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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Wie islamophob ist Frankreich? 3. Oktober 2013

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 17:02

Ein Streit erhitzt die Republik. Die Muslimfeindlichkeit habe stark zugenommen, sagen die einen. Die anderen sprechen von einer gezielten Taktik der Fundamentalisten.

 

 

 

Paris: Niemand würde bestreiten, dass in der französischen Gesellschaft ein Problem mit den muslimischen Mitbürgern existiert. Nur, wie soll man es benennen? Von den „Ungeliebten“ der Nation spricht der Journalist Claude Askolovitch in seinem Buch „Nos mal-aimés: Ces musulmans dont la France ne veut pas“, das (zwangsläufig) eine Polemik ausgelöst hat. Schon allein die Tatsache, dass da ein Atheist aus einer jüdischen Familie in einer Art Tour de France die Begegnung mit Muslimen sucht, brachte ihm den Vorwurf der Voreingenommenheit ein. Askolovitch stellt die These auf, dass die weltliche Republik in ihrem Versuch, das Zusammenleben gegen religiöse Beeinflussung zu schützen, „zu weit“ gegangen sei. Damit aber stehe Frankreich nun vor einem anderen Problem, der Islamophobie. Laut Wörterbuch bezeichnet dieser Begriff die Angst vor dem Islam.

 

 

 

 

Nur ein künstliches Problem?

 

In seinem Bestreben, sich gegen fundamentalistische Übergriffe zu wehren, fördere der weltliche, konfessionell neutrale Staat jedoch eine pauschale Feindseligkeit gegenüber dieser Religion, welche auch zwei andere Autoren, Marwan Mohammed und Abdellali Hajjat, als Islamophobie bezeichnen. Schon im Untertitel ihres Werks, „Wie die französischen Eliten das ,muslimische Problem‘ geschaffen haben“, setzen die beiden Soziologen voraus, dass es sich um ein künstliches, wenn nicht sogar fabriziertes Problem handelt und dass die Islamophobie wie ein ideologisches Schreckgespenst eingesetzt wird, um die Gesellschaft (unnötigerweise) zu ängstigen. Der Innenminister, Manuel Valls, der auch für die Glaubensfreiheit zuständig ist, lehnt eine solche Sicht empört ab. Er hält die Islamophobie im Gegenteil für ein Konzept radikaler Muslime im Stil der Salafisten, das diese als Trojanisches Pferd zur Destabilisierung der Grundfesten des Zusammenhalts der Republik einsetzen würden. Wie schon vor ihm die Fernsehjournalistin Caroline Fourest glaubt Valls zu wissen, dass dieser Begriff nicht zufällig Ende der 1970er von iranischen Mullahs erfunden worden sei. Das ist zumindest nicht ganz exakt, da das jetzt so umstrittene Wort bereits in der 1920er-Jahren in Frankreich existierte. Neu ist für Fourest aber die Instrumentalisierung in der gegenwärtigen Auseinandersetzung: „Das Ziel der Fundamentalisten ist es, glauben zu machen, wer den Islam kritisiert, sei (automatisch) muslimfeindlich. Damit wollen sie jede feministische oder weltliche Kritik verhindern.“

 

 

 

 

Negative Einstellungen zu Muslimen

 

Als eine sehr reelle Form von Rassismus erfasst dagegen das Collectif contre l’islamophobie en France (CCIF) alle Diskriminierungen und Aggressionen gegenüber Muslimen. Dass der Innenminister die offizielle Abstempelung dieser Phänomene als islamophob nicht zulassen will, ist für das CCIF höchst bezeichnend für die herrschende Islamfeindlichkeit. Der Religionsforscher Raphaël Liogier bestätigt: „Indem sie sagen, der Begriff sei von Fanatikern erfunden worden, versuchen Valls oder Fourest diesen unanwendbar zu machen. Doch es handelt sich um eine soziale Realität.“ Seit dem 11.September 2001 sei die Feindseligkeit gegenüber Muslimen gewachsen. „Heute sagen drei von vier Franzosen, sie hätten ein negatives Bild vom Islam“, führt der Religionsforscher aus. Ob Frankreichs aktuelle Islamophobie-Debatte zu einem fruchtbaren Ergebnis führen wird, ist noch offen. Manche, wie der Soziologe Marwan Mohammed, bezweifeln das. Die Begriffsstutzigkeit und die gegenseitige Disqualifizierung in dieser Polemik verhindere den notwendigen Dialog, erklärt Mohammed. Hinter dem Streit um einen Begriff und dessen Definition verbergen sich indes weit größere Meinungsverschiedenheiten, die sich nicht mit dem Wörterbuch klären lassen. {Quelle: diepresse.com – von Rudolf Balmer}

 

 

 

4 Responses to “Wie islamophob ist Frankreich?”

  1. schwebchen Says:

    Werden diese Herrschaften denn auch mal über den Unterschied von Phobie und Angst vor realen Gefahren diskutieren?

    • Paris: Niemand würde bestreiten, dass in der französischen Gesellschaft ein Problem mit den muslimischen Mitbürgern existiert. Nur, wie soll man es benennen? Von den „Ungeliebten“ der Nation spricht der Journalist Claude Askolovitch in seinem Buch

      Ich würde sagen in einem Kontinent derZig Jahre den Frieden hällt :::hat ein Islam nichts!!verloren-
      Islam
      Der Islam ist eine agressive Gesellschaftsform, der Ungläubige nicht toleriert und seine Vorstellungen anderen aufzwingen will.

      Weshalb wir Europäer das aktzeptieren sollen ist mir nicht zugänglich.

      Der Islam hat in Europa einfach nichts verloren und gehört wieder zurückgedrängt

    • @schwebchen Sagt:
      3. Oktober 2013 at 17:09
      Werden diese Herrschaften denn auch mal über den Unterschied von Phobie und Angst vor realen Gefahren diskutieren?

      SchwebE
      –sie wollen es lieber ERLEBEN___???

  2. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG Says:

    Hat dies auf Aussiedlerbetreung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Ein Umstand, den alle vergessen, der Glauben ersetzt kein System einer Zivilisation! Rechte und Gesetze sind in dem Rahmen der Öffentlichkeit zu beachten, in deren Grenzen man leben möchte! Und Europa hatte sich das Recht unter römisch – katholischer Glaubensgemeinschaft gegeben und häft auch heute daran fest, bis ja, 1945 und 1990 die Juden NWO und Dollar und gaben, Freiheiten also nach gier verteilen! Glück Auf, meine Heimat und denkt mal, was wir im Reich für ein Leben hatten, auch mit einem Volk als Nachbarn, dessen Napoleon geschlagen wurde und immer noch von und mit Russen! Glück Auf, meine Heimat!


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