kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Vogel trägt eine kugelsichere Weste – Angst für Allah zu sterben? 7. September 2013

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 14:42
 

Pierre Vogel hätte es als Boxer weit bringen können. 2002 jedoch kündigt er seinen Vertrag als Profi – er kann den Sport nicht mehr mit seinem islamischen Glauben vereinbaren.

 

Ob als Boxer oder als Prediger:

Vogel will immer im Mittelpunkt stehen.

 

Der Hüne hat Angst. Angst, über die er eigentlich nicht sprechen möchte, aber sie dient ihm, der die Welt so gerne in Gut und Böse teilt, als Beweis, dass er der Gute sein muss, weil ihm die Bösen nach dem Leben trachten. Aus Angst vor einem Attentat trägt Pierre Vogel bei öffentlichen Auftritten eine kugelsichere Weste. Einer wie er, der sich mit seiner Ideologie derart in die Öffentlichkeit wagt, erhält regelmäßig Todesdrohungen. Anonym, übers Internet, aus allen Kreisen. Besonders ernst nimmt der Ex-Boxer Drohungen aus dem eigenen Lager, aus dem der radikalen Islamisten. Weil er eben nicht derart radikal sei wie die, sondern sich sogar öffentlich gegen Terror ausspreche, würden sie ihm nach dem Leben trachten. Diese Geschichte erzählt er, weil er sich verkannt fühlt, dargestellt als „Hassprediger“ statt als Gottesmann, als Fundamentalist statt als prinzipienfester Muslim. Wer also Ärger mit den bösen Jungs hat, zählt automatisch zu den Guten. Dass es so einfach nicht ist, versteht Vogel nicht. Schließlich bietet sein Salafismus in einer komplizierten Welt einfache Antworten.

 

 

Drohung mit der Hölle

 

Pierre Vogel ist ein Menschenfänger. Immer der lauteste im Raum, einer, der die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Aber auch einer, den man leicht unterschätzt, weil er daherkommt wie ein gutmütiger Riese, mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht und dem rheinischen Singsang in der Stimme, der ihn laut ARD-Moderator Frank Plasberg klingen lässt „wie der nette Sohn von Reiner Calmund“. Mit all seinem Charme prophezeite Vogel einst TV-Talker Johannes B. Kerner in dessen Sendung ewiges Leid in der Hölle, falls der den Islam nicht doch noch annehme. Das Publikum johlte. Als Profiboxer marschierte Vogel zu kölscher Karnevalsmusik zum Ring. In der einstigen Box-Hochburg sollte der aus dem benachbarten Frechen stammende Athlet zum Lokalmatador aufgebaut werden. Als Amateur hatte Vogel im Sportinternat Berlin-Hohenschönhausen in einer Klasse mit Schwimmerin Franziska van Almsick die Schulbank gedrückt. Mit den späteren Weltmeistern Felix Sturm und Jürgen Brähmer, die heute live im Fernsehen vor einem Millionenpublikum boxen, kämpfte Vogel in der Nationalstaffel. Wie sie wurde er, wenn auch auf andere Art, berühmt, wie sie hätte er auch reich werden können. Schließlich trainierte Vogel als Profi bei Meistermacher Ulli Wegner, stand bei Deutschlands mächtigster Box-Promotion unter Vertrag und stieg im Jahr 2000 im Vorprogramm von Vitali Klitschko in den Ring. Um den Weltmeistertitel kämpften schon Preisboxer mit weniger Talent.

 

 

Beten nach dem Training

 

Pierre Vogel aber kniete sich nach dem Training im Bauch des Kölner Fußballstadions zum Gebet nieder, 2002 kündigte er nach sechs Siegen und einem Unentschieden seinen Vertrag auf. Der Sport sei unvereinbar mit seinem Glauben, den er auf der Suche nach dem Sinn des Lebens für sich entdeckt habe, erklärte er dem erstaunten Management. Der 90 austrainierte Kilogramm schwere Hüne, der sonst stets ein hübsches Mädchen an der Hand führte und zur Begrüßung den Kölner Komiker Tom Gerhardt zitierte („Alles für den Dackel, alles für den Club“), schwor plötzlich allen weltlichen Genüssen ab. Seitdem dreht sich Vogels Leben nur noch um den Islam. Seine Mission ist die Dawa, die „Einladung“ zum Islam, den er „in jedes Haus in Deutschland“ tragen will. Seine Mutter, die in der Nähe von Köln eine Gaststätte führt, in dessen Keller der Sohn einst boxte, hat Vogel bereits bekehrt. Auch seine Schwester ist zum Islam übergetreten. Nur der Vater weigert sich beharrlich. Abiturient Vogel studierte den Koran im wahhabitischen Saudi-Arabien, wohin er einst auswandern wollte. Aber seine Tochter kam mit einem Herzfehler in Köln zur Welt, Vogel blieb mit seiner marokkanischen Ehefrau im Rheinland. Weil sich Videos, auf denen der Boxer von seiner Bekehrung zum Islam berichtete, im Internet rasend schnell verbreiteten, stieg Vogel zum Star der Konvertiten-Szene auf. Im Eiltempo wurde Abu Hamsa, so sein islamischer Name, das bekannteste Gesicht des Salafismus in Deutschland. Eine Rolle, die dem 35-Jährigen behagt. Er will nicht einer von vielen sein, sondern aus der Masse herausragen. {Quelle: www.fr-online.de –  Von Arne Leyenberg}

 

 

Salafisten-Prediger Pierre Vogel spricht am Roßmarkt 

 

 

Der Polizei steht in Frankfurt ein schwieriger Großeinsatz bevor: Der Salafisten-Prediger Pierre Vogel will eine Kundgebung auf dem Roßmarkt abhalten.

Die Einsatzkräfte erwarten Gegenproteste, etwa aus dem Umfeld des rechtspopulistischen Hetzblogs „Politically Incorrect“.

 

www.fr-online.de – Von Hanning Voigts

 

 

 

Der Vogel und das Riesenrad 

 

Wo Ex-Pink-Floyd Roger Waters lustlos eine „The Wall“-Show runterspulen darf, ist auch ein Hassprediger wie Pierre Vogel kein Problem.

Da sind die Frankfurter tolerant, denn sie wissen: Auch der größte Unsinn erledigt sich irgendwann von ganz alleine.

 

www.fr-online.de – Von Stefan Behr

 

 

 

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