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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Frankreich soll Imame ausbilden – Algerische Regierung fürchtet Islamisten 5. September 2013

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 17:03
 

Spannungen zwischen weltlichen und religiösen Kräften wachsen

 

Algier: Eigentlich ist Imzizou ein verschlafener Weiler in der algerischen Provinz. Ein paar Lehmhütten kauern einsam auf den Hügeln, Ziegen grasen auf dem Ackerland, Olivenbäume säumen den Wegrand. Doch aufgebrachte Bürger zogen wutentbrannt vor das Rathaus, um gegen den ortsansässigen Iman zu protestieren. Sie warfen dem Prediger vor, dem Dorf einen Islam salafistischer Prägung aufzuerlegen und forderten seinen Rücktritt. Stein des Anstoßes war eine Beerdigung, bei der der Imam den Verstorbenen nicht mit dem traditionellen Ritus bestatten wollte. Die Angelegenheit wurde zum Politikum. Der Minister für religiöse Angelegenheiten, Bouabdellah Ghelamallah, beeilte sich zu erklären, dass die Moscheen nicht zum „Lokal für Salafisten“ werden dürfen – und zog den Imam ab. Doch die Wogen waren damit nicht zu glätten: In der Kabylenstadt Ouacifs kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Salafisten und gemäßigten Muslimen. Die Bewohner wollten die „fous du Dieu“, die Gottesverrückten, zum Teufel jagen.

 

Es scheint, als flammte der Konflikt zwischen Säkularen und Religiösen in Algerien erneut auf. 1980 begann in Tizi Ouzou der „Berberfrühling“, eine Bewegung für die sprachliche und kulturelle Unabhängigkeit des Volkes, die von der Zentralregierung niedergeschlagen wurde und in den 1990ern in einen blutigen Bürgerkrieg mündete. Seitdem wird das Land mit eiserner Faust von einer Militärjunta regiert. Staatspräsident Abd al-Aziz Bouteflika ist schwer krank, das Sagen haben die Generäle. Der politische Islam hat durch den arabischen Frühling eine Renaissance erlebt – was die Militärführung in Algier mit großer Sorge betrachtet. In Tunesien ist die islamistische Partei Ennahda an der Regierung. In Libyen marodieren radikalislamische Milizen. Und in Ägypten reagieren die Muslimbrüder mit gewaltsamen Protesten, nachdem Mursi von der Armee aus dem Amt geputscht wurde.

 

 

 

Die algerische Armee fürchtet islamistische Proteste

nun auch im eigenen Land.

 

Während des Fastenmonats Ramadan verschärften sich die Konflikte zwischen säkularen und religiösen Kräften. In Tizi Ouzou hatten Aktivisten unter Berufung auf die Gewissensfreiheit in der Öffentlichkeit das Fasten gebrochen. Eine Provokation in dem islamischen Land. Die Gretchenfrage lautet: Ist der Ramadan Privatsache? Oder öffentlich? Die Regierung ist sich solcher Probleme bewusst – und will das Verhältnis zwischen Staat und Religion neu ausloten. Das Ministerium für religiöse Angelegenheiten ersuchte im Juni Frankreich, algerische Imame nach dem Vorbild der Laizität auszubilden. Unter der Ägide des Institut français in Algier sollen jährlich 40 Geistliche in Frankreich in einer „rechtlichen Umgebung“ ausgebildet werden und danach in Algerien als Staatsdiener fungieren. Staat und Islam sind in Algerien eng verflochten. Zwar gibt es ein weitgehend modernes Zivil- und Strafrecht. Doch sind alle Normen aus der islamischen Scharia abgeleitet. Und: In den Jahren der Militärdiktatur ist das nordafrikanische Land politisch und gesellschaftlich erstarrt.

 

„In unserer Gesellschaft haben die Kräfte des demokratischen Wandels zu viele Rückschläge erlebt“, sagte die Bürgerrechtlerin Soad Baba Aïssa der Tageszeitung „El Watan“. „Das, was ihre sozio-ökonomische Grundlage ausmacht – das Kapital, die Ausweitung der Beschäftigung und Vergrößerung der Mittelklassen – wurde von einer Basarisierung der Ökonomie, Verstärkung des Merkantilismus und Vetternwirtschaft niedergewalzt. Diese historische Abhängigkeit wird durch die staatliche Repression verdoppelt, die sich ihrerseits zu einem islamistischen, ausradierenden Islamismus gesellt, dem die modernen Eliten tagtäglich zum Opfer fallen.“ In der Kabylei, der aufrührerischen Berberhochburg, ist nach dem Ramadan Ruhe eingekehrt. Vorerst. Es ist eine trügerische Stille. Denn der Konflikt zwischen religiösen Eiferern, moderaten Muslimen und Modernisierungsbefürwortern schwelt unvermindert weiter. {Quelle: www.weser-kurier.de – Von ADRIAN LOBE}

 

 

 

 

 

 

2 Responses to “Frankreich soll Imame ausbilden – Algerische Regierung fürchtet Islamisten”

  1. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG Says:

    Hat dies auf Aussiedlerbetreung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Dann auch Kanada, wegen der vielen Familien aus Algerien dort!

  2. Bernhardine Says:

    OT

    9/11 – Moslems die Massenmörder – Moslems demonstrieren für sich:
    „“We at AMPAC (American Political Action Committee) are planning an historic event for 9.11.13 where one million Muslims will march to Washington D.C. and demand that our civil rights be protected by our government.““
    http://www.breitbart.com/InstaBlog/2013/08/15/Million-Muslim-March-Planned-in-DC-on-Anniversary-of-9-11


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