kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

KoG: Für Christen in der Türkei eintreten 6. Oktober 2013

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 16:07

Koptischer Priester und ein muslimischer Imam essen gemeinsam zur Pause während er Sitzungen des Verfassungsausschusses – So hätten wir Ägypten gesehen: Möge Christus Ägypten schützen.

 

 

Früherer Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts: Er frage sich mitunter,

ob die Kirchen dieses Thema ad acta gelegt hätten.

Braunschweig (kath.net/KNA): Die Kirchen in Deutschland und Europa müssen nach Überzeugung des früheren Verfassungsrichters Ernst Gottfried Mahrenholz (84) entschiedener und lauter für Religionsfreiheit in der Türkei eintreten. Er frage sich mitunter, ob die Kirchen dieses Thema ad acta gelegt hätten, sagte der frühere Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts in einem Interview mit «Jes», dem «katholischen Magazin für Braunschweig». Die Kirchen hätten aber Verantwortung für die Christen in der Türkei. So sollten sie die Frage der Durchsetzung von Gewissensfreiheit zur Vorbedingung weiterer Verhandlungen der EU mit der Türkei machen, so Mahrenholz. Dabei dürfe es aber nicht nur um Demonstrationsfreiheit gehen. Es müsse «ganz präzise und ausdrücklich um die Freiheit der Religion für alle Religionen» gehen. Die Christen werden in der Türkei nach wie vor benachteiligt. Mahrenholz bezeichnete es als einen prinzipiellen Anspruch, dass die Religionsfreiheit als das «Urgrundrecht» für das gesamte Europa «maßgebend sein muss für die innere Gestaltung einer jeden Gesellschaft». Dieser Anspruch gehöre zur grundlegenden Verantwortung der Kirchen für das menschliche Europa. «Je mehr sich Brüssel im Detail einzelner Verhandlungen und einzelner Abschnitte in der Materie verliert, umso gewisser geht das grundsätzlich menschliche Element, das in der Religionsfreiheit liegt», verloren, so der in Hannover lebende Jurist. {Quelle: kath.net}

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

Tja, diese mehr als berechtigte Frage dieses Herrn, der bereits 84 Lenze erlebt hat, stellen wir uns nicht nur anlässlich dieses Artikels, wir stellen uns diese Frage täglich. Aber wir freuen uns, dass wir kompetente und prominente Mitstreiter in dieser Frage haben. Während Papst Franziskus wenigstens den Vernichtungskrieg der Armenier auch öffentlich als solchen bezeichnet hatte und die Türkei wieder einmal nichts besseres zu tun hatte, als diese Äußerung heftigst zu kritisieren als weltfriedensschädlich, fragen sich die Kirchen in deutschsprachigen Landen sich solches leider nicht, weil sie mit sich selbst beschäftigt sind und ihre inneren Strukturreformen pflegen müssen. Dem Türkischen Außenminister darf an dieser Stelle gesagt werden, dass die Wahrheit und nichts als die Wahrheit nicht schädlich, sondern nützlich für den Weltfrieden ist. Erst die ehrliche und schonungslose Auseinandersetzung mit den eigenen Verbrechen ist weltfriedensfördernd. Denn Frieden kann nur auf Wahrheit gründen, die gepaart wird mit Selbstkritik und nicht mit Arroganz des Schweigens, der Verschweigens und des Verdrängens.

 

Unsere Kirchen sind leider so sehr mit sich selbst beschäftigt,

dass sie die Verfolgungs-, Diskriminierungs- und Benachteiligungsrechtslage

sowohl in islamischen Ländern

als auch in kommunistischen Ländern wie Nord-Korea

den Gläubigen ihrer Gemeinden erst gar nicht zu Gehör bringen.

 

Vom Krieg in Syrien hören wir zurzeit kaum etwas in den Medien. Somit hat auch das Interesse der Kirchen an der Situation in Syrien abgenommen. Selbst Fürbitten für die zurzeit besonders desolate Lebenssituationen für Christen nicht nur in der Türkei, sondern auch in anderen für Christen und andere Minderheiten in krisengeschüttelten Ländern der islamischen  und kommunistischen Art geschehen leider nicht regelmäßig, so dass das Bewusstsein der „normalen“ Gemeindemitglieder“ für diese Problematik erst gar nicht geschärft wird. Nur erst, wenn sich ein Höhepunkt des Leidens  von Mitgeschwistern und anderen Menschen in den Mainstreammedien nicht mehr verheimlichen lässt wie die Situation kurz vor dem US-Angriff auf Syrien, reagieren die Kirchen und beten und lassen für unsere Glaubensgeschwister beten. Das alltägliche Diskriminierungsleid von Christen in islamischen Ländern ist kaum eine Fürbitte wert.

 

Warum das so ist, kann nur spekuliert werden: 

Wir schätzen,

dass die Kirchenoberen es sich hier nicht mit dem Islam verderben wollen.

 

Ob dies der Fall ist, kann hier an dieser Stelle nicht definitiv gesagt werden. Die persönliche Meinung des/der Autors/-in ist die, dass die Kirchenoberen die ständige Fürbitte für verfolgte Christen in explizit islamischen Ländern nicht einführen wollen, damit sie nicht das pseudogute Verhältnis zu den hiesigen Moscheegemeinden aufs Spiel setzen wollen und sich nicht der Gefahr des Meinungsdiktats des PC aussetzen wollen. Obwohl sie genau wissen, was Christen in besonders radikal-islamischen Ländern  wie Nigeria, Irak, Iran, Afghanistan, Saudi-Arabien, Pakistan, aber auch in der Türkei im Minderheitenstatus zu leiden haben, werden sie hier nicht tätig. Sie schrecken vor den Imagekonsequenzen zurück. Sie müssten sich eingestehen, dass der Islam nicht die Aufmerksamkeit verdient, die ihm zurzeit geschenkt wird. Sie wollen so verhindern, dass ein Feindbild Islam entsteht, wofür der Islam aber selbst schon ausreichend sorgt. Sie tun nur das Allernötigste, wenn sich einmal wieder ein nicht zu verheimlichender Höhepunkt im Leid der Christen anbahnt oder geschehen ist.

 

Sind darum Kirchen,

die ja immerhin das Evangelium verkünden und Gottesdienste feiern,

für unser Anliegen überflüssig?

 

 Nein! Wir bitten unsere Leser, ihre jeweiligen Gemeindevorsteher, Geistlichen und Priester der örtlichen Gemeinde des Öfteren mit diesem Anliegen zu löchern und nicht müde zu werden. Eine E-Mail mit der Bitte um intensives Gebet ist schnell geschrieben. Ein Verfolgungsartikel – am besten aus den Mainstreammedien oder aus christlichen Medien, die den Islam nicht kritisieren – ist schnell elektronisch beigefügt. Hier und da mögen Geistliche dabei sein, deren Sicht der Dinge sich hierdurch beeinflussen lassen kann. Beten wir also und werden aktiv, damit auch bei den Kirchen von unten eine Bewegung entstehen kann, die die Kirche in die Lage versetzen kann, über den engen Tellerrand einer Gemeinde schauen zu können. So kann der hl. Geist wirken. Es ist nicht ratsam, den Islam bei solchen e-mails zu kritisieren, da sonst das Gebetsanliegen darunter leidet, weil dann schnell die Klappe des Info-Empfängers nach dem Motto fällt: „Wieder ein Islamhasser“. Es reicht, wenn intensiv, aber neutral ohne Beschuldigungen nur in Sorge um die Mitgeschwister befindlich,  angeregt wird, für die verfolgten Mitchristen im Minderheitenstatus beten zu lassen. Nächstenliebe kommt auch ohne Elemtarkritik aus, wenn es um das Gebet geht. Dieses sollte frei von Schuldzuweisungen geführt werden können.

 

Die Kirchen hier sind noch nicht soweit,

den Islam als das zu sehen,

was er ist,  nämlich eine in Teilen menschenverachtende Religionsideologie.

 

Sie sind auch durch Jesus daran gebunden,

das Gebot der Nächstenliebe und der Feindesliebe um jeden Preis zu verkünden.

 

 

One Response to “KoG: Für Christen in der Türkei eintreten”

  1. Emanuel Says:

    Siehe diverse Kommentare über „Hosenscheisser“ – Vielleicht etwas vulgär – aber dennoch voll treffend – ohne Umschreibung und Honigschmiererei an Orten, wo es definitiv nicht angebracht ist .

    Ich kenne viele Mosleme – die wundern sich über das schwanzlose und charakterlose Verhalten der „Nicht-Muslime“ doch sehr – die Aleviten schütteln den Kopf und können es nicht begreifen – Die Sunniten lachen sich einen ab – und fühlen sich durch dieses wurmhafte Verhalten der „Nicht-Muslime“ komplett bestätigt :

    Zitat: (!!!!!!)

    „Nicht-Muslime sind Kaffer … sind charakterlose Schweine und Ratten“ – So sagte einer ihrer Führer vor ein zwei Jahren. Jetzt wurde er in einem Verfahren wegen Volksverhetzung FREIGESPROCHEN – Er darf das sagen – weil er damit keine genau bezeichnete Gruppe von Menschen getroffen hat ….

    Ist das nicht witzig ….. Könnt ihr darüber nicht lachen ???


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