kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Amis und Europäer hinaus – Saudis, Russland und China hinein 20. August 2013

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 14:56

Saudi Arabien stellet sich EU entgegen – Mubarak bald auf freiem Fuß

 

 

Wie die Amis die Festnahme von Saddam Hussein bejubelten, jubeln die Ägypter über die Festnahme des Terrroristen Mohamed Badie, des Führers der Moslembruderschaft. Wochenlang hetzte er gegen die Ägypter, welche sich für die Absetzung seines Ersatzreifen Morsi entschieden haben. Er ist für die vielen Toten seit mindestens dem 30. Juni 2013 verantwortlich. Überdies ist er für die unzähligen Toten und schwer Verletzten nach dem 25. Januar 2011. Denn er beherrschte das Land seit dieser Zeit.

Die Lage in Ägypten spitzt sich zu: Erst kommen 36 Islamisten bei einem Gefangenentransport ums Leben, dann massakrieren Extremisten 25 Polizisten. Nur Ex-Präsident Mubarak darf sich freuen.

 

Die Lage in Ägypten spitzt sich dramatisch zu. Der Machtkampf zwischen den Anhängern der vom Militär entmachteten Muslimbruderschaft und dem Sicherheitsapparat hat binnen weniger Stunden weitere 60 Opfer gefordert. Dutzende Islamisten sterben in Polizeigewahrsam. Militante Extremisten erschießen wenige Stunden später 25 Polizisten. Die Europäer wollen dem Blutvergießen am Nil nicht tatenlos zusehen: Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton will am Mittwoch bei einem Sondertreffen der europäischen Außenminister Vorschläge machen. Doch Saudi-Arabien kündigte schon bereits, eventuelle Hilfsgeldkürzungen durch die EU abfedern zu wollen.

 

 

 

Mubarak bald auf freiem Fuß

Der nach Massenprotesten im Februar 2011 gestürzte Langzeitherrscher Husni Mubarak könnte indes bald auf freien Fuß kommen. Ein Gericht in Kairo ordnete am Montag in einem Korruptionsverfahren gegen Mubarak ein Ende der Haft an. Mubaraks Anwalt Farid al-Dib sagte einem ägyptischen Fernsehsender, er rechne damit, dass der 85-Jährige bald freikomme. In dem Hauptverfahren wegen der Beteiligung an der Tötung von mehr als 800 Demonstranten ist die maximale Dauer der Untersuchungshaft für Mubarak bereits abgelaufen. Bislang wurde er in keinem Verfahren rechtskräftig verurteilt.

 

 

 

Massaker an Polizisten

Indessen werden immer mehr Details über ein Massaker an Polizisten auf der Sinai-Halbinsel bekannt. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen griffen elf bewaffnete Männer mit Panzerfäusten zwei Minibusse mit Angehörigen der Ordnungspolizei westlich der Grenzstadt Rafah an. Die Angreifer brachten die Fahrzeuge zum Stehen. Dann holten sie alle 27 Polizisten aus den Minibussen heraus und ließen die beiden Fahrer ziehen. Die Polizisten mussten sich hinlegen. Die Extremisten schossen nach Angaben eines Polizisten, der den Tatort später besuchte, fünf Minuten lang auf die Angehörigen der Ordnungspolizei. Nur zwei Polizisten überlebten schwer verletzt. Viele Bewohner der Städte im Norden der Sinai-Halbinsel forderten nach der Attacke die Entlassung des Sicherheitschefs der Provinz. Sie kritisierten, es sei unverantwortlich gewesen, die Polizisten, die in den Urlaub fahren wollten, in der aktuellen Situation unbewaffnet mit privaten Minibus-Taxis fahren zu lassen.

 

 

 

 

Carlos Latuff, der HAMAS-SÖLDNER und ISRAEL-HASSER

 

 

 

 

„Spirale der Gewalt muss gestoppt werden“

Bundesaußenminister Guido Westerwelle verurteilte die Tötung der Polizisten. „Die Spirale der Gewalt, die Ägypten erschüttert, muss jetzt dringend gestoppt werden“, sagte er in Berlin. Israel warnte seine Bürger eindringlich vor Reisen auf die Sinai-Halbinsel. Die Region Rafah gilt als Hochburg militanter Salafisten. Die salafistische Al-Nur-Partei verurteilte die Tötung der Polizisten. Dies sei ein krimineller Akt, der den Prinzipien des Islam widerspreche, zitierten staatliche Medien den Parteivorsitzenden Junis Machiun. Wenige Stunden vor dem Angriff auf Polizisten waren 36 Anhänger der Muslimbruderschaft in Polizeigewahrsam ums Leben gekommen. Staatliche Medien berichteten, die Untersuchungshäftlinge hätten am Sonntagabend versucht zu fliehen, während sie von der Sicherheitsdirektion in Kairo in ein Gefängnis verlegt werden sollten. Die Polizei habe Tränengas eingesetzt, die Gefangenen seien in einem Transportfahrzeug erstickt. Die Muslimbruderschaft erklärte dagegen, die Polizisten hätten die Gefangenen erschossen.

 

 

Forderung nach einer Untersuchungskommission

Der ehemalige Präsidentschaftskandidat Hamdien Sabahi forderte auf Twitter, eine Untersuchungskommission müsse klären, wie die Untersuchungshäftlinge vor dem Gefängnis Abu Sabal getötet werden konnten. Der Kommission sollten Juristen und Menschenrechtler angehören. Die EU will handeln, um die gefährliche Ägyptenkrise möglichst zu entschärfen. Zu den Optionen gehören der Stopp von Waffenexporten oder die Sperrung milliardenschwerer Finanzhilfen und Kredite. Der EU-Sonderbeauftragte Bernardino Leon sagte nach Krisenberatungen der ständigen EU-Vertreter in Brüssel: „Heute wurden keine Optionen ausgeschlossen.“ Von Sanktionen sei aber keine Rede gewesen. „Wir sind überzeugt, dass eine politische Lösung möglich ist.“

 

 

Saudi-Arabien will Ägypten unterstützen

Saudi-Arabien will aber Ägypten im Falle einer Aussetzung von Finanzhilfen durch den Westen zur Seite springen. „Die arabischen und muslimischen Staaten sind reich… und werden sich nicht davor scheuen, Ägypten ihre helfende Hand zu reichen“, sagte der saudi-arabische Außenminister Prinz Saud al-Faisal. Die Unterstützung solle künftig an rechtsstaatliche Kriterien geknüpft sein, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Schäfer, in Berlin. Zu den Bedingungen könne zählen, wie Ägypten mit den Menschenrechten und mit der Presse- und Versammlungsfreiheit umgehe. Am Mittwoch wollen die EU-Außenminister darüber beraten, welche Haltung sie einnehmen. 

 

 

 

Machtkampf zwischen neuer und alter Führung

Seit der gewaltsamen Räumung von zwei Protestlagern der Anhänger des islamistischen Ex-Präsidenten Mohammed Mursi am vergangenen Mittwoch ist ein erbitterter Machtkampf zwischen der neuen und der alten Führung entbrannt. Die Armee hatte Mursi, der in Untersuchungshaft sitzt, am 3. Juli abgesetzt, nachdem Millionen Demonstranten seinen Rücktritt gefordert hatten. „Die Menschlichkeit und die Gerechtigkeit sind aus Ägypten geflohen“, schrieb der ägyptische Menschenrechtler Gamal Eid auf Twitter. Wie ihm geht es vielen Ägyptern, die in den zweieinhalb Jahren seit dem Sturz von Präsident Husni Mubarak vergeblich auf bessere Zeiten gewartet haben. Die verheerenden Auswirkungen der Unruhen auf die Wirtschaft, zeigen sich in den Touristenzentren des Landes. Von den rund 42.000 Hotelbetten in der südlichen Stadt Luxor waren in der vergangenen Woche nach Angaben der örtlichen Vereinigung der Tourismusindustrie gerade einmal 1052 belegt. Zahlreiche Hotels hätten bereits Mitarbeiter entlassen oder ganz geschlossen. {Quelle: www.n24.de}

 

 

 

 

 

 

 

 

Ersatz für westliche Entwicklungshilfe:

 

Saudi-Arabien stellt Ägyptens Regime Blankoscheck aus

 

 

Westliche Staaten wollen Ägypten wegen des brutalen Vorgehens gegen die Muslimbrüder die Finanzhilfen streichen. Jetzt kündigt das Nachbarland Saudi-Arabien Unterstützung an: Es will dem Militärregime die ausfallenden Zahlungen komplett ersetzen.

 

Mehrere Länder haben bereits ihre Entwicklungshilfe für Ägypten eingefroren – unter anderem Deutschland. In den nächsten Tagen könnte die Regierung in Kairo weitere Einbußen hinnehmen müssen, denn die EU will über den Stopp von Milliardensummen beraten. Nun präsentiert sich Saudi-Arabien als Retter. Das Nachbarland von der anderen Seite des Roten Meeres kündigte Ersatz für ausfallende Zahlungen an. „Die arabische und islamische Nation“ werde „nicht zögern, mit den ihr verfügbaren Ressourcen Ägypten zu Hilfe zu kommen“, sagte der saudi-arabische Außenminister, Prinz Saud al-Faisal, am Montag. Dies sollten jene Staaten wissen, die ihre Hilfen für Ägypten stoppen wollten. Die EU-Außenminister treffen sich am Mittwoch in Brüssel, um über ihre Reaktion auf das gewaltsame Vorgehen gegen die Anhänger des gestürzten islamistischen Mursi zu beraten. Sie könnten dabei die Aussetzung der Hilfen für Ägypten beschließen. Ende vergangenen Jahres hatte die EU für die Zeit bis 2014 Hilfen von fünf Milliarden Euro zugesagt.

 

Dem Vernehmen nach wird aber zurzeit kaum Geld ausgezahlt, da entweder die Bedingungen nicht erfüllt sind oder die Ägypter keine Anträge stellen. Die EU und das arabische Land sind seit 2004 über ein Assoziationsabkommen verbunden. Zu den Optionen, die am Mittwoch diskutiert werden sollen, gehören auch der Stopp von Waffenexporten und Krediten. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton will dazu Vorschläge machen. Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) kündigte bereits an, dieses Jahr keine weitere Entwicklungshilfe zu zahlen. Der US-Kongress debattiert zudem darüber, nach dem Sturz des demokratisch gewählten Staatschefs Mursi durch das Militär am 3. Juli die Militärhilfen von jährlich 1,3 Milliarden Dollar zu stoppen. Diese Überlegungen stoßen bei al-Faisal auf scharfe Kritik. Wie die ägyptische Militärführung sieht der saudi-arabische Außenminister darin eine Unterstützung für die Islamisten. Riad hatte den neuen Machthabern in Ägypten bereits fünf Milliarden Dollar (knapp 3,8 Milliarden Euro) zugesagt, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate wollen vier und drei Milliarden Dollar geben.

 

 

 

U-Haft für Mursi verlängert

 

Die vom Militär eingesetzte Übergangsregierung liefert sich einen harten Machtkampf mit der islamistischen Muslimbrüderschaft. Hunderte Menschen kamen bereits ums Leben. Inzwischen verschärft die ägyptische Justiz ihr Vorgehen gegen Mursi: Er ist nun auch wegen Beihilfe zum Mord angeklagt worden. Aus Justizkreisen verlautete am Montag, der vom Militär abgesetzte islamistische Staatschef werde der Mitschuld am Tod sowie an der Folterung von Demonstranten beschuldigt, die Ende 2012 vor dem Präsidentenpalast in Kairo gegen ein Verfassungsdekret protestiert hatten. Wegen dieser neuen Vorwürfe verlängert sich die Untersuchungshaft Mursis, der seit seiner Entmachtung am 3. Juli an einem geheimen Ort festgehalten wird, um weitere zwei Wochen. {Quelle: www.spiegel.de}

 

2 Responses to “Amis und Europäer hinaus – Saudis, Russland und China hinein”

    • Andreas Says:

      wie schaffen b.h.o und westerwelle diesen spagat, sich einerseits für die radikalen moslembrüder einzusetzen, die terroristen in syrien aufzumuntern UND gleichzeitig sprachrohr für die internationale homo-community und sonstiger „benachteiligten“ zu sein?? schizophräner gehts ja kaum – dass würde ich westerwelle nur zu gerne persönlich fragen…


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s