kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

«Du hast niemanden, an den du dich wenden kannst» 22. August 2013

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 21:42

Das FBI hat in einer großen Razzia über 100 Kinder und Teenager aus dem Griff von Zuhältern befreit. Eines der Opfer ist Alex. Sie berichtet, wie sie in die Fänge der Kinderhändler geriet – und wie sie sich befreien konnte.

 

«Ich hatte sehr viel Glück», sagt Alex und lächelt. Mit diesen Worten beginnt die junge Frau ihre Geschichte. Sie berichtet, wie sie als Teenager in die Hände von Kinderhändlern geriet. Und wie sie eines Tages das FBI alarmierte. Alex ist eine von über 100 Jugendlichen, welche die US-Ermittlungsbehörde in der bislang grössten Razzia im Kampf gegen Kinderprostitution in den USA aus dem Griff von Zuhältern befreit hat. Während der dreitägigen Operation Cross Country haben Fahnder in den USA 105 Opfer im Alter zwischen 13 und 17 Jahren in Sicherheit gebracht. Mit 15 Jahren zog Alex wegen schwieriger Familienverhältnisse von zu Hause aus. Zunächst kam sie bei einer Freundin unter, später bei einer Tante. Als auch das nicht funktionierte landete sie auf der Strasse. Ihre einzige Kontaktperson war ihr Freund – der mit ihr als Zuhälter Geld verdienen wollte. «Ich musste lernen, dass die einzigen Menschen, die wirklich bereit sind, dich mit Nahrung, Kleidung und einem Dach über dem Kopf zu versorgen, deine Eltern sind», berichtet Alex auf der Website des FBI.

 
 
 

 

 

 

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«Sie können dir alles nehmen, nur nicht dein Herz»

 

FBI-Agent Kurt Omberg erklärt in einer Pressemitteilung, dass den Kindern, die in die Fänge von Zuhältern geraten, häufig einer der Faktoren Familie, Nahrung oder Unterkunft fehlt. «Die Zuhälter kümmern sich zunächst um die primären Bedürfnisse der Kinder, um sie dann sexuell auszubeuten», sagt Omberg. «Die Kinder glauben, dass es niemand anderen gibt, der ihnen helfen kann». So ging es auch Alex, als sie sich mit 16 Jahren mitten in den Fängen eines Kinderhändlerrings befand. «Du hast niemanden, an den du dich wenden kannst», sagt sie. «Zuerst ist es beängstigend und dann wirst du einfach taub. Du tust so, als wärst du eine andere Person.» Niemand, den sie kannte, habe ihr geholfen. Nach zwei Jahren auf dem Kinderstrich, auf dem Tiefpunkt ihres Lebens angekommen, schaffte sie es selbst, das FBI zu alarmieren und sich damit zu retten. «Sie können dir alles nehmen, nur nicht dein Herz», erklärt sie ihr mutiges Handeln. Im Rahmen der Operation Cross Country konnten ihre Peiniger festgenommen werden. «Ich bin eine der wenigen, die es geschafft haben», sagt Alex. «Wenn das FBI nicht eingegriffen hätte, wäre ich heute tot.» Während der dreitätigen Aktion durchsuchte das FBI unter anderem Casinos, Motels und Autobahnraststätten in 76 Städten der USA. Zudem durchforsteten die Ermittler einschlägige Websites. 159 Zuhälter konnten insgesamt festgenommen worden, sie seien teils allein handelnde Täter, teils Mitglieder organisierter Banden.

 

 

 

 

 

 

 

 

In zehn Jahren 2700 Opfer gerettet

 

Der Einsatz auf Bundes-, regionaler und örtlicher Ebene ist der jüngste einer vor zehn Jahren begonnenen FBI-Spezialermittlung zum Kampf gegen die Kinderprostitution. Bislang wurden dabei nach FBI-Angaben mehr als 2700 Opfer in Sicherheit gebracht und rund 1350 Täter verurteilt, zehn davon lebenslänglich. Die heute 21-jährige Alex konnte ihr Leben verändern. Sie lernt für ihren Schulabschluss und möchte eines Tages jungen Menschen helfen, die sexuell missbraucht wurden. «Ich bin eine der wenigen, die davonkamen», sagt Alex. Die Arbeit des FBI ist noch lange nicht zu Ende: Die Ermittlungen dauern an, sagt auch FBI-Ermittler Ron Hosko. «Die jüngste Aktion ist eine Erinnerung daran, dass diese schrecklichen Verbrechen überall passieren können». {Quelle: www.tagesanzeiger.ch}

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwei Bulgaren vermittelten an Bordelle – Haftstrafen

Minderjährige zur Prostitution gezwungen

Mit Eheversprechen, Schlägen, Tritten und wüsten Drohungen zwangen zwei 25 und 27 Jahre alte Bulgaren zwei minderjährige Mädchen zur Prostitution in Bordellen.

 
 
 
Nach Geständnissen verhängte die  Zweite Strafkammer des Landgerichts Traunstein gegen die Männer eine Haft- und eine Bewährungsstrafe. Aufgeflogen war der Fall, als der Drahtzieher Emir H. mit den beiden 17 und 18 Jahre alten Mädchen im Zug von Verona nach München bei Brannenburg in eine Polizeikontrolle geriet. Wie sich herausstellte, hatten beide gefälschte Ausweise dabei, die H. für sie in Bulgarien hatte anfertigen lassen. Angeblich, so gaben die Zeuginnen zu Protokoll, hätten sie in Kassel an ein Bordell verkauft werden sollen bzw. hätten dort anschaffen sollen. Im Rahmen der Vernehmungen kam eine verwickelte Geschichte zu Tage. Im Prozess vor dem Traunsteiner Landgericht räumten Emir H. und der mitangeklagte Mitko M. die Vorwürfe größtenteils ein. Demnach waren die beiden Mädchen in Bulgarien aus einem Heim geflohen und zunächst bei dem als Bauarbeiter tätigen H. untergekommen. Mit der Aussicht auf gute Verdienstmöglichkeiten, Liebesschwüre und Eheversprechen brachte H. beide im September 2012 dazu, erstmals auf einem Lkw-Platz in Bulgarien als Prostituierte tätig zu werden, angeblich, um so den gemeinsamen Lebensunterhalt zu sichern. Davor hatten die damals 16 und 17 Jahre alten Mädchen keinerlei Erfahrung in dem Gewerbe.
 
 
 
 
 
 
 

Im Anschluß vermittelte H. die beiden Heimflüchtlinge bis Jahresende an zwei Bordelle in Griechenland. Während dieser Zeit wohnten sie in einer angemieteten Wohnung. Nachdem die Mädchen anfangs aufgrund der Versprechungen noch Hoffnungen hatten und sich in ihr Schicksal fügten, musste H. zunehmend rabiater vorgehen, um die beiden Minderjährigen weiter zur Prostitution zu zwingen. Es kam wiederholt zu Schlägen, Fußtritten und heftigen verbalen Drohungen. So drohte er der Jüngeren damit, er werde ihre Tochter verbrennen, falls sie ihn verlasse. Die Ältere schüchterte er damit ein, ihr im Falle der Flucht die Beine abzuschneiden. Den Gewinn aus der Prostitution mussten die beiden Minderjährigen bei H. oder dessen Cousin M. abliefern.

M. war offensichtlich als Handlanger, Aufpasser und Geldeintreiber eingesetzt, falls sein Cousin verhindert war. Während H. die Taten im großen und ganzen einräumte, widersprach er den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft, die angeblich drogenabhängige Jüngere mit Drogen wie Amphetamin und Heroin versorgt und damit gefügig gemacht zu haben. Wie Vorsitzender Richter Erich Fuchs erklärte, gaben Haarprobenanalysen keinen hinreichenden Verdacht auf eine Drogensucht. Der Anklagepunkt wurde deshalb fallengelassen. Aufgrund der Geständnisse, die eine Vernehmung der Zeuginnen überflüssig machte, fiel bereits am ersten Verhandlungstag die Urteile. Während die eine Zeugin wieder in Bulgarien lebt, ist das zweite Opfer zwar noch in Deutschland, aber laut Kreisjugendamt Rosenheim „psychisch angeschlagen”. Ermil H. wurde wegen gemeinschaftlichem schweren Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung sowie schwerer Körperverletzung und Anstiftung zur urkundenfälschung zu einer Haftstrafe von drei Jahren und vier Monaten verurteilt. Sein Cousin Mitko M. kam mit einer Bewährungstrafe von ein Jahr und zehn Monaten davon. {Quelle: www.wochenblatt.de – von Axel Effner}

 

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