kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Pater Johannes Ghali: „Ich rufe oft in Ägypten an“! 23. August 2013

Filed under: Islamischer Terror,Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 16:04

 

Der Altar des  Klosters und der Kirche und Schule der Franziskaner in Bani Sweif

 

 

 

 

In Ägypten sind in den vergangenen Tagen über 50 koptische Kirchen niedergebrannt worden.

Geschäfte, Wohnhäuser und Apotheken in koptischem Besitz wurden geplündert.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker ist der Ansicht, dass Kopten in ihrer Heimat Ägypten keine Religionsfreiheit mehr genießen können und warnt sogar vor einem Exodus.

Priester Johannes Ghali ist Pater der koptisch-orthodoxen Gemeinde St. Georg an der Wurmlinger Straße in Stuttgart. Er und die Gemeindemitglieder versuchen, von Deutschland aus zu helfen.

 

 

Pater Johannes Ghali sorgt sich um seine Verwandten in Ägypten. Foto: privat

 

Pater Ghali, haben Sie Verwandte oder Bekannte in Ägypten, die unter der derzeitigen Situation leiden?
Ja, Verwandte von mir wohnen etwa 250 Kilometer südlich von Kairo in der Region Al-Minja, wo die meisten Kirchen gebrannt haben. Im ganzen Land waren es mehr als 60. Ich telefoniere mehrmals täglich mit meinen Verwandten und den Pfarrern vor Ort. Mitte vergangener Woche war die Situation so schlimm, dass ich jede halbe Stunde jemanden angerufen habe. Seit Sonntagabend hat sich die Lage zum Glück etwas beruhigt. Jetzt passt das Militär auf den Straßen auf, und die Ausgangssperre wurde aufgehoben. Vom vergangenen Mittwoch bis Sonntag konnte niemand in den Kirchen beten gehen, weil alles zerstört war. Am Sonntagabend fand erstmals wieder ein Gebet statt, allerdings in den Trümmern einer Kirche.
 
 
Wie eng ist der Kontakt zwischen der Gemeinde St. Georg und koptischen Gemeinden in Ägypten?
Zahlreiche Gemeindemitglieder haben Verwandte in Ägypten, mit denen sie in regelmäßigem Kontakt stehen. Wir beten sehr häufig für die Betroffenen. Darüber hinaus planen wir eine Spendenaktion mit weiteren koptischen Gemeinden in Deutschland. Aber Geld ist meiner Meinung nach nicht das Wichtigste. Viel wichtiger ist doch, dass wir den Gemeinden in Ägypten zeigen, dass wir an sie denken und bei ihnen sind. Wir alle haben viel Vertrauen in Gott.
 
 
Halten Sie die Lage der Kopten in Ägypten für lebensgefährlich?
Wir Kopten fürchten uns nicht vor dem Tod. Schon lange leben wir in Unterdrückung – auch schon vor dem Sturz von Mohammed Mursi. Da war die Situation fast genauso schlimm wie heute. Viele Kopten wurden getötet, manche wurden sogar öffentlich verbrannt. Aber die Medien haben darüber nicht berichtet.
Kann man als Kopte langfristig in dem Land bleiben?
Ja, natürlich. Wir Kopten werden schon lange unterdrückt. Die Kirche wird in schweren Zeiten nur noch stärker. Wir haben viel Hoffnung, dass die Situation sich bessert. Aber schlimmer werden als unter der Herrschaft von Mohammed Mursi kann es nicht. {Quelle: www.stuttgarter-zeitung.de –  Jennifer Garic, 20.08.2013}
 
 
 
 
 
 مذبح دير الراهبات الفرنسيسكانيات المحترق  ببني سويف
 
 
 
 
 
 

Pressemitteilung

 

 

SPD-Fraktion verurteilt Gewalt gegen Christen in Ägypten

 

Stand: 21.08.2013 – Dokument Nummer: 923
Abgeordnete/r Kerstin Griese

 

 

Zur Lage der Christen in Ägypten

erklärt die Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der SPD-Bundestagsfraktion Kerstin Griese:

 

Die gewalttätigen Angriffe auf christliche Gemeinden, Kirchen und Schulen erschüttern uns zutiefst. Für uns gilt: Glaubens- und Religionsfreiheit muss überall auf der Welt gelten. Die Bundesregierung muss endlich aktiv werden gegen die Gewalt in Ägypten und muss unmissverständlich Stellung beziehen gegen die Übergriffe auf die dortigen Christen. Das friedliche Zusammenleben von Christen und Moslems muss sowohl bei uns als auch in Ägypten gewährleistet sein. Wir verurteilen die religiös motivierten Übergriffe von Anhängern der Muslimbruderschaft auf die christlichen Kopten und ihre Einrichtungen sowie Gewalttaten gegen liberale Muslime genauso wie Gewaltexzesse ägyptischer Sicherheitskräfte. Die Kopten in Ägypten sind eine der ältesten christlichen Gemeinschaften des Orients und sind dort seit Jahrhunderten zu Hause. Wir befürchten, dass es zu einem Exodus der koptischen Minderheit kommen wird, wenn die Diskriminierung weiter geht und die Perspektiven für ein friedliches Praktizieren des christlichen Glaubens weiter schwinden. Schon jetzt haben tausende Christen Ägypten verlassen. Deshalb muss zuallererst die Situation in Ägypten befriedet werden, damit wieder ein friedliches Miteinander der Religionen möglich ist. Deutschland und die EU müssen aber auch ihrer Verantwortung gerecht werden und den ägyptischen Flüchtlingen großzügig Schutz gewähren. {Quelle: www.spdfraktion.de}

 

6 Responses to “Pater Johannes Ghali: „Ich rufe oft in Ägypten an“!”

  1. Ibrahim Says:

    WAS MUSS NOCH PASSIEREN? DER WESTEN SCHLÄFT! UND WAS MACHEN WIR? WO SIND DIE

    MENSCHEN? ALLE SAGEN WEITER JA! ICH NEIN! UND HIER EIN GUTES VIDEO!

  2. Ibrahim Says:

    DIESE LEUTE SIND VOLLER HASS! SEHT SELBER! DIE FRAU REDET AUCH NICHT VON CHRISTEN

    SONDERN SIE SAGT „GETAUFTE“ ODER „UNTERGETAUCHTE“ EINE ABSCHÄTZIGE ART UM

    CHRISTEN ANZUREDEN!

    DIESE MENSCHEN SIND VOLLER HASS! WAS SOLL MAN NOCH MEHR SCHREIBEN SEHT SELBER!

    DIE MOHAMMEDANER VERRATEN SICH SELBST!

    • —In Ägypten sind in den vergangenen Tagen über 50 koptische Kirchen niedergebrannt worden.

      Das ist ja unglaublich–jetzt rasten sie TOTAL aus diese Gottlosen—den Tempel denn sie niederreissen–werden sie nicht so leicht wieder aufbauen können—somit wird denen der Sand unter den Fuessen zerfliessen–darauf kan man nähmlich nichts bauen—

      Ja :da gehört schon eine obrige Hand her—die das lenkt!!die Gottes und der Engel!!!
      bittet für Sie wehrte Mitchristen-danke!!!

  3. Ralf Hummel Says:

    @ Suri

    Gott wird bei mancherlei Dingen, was auf der Erde passiert, nicht mehr eingreifen. Er schaut hinunter zu den Menschen und sieht, dass nur noch wenige an ihn glauben und von ihm wissen wollen. Weshalb sollte er da überhaupt noch eingreifen?

  4. Ralf Hummel Says:

    Gott kann – will aber nicht immer – Steine aus dem Weg räumen. Auf den ersten Blick furchteinflößende und entmutigende Umstände können sich von einem Augenblick auf den anderen ändern, wenn die Kraft Gottes wirkt.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s