kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

KoG: USA ließen UN-Chemiewaffenexperten Schuldige an C-Waffen-Einsatz nicht feststellen 2. Oktober 2013

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 17:19

химическое оружие Сирия химоружие

Die USA und ihre Verbündeten haben laut Syriens Außenminister Walid Muallim verhindert,

dass die UN-Chemiewaffenexperten Schuldige an der Giftgasattacke bei Damaskus feststellen.

 

„Wir hatten vorgeschlagen, das Mandat der UN-Experten auch durch die Möglichkeit zu erweitern, die Schuldigen zu ermitteln. Aber die USA und andere Länder wie Großbritannien sträubten sich dagegen und ließen die Mission nur feststellen, ob Kampfstoffe eingesetzt wurden oder nicht“, sagte Muallim am Montag in der UN-Vollversammlung in New York. Muallims Rede wurde vom Nachrichtensender CNN übertragen. Die syrischen Behörden hatten zuvor mehrmals erklärt, dass sie ihre Chemiewaffen nie eingesetzt hatten. Dabei habe Damaskus Belege dafür, dass für die Giftgasattacke die Aufständischen schuld sind.

{Quelle: de.rian.ru}

 

 

Russland strebt Feststellung von Schuldigen an Giftgasangriff in Syrien an

 

STIMME RUSSLANDS: Dem Leiter des russischen Außenministeriums, Sergej Lawrow, zufolge, führe Russland seine eigene Ermittlung des Einsatzes von chemischen Waffen bei Damaskus am 21. August durch. „Wir führen auch eigene Aktionen durch, um maximale Informationen darüber zu erhalten, wer an diesen empörenden Gräueltaten beteiligt war“, sagte Lawrow. Er stellte fest, dass die Erörterung dieser Fragen unter Berücksichtigung aller Tatsachen im UN-Sicherheitsrat erfolgen sollte. Der Leiter des Auswärtigen Amtes betonte auch, dass Russland daran interessiert sei, beliebige Berichte über den Einsatz chemischer Waffen unparteiisch zu untersuchen sowie die Täter zu identifizieren.

 

 

 

In Syrien riecht es nach deutscher Chemie

 
 

 In Deutschland entbrennt ein Chemie-Skandal. Die Regierung gab zu, dass zwei Jahre lang Komponenten nach Syrien geliefert wurde, die für die Produktion der Chemiewaffen notwendig waren. Über die Details dies Skandals erzählte der STIMME RUSSLANDS der Chefredakteur des national-konservativen Magazins „Zuerst“, Manuel Ochsenreiter. Berlin hat nach Syrien insgesamt rund 360 Tonnen Chemikalien geliefert. Das teilte am Montag das deutsche Ministerium für Wirtschaft und neue Technologien mit. Vor dem Ausbruch der Krise in Syrien galt dieses Land als normaler Handelspartner. Im Juni 2010 hat eine Delegation deutscher Unternehmer Syrien besucht, die die direkten Kontakte mit den örtlichen Firmen eingeleitet hat, erzählt Manuel Ochsenreiter. „Damals sprach niemand von einer „bösen Diktatur“ oder dem „Diktator“, wie auch darüber, dass wir keine Handelsbeziehungen mit diesem Land unterhalten sollen. Es geschah ganz plötzlich im März 2011, als die deutsche Außenpolitik in Bezug auf Syrien eine Wende erlebte. Die Geschichte über den Export der Chemikalien nach Syrien ist eine Geschichte über normale Geschäftsbeziehungen, die sich in eine Heuchelei verwandelten. Deutschland ist eine Export-Nation. Wir leben von unserem Export, wir sind eines des größten Export-Länder der Welt, und natürlich haben wir Handelsbeziehungen mit vielen Ländern.“

 

Die deutsche Regierung, die seinerzeit den Export der Mittel der Doppelzweckbestimmung gebilligt hat, kritisiert dies heutzutage so, als ob es bereits fertige Chemiewaffen waren. Vor diesem Hintergrund sieht es seltsam aus, dass sich niemand über die Militärverträge Deutschlands mit Israel empört, meint Manuel Ochsensreiter. „Wir besprechen in Deutschland andere Sachen, wie z. B. den Export der modernsten U-Boote nach Israel. Israel besitzt rund 200 Atomsprengköpfe. Dabei wissen wir nicht, wo sie gelagert werden und inwieweit sie gefährlich sind. Und diese U-Boote sind in der Lage, solche Raketen abzuschießen.“ Nach Ansicht von Manuel Ochsenreiter kann man das mit der Unselbständigkeit der Außenpolitik Deutschlands erklären. Anstatt im Interesse des deutschen Volkes zu agieren, orientiert sie die Bunderegierung auf Brüssel und Washington, schlussfolgert der Journalist. {Quelle: german.ruvr.ru}

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

Nachlese zu den Angriffsplänen der USA und ihrer Verbündeten im Syrienkonflikt

 

Inspekteure in Syrien: Wer war Schuld am Giftgaseinsatz 

www.google.de 

 

 

klare Beweise für Sarin-Giftgasangriff

www.fr-online.de 

 

Wenn wir den Medien der RIA novosti Glauben schenken dürfen – und wir glauben an die Kerninformation, hatten die Inspekteure der UN keinen Auftrag, die Schuldfrage zu klären.

Dies wird erhärtet durch die Infos aus den o. a. Links. Selbst uns Laien war auch ohne hochoffizielle UN-Untersuchung klar, dass Chemiegas in Syrien eingesetzt wurde.

 

Es ist nicht nur fragwürdig, sondern äußerst arrogant und zynisch von einem US-Präsidenten, der die Entscheidung, mit der Luftwaffe ein fremdes Land unter Inkaufnahme von Todesopfern anzugreifen, trifft, ohne objektive hieb- und stichfeste Beweise der Schuldigen zu haben und  keinen Wert auf die Schuldfrage der Verantwortlichkeit für diese Giftgasattacke durch UN-Inspekteure zu legen. Die Schuldfrage wäre für einen Angriff nicht nur äußerst wichtig gewesen, sondern moralisch und auch politisch allein entscheidend. Auf Geheimdienstmeldungen kann sich selbst die USA nicht mehr verlassen. Das sollte sie aus Erfahrung gelernt haben (Irakkrieg) Gerade die USA sollte, bevor sie solche Waffengänge beschließt, objektive Beweismittel herbeischaffen, wer die Verantwortung trägt für diese Chemiewaffeneinsätze. Ohne eine objektive Schuldfeststellung wäre ein solcher Waffengang ein Verbrechen gegen das Völkerrecht gewesen. Geheimdienstwissen des eigenen Landes oder das der Länder der Verbündeten als Grundlage für Menschen in Syrien tödliche Entscheidungen eines Waffengangs ist spätestens nach dem Skandal der irakischen Geheimdienstinfos längst nicht mehr ausreichend. Die UN-Inspekteure wären die richtige Adresse gewesen, die Schuldigen für diesen Giftgasangriff feststellen zu lassen. Das aber war wohl nicht im Interesse der USA und somit kann die Grundlage für einen solchen Angriff von vornherein angezweifelt werden. Aber warum nicht. Nach dem Geheimdienstskandal im Irakkrieg hätte ein verantwortungsvoller Präsident erst die Schuldfrage geklärt, bevor das Pulverfass Naher Osten möglicherweise durch einen solchen Angriff explodiert wäre.

 

Es ist schon ein starkes Stück und eine gehörige Portion Überheblichkeit der US-Regierung wie im Syrienkonflikt zu agieren. Den islamistischen Rebellen Waffen liefern, die sich längst gegen die eigenen oppositionellen Gruppen gewendet haben, ist schon ein Akt grenzenloser Naivität oder kalt-zynischer Berechnung.  Und jetzt stellt sich heraus, dass die USA die Rebellen, die Empfänger ihrer Militärhilfe nicht mehr „im Griff“ haben. Wer regiert die USA? Die einzig richtige Antwort in diesem Konflikt hat Russland gegeben, sowohl der Präsident als auch sein Außenminister. Beide geben in diesem Konflikt ein wesentlich souveränere Figur ab als die gesamt US-Regierung. Die kleinkindlich-politischeTrotzphase sollten US-verantwortliche Politiker hinter sich gelassen haben, wenn mit Waffengängen in fremden Ländern jongliert werden soll.

 

Uns scheint, dass bei der jetzigen US-Regierung,

aber auch bei der vorigen unter G. W. Bush eine gewisse pädagogische Nachhilfe hätte gegeben werden sollen,

um eine irrationale Kleinkindtrotzphase überwinden zu helfen.

 

10 Responses to “KoG: USA ließen UN-Chemiewaffenexperten Schuldige an C-Waffen-Einsatz nicht feststellen”

  1. e Says:

    Wenn auch Rußland in den letzten Jahren die „objektivere, demokratischere Rolle“ scheinbar eingenommen hat — sie haben ja „gelernt“ durch Libyen – so ist diese Rolle -lediglich die andere Seite derselben Medaille – Die Höllischen spielen ihr Spiel mit uns Menschen – der eine ist der „Böse“ (USRAEL und Westen) und der andere ist der „Gute“ (Rußland und Verbündete) —

    (DIESES DURCHTRIEBENE HÖLLENSPIEL MÜSSEN WIR WAHRE CHRISTEN ENDLICH DURCHSCHAUEN – DIE ZEIT DRÄNGT )

    Rußland ist teuflisch – nicht anders als „die westliche Wertegemeinschaft“ teuflisch ist — Die Satane und Teufel der Höllen bekämpfen sich nur gegenseitig –

    LIEBE CHRISTEN – WIR MÜSSEN UNSERE AUGEN ÖFFNEN UND NOCH WICHTIGER – WIR MÜSSEN HÖREN LERNEN

    • Bazillus Says:

      Werte(r) eSagt:
      Also ich persönlich kann im Falle Syrien an Russland jetzt nicht den „Höllischen“ erkennen, jetzt im konkreten vor uns liegenden Fall. Ohne Russland hätte die USA garantiert schon angegriffen. Die politischen Machtspielchen sind in Augen von Christen ohnehin nur von Fall zu Fall zu entscheiden und zu beurteilen. In einem anderen Fall könnten die Rollen weider völlig vertauscht sein.

      Unser Herr ist Christus, der Gekreuzigte und Auferstandene im Vater verbunden durch den Heiligen Geist, weder Putin noch Obama und deren Anhänger. Aber ich finde, dass wir mit dem Ausdruck „Höllische“ vorsichtig sein sollten. Die Hölle hat Ewigkeitscharakter und wir sollten uns hüten, irgendwelche Menschen, auch wenn sie Poltiiker sind (was selbstverständlich schwer fällt) als „Höllische“ also der Hölle anheimfallende Seelen zu sehen. Nur der Dreieine Gott hat die Weisheit, die Gerechtigkeit, die Gnade, die Macht, Menschen dorthin zu führen, wohin er gedenkt, dass es richtig ist. Wir wollen keine Vorverurteilungen treffen. Das steht uns nicht zu. Dann wären wir ja um nichts besser wie der islamische Gott, der seinen Gläubigen die Legitimiation gab, andere, nämlich die Ungläubigen zu verfluchen. Das wiederum wäre m. E. nicht christlich. Wir können Gut und Böse anhand der Bibel usw. gut unterscheiden, wenn wir unser Gewissen biblisch geschult haben. Aber wir alle sind Sünder. Und wenn wir uns besser wähnen als andere, dann sind wir nicht besser.

      Wir wissen nicht, wie der einzelne Mensch aufgewachsen ist, wie seine religiöse Erziehung war oder ob überhaupt eine stattgefunden hat, in welcher Kultur, in welcher Religion er aufgewachsen sit, welche Schicksalsschläge ihn getroffen haben, welche Kulturation er genossen hat, welcher Familie er anvertraut worden ist. All das weiß nur Gott, nicht wir. Das soll jetzt kein gutmenschliches Geschwafel und Geschwurbel werden. Aber Gott wird das alles berücksichtigen bei seiner Entscheidung. Dieser getraue ich mich nicht, vorzugreifen.

      Sind wahre Christen nicht die, die verzeihen können? Sind wahre Christen nicht die, die auch für Feinde beten können wie Jesus am Kreuz? Sind wahre Christen nicht die, die eben nicht „vorverurteilen“? Sind wahre Christen nicht die, von denen Jesus verlangt hat, dass sie ihr Kreuz auf sich nehmen und ihm (in allem) nachfolgen sollen so wie die Kopten dies uns vorbildlich durch Gebet in abgefackelten Kirchen gezeigt haben und für die Brandstifter – die Muslimbrüder – gebetet haben? Sind wahre Christen nicht die, die Jesus im Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner so klar unterschieden hat und die er durch dieses Gleichnis dem Zöllner, der wahrlich um Vergebung bat, zugeordnet hat?

      Aus diesem Grunde ist es gut und richtig, dass kein Mensch sagen oder bestimmen darf, dass der oder die in der Hölle, der ewigen Gottesferne schmort. In vielen Kommentaren lese ich hier von dem Begriff „die Höllischen“. Meine Wenigkeit würde im Hinblick auf die jesuanische Lehre von diesem Begriff Abstand nehmen. Für Dämonen sollte man natürlich nicht beten. Beten wir lieber für die, von denen wir meinen, dass sie zu den „Höllischen“ gehören, wenn sie noch leben. Da wir nie wissen, wer in der Hölle schmort, dürfen wir auch für Verstorbene im Allgemeinen beten, z. B. Jesus, nimm die auf, die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen. Damit brauchen wir bei einem Gebet weder an Hitler, an Stalin noch an Mao und Co. zu denken. Jesus wird dieses Gebet für die verwenden, die es am dringensten brauchen. Das weiß er allein am besten. Vertrauen wir darauf.

      Dann darf ich auf einen Artikel hinweisen, der zu diesem Thema gerade sehr gut passt:

      http://kath.net/news/43103

      Dieser Arzt hat auch zu den „Höllischen“ gehört. Aber durch besondere Umstände und mit Sicherheit auch durch Gebet hat er auf den christlichen Weg gefunden. Deshalb wäre ein Gebetssturm gerade für die noch lebenden „Höllischen“ richtiger als eine Vorverurteilung. Denken wir nicht zuletzt an die biblische Gestalt des Saulus, aus dem durch Jesu Ansprache ein Paulus wurde.

      • Emanuel Says:

        Ja, werter Bazillus, mit vielem kann ich durchaus übereinstimmen. Allerdings verstehe ich die biblischen Beispiele – z. B. vom „Zöllner“ – derart, das der Herr

        JEDEM – DER NACHHALTIG DARUM BITTET IHM SEINE SÜNDEN ZU VERGEBEN ZU SICH NIMMT

        Das ist ein wichtiger Unterschied zu dem Verständnis, das der Herr JEDEM MENSCHEN VERGIBT —- Das ist durchaus nicht der Fall !!!

        Nur der, der erkennt das er auf dem falschen Weg ist – nämlich auf dem HÖLLISCHEN WEG – und der entsprechend DIE RICHTUNG wechselt — nämlich den Weg des Herrn beschreitet – also den HIMMLISCHEN WEG gehen will , nur diesem wird vergeben …

        Dieser kleine Unterschied fällt bei vielen christlichen Darstellungen aus … den Christen scheint dieser wichtige Unterschied nicht bewusst zu sein !

        Ich sage noch einmal : ES GIBT ZWISCHEN GUT UND BÖSE KEINE EINHEIT Himmel und Hölle sind unvereinbar

        Wahre Christen beten für „FEINDE“ möglicherweise in der Form, DAS SIE DEN HERRN BITTEN DAS DIE FEINDE ERKENNEN ; DAS SIE – UM SEELIG WERDEN ZU KÖNNEN; IHREN HÖLLISCHEN WEG BEENDEN UND UMKEHREN MÜSSEN SICH DEM LICHT DES HERRN ZUWENDEN MÜSSEN ANSONSTEN WERDEN SIE – NACH UNSEREM GLAUBEN NICHT SEELIG

        Wahre Christen zwingen niemanden , den wahren christlichen Glauben anzunehmen – Jesus vergab allen, die e r k a n n t haben und willens waren, IHN anzunehmen –

        DEMNACH WIRD DEN UNEINSICHTIGEN HÖLLISCHEN AUCH NIEMALS VERGEBEN

        Und „höllisch“ gebrauche ich als Gegensatz zu „himmlisch“ – wobei nach meinem Verständnis „höllisch“ bereits bei unserer ausgeprägten SELBSTLIEBE beginnt-
        die den Gegensatz zur NÄCHSTENLIEBE darstellt – weiterhin ist höllisch – nach meinem Verständnis bereits die ausgeprägte Liebe zum Materiellen, der alles andere untergeordnet wird — Höllisch ist bereits unser „normales“ Leben geworden …. wir wissen es nur nicht ….. wir sehen nicht … und wir hören erst recht nicht …

        LG

  2. e Says:

    https://koptisch.files.wordpress.com/2012/07/humaabedinandhillaryclinton.jpg?w=819&h=819

    Hier sehen Sie, werte „Christen“ – Ihre nächste Präsidentin der „Vereinigten Staaten von Amerika“

    Dank der stetigen Arbeit des Knechtes Christis ….herausgefunden …

  3. Bernhardine Says:

    Apropos USA

    „“Albright löst Sturm der Entrüstung aus
    Bei einer Signierstunde ihres Buchs „Ein Winter in Prag“ vergangene Woche in einer Buchhandlung in Prag stieß Albright im Zorn die Worte „Ekelhafte Serben! Raus!“ aus.
    Sie reagierte damit auf Mitglieder der Vereinigung „Freunde der Kosovo-Serben“, die Albright baten, Plakate mit Fotos serbischer Opfer aus dem zu ihrer Amtszeit 1999 geführten NATO-Luftkrieg gegen Jugoslawien zu signieren…““
    http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/1661258/albright-loest-sturm-der-entruestung-aus.html

  4. Bazillus Says:

    werter Emanauel,
    da stimme ich mi Dir völlig überein. Erst Umkehr, dann ist Vergebung möglich, nach jesuanischem Verständnis und auch nach christlichem Verständnis. Und das ist auch zu verkünden. Aber trotzdem: Ich würde niemandem den Titel „Himmlischer“ verleihen. Und ins Herz schauen kann nur Gott. Darum würde ich über Menschen weder von „Himmlischen“ noch von „Höllischen“ reden, weil wir Gott nicht kennen. Wir kennen nur den Gott, den Jesus uns gezeigt hat. Wir kennen aber nicht den Gott, über den Jesus sagt: Bei Gott ist kein Ding unmöglich. Das Geheimnisvolle ist von uns zu akzeptieren. Würden wir Gott kennen, wäre er berechenbar und durchschaubar. Da wir es aber in unserem Dreieinen Gott mit einem Gott der liebenden Vollkommenheit zu tun haben, dürfen wir voller Vertrauen auf Gott über Menschen niemals den Stab brechen, wohl zwar mit de menschlichen StGB, um die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten, aber nicht im Privatbereich. Die Opfer mögen innerlich aus Rache die Todesstrafe für richtig halten, was ich auch verstehen kann, aber aus christlicher Sicht ist dieses nicht in Ordnung. Darum bin ich persönlich gegen jede Art von Todesstrafe, weil jedem Menschen in seinem natürlichen Leben die Umkehr- und Bekehrungsmöglichkeit seiner Seele möglichst lange gegeben werden sollte und das Leben von Menschen von Staats wegen nicht von Staats oder von Amts wegen beendet werden sollte. Rache des Todes ist nach meinem Verständnis schändlich. Wenn der Staat keine anderen Möglichkeiten zu bieten hat, ist er m. E. kaum ein Rechtsstaat.

    Mir geht es um die Begrifflichkeiten, die Menschen in eine Schublade stecken. Wir können zurecht die Taten, die sie begangen haben als höllisch oder himmlisch bezeichnen. Aber die Menschen selbst würde ich nicht so bezeichnen wollen. Das wollte ich nur zum Ausdruck bringen.

    Wenn die Kommentatoren weiterhin diese Begriffe verwenden wollen, ist das für mich ok.

    • Emanuel Says:

      Wiederum große Übereinstimmung lieber Bazillus – Ich kann höllisch auch ersetzen mit „böse“ und „falsch“ und „himmlisch“ mit „gut“ und „wahr“ ! Wäre das dann ok??

      Liebe Grüße

      • Andreas Says:

        ein sehr aufschlussreicher dialog – irritierend ist ja auch, dass die allermeisten mal gut, mal schlecht, mal nächstenliebend, dann wieder nächstenhassend sind, manchmal sogar gleichzeitig dem himmel wie der hölle zugeneigt sind. wir durchleben also allerhand metamorphosen – vom engelshaften wesen bis zum heimtückischen teufelssohn reicht das spektrum zumindest in der menschlichen fantasie noch bei jedem…
        bevor noch jemand zur bösen tat schreitet, hat er sich schon in seinen bösen (verfestigten) absichten in schuld begeben – wohlfühlend, wohlwissend, wohl-abwägend, trotz aller zweifel. auch der sündige mensch spürt sein gewissen, ahnt sein mögliches bestraft/gerichtet-werden und weiß um die schwere seines vergehens in der regel bescheid. so gesehen ist selbst beim schwersten sünder die moral/ethik intakt, als dass er ihrer trotz zuwiderhandlung gewahr bleibt. alle anderen sind prinzipiell psychopathisch eingefärbt. – im islam hingegen entspringt die „böse“ tat, der „boshafte“ leitgedanke einer „guten“ absicht – einem das böse sanktionierenden „heilsplan“ Gottes mit der welt! hier ist UNSERER moral/ethik-begriff schroff ins gegenteil verkehrt, unser Gottesverständnis/Gottesbild schlechthin ins „höllische“ umgedeutet. der übelste hetzprediger oder islam-killer kann somit nicht schuld oder reue empfinden, nicht mit unseren moralischen wertemaßstäben beurteilt werden. sie wissen tatsächlich nicht, WAS sie da tun?!…für diese umnächtigten seelen zu beten, dass das göttliche licht auch auf sie scheine, ist vielleicht das wirksamste, sie von ihrem peinigenden bann zu befreien…

      • e Says:

        In der Tat können wir Christen aus unserer Sichtweise das Böse und Falsche an der Lehre des Islam deutlich und unschwer erkennen ! Wer für seinen „Glauben“ mordet und tötet und den anderen hasst wie die Pest ….. kann keinen wahren Glauben haben – unmöglich ! Und die Masse der Islam-Gläubigen akzeptiert stillschweigend die perversen Mörder aus ihren eigenen Reihen ….

        Ich glaube Andreas — es ist entscheidend das der Mensch heute noch EIN GEWISSEN hat – oder anders , wer noch ein Gewissen hat – ist für den Schöpfer – Jesus Christus – noch nicht verloren …….

        Die ohne Gewissen – haben keine – gar keine Verbindung mehr zum Herrn …

        Liebe Grüße

  5. Bazillus Says:

    Werter Andreas,
    tolle Bestandsaufnahme und Kurzcharakteristik zur Schuldfrage. Schuld ist nur Schuld da, wo Schuld als Schuld erkannt wird. Der Islam-Killer ist wie Du so schön schreibst, islamisch geprägt, seelisch und geistig „umnächtigt“. Ein toller Ausdruck. Danke.
    Ja, der Mensch ist den Einflüsterungen des Göttlichen und des Teuflischen ausgesetzt, aber er wird auf Erden nicht zu Engelsgleichen und zuTeufelssöhnen. Aber eine gute Beschreibung dessen, was Du meinst.

    Aber Du machst einen grundsätzlichen Fehler: Du denkst als religiöser Mensch. Und die wenigsten Menschen sind in dieser Gesellschaft noch religiös.

    Die Sündigen, die wir ja alle sind, sind, wenn sie diesen Begriff verwenden und auf sich beziehen, in einen religiösen Kontext eingebunden. Viele sehen z. B. Abtreibung nicht als „Sünde“ oder „Fehler“ an, weil sie durch unsere Gesetzgebung ein Recht auf Tötung von ungeborenen Kindern bekommen haben uns sich auf dieses „Recht“ berufen können. Das Thema „Sünde“ ist somit vielschichtig. Was für einen Christen Sünde darstellt, wird für einen humanistischen Atheisten keine Sünde sein. Der Ausruf unseres Herrn am Kreuz ist somit auf viele Menschen auch heute anzuwenden: „Vater vergibt ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“. Weder die damaligen Juden, noch die Vertreter des jüdischen Volkes auf dem Richtplatz, die „KReuzige ihn“ schrien, noch die römischen Henker wussten nicht a) was sie taten und insbesondere b) wen sie umbrachten. Darum trifft sie auch keine Schuld. Die Pharisäer als die Rechtgläubigen der Juden hielten Jesus für einen Scharlatan. Sie sahen in ihm nicht den Sohn Gottes. Kann man es ihnen verdenken, wenn sie die 10 Gebote Moses als ihre feste Richtschnur lebeten („Du sollt keine fremden Götter neben mir haben)? Das Wort Jesus am Kreuz hat somit nicht nur urgöttlichen gnadenvollen Sinn,sondern sogar faktisch sachlich-irdische Gründe. Sie haben nicht ERKANNT. Und dieses NICHTERKENNEN: Kann da Schuld im Spiel sein? Schuld kann höchstens Pontius Pilatus angelastet werden, weil er erkannte, dass Jesus „unschuldig“ war. Aber auch er erkannte nicht die Position Jesu. Hätte er sie erkannt, hätte er eine andere Entscheidung getroffen. Jesus wollte diesen Tod so öffentlich sterben, um sein Erlösungswerk vollenden zu können. Schuld ist also eine „vage Größe“ in dieser Teil der Kreuzigungsszenerie der Bibel. Und diese Schuld wurde von Christen viele Jahrhunderte völlig unrechtmäßig den Juden zugesprochen, die keine war.

    Weil Christen in Europa politisch nichts zu sagen haben und die „C“DU zur Humanismushure unter christlichem Zweckdeckmantel verkommen ist, werden christliche Sündenbegriffe zunehmend negiert und in andere unchristliche Rechtsnormen gebracht. Die PC orientiert sich weitgehend an einem restchristlichen Moralsozialverhalten, aber ohne Gewissenserforschung nach Gottes Geboten und biblischen Normen. Die PC oder der Humanismus sind deshalb so gefährlich, weil sie täuschen. Sie täuschen gottes-jesu-entkernte Lehre vor. Sie finden jedes „Soziale“ gut, was angeblich dem Menschen dient. Er vertritt ein auf die Bedürfnisse des Menschen zugeschnittenes Welt-und-Rechts-Bild, welches deshalb über Leichen geht und der Wert des Lebens vom Verständnis her zunehmend Schaden nimmt. Sie perpertieren das Soziale und gewöhnen den Menschen die Eigenverantwortlichkeit ab, indem das Faule belohnt und das Fleißige bestraft wird. (Ich betone immer wieder, dass nicht diejendigen Hartz-IV-Empfänger gemeint sind, die aus Not in diese Lage gekommen sind, sondern diejenigen, die dieses System der Vollversorgung ausnutzen). Der Humanismus in PC eingepackt ist ein menschenzentriertes Weltbild, in dem Jesu Lehre nur noch in restgrundsätzlichen Fragen Annahme findet. Der biblisch-göttlich zentrierte Überbau hat in der Politik kaum Platz. Da der Humanismus immer weniger religiös-christlichen Grundlagen hat, ist er in gleichem Verhältnis zunehmend dem Zeitgeist unterworfen, bis irgendwann der Rentner, der Behinderte, sobald er als finanzielle Belastung für die Gesellschaft im Sinne des edelkapitalistischen Kosten-Nutzen-Faktor-Denkens angesehen wird, ihm ein humaner Tod unter den Klängen seiner Beethoven oder Beatles-Musik „geschenkt“ wird, natürlich alles freiwillig. Ohne den Dreieinigen Gott verschieben sich die moralisch-ethischen Gesetzmäßigkeiten zunehmend. Verzicht geht garnicht, ist inhuman. Spaß und Fun der primitiven Partyart ist menschlich, somit gut für eine Ideologie. ‚Ehescheidung ist toll, wird erleichtert, bald genügt nur eine Erklärung vor dem Standesamt, alle anderen Lebensformen sind gleichwertig, alle anderen Ideologien und Religionen sind gleichwertig. All das ist Humanismus pur. Dabei bleibt der Mensch auf der Strecke. In der Sexualität sind bis auf Gewaltanwendung alle Schranken gefallen. Aber irgendwann kann sich das möglicherweise auch ändern, je nach Zeitgeistströmung

    Wenn Kinder in einer solchen Gesellschaft der humanistischen relativierenden Beliebigkeit, also ohne christliche Werte, aufwachsen, wie soll da Schuld entstehen nach christlichem Verständnis. Und hier trifft wieder zu: … sie wissen nicht, was sie tun.


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