kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ein Christ will Muslime missionieren 26. August 2013

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 16:09

 

Eines der Merkmale freikirchlicher Gläubiger ist, dass sie die Welt gern aus ihrer individuellen Perspektive interpretieren. Diese Perspektive ist bestimmt durch ihren radikalen Glauben an die Bibel und an ihre Definition von Gott. Beides prägt ihr Weltbild. Ein Weltbild, das von Hoffnungen, Ängsten und Sehnsüchten bestimmt wird.

 

Ein Beispiel für diese These ist Andreas Maurer, Maschineningenieur und Dr. theol. Der 61-jährige Theologe promovierte zum Thema «Christentum und Islam, Bekehrungsmotive von Christen und Muslimen». Er gehört zu den wenigen Theologen, die sich auch im Islam auskennen. Und wie bei vielen Freikirchlern macht auch Maurer seine Passion zur Mission. Doch das ist schwierig: Wie missioniert man Muslime? Man mag den Auftrag von Gott erhalten haben, doch man gerät trotzdem in Teufels Küche. Denn Muslime zu missionieren, ist mehr als delikat. Maurer geht natürlich nicht hin und verkündet: «Ich missioniere Muslime». Er vermeidet den Ausdruck im Interview mit der freikirchlich orientierten Zeitschrift «idea/Spektrum» tunlichst. Er besuche Moscheen, spreche mit Muslimen und stelle Fragen. Immer wieder Fragen. So erreiche er die Gläubigen. Der Rest besorge Gott: Diesem stelle er sich zur Verfügung und sei ein Zeugnis. Die unausgesprochene Botschaft: Ich sichere den Kontakt, das Werk muss aber Gott vollenden.

 

Um seine Arbeit in die Breite zu tragen, hat Maurer das Buch «Islam und wie Christen mit Muslimen ins Gespräch kommen» geschrieben. Der Autor sagt, dass er den Muslimen gern erkläre, was er unter Wahrheit verstehe. Wahrheit kann für ihn nur Jesus und die Bibel sein. Doch was passiert dann? Das sagt Maurer im Interview nicht. Immerhin erwähnt er, dass er schon von fanatischen Muslimen bedrängt und bedroht worden sei. Deshalb gehe er nur noch zu zweit in Moscheen. Eine der Fragen lautet, warum Muslime fünfmal am Tag beten würden. «Durch einfache Fragen kommen Muslime oft ins Nachdenken und merken, dass der Koran vieles ja gar nicht sagt.» Zum Beispiel, dass Gläubige fünfmal beten müssen. Maurer kommt zum Schluss, dass der Islam ein Glaube der Angst sei. Dann setzt er noch einen drauf: «Über 70 Prozent von dem, was viele Muslime denken, steht gar nicht im Koran.» Und man fragt sich, woher Maurer diese erstaunliche Zahl hat. Als Maurer erklärt, Gott schicke Muslime nach Europa, reibt man sich endgültig die Augen. Er wolle, dass Muslime auch das Evangelium hörten. Dann wird Maurer prophetisch: «Ich sehe für den Islam weltweit eine ähnliche Entwicklung, wie die des Kommunismus: Er fällt zusammen». Die nackten Zahlen sprechen aber eine andere Sprache. Ein Beispiel mehr dafür, wie ein fundamentalistischer Glaube das Denken bestimmt. Und das Handeln. {Quelle: blog.derbund.ch}

 

 

One Response to “Ein Christ will Muslime missionieren”

  1. schwebchen Says:

    Vielleicht hat er ja recht. Hamed Abdel-Samad sagt auch, dass der Islam in sich zusammenfallen wird. Und das ist kein christlichen Fundi!


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