kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Burkini-Urteil: Muslima müssen mitschwimmen … im Ganzkörperbadeanzug! 13. September 2013

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 13:32

 

 

Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass muslimischen Schülerinnen gemeinsamer Schwimmunterricht mit Jungen zugemutet werden kann. Sie könnten im Ganzkörperbadeanzug teilnehmen.

 

Muslimische Mädchen dürfen dem Schwimmunterricht in Schulen nicht ohne weiteres aus religiösen Gründen fernbleiben. Die Teilnahme in einem Burkini – einem Ganzkörperbadeanzug – sei ihnen zuzumuten, entschied das Bundesverwaltungsgericht am Mittwoch. Es wies damit die Klage einer 13 Jahre alten Gymnasiastin aus Frankfurt ab (Az.: 6 C 25.12). Sie hatte eine Befreiung vom gemeinsamen Schwimmunterricht für Jungen und Mädchen erwirken wollen und sich auf die Religionsfreiheit berufen. Für die hessische Kultusministerin Nicola Beer (FDP) hat das Urteil eine Bedeutung weit über den Frankfurter Einzelfall hinaus. „Die Entscheidung wird eine leitende Rechtsprechung sein für ähnliche Fälle, die es immer mal wieder in Deutschland gibt.“ Das Leipziger Gericht habe ein ausgewogenes Urteil gesprochen und alle wichtigen Aspekte gewürdigt. „Es ist wichtig für Kinder, auf eine Gesellschaft zuzugehen und nicht von ihr ausgeschlossen zu werden“, sagte Beer in Frankfurt. „Die Schulpflicht gilt zwar für alle. Wir haben aber durch den Ganzkörperbadeanzug gezeigt, dass es möglich ist, die Glaubensfreiheit ebenso zu beachten wie den Bildungsauftrag.“

 
 

Video: Heinz Buschkowsky zum Burkini-Streit

 

 

Religionsfreiheit contra Erziehungsauftrag

 

Die Bundesverwaltungsrichter urteilten, eine Unterrichtsbefreiung aus religiösen Gründen sei nur in Ausnahmefällen möglich. Bei der muslimischen Schülerin kollidiere ihre grundgesetzlich geschützte Religionsfreiheit mit dem verfassungsrechtlichen verankerten Erziehungsauftrag des Staates. In solchen Konflikten müsse grundsätzlich abgewogen werden, und es müsse auch nach Kompromissen gesucht werden, sagte der Vorsitzende Richter Werner Neumann. Der Burkini – ein islamkonformer Badeanzug, der nur Gesicht, Hände und Füße freilässt – sei eine Möglichkeit. Die Schülerin hatte argumentiert, die Teilnahme am Schwimmunterricht verletze ihre religiösen Bekleidungsvorschriften. Auch das Tragen eines Burkinis lehnte sie ab. „Der Weg, einen Burkini zu tragen, der stigmatisiert sie, der führt zu ihrer Ausgrenzung“, sagte ihr Anwalt Klaus Meissner. Zudem dürfe sie sich auch nicht dem Anblick leichtbekleideter Jungen im Schwimmbad aussetzen. Dem folgten die Bundesverwaltungsrichter nicht.

 

Leichtbekleidete junge Männer seien in Deutschland im Sommer überall zu sehen, auch auf den allgegenwärtigen Werbeplakaten sei das Alltag. Der Anblick leichtbekleideter männlicher Schüler im Schwimmbad beinträchtige die 13-Jährige somit nur „geringfügig“ in ihrer Glaubensfreiheit, erklärte Neumann. In dem Falle überwiege der staatliche Bildungs- und Erziehungsauftrag. Der Vater der 13-Jährigen hatte vor der Urteilsverkündung erklärt, er wolle die Entscheidung akzeptieren. Ähnlich urteilte der 6. Senat noch in einem zweiten Verfahren, das am Mittwoch in Leipzig verhandelt wurde. Die Eltern eines inzwischen 18-jährigen Sohnes hatten vor fünf Jahren beantragt, dass der Junge im Rahmen des Unterrichts nicht den Kinofilm „Krabat“ ansehen müsse. Darin ginge es um schwarze Magie – und das sei mit ihrem Glauben als Zeugen Jehovas nicht vereinbar. Auch hier kollidierte das Grundrecht auf elterliche Erziehung in religiösen Fragen mit dem staatlichen Bildungsauftrag. Richter Neumann betonte, dass der Schulunterricht in einer pluralistischen Gesellschaft nicht auf jeden religiösen Belang Rücksicht nehmen könne. „Eine Gestaltung des Unterrichts, die jeder Glaubensvorstellung Rechnung trägt, ist nicht praktikabel. Eine weitgehende Auflösung des Unterrichts wäre die Folge.“ Den Film „Krabat“ hätte sich der Schüler anschauen müssen. {Quelle: www.n24.de

 

 

 

 

 

Willkommen in der Burkini-Republik

 

 

Schwimmen sollte jeder können. In deutschen Schulen haben es muslimische Mädchen besonders schwer. Unsere Badeanzüge sind zu freizügig.

 

Neopren statt Haut ist die Antwort, weil Dabeisein alles ist. Was ist Integration? Sie meint Mitmachen, nicht Nachmachen. Dabei werden irgendwann die Distinktionsmerkmale der Minderheiten transzendiert, also auf den Kopf gestellt, und sie werden damit unwichtig. Getragen wird der Prozess maßgeblich von den Migranten selbst. Sie bewegen sich auf die Mitte zu. Ist es bedeutsam, ob eine Muslimin ein Kopftuch beim Joggen trägt? Nein, faszinierend ist doch, dass sie joggt, manchmal sich sogar im langen Mantel in Nordic Walking übt und damit einem Lieblingssport der deutschen Mehrheitsgesellschaft frönt.

 

 

Immer mehr Migranten haben Hunde und Fahrräder

 

So wie man auch immer mehr fahrradfahrende Migranten sieht, die zudem anfangen, sich Hunde zu halten, nicht mehr die bösen Beißer der Jungs mit Goldkettchen und breiten Schultern, sondern Schoßhündchen. Integration ist auch eine Frage von Flexibilität, Witz und Gefühl. Bis sie die Religionsfreiheit berührt, doch auch da dehnen sich die Ränder. Mögen wenige muslimische Eltern eisern bis vor die Gerichte gehen, um zu verhindern, dass ihre Mädchen in den Turn- oder Schwimmunterricht gehen oder bei Klassenfahrten im Landschulheim übernachten: Die Schulen zeigen sich innovativ (man wünschte sich dies generell bei allen schulischen Belangen!) und bieten Ganzkörperschwimmanzüge, an oder dass Eltern ihre Mädchen abends aus den Landschulheimen abholen können.

 

 

In Gaza gehen die Frauen verschleiert ins Meer

Ist dies falsch verstandene Toleranz? Härte und Prinzipialismus bringen manchmal nicht weiter. Dafür gibt es wie gesagt die Gerichte. Der Impuls der Teilhabe geht von den Kindern selbst aus. Sie wollen mitmachen. Also wie? Neopren zu tragen ist auch gut gegen Chlorallegerien, und davon sind viele Kinder betroffen. In früheren Jahren schwammen muslimische Mädchen oft in ihren Kleidern, bis die Wollfussel die Abflüsse zu verstopfen drohten.

 

 

Frei-Schwimmer, um nicht unterzugehen

Läge Afghanistan am Meer, die Frauen würden mit der Burka hineinspringen wie die Palästinenserinnen am Strand von Gaza. Warum darüber Worte verlieren? Weil auch die Europäer zu Beginn der bürgerlichen Gesellschaft schwimmen lernen mussten. Heute sollten alle Frei-Schwimmer sein, um im gemeinsamen Fluss des Lebens nicht unterzugehen.

{Quelle: www.welt.de –  Von Andrea Seibel}

 

 

 

 

 

 

Religiöse Vorschriften haben im Unterricht nichts verloren

 

 

Bildungsauftrag und Integration sind in der Schule wichtiger als die Glaubensvorstellungen einzelner.

Gut, dass zwei Urteile diese Sicht gestärkt haben.

 

Zwei Einzelfälle, aber ein großes Thema: Das Bundesverwaltungsgericht hat heute zweimal geurteilt, dass religiöse Vorschriften kein Grund sind, den Schulunterricht ausfallen zu lassen. Das grundsätzliche Problem der Schulen ist damit nicht gelöst, denn sie müssen eine Reihe unterschiedlicher Ziele unter einen Hut bringen: Religionsfreiheit, Schulpflicht und die Integration von Minderheiten. Im ersten Fall ging es darum, ob eine heute 13-jährige Muslimin gemeinsam mit Jungen zum Schwimmunterricht gehen musste. Die Schule erlaubte einen Ganzkörperbadeanzug. Aber das Mädchen wollte einen solchen Burkini nicht tragen und auch keine halbnackten Jungen sehen müssen. Im zweiten Fall wollten Zeugen Jehovas verhindern, dass ihr Sohn mit seiner Klasse den Film Krabat ansieht, der im Unterricht besprochen werden sollte. Die schwarze Magie, Inhalt der Buchvorlage und des Films, sei mit ihrem Glauben unvereinbar, sagten die Eltern. Ins Kino gehen, schwimmen – daran scheitern Schulabschluss und Karriere nicht, könnte man argumentieren. Wenn das Kind trotzdem dorthin gezwungen würde, gerate es in Gewissensnöte, weil seine Religion es ihm verbietet, oder es fühle sich nicht respektiert.

 

Doch das sind schlechte Argumente. Ins Kino gehen und schwimmen sind vielleicht Luxus im Vergleich zu Vokalbellernen und Bodenturnen. Aber beides gehört nicht ohne Grund zum Schulalltag. Denn von Erlebnissen außer der Reihe können Schüler im Denken, im Selbstbewusstsein und im sozialen Zusammenhalt profitieren. Aber nur, wenn alle teilnehmen. Außerdem: Wenn Kinder Krabat nicht ansehen sollen, was will man ihnen noch vorenthalten? Harry Potter sowieso, aber auch Faust und Zauberlehrling? Manche Kirchengemeinschaften wollen nichts von Evolution und Sexualkunde hören. Das hieße, den Kindern das Denken zu verbieten. Aber Aufgabe der Schule ist es, gerade das zu fördern. Sie muss den Konflikt mit den Eltern aushalten und die Kinder stärken, falls sie sich unter Druck gesetzt fühlen oder selbst unter Druck setzen.

 

 

Sport und Kino sind kein überflüssiger Luxus

 

Sportunterricht und Schwimmen sind außerdem nicht überflüssig. Ohne Bewegung fällt das Denken schwer. Im Sport können mal die punkten, die in Mathe und Englisch schlecht sind. Umgekehrt erfahren andere zum ersten Mal, wie es ist zu scheitern. Kinder gehen auch beim Schwimmen an ihre Grenzen und erleben sich als Gemeinschaft. Wer nicht teilnimmt, signalisiert: Ich gehöre nicht dazu. Die meisten muslimischen Schülerinnen haben allerdings ohnehin kein Problem mit dem Schwimmunterricht. Sie machen einfach mit, im Badeanzug und manche im Burkini. Nur wenige empfinden schon den gemeinsamen Sport als Zumutung. Religiöses Empfinden ist sehr privat, und religiöse Vorschriften werden privat ausgelegt. Glaube, Kleidungsstil, besondere Talente oder Defizite: Schule muss ganz unterschiedliche Menschen vereinen und sie Respekt vor diesen Unterschieden lehren. Aber das Fernbleiben von bestimmten Unterrichtsstunden zu akzeptieren, ist kein Respekt, sondern Kapitulation. Schulen kommen immer wieder in Not über diese Fragen. Sie werden auch weiterhin nach Kompromissen suchen und abwägen müssen, was einem einzelnen Kind (oder seinen Eltern) zugemutet werden kann. Dabei sollte einfach klar sein: Ob ein Schüler am Unterricht teilnimmt, ist nicht privat. Bildungsauftrag und der Wunsch nach Integration aller Minderheiten müssen Vorrang haben vor dem privaten Glauben. Die Urteile haben diese Sicht gestärkt. {Quelle: www.zeit.  – Ein Kommentar Von Parvin Sadigh}

 

 

 

4 Responses to “Burkini-Urteil: Muslima müssen mitschwimmen … im Ganzkörperbadeanzug!”

  1. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG Says:

    Hat dies auf Aussiedlerbetreung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Ich verstehe das Argument, denn in deren Heimat, wo gibt es da so viele Flüsse, Seen und auch Küsten, wie unser Deutsches, unser Reich hat? Merkt Ihr nicht, das es eine Pflicht ist seine Heimat innen und aussen zu kennen und das Eingewanderte unsere Heimat besiedeln? Nicht besiedeln, besudeln? Siehe Wien und Türken, die Polen hatten zu guter Letzt uns dann vor den Osmanen und deren Reich geretten! Und lebt ein Türke mit einem Geschäft in Warschau? Siehe deren Gesetze und die Öffnung in die EU, kein Türke hat dort doppelte Staatsangehörigkeit, also auch kein Geschäft, nur Botschaften und echte Diplomaten! Glück Auf, meine Heimat und pflanzt wieder Hanf und Mohn an, denn der Krieg braucht Heil-Mittel! Leinen, Erbsen und Bohnen, die wachsen auch schnell, also, ran und macht unser Leben wieder rein!

    • LourDesMarie Says:

      Eingewanderte unsere Heimat besiedeln? Nicht besiedeln, besudeln

      besudelt kann nur der werden der selbst nicht rein lebt–besser werde es sein!!die Politker stehen hinter den Europäern –und nicht hinter den Besudler!!mann könnte ja den Besudler ne Seife in die Hnad drücken,…..ohne Worte!–

  2. Bernhardine Says:

    OT

    BERLIN

    „Jugendliche“ griffen am U-Bahnhof Hermannstraße Sicherheitspersonal an, mit Suchbild:

    “”Zwei Jugendliche aus einer 15-köpfigen Gruppe gingen auf Sicherheitspersonal an der Hermannstraße los. Fahndung…
    Eine Sicherheitsmitarbeiterin erlitt mehrere Knochenbrüche im Gesicht und einen abgebrochenen Zahn, einer ihrer Kollegen mehrere Prellungen und Hämatome…”“
    http://www.bz-berlin.de/tatorte/sie-griffen-security-am-u-bahnhof-brutal-an-article1735257.html


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s