kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

KoG: Antichristlicher Pogrom 2008 in Indien 4. Oktober 2013

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 19:54

Nicht Täter, sondern sieben Christen zu lebenslanger Haft verurteilt

 

 

 

Neu Delhi: 2008 kam es im indischen Bundesstaat Odisha (bis 2011 Orissa) zu einem antichristlichen Pogrom, bei dem mehr als 500 Christen getötet, Dutzende Kirchen und Tausende Häuser der Christen zerstört und mehr als 70.000 Christen zu Flüchtlingen wurden. Fünf Jahre später wurden jedoch nicht die Täter verurteilt, sondern nach einer „Farce von einem Prozess“, so der katholische Erzbischof Raphael Cheenath, sieben Christen und zwar zu lebenslanger Haft. Lebenslänglich, so lautet das Urteil des Gerichts von Orissa gegen sieben Christen, die nicht Täter, sondern Opfer sind. Verurteilt wurden die Christen wegen der Ermordung des Hinduführers Laxamananda Saraswati der hindunationalistischen Vishwa Hindu Parishad (VHP). Dessen Ermordung hatte den antichristlichen Pogrom von 2008 ausgelöst. Die Christen bestritten stets jede Verantwortung für die Bluttat, während die Maoisten sich zweimal zur Ermordung des Swamis Laxamananda und seiner vier Begleiter bekannten. Der emeritierte Erzbischof von Cuttack-Bhubaneshwar, Msgr. Raphael Cheenath, kritsierte das Urteil als „ungerecht und inakzeptabel“. Es werde „auf jeden Fall“ Berufung gegen das Urteil eingelegt. Während es gegen die Christen „keinen einzigen Beweis“ gebe, lägen solche gegen die Maoisten vor, so der Erzbischof zu Asianews. Bereits 2011 waren in einem aufgeheizten antichristlichen Klima dreizehn Christen für den Mord an Lacamanandas verurteilt worden. Das Urteil wurde noch im selben Jahr von einem Berufungsgericht aufgehoben und die Christen rehabilitiert.

 

 

 

Das neue Verfahren sei, so der Erzbischof, jahrelang gezielt verschleppt worden, um die „wahren Schuldigen“ zu schützen. Vor allem aber sei es in dem Verfahren darum gegangen, den antichristlichen Pogrom von 2008 unter den Tisch zu kehren. Wenn die Christen für die Ermordung Laxamanandas verantwortlich seien, seien sie auch für den Pogrom selber schuld, weshalb dieser gar nicht geahndet werden müsse. Das sei die Absicht hinter dem „Scheinprozess“, der sich fünf Jahre hingezogen habe, „um den Christen Recht und Gerechtigkeit zu verweigern und die Opfer am Ende zu Tätern zu stempeln“, so der emeritierte Erzbischof von Cuttack-Bhubaneshwar. Am 1. Oktober verhängte die Session Court von Phulbani das Urteil gegen die sieben Christen. Sajan George, der Vorsitzende des Global Council of Indian Christians (GCIC), sprach davon, daß “das Urteil zum Schaden auch noch den Spott“ bringe. Man habe „uns Christen an der Nase herumgeführt. Ein trauriges Beispiel, wie das indische Justizsystem funktioniert“. Sajan George beschuldigt die Richter, „mit den hindunationalistischen Kräften gemeinsame Sache zu machen“ und das Verfahren manipuliert zu haben. „Wir sind uns alle einig darin, daß es ein Wesensmerkmal einer Demokratie ist, daß sie allen Bürgern auf der Grundlage der Gesetze den gleichen Schutz bieten muß. Im konkreten Fall wurden die sieben Christen jedoch nicht nach diesem Grundsatz behandelt“, so der GCIC-Vorsitzende. {Quelle: katholisches.info – Text: Asianews/Giuseppe Nardi}

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

Wenn die Justiz zur Hure einer Ideologie oder auch einer Religion wird, herrscht Ungerechtigkeit. Die Täter haben sich offensichtlich bekannt. Verurteilt wurden jedoch Angehörige der Opfergruppe, offensichtlich, weil sich kein Gericht der Welt vorstellen kann, dass Opfer nicht ohne Rache auskommen können. Ihr einziges Vergehen scheint gewesen zu sein, dass sie Christen waren. Kein Bischof würde sich mit solchen Äußerungen so weit aus dem Fenster hängen, wenn nicht Tatsachen vorhanden gewesen wären, die bei diesem Prozessverlauf keine Beachtung fanden. Das nennen wir Beweisunterdrückung. Wir hoffen, dass die Gerechtigkeit in der nächsten Instanz siegen wird. Justitia als Göttin der Gerechtigkeit wird blind (Tuch um die Augen gebunden, in den Händen mit Waage  und mit einem Schwert) dargestellt.  Laut Wikipedia: Dies soll verdeutlichen, dass das Recht ohne Ansehen der Person (Augenbinde), nach sorgfältiger Abwägung der Sachlage (Waage) gesprochen und schließlich mit der nötigen Härte (Richtschwert) durchgesetzt wird. Justitia scheint bei diesem Urteilsspruch eine löcherige Augenbinde, eine gefälschte Waage und ein Schwert benutzt zu haben, welches die Härte der Ungerechtigkeit hat durchsetzen wollen. Auf eine solche „Göttin“ können wir gut und gern verzichten.

 

Beten wir,

dass ich auch in Indien die Gerechtigkeit durchsetzt

und beten wir, dass diese Christen,

wenn sie unschuldig verurteilt wurden,

die Kraft haben und finden, diesen Prozess aufrecht durchzustehen.

Wir hoffen auf Gerechtigkeit.

 

2 Responses to “KoG: Antichristlicher Pogrom 2008 in Indien”

  1. Hans Says:

    Auf Gerechtigkeit könnt Ihr so viel und lange hoffen, wie Ihr wollt. Die gibt es auf Erden nicht, weil der Teufel die Welt regiert und der ist immer auf der Seite der Verbrecher, deshalb gewinnen diese auch immer.
    Justicia wurde vom Satan längst eingelullt und blind für die Wahrheit gemacht, denn dafür steht HEUTE ihre Augenbinde, heißt: mit Blindheit geschlagen und genau in diesem Sinne urteilen die heutigen Richter in der Mehrheit.

    • Bazillus Says:

      Werter Hans,
      derTeufel regiert die Welt nur in dem Maße, indem sich Menschen auf seine Einflüsterungen einlassen. Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, … Sie kennen den weiteren Satz. Dieser Blog sowie viele andere islamkritische Blogs bringen natürlich nur das, was schlecht ist. Es gibt auf Erden aber nicht nur das Schlechte, sondern auch das Gute. Darüber berichtet leider nur niemand oder es wird nur unzureichend darüber berichtet.Aber auch in Sachen „Gerechtigkeit“ tut sich was. Die Amnestie eines Pädphiltäters wurde z. B. nach Protesten in Marokko wieder aufgehoben. Christen wurden schon nach Protesten aus der Haft entlassen. Protestieren wir also für unsere Glaubensgeschwister z. B. über Open Doors oderCSI.


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