kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Merkel gegen Adoptionsrecht und für Flüchtlinge 5. September 2013

Filed under: Von hier und dort — Knecht Christi @ 16:48

 

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat erklärt, die Union plane keine Gesetzesinitiative zum Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Paare.

 

 

Zudem bekannte sie sich zur Aufnahme von Flüchtlingen und forderte die Kirchen auf, „lebendig zu sein“.

 

 
Kanzlerin Merkel möchte kein Adoptionsrecht für eingetragene Lebenspartnerschaften, erklärte sie in einem Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Jede Diskriminierung homosexueller Menschen sei inakzeptabel, in der Frage der Adoption sei aber zu beachten, dass das Bundesverfassungsgericht ein Urteil zur sogenannten Sukzessivadoption gefällt habe, wonach ein Lebenspartner ein Kind adoptieren kann, das der andere Lebenspartner vorher angenommen hat. „Das Gericht hatte sich nicht mit dem Fall befasst, dass beide Lebenspartner gemeinsam ein Kind adoptieren möchten“, hob Merkel hervor.Zur Diskussion um das Familienpapier der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) erklärte Merkel: „Ich respektiere es selbstverständlich, wenn Menschen ihr Leben anders anlegen, weil auch in anderen Formen der Partnerschaft Werte gelebt werden, die für unsere Gesellschaft grundlegend sind. Dennoch halte ich den besonderen Schutz von Ehe und Familie, wie er im Grundgesetz angelegt ist, für richtig.“Die CDU-Parteivorsitzende sagte zur Rolle der Kirche in der Gesellschaft, dass es für die Trennung von Kirche und Staat gute Gründe gebe. „Ich möchte die Kirchen dennoch ermutigen, lebendig zu sein, auf die Menschen zuzugehen, um sie für das Christentum zu öffnen.“ Jede Gesellschaft sei auf ein Fundament grundlegender Werte und Normen angewiesen, „das sich bei uns ganz wesentlich aus christlichen Wurzeln speist.“ Politik trage eine Mitverantwortung dafür, „dass uns allen bewusst bleibt, wie wichtig unsere gemeinsamen Werte und Normen für unser Zusammenleben sind“. 

 

 

„Papst auf Lampedusa war berührend“

 

In dem KNA-Interview, das Dienstagmorgen mehrere Medien wie die Tageszeitung Die Welt zitieren, lobte Merkel die Reise von Papst Franziskus auf die von vielen Flüchtlingen fluktuierten Insel Lampedusa. Sie bekräftigte das im Grundgesetz verankerte Asylrecht politisch Verfolgter und betonte die Rolle Deutschlands bei der Aufnahme solcher Flüchtlinge: „Wir haben als einziges europäisches Land angekündigt, 5.000 weitere syrische Flüchtlinge aufzunehmen.“ Die Bundeskanzlerin ergänzte, dass Christen in Syrien und auch Ägypten das Menschenrecht hätten, ihre Religion frei auszuüben. „Den Menschen ist nicht geholfen, wenn sie ihre angestammte Heimat verlassen müssen, um ihren Glauben praktizieren zu können, auch wenn es Ziel religiöser Fanatiker sein mag, Andersgläubige zu vertreiben“, sagte sie.  „Deshalb fördert die Bundesregierung Projekte, die weltweit Religions- und Glaubensfreiheit gewährleisten sollen.“ {Quelle: www.pro-medienmagazin.de}

 
 
 
 
 
 
 
 
 

CDU – Kein Adoptionsrecht für Lebenspartner

 

Die Bundeskanzlerin stellt klar: Die CDU habe keine Pläne, eingetragene Lebenspartner Kinder adoptieren zu lassen.

Zugleich betonte Angela Merkel die herausragende Stellung der Kirchen.

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will kein Adoptionsrecht für eingetragene Lebenspartnerschaften einführen. Die CDU habe „keine Pläne“ für eine solche Gesetzesinitiative. Zugleich bekräftigte sie, dass „jede Diskriminierung homosexueller Menschen inakzeptabel“ sei. Merkel verwies auf das Bundesverfassungsgericht, das über die Frage, ob beide Lebenspartner gemeinsam ein Kind adoptieren dürften, noch nicht entschieden habe. Merkel bekannte sich zudem zu dem im Grundgesetz verankerten besonderen Schutz von Ehe und Familie. Familie sei für die meisten Menschen der wichtigste Ort, weil sie sich dort geborgen fühlten und sich aufeinander verlassen könnten. Zugleich betonte die Bundeskanzlerin ihren Respekt gegenüber Menschen, die „ihr Leben anders anlegen“. Auch dort würden „Werte gelebt, die für unsere Gesellschaft grundlegend“ seien. Merkel wünscht sich weiter von den Kirchen eine missionarische Haltung. „Ich möchte die Kirchen ermutigen, lebendig zu sein, auf die Menschen zuzugehen, um sie für das Christentum zu öffnen“, sagte sie. Jede Gesellschaft sei auf ein Fundament grundlegender Werte und Normen angewiesen, so die CDU-Vorsitzende. Dies speise sich bei uns „ganz wesentlich aus christlichen Wurzeln“. Laut Merkel ist es die Aufgabe des Staates, vernünftige Rahmenbedingungen „für ein freies, politisch unabhängiges kirchliches Leben und Wirken“ zu sichern.

 

 

 

Feiertag zum Reformationsgedenken

 

Der 31. Oktober 2017 wird aus Anlass des Reformationsgedenkens in ganz Deutschland ein außerordentlicher Feiertag sein, wie Merkel in dem Gespräch mit der Nachrichtenagentur KNA weiter ausführt. „Ich freue mich sehr, dass sich die Länder, die ja für die Feiertagsregelungen zuständig sind, geeinigt haben.“ Merkel erklärte, die Reformation sei eines der zentralen Ereignisse der deutschen Geschichte mit weltgeschichtlicher Bedeutung. Sie erhoffe sich, „dass etwas vom Geist der Reformation wieder zum Menschen gelangt“. Die Reformation habe die Entwicklung eines Menschenbildes gefördert, das maßgeblich von einem „neuen christlichen Freiheitsbegriff“ beeinflusst sei. Bund, Länder und Gemeinden unterstützten deshalb viele Projekte und Maßnahmen, mit denen das Jubiläum in all seinen Facetten gewürdigt werde. {Quelle: www.welt.de

 
 
 
 
 

Angela Merkel über Flüchtlinge und den Papst : Asylrecht für politisch Verfolgte

 

In der aktuellen Debatte über die Flüchtlingspolitik verteidigt Bundeskanzlerin Angela Merkel das europäische Asylsystem und spricht mit der Katholischen Nachrichten-Agentur auch über Fragen in der Familienpolitik.

 

KNA: In Ihrem Urlaub in Südtirol haben Sie ein Buch von Papst Franziskus gelesen. Wie kam es dazu?

Merkel: Seit seinem Amtsantritt beeindruckt mich Papst Franziskus mit seiner Botschaft und seiner Art. Bei der Privataudienz im Mai habe ich ihn als einen vielseitig interessierten, sehr gut informierten Mann kennengelernt, als einen Geistlichen, der sehr den Menschen und ihren Sorgen zugewandt ist. Das Gespräch mit ihm hat mich neugierig gemacht. Ich wollte mehr über den neuen Papst erfahren, und deshalb habe ich das Buch gelesen.

 

KNA: Die erste Reise des Papstes führte ihn nach Lampedusa, wo er Europa zu mehr Hilfe für die Bootsflüchtlinge aufrief. Ist die Kritik berechtigt und die Asylpraxis zu restriktiv?

Merkel: Die Worte und die Gesten des Papstes auf Lampedusa waren sehr berührend angesichts der Dramen, die sich leider immer wieder auf dem Meer vor dieser Insel abspielen. In Deutschland gilt für das Asylrecht der ebenso einfache wie klare Satz unseres Grundgesetzes: „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.“ Dieser Satz ist ein klares Bekenntnis. Seit 1953 wurden in Deutschland 3,7 Millionen Erst- und Folgeanträge gestellt. Jeder einzelne Antragsteller bekommt ein rechtsstaatliches Asylverfahren. Darüber hinaus nimmt Deutschland aus humanitären Gründen auch Flüchtlinge aus Drittstaaten auf. So haben wir als einziges europäisches Land angekündigt, 5.000 weitere syrische Flüchtlinge aufzunehmen. Das gemeinsame europäische Asylsystem gewährleistet, dass Verfolgte nicht in Gefahrensituationen zurückgeschickt werden. Es garantiert Asylbewerbern und Menschen, die internationalen Schutz genießen, innerhalb der EU anständige Bedingungen. Das Europäische Parlament hat diesen neuen Regeln Mitte Juni zugestimmt, und das begrüße ich sehr.

 

KNA: Besonders Christen geraten gerade in Syrien und Ägypten unter Druck. Kümmert sich Deutschland darum?

Merkel: Das Recht, seine Religion frei und ungehindert auszuüben, ist ein elementares Menschenrecht, das für alle Glaubensgemeinschaften gelten muss. Wir können nicht einfach hinnehmen, wenn es missachtet wird ganz gleich, wo das passiert. Und deshalb haben wir bereits mehrfach an die ägyptische Regierung appelliert, alles zu tun, um ihre koptischen Landsleute zu schützen. Den Menschen ist nicht geholfen, wenn sie ihre angestammte Heimat verlassen müssen, um ihren Glauben praktizieren zu können auch wenn es Ziel religiöser Fanatiker sein mag, Andersgläubige zu vertreiben. Deshalb fördert die Bundesregierung Projekte, die weltweit Religions- und Glaubensfreiheit gewährleisten sollen. Dazu zählen etwa Programme des interkulturellen Dialogs, also zwischen Menschen unterschiedlicher religiöser Bekenntnisse.

 

KNA: Es gibt eine dramatische Entkirchlichung der Gesellschaft. Was muss die Politik tun?

Merkel: Nach unserem Staatsverständnis sind Politik und Kirche getrennt – das hat gute Gründe. Ich möchte die Kirchen dennoch ermutigen, lebendig zu sein, auf die Menschen zuzugehen, um sie für das Christentum zu öffnen. Denn jede Gesellschaft ist auf ein Fundament grundlegender Werte und Normen angewiesen, das sich bei uns ganz wesentlich aus christlichen Wurzeln speist. Nicht zufällig beginnt der erste Satz unserer Grundgesetz-Präambel mit den Worten: „Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen.“ Die Aufgabe des Staates ist es zunächst, vernünftige Rahmenbedingungen für ein freies, politisch unabhängiges kirchliches Leben und Wirken zu sichern. Ich denke, die Politik trägt auch Mitverantwortung dafür, dass uns allen bewusst bleibt, wie wichtig unsere gemeinsamen Werte und Normen für unser Zusammenleben sind.

 

KNA: Die Evangelische Kirche in Deutschland hat ein Familienpapier vorgelegt. Was sagt das Mitglied Merkel zur Handreichung ihrer Kirche?

Merkel: Die EKD hat mit ihrem Papier eine rege Diskussion ausgelöst – innerhalb wie außerhalb der Kirche. Familie ist für die meisten Menschen der wichtigste Ort, weil sie sich dort geborgen fühlen, sich aufeinander verlassen können. Ehe und Familie sind das Fundament unserer Gesellschaft, sie stehen deshalb unter dem besonderen Schutz unseres Grundgesetzes und verdienen unsere besondere Unterstützung. Ich respektiere es selbstverständlich, wenn Menschen ihr Leben anders anlegen, weil auch in anderen Formen der Partnerschaft Werte gelebt werden, die für unsere Gesellschaft grundlegend sind. Dennoch halte ich den besonderen Schutz von Ehe und Familie, wie er im Grundgesetz angelegt ist, für richtig.

 

KNA: Wird eine neue Regierung Merkel das Adoptionsrecht für eingetragene Lebenspartnerschaften einführen?

Merkel: Die CDU hat keine Pläne für eine solche Gesetzesinitiative. Wir sind uns in der Union einig, dass jede Diskriminierung homosexueller Menschen inakzeptabel ist. In der Frage der Adoption ist zu beachten, dass das Bundesverfassungsgericht ein Urteil zur sogenannten Sukzessivadoption gefällt hatte. Das heißt, dass ein Lebenspartner ein Kind adoptiert, das der andere Lebenspartner vorher angenommen hat. Das Gericht hatte sich nicht mit dem Fall befasst, dass beide Lebenspartner gemeinsam ein Kind adoptieren möchten. Das hat das Bundesverfassungsgericht bislang nicht entschieden.

 

KNA: 2017 jährt sich der Beginn der Reformation zum 500. Mal. Welches Anliegen verbinden Sie mit dem Ereignis?

Merkel: Ich habe gesagt, dass ich mir erhoffe, dass etwas vom Geist der Reformation wieder zum Menschen gelangt – besonders zu denen, die von diesem Geist noch nie oder schon lange nicht mehr gehört haben. Wichtig ist mir, dass wir der Tragweite des Reformationsjubiläums gerecht werden. Die Reformation ist eines der zentralen Ereignisse der deutschen Geschichte. Und sie hatte, was ihre religiösen, gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Auswirkungen angeht, weltgeschichtliche Bedeutung. Die Reformation hat die Entwicklung eines Menschenbildes gefördert, das maßgeblich von einem neuen christlichen Freiheitsbegriff beeinflusst ist. Bund, Länder und Gemeinden werden deshalb viele Projekte und Maßnahmen vorbereiten und unterstützen, mit denen das Jubiläum in all seinen Facetten gewürdigt wird. Und ich freue mich sehr, dass sich die Länder, die ja für die Feiertagsregelungen zuständig sind, geeinigt haben, das 500. Reformationsjubiläum am 31. Oktober 2017 mit einem bundesweiten Feiertag zu begehen.

 

KNA: Sie sind sozusagen Großmutter eines Enkelkindes ihres Mannes. Was sind da Ihre besonderen Freuden als Oma? Und was möchten Sie dem Nachwuchs am liebsten mit auf den Lebensweg geben?

Merkel: Mein Mann hat sogar zwei Enkel. Und wir beobachten gespannt, wie sie die Welt entdecken, und sind immer wieder neugierig, was in ihren Köpfen vor sich geht. Ich wünsche ihnen, dass es ihnen gelingt, ihre Talente zu entfalten und so etwas aus sich und ihrem Leben zu machen.

Von Christoph Scholz und Volker Resing – Quelle: www.domradio.de

 

 

One Response to “Merkel gegen Adoptionsrecht und für Flüchtlinge”

  1. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG Says:

    Hat dies auf Aussiedlerbetreung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Längstens ausgedientes Modell, siehe ARTE und seinen Bericht über ein Geschäft der in ISRAEL ansässigen Firma, deren Geschäft ist es Samen der Spender an Leihmütter aus Inden zu vermitteln! Modernster Menschenhandel, gepaart mit der Versorung indischer Frauen, eventuell diese auch zur Aufzucht ein Leben inm Ausland zu organisieren! Siehe, wegen fehlender Betreuer, muß die leibliche Mutter einreisen dürfen und Bleiberecht bekommen! Glück Auf, meine Heimat und alles schon erlebt siehe Bigamie und Polygamie unter Asylanten und Migranten in Hartz IV und Kindergeld, auch Reisen in die Heimat zu Familienbesuchen!


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