss zwischen Teenies ist strafbewehrt, das Schlagen von Frauen in der Ehe ist straffrei. Die Heuchelei von Rechtsansichten, die verkehrte Welt der islamischen Prüderieverhaltens tritt hier offen zutage.

 

Wir stellen den Link der open-doors Länderprofile ein, der Marokko auf Platz 39 der Christenverfolgungsliste steht.

 

Es ist sehr gut, dass immer mehr Menschen in aller Welt durch das Internet wach werden. Da werden Pädophile höchstköniglich entlassen und ein Liebespaar kommt wegen eines Kusses in den Knast nebst Fotograf, der diese Veröffentlichung veursacht hat. Ja, Vergewaltigung kann durch Heirat ausgeglichen werden. Wir dürfen uns das einmal bildlich vorstellen: Da wird eine Frau vergewaltigt und wenn diese einwilligt – natürlich durch eine großzügige Morgengabe – gilt diese Vergewaltigung als nicht durchgeführt und wird nicht bestraft. Abgesehen davon, dass wir uns hier in diesen Breitengraden nicht vorstellen können, dass eine Frau, die vergewaltigt worden ist, freiwillig den Täter heiraten würde, wenn sie nicht dem Stockholm-Syndrom anheim gefallen ist, ist diese Rechtsprechung eine Verhöhnung und eine rechtliche Erniedrigung der Frau. Aber was können wir anderes von islamischen Gesetzen erwarten?

 

Dieser Blog hat sich schon häufiger mit der rechtlichen Diskriminierung von Frauen im Islam beschäftigt.

 

Das Problem der Menschenrechtsorganisationen und auch der im Artikel erwähnten „Rebellin“ Lachgar machen immer wieder dieselben Fehler. Sie machen die Auswüchse der Kultur für diesen Missstand und diese Missstände verantwortlich, nicht aber die koranischen Regeln und Gesetzmäßigkeiten, die von höchster göttlicher Autorität geprägt sind. Solange dieser Vers des Koran, dass Frauen in den Fällen, in denen die Männer Widerspenstigkeiten von ihnen zu fürchten haben, diese schlagen oder je nach Übersetzung schlagen dürfen, im Alltagsleben vitalisiert, also mit Leben erfüllt wird, solange wird sich an diesen Zuständen nichts ändern. Diese Regeln des Islam lassen 6 Milliionen Frauen allein in Marokko korangemäß und somit straffrei gestellt  als Opfer in Erscheinung treten. Fragen wir aber diese geschlagenen Frauen, so werden sie uns in der Mehrheit mitteilen, dass der Mann das Recht hat, sie zu schlagen, weil es im Koran steht. Und der Koran hat immer recht.

 

Auf diese Weise setzen sich diese islamischen Regeln in Kulturgut um, die sich in den Köpfen der Muslime breit machen. Hier wissen die Kerle, die ihre Frauen schlagen, dass sie Unrecht handeln und dafür bestraft werden können, wenn die Frau den Strafantrag aufrechterhält. Die muslimischen Männer werden von ihrem Gott höchstselbst von vornherein straffrei gestellt, wenn die Frau sich ihnen sexuell verweigert oder aber irgendwelche Verfehlungen, die mit der Ausübung der Religion zusammenhängen – und im Islam hängt jeder Handgriff mit Religion zusammen  – begangen haben. Somit wird das Unrechtsbewusstsein der Männer, die übrigens von Frauen erzogen werden, die selbst von ihrem Mann geschlagen werden, als Jungen, bereits dieser Gewaltspirale ansichtig,  erzogen. Somit prägt das Gehorsamsprinzip des Islam gegenüber dem islamischen Gott, welches sich irdisch fortsetzt gegenüber dem Vater, dem Mann und dem Bruder das Verhalten der Frauen, die von Kleinauf zum Gehorsam jedem männlichen Familienmitglied bis hinaus zum männlich-geprägten Gottesbild erzogen wurde.

 

Auf diese Weise werden religiöse Regeln in diesem Fall zum „Unkulturschlecht“

(Gegensatz zum Kulturgut, welches immer positiv besetzt ist)!

 

Wer sich bei den rigiden koranischen  Kleidervorschriften und Geschlechtertrennungsvorschriften darüber wundert, dass das Schlagen nicht, aber das Küssen in der Öffentlichkeit bestraft wird, ist unehrlich. Der Koran, das göttliche Wort Gottes initiiert und legitimiert solches Verhalten. Die Unkultur des Schlagens innerhalb der muslimischen Familien – wenn sie denn geschieht und sie geschieht natürlich nicht in jeder Familie – ist Programm des islamischen Gottes und hat Tradition. Das Verbot des Küssen von Teenagern, die sich – streng islamisch verstanden – ja nicht einmal in demselben Raum allein befinden dürfen, sind islamische Vorschriften. Der Autor des Berichts nennt die Fundamentalisten  die „konservative Organisation für die Menschenrechte und öffentliche Freiheiten“. Ja, und diese Fundamentalisten haben – koranisch und islamisch gesehen völlig recht. Diese  Organisation handeln somit in sich  koran- und islamkonform.

 

Somit, liebe Menschenrechtler aus nah und fern: Es ist dringend an der Zeit, sich mit den „Menschenrechten des Islams“ endlich und gründlichst öffentlich auseinanderzusetzen.

Das Lamentieren über die ach so grausame marokkanische Justiz ist zwar redlich, aber letztlich zum Scheitern verurteilt, sollen die schrianischen Regeln des Koran und des Islam nicht zur Disposition der öffentlichen Diskussion gestellt werden. Denn bei einer solchen Diskussion würde so manche perfide Heuchelei in Sachen Frauen-, aber auch in Sachen Ungläubigendiskriminierung ans Tageslicht kommen. Und genau das wollen Regierungen und selbst Menschenrechtsorganisationen verhindern.

 

 

 

Küssen nein, schlagen ja“:

Haft wegen Kussfotos empört Marokko

 

 

Die Festnahme dreier Teenager wegen eines Kussfotos auf Facebook treibt Menschenrechtler in Marokko auf die Barrikaden. Manche fragen sich: Sieht so der viel propagierte gesellschaftliche Modernisierungsprozess aus?

 

Rabat/ Madrid: Für Chakib Al-Khayari ist die Welt in Marokko auf den Kopf gestellt. Es sei bedauerlich, dass „es in diesem Land ein Verbrechen ist, ein Mädchen zu küssen, aber nicht, es zu schlagen“. Mit diesen Worten reagierte der 33-jährige Präsident der Menschenrechtsgruppe ADRH im Gespräch mit der spanischen Agentur efe auf das Schicksal eines 15-jährigen Schülers und dessen 14-jähriger Freundin. Die beiden landeten hinter Gittern, weil sie ein Kussbild von sich auf Facebook gepostet hatten. Auch der Fotograf, ein Freund der marokkanischen Version von „Romeo und Julia“, sitzt wegen „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ im Gefängnis. Dabei war das Bild, wie das Nachrichtenportal Lakome.com es beschreibt, völlig harmlos. Es zeige „zwei sichtlich verliebte Teenager, die sich in die Arme nehmen und küssen“. Tatort war eine Straße vor der Oberschule Tarek Ben Ziad in Nador, einer Küstenstadt im besonders konservativen Nordosten Marokkos. Lokale Medien veröffentlichten das Foto. Dies wiederum rief die „Organisation für die Menschenrechte und öffentliche Freiheiten“ – eine erzkonservative regionale Gruppe, wie es sie in Marokko ungeachtet des gesellschaftlichen Modernisierungsprozesses immer noch viele gibt – auf den Plan. Prompt wurde Anzeige erstattet. Man sei davon überzeugt, das Richtige getan zu haben, denn „solche Bilder können von gewissen Menschen für Pornografie missbraucht werden“, erklärte Organisationschef Fayçal El Morsi auf Anfrage von Lakome.

 

Nachdem die drei Teenager am Donnerstag in Jugendanstalten in Nador und Fes gebracht worden waren, wo sie auf ihren Prozess am Freitag nächster Woche warten müssen, wächst die Empörung in Marokko immer mehr. Die Entrüstung sei stark, berichtet das angesehene Portal Bladi.net. Immer mehr Facebook- und Twitter-User seien dabei, aus Solidarität Kussfotos zu posten. Allen voran die Frauenrechtlerin Ibtissame Lachgar, Mitgründerin der „Alternativen Bewegung für die Individuellen Freiheiten“ (MALI). Die kämpferische Lachgar, eine 38-jährige Psychologin, die daheim inzwischen „unerwünschte Person“ ist und daher in Frankreich lebt, klagt, auch nach den Demos und der Verfassungsreform von 2011 habe es bei den individuellen Freiheiten im Königreich „kaum Fortschritte“ gegeben. In der Tat ist Marokko in Nordafrika vor allem für Frauen das restriktivste Land. Abtreibungen sind auch bei Vergewaltigungen noch verboten, die Haftstrafen können bis zu zwei Jahre betragen. Selbst die Regierung räumt ein, dass in Marokko sechs Millionen Frauen regelmäßig Opfer von Gewalt werden. In mehr als der Hälfte aller Fälle schlagen die Ehemänner zu – ohne dass der Staat schützend eingreift. Ein Vergewaltiger kommt ohne Strafe davon, wenn er das Opfer heiratet. Nach dem schockierenden Selbstmord einer 16-Jährigen, die ihren Vergewaltiger hatte heiraten müssen, kam es im Frühjahr 2012 vor dem Parlament zu Großdemos. Wütende Proteste gab es in Rabat erneut im August, als ein Pädophiler von König Mohammed VI. begnadigt wurde und nach Spanien floh. Ein Irrtum, beteuerte das Königshaus.

 

Vor diesem Hintergrund mutet die „Facebook-Affäre“ nach Meinung vieler in Marokko wie ein Witz an. Vor der männlichen Jugend-Anstalt in Nador veranstalteten Dutzende am Samstag einen Sitzprotest. „Machen wir der Heuchelei ein Ende“, wurde am Samstag auf der Facebook-Seite „Ein Kuss ist kein Verbrechen“, die schon nach wenigen Stunden mehr als 1500 Likes hatte, gefordert Auf der Gegenseite sieht man das Ganze anders. El Morsi von der konservativen „Organisation für die Menschenrechte und öffentliche Freiheiten“ will nun auch die Eltern der Kids anzeigen. „Wir wollen nicht Jugendliche terrorisieren, nur gewisse Sachen klären. Können Sie sich vorstellen, wenn solche Bilder in einer traditionellen Stadt wie Nador in Umlauf kommen?“, fragte er. Aktivistin Lachgar sieht sich in ihrem Land ins Spätmittelalter der Ketzer-Verfolgungen zurückversetzt. „Es ist dort Islam oder gar nichts, das ist wie die Inquisition“, klagte sie jüngst in einem Zeitungsinterview. {Quelle: www.handelsblatt.com

 

 

König Mohammed VI. von Marokko, hier ein Foto von 2010. Quelle: dpa

 

Kinderschänder-Skandal:

König von Marokko widerruft Begnadigung

 
 

Die Begnadigung eines Pädophilen hat in Marokko eine Welle der Empörung ausgelöst. Der König ruderte notgedrungen zurück. Auch in Spanien müssen sich König und Regierung nun auf äußerst unbequeme Fragen einstellen.

 

 

 

 

 

Zusammenbruch der Koalition

Marokkos Regierung stürzt in die Krise

 
 

Regierungskrise in Marokko: Benkirane hat seinen größten Koalitionspartner verloren. Die säkulare Partei Istiqlal zog ihre Minister aus der Mehrparteienregierung zurück. Der Bruch könnte zu Neuwahlen führen.

 

In Marokko ist die von Islamisten geführte Regierungskoalition auseinandergebrochen. Die größte säkulare Partei Marokkos hat die islamistisch geführte Regierung des Landes verlassen und sich der Opposition angeschlossen.

 www.handelsblatt.com

 

 

4 Responses to “KoG: Wegen Kussfoto auf Facebook ins Gefängnis”

  1. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG Says:

    Hat dies auf Aussiedlerbetreung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Da, was ist Freiheit? Glück Auf, meine Heimat und kümmert Euch um die Rechte von Familien, dann kann soetwas nicht passieren? Si denke ich oft an die Gebote, bevor man in einer Bibel oder dem Koran liest, wie auch im Budismus, gleiches Lesen gilt. Was haben wirt von unseren Geschick ein Hirn zu haben und damit auch Denken zu können? Und was hilft es, wenn man sich an den politikern orientiert, die dann doch nur die Menschen mißachten in deren Lebensrechten und auch angestammten Geburtsland? Man kann es nicht auf Gottes Wille abschieben das Chaos, was hier in einer Zivilisation passiert!

    • Es sei bedauerlich, dass „es in diesem Land ein Verbrechen ist, ein Mädchen zu küssen, aber nicht, es zu schlagen““—Mit diesen Worten ist alles exakt auf den Punkt gebracht. Bigotte Moral gepaart mit immanenter Gewaltigtätigkeit, Intoleranz und Frauenverachtung: Willkommen im finstersten Mittelalter!Und nein, der Islam ist *kein* Teil von Deutschland, er kann und darf es nicht sein! Diese finsteren Zeiten der Beherrschung durch eine Religion haben sich die Menschen hier vor gut 300 Jahren von Hals geschafft und diese Mühen, diesen Kampf um geistige Freiheit teilweise mit ihrem Blut bezahlt.

  2. Andreas Says:

    meine güte: nigeria, somalia, sudan, kenia – jetzt noch marocko: so schnell hatte ja nicht mal die französische revolution durch europa gewütet!! regierungsumsturz, soziale revolution, religionskrieg, ethnischer konflikt und säkulare aufklärung fallen in eins, durchmischen sich und machen das chaos perfekt – und das alles in einem tempo, dass einem schwindlig wird…
    pakistan, indonesien und bangladesh fehlen noch im „programm“ der selbstfindung im islamischen transformationsprozess, dann hätten wir einen 15000 kilometer langen unruhe+gewaltstreifen vom atlantik bis zum südchinesischen meer mit rd. 1 milliarde betroffenen?!
    der satan bäumt sich nocheinmal auf zum letzten gefecht – und uns lässt er derweil in die weltwirtschaftskrise taumeln?…

  3. Teresa El Gourzni Says:

    Den ersten sexuellen Kontakt zu Frauen haben junge marokkanische Männer üblicherweise zu Prostituierten, damit für die Männerwelt gewährleistet wird, dass ein Sohn sich nie in eine Frau verliebt und von den Männerrechten etwas an die Frauen abgeben wird.

    Männer müsen eine arrangierte, von den Verwandten kontrollierbare, Ehe eingehen.

    Emanzipation wird es in Marokko nie geben.


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