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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Iraker greifen immer öfter zu Lynchjustiz – Sunniten jagen Schiiten 5. September 2013

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 17:16

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Trauernde tragen den Sarg eines 25-Jährigen Mannes, der bei einem Anschlag auf ein Kaffee in Bagdad getötet wurde. Allein seit April dieses Jahres verloren mehr als 4000 Menschen ihr Leben bei Bombenanschlägen im Irak.

 

 

Die rechtsstaatliche Ordnung im Irak macht mehr und mehr der Selbstjustiz Platz. Grauenhafte Internetvideos zeigen die ausufernde Gewalt – und eine Polizei, die tatenlos zusieht.

 

Ein gelynchter Attentäter, drei erschossene Lastwagenfahrer, die offenbar nur dem falschen Glauben anhingen: Im Irak fällt die rechtsstaatliche Ordnung mehr und mehr zusammen und macht anarchischer Selbstjustiz Platz. Aufgehängt an den Füssen, darunter ein alter Reifen als Futter für die Flammen, so zeigt ein körnig-verschwommenes Video die Lynchjustiz an einem mutmasslichen Terroristen in einem Vorort der irakischen Hauptstadt Bagdad. Die Polizei ist auch auf den Bildern zu sehen, wie sie tatenlos zuschaut. In einem anderen Video wird gezeigt, wie selbst ernannte Gotteskrieger syrischen Lastwagenfahrern auflauern und sie hinterrücks erschiessen, nur weil sie sie für Anhänger einer religiösen Minderheit halten. Die Taten, die beide Filme zeigen, werden von der Polizei bestätigt. Sie belegen, wie weit das Land an Euphrat und Tigris in Anarchie versunken ist. Die Sicherheitskräfte sind offensichtlich nicht mehr Herr der Lage. Seit April wurden im Irak rund 4000 Menschen getötet, die meisten durch Autobomben in Gegenden, in denen die Schiiten die Mehrheit stellen. Oft wird die sunnitische al-Kaida für die Gräueltaten verantwortlich gemacht. Erst am vergangenen Mittwoch riss eine Serie von Explosionen mindestens 82 Menschen in den Tod, 200 weitere Bürger von Bagdad wurden verletzt.

 

 

 

Polizei schaut tatenlos zu

 

Ebenfalls am Mittwoch tauchte das Video des brennenden Opfers der Lynchjustiz auf. Es könnte ein Hinweis sein, dass einige Iraker die Nase voll haben von untätigen Sicherheitskräften. Dutzende Schaulustige stehen im schiitisch dominierten Bagdader Vorort Dschisr Dijala um die hängende Leiche herum, viele haben ein Mobiltelefon in der Hand, um die grässliche Verbrennung des Verdächtigen im Bild festzuhalten. Es sind weit mehr Zivilisten als Polizisten auf den Bildern zu sehen – aber die Polizei ist offensichtlich auch da und tut nichts. Der Mann, der da verbrennt, soll aus einem von zwei Autos ausgestiegen sein, die wenig später explodierten, dabei acht Menschen töteten und mehr als 20 verletzten. Kurz nachdem das erste Auto detoniert war, wollen Augenzeugen ihn gesehen haben, wie er den zweiten Wagen parkte und dann schnell wegrannte. Er wurde von einer Meute gestellt, erschlagen und dann angezündet. Saad Maan, Sprecher des irakischen Innenministeriums, hat keine Antwort auf die Frage, warum die Polizei dem Treiben des Mobs offenbar tatenlos zusieht. «Natürlich lehnen wir diese Tat ab», sagt er hilflos.

 

 

 

Auf offener Strasse exekutiert

 

Bei dem anderen grausigen Fall – dem mit den syrischen Lastwagenfahrern – zeigt das Video, wie Patrouillen die drei Männer in der westlichen Wüste des Iraks anhalten und sie ausfragen. Die beiden beteuern, sunnitische Muslime zu sein. Die bewaffneten Wegelagerer glauben jedoch, ihre Art zu beten deute darauf hin, dass die Fahrer der schiitischen Minderheit der Alawiten angehören – der Religionsgemeinschaft, zu der auch der Clan des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zählt. Das reicht, um heutzutage im Irak zu sterben. Die Männer werden auf die Strassenmitte geführt. Unter Rufen, die Allah preisen sollen, wird ihnen in den Rücken geschossen. Keiner der Anwesenden zeigt auch nur eine Spur von Zweifel. Für Charles Lister, Irak-Experte beim Forschungsinstitut IHS Jane’s, ist klar: «Der Vorfall zeigt, dass al-Kaida einen größeren Einfluss im Irak hat, als es die Regierung zugibt.» Ministeriumssprecher Saad Maan sagt dagegen: «Die Sicherheitskräfte verstärken ihre Bemühungen trotz der Versuche von militanten Grupppen, sich vor Ort zu behaupten.»

 

 

 

Video soll Nachahmer abschrecken

 

Die Mehrheit der Iraker ist bedient von der seit zehn Jahren anhaltenden Gewalt im Land, die von der Auseinandersetzung der einzelnen muslimischen Glaubensrichtungen herrührt. Vor allem aber ärgert die Menschen die Machtlosigkeit der Sicherheitskräfte und treibt sie zur Unterstützung von Selbstjustiz. Hassan Sabih, der 28-jährige schiitische Betreiber eines Internet-Cafés in Bagdad, sagt über das Video des brennenden Gelynchten: «Der Typ hat seine gerechte Strafe gekriegt. Eigentlich hätte er das Zehnfache verdient.» Er sagt, er hoffe, dass das Video Nachahmer abschrecke. Und für die Polizei hat er nur Verachtung übrig: «Die können uns nicht beschützen.» Der 34-jährige sunnitische Bäcker Ammar Achmed hat ähnliche Ansichten. Er finde zwar nicht in Ordnung, dass der Mann gelyncht worden sei. Aber er zeigt Verständnis, warum das passiert ist: «Die Menschen haben kein Vertrauen mehr in Polizei und Regierung.» {Quelle: www.20min.ch – von Adam Schreck, AP}

 

Im Grossformat auf dem Videoportal

(Video: Reuters)

 

 

 

Mindestens 64 Tote bei Anschlägen im Irak

 

Bei einer Serie von Anschlägen sind am Dienstag im Irak mindestens 64 Menschen getötet worden. Etwa 150 Menschen seien verletzt worden, berichteten Polizei und lokale Medien. Die meisten Attentate seien Autobombenanschläge in Bagdad gewesen.

 

Ziele seien Viertel mit mehrheitlich sunnitischer und auch schiitischer Bevölkerung gewesen. Die Anschläge ereigneten sich nicht einmal eine Woche nach einer ähnlichen Gewaltserie, bei der in Bagdad und Umgebung 70 Menschen getötet worden waren. Die Sicherheitslage im Irak hat sich im laufenden Jahr dramatisch verschlechtert. Die Wut der sunnitischen Bevölkerungsminderheit auf die schiitisch dominierte Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki gilt als einer der Hauptgründe für die zunehmende Gewalt. Der Juli war nach Angaben der Vereinten Nationen mit mehr als 1000 Todesopfern der blutigste Monat der vergangenen fünf Jahre. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP wurden seit Jahresbeginn mehr als 3800 Menschen getötet.

Der schlimmste Anschlag in der Bombenserie vom Abend ereignete sich in dem vorwiegend von Schiiten bewohnten Bagdader Stadtteil Husseinija. Allein dort starben bei der Detonation zweier Autobomben neun Menschen, 32 wurden verletzt. Für diese jüngsten Anschläge übernahm zunächst niemand die Verantwortung. Doch die irakischen Behörden vermuteten einmal mehr den irakischen Arm des sunnitischen Terrornetzwerkes Al-Kaida hinter diesen koordinierten Attacken mit Autobomben. Ziel ihrer Anschläge sind vor allem Zivilisten und Sicherheitskräfte der schiitisch dominierten Regierung. Seit dem Wiederaufflammen der Gewalt im April sind mehr als 4000 Menschen getötet worden.

 

 

JEDEN TAG

 

Mindestens 18 Tote bei Angriff auf Schiiten nahe Bagdad

 

Die Sicherheitslage im Irak spitzt sich zu. Allein im August starben mehr als 800 Menschen durch Anschläge. Ein Bombenanschlag auf Häuser schiitischer Familien forderte am Mittwoch erneut mindestens 18 Todesopfer. Laut Sicherheitskräften befinden sich unter den Toten fünf Frauen und sechs Kinder.

 

Bei einem Bombenanschlag auf zwei Häuser schiitischer Familien südlich der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Mittwoch mindestens 18 Menschen getötet worden. Der Angriff ereignete sich kurz nach Mitternacht in der Stadt Latifijah, wie Rettungs- und Sicherheitskräfte mitteilten. Unter den Toten befänden sich mindestens fünf Frauen und sechs Kinder. Etwa 40 Kilometer nördlich von Bagdad wurden nach Angaben von Vertretern der Sicherheitskräfte zudem fünf Soldaten durch Sprengsätze getötet. Sie hätten sich in Tarmija auf Patrouille befunden, als drei Bomben explodiert seien. Auch an anderen Orten im Irak gab es weitere Gewalt, durch die mindestens ein weiterer Mensch getötet wurde. Seit Anfang des Jahres fast 5000 tote Zivilisten. Die Sicherheitslage im Irak hat sich im laufenden Jahr dramatisch verschlechtert. Die sunnitische Bevölkerungsminderheit fühlt sich von der schiitisch dominierte Regierung unter Ministerpräsident Nuri al-Maliki an den Rand gedrängt. Extremistengruppen mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida nutzen die angespannte Lage, um Kämpfer im Irak zu rekrutieren und Anschläge zu verüben. Nach UN-Angaben wurden seit Anfang des Jahres fast 5000 Zivilisten getötet; allein im August starben demnach mehr als 800 Menschen durch Anschläge. {Quelle: www.derwesten.de}

 

 

One Response to “Iraker greifen immer öfter zu Lynchjustiz – Sunniten jagen Schiiten”

  1. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG Says:

    Hat dies auf Aussiedlerbetreung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Könnte auch in der Firma passieren!


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