kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Hat sich das Blatt gegen die Kriegstreiber gewendet? 28. September 2013

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 20:03

 

Werden die vergangenen Wochen in künftige Geschichtsbücher als die Phase eingehen,

in der sich das Blatt gegen unsere interventionistische Außenpolitik wendete?

 

 

Anfang September stand die Regierung Obama kurz davor, Tomahawk-Marschflugkörper gegen Syrien abzufeuern. Diese Raketen seien notwendig, so behauptete die Regierung, um die syrische Regierung für den Einsatz von Giftgas gegen die eigene Bevölkerung zu bestrafen. Berichten zufolge plante die Regierung zusätzlich zu den Raketenangriffen Luftangriffe und sogar weitere Militäraktionen gegen Syrien. Das Gerede von einem »Schuss vor den Bug« als Warnung an die Adresse der syrischen Regierung eskalierte ebenfalls, als einige erklärten, es sei notwendig, das syrische Militär zu schwächen, um einen Regimewechsel zu ermöglichen. Die Regierung weigerte sich sogar, den Einsatz von Bodentruppen in Syrien auszuschließen. Außenminister John Kerry griff zu einem alten Trick, der in der Vergangenheit schon des Öfteren funktioniert hatte. Assad sei ein neuer Hitler, hieß es, und jetzt nicht anzugreifen, käme einer Wiederauflage der Beschwichtigungspolitik gleich, wie sie Neville Chamberlain mit dem Münchener Abkommen praktiziert habe.

 

Die Regierung legte ihre Beweise vor, die die Behauptung, die syrische Regierung stecke hinter dem Gasangriff, untermauern sollten, und der Präsident forderte den Kongress auf, ihn zum Einsatz militärischer Gewalt gegen Syrien zu ermächtigen. Aus Umfragen ging hervor, dass die amerikanische Bevölkerung nur sehr geringes Interesse daran hatte, in einen weiteren Krieg im Nahmittelosten verwickelt zu werden. Und da die Regierung keine überzeugenden Beweise für ihre Behauptung vorlegen konnte, ging die Unterstützung in der Bevölkerung noch weiter zurück. Wie immer in solchen Fällen verbreiteten die Medien Kriegspropaganda. Dann geschah Unglaubliches. Es begann im britischen Unterhaus, das eine Beteiligung des Landes in einer von den USA angeführten Militäraktion gegen Syrien ablehnte. Großbritannien hatte sonst immer verlässlich auf der Seite der USA gestanden, wenn es um Kriegseinsätze im Ausland ging, und daher war das Ergebnis dieser Abstimmung ein wirklicher Schock. Obwohl sich das amerikanische Repräsentantenhaus und der Senat hinter die Entscheidung des Präsidenten, Syrien anzugreifen, stellten, die Bevölkerung war dagegen.

 

Die Unterstützung der »normalen« Abgeordneten und Senatoren bröckelte, da Tausende von Amerikanern ihre Volksvertreter kontaktierten und aus ihrer Ablehnung der Absicht des Präsidenten keinen Hehl machten. Es schien, als wäre die Abstimmung im Repräsentantenhaus schon verloren, und auch die Unterstützung des Senats galt nicht mehr als sicher. Dann bekamen selbst Senatoren die Verärgerung der amerikanischen Bevölkerung zu spüren, und es zeichnete sich eine verheerende und historische Niederlage für den Präsidenten ab. Die Regierung und ihre Verbündeten, die den Krieg befürworteten, konnten sich eine Niederlage im Kongress nicht leisten, da dies ihnen endgültig die Möglichkeit eines amerikanischen Angriffs genommen hätte. Daher forderten sie eine Verschiebung der Abstimmung – zumindest um einige Zeit. Es wäre allerdings sehr viel besser gewesen, wäre der Antrag des Präsidenten in beiden Häusern beraten und dann im Senat und Repräsentantenhaus abgelehnt worden. Aber auch ohne eine Abstimmung ist offensichtlich, dass sich hier eine größere Wende vollzog.

 

Ein russischer Vorschlag, die Chemiewaffen der syrischen Regierung unter internationale Kontrolle zu stellen und dann zu zerstören, wurde, so scheint es, durch eine eher beiläufige Äußerung Kerrys, ein solcher Schritt könnte die USA veranlassen, von einem Angriff abzusehen, ausgelöst. Auch wenn jetzt noch die Einzelheiten geklärt werden müssen, so lässt uns der russische Plan, dem die syrische Regierung bereits zugestimmt hat, hoffen, dass ein amerikanischer Angriff verhindert werden kann. Das amerikanische Volk hat sich gegen Krieg ausgesprochen. Viele Menschen werfen nun Fragen auf, die ich selbst schon oft gestellt habe: Warum sehen wir uns immer genötigt, einzugreifen, wenn irgendwo auf der Welt innere Unruhen ausbrechen? Warum müssen wir uns immer um die Lösung der Weltprobleme kümmern? Hier vollzieht sich ein grundlegender Wandel, der mir Mut macht. Wir haben einen großartigen Sieg für die Sache des Friedens und der Freiheit errungen. Hoffentlich können wir darauf aufbauen und daran anknüpfen. {Quelle: info.kopp-verlag.de – Ron Paul}

 

One Response to “Hat sich das Blatt gegen die Kriegstreiber gewendet?”

  1. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG Says:

    Hat dies auf Aussiedlerbetreung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Irgend wann muß ja denen auch die Puste ausgehen ohne Geld und nur leeren Versprechen! 20 und mehr Jahre nur Bluten für Kriege, die denen das Wasser abgrub? Wo sind deren Verbesserungen, wie dem Reich versprochen: „Befreiung“?


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s