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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Zurück in die 90iger: 24 ägyptische Polizisten auf Sinai getötet 19. August 2013

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 17:18

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Muslimische Extremisten haben am Montag auf dem Sinai Sicherheitskreisen zufolge mindestens 24 ägyptische Polizisten getötet.

 

 

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Die Beamten seien auf dem Weg zu ihren Unterkünften in Rafah im Norden der ägyptischen Halbinsel nahe der Grenze zu Israel gewesen, als sie die Islamisten mit Maschinengewehren und Panzerfäusten angegriffen hätten. Bei dem Anschlag seien auch drei Polizisten verletzt worden. Zunächst hatte es geheißen, die Sicherheitskräfte seien durch eine Explosion ums Leben gekommen. Die Sicherheitslage auf dem Sinai hat sich seit der Revolution gegen den langjährigen Machthaber Husni Mubarak vor gut zweieinhalb Jahren verschlechtert. Vor allem im praktisch gesetzlosen Norden der Halbinsel an der Grenze zu Israel und dem Gazastreifen sind mehrere radikal-islamische Gruppen präsent. Zahlreiche Anschläge wurden auf Polizisten und Soldaten in der Region verübt. Nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi Anfang Juli durch das Militär hat die Gewalt noch zugenommen. Seitdem werden nahezu täglich Angriffe gemeldet. {Quelle: de.reuters.com}

 

 

 

 

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Militante Kämpfer töten Dutzende ägyptische Polizisten

 

 

Es ist der blutigste Angriff auf Sicherheitskräfte seit dem Militärputsch in Ägypten: Auf der Sinai-Halbinsel sind mindestens 24 Polizisten bei einer Attacke aus dem Hinterhalt getötet worden. Der Staat hat zunehmend die Kontrolle über die Region verloren.

 

 

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Militante Kämpfer haben im Norden der Sinai-Halbinsel mehrere Fahrzeuge der ägyptischen Polizei angegriffen. Dabei sind nach Angaben aus Sicherheits- und Medizinerkreisen mindestens 24 Polizisten getötet worden. Es ist damit der blutigste Überfall auf Sicherheitskräfte in Ägypten seit Jahren. Der Angriff ereignete sich am Montagmorgen nahe der Stadt Rafah, die an den Gaza-Streifen grenzt. Zum genauen Tatablauf existieren zwei Versionen: Zuerst hieß es aus Sicherheitskreisen in Kairo, bei der Fahrt durch ein Dorf an der Straße nach Arisch seien zwei Minibusse der Ordnungspolizei von Unbekannten mit Panzerfäusten beschossen worden. 24 Sicherheitskräfte seien dabei getötet worden, drei weitere Polizisten wurden verletzt. Kurz darauf stellte das Staatsfernsehen den Angriff anders dar: Demnach seien die Busse zum Halten gezwungen worden. Die Attentäter sollen die in Zivil gekleideten Polizisten aus den Fahrzeugen gezerrt und dann erschossen haben. Es habe 25 Tote und zwei Verletzte gegeben, berichtet das staatliche Fernsehen.

 

In Sicherheitskreisen hieß es, sunnitische Dschihadisten seien für die Tat verantwortlich. Die Behörden schlossen den Grenzübergang zum Gaza-Streifen in Rafah. Der ägyptische Staat hat in den vergangenen Jahren zunehmend die Kontrolle über Norden des Sinai verloren. Seit dem Militärputsch gegen Mursi am 3. Juli wird das Gebiet um die Städte Arisch und Rafah nahezu täglich von Anschlägen erschüttert. Diese richten sich zumeist gegen die staatlichen Sicherheitskräfte vor Ort. Im vergangenen August waren bei einem Anschlag in der Nähe von Rafah 16 Soldaten getötet worden. Die Region gilt als Hochburg militanter Salafisten. Außerdem kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften und den Betreibern der Schmugglertunnel, durch die Waffen und andere Dinge in den Gaza-Streifen gelangen.

 

 

35 Tote bei „mutmaßlichem“ Gefangenenausbruch

 

Am Sonntagabend waren in Ägypten während eines Gefangenentransports 35 Häftlinge unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Innenministeriums in Kairo sollten mehr als 600 Muslimbrüder und Anhänger der Islamisten von Kairo aus in das Gefängnis Abu Saabal am Nordrand der ägyptischen Hauptstadt gebracht werden. Während des Transports hätten einige der Gefangenen einen Polizisten überwältigt und ausbrechen wollen. „35 von ihnen sind erstickt, nachdem die Polizei Tränengas einsetzte, um den Ausbruch zu verhindern“, erklärte das Ministerium. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Mena wurde der Transport von „unbekannten Bewaffneten“ angegriffen, die den Gefangenen zu Hilfe kommen wollten. Die Muslimbrüder stellen den Fall ganz anders dar und bezichtigen die Sicherheitskräfte der vorsätzlichen Tötung: „Die Ermordung von 35 festgenommenen Teilnehmern an Demonstrationen gegen den Sturz von Mursi zeigt die zielgerichtete Gewalt der Sicherheitskräfte“, erklärten die Muslimbrüder. Die Anhänger von Mursi, der selbst der Muslimbruderschaft entstammt, seien „das Ziel kaltblütigen Tötens“. Die Islamisten und andere Oppositionelle forderten eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls. {Quelle: www.spiegel.de}

 

 

 

Eine bei einem Anschlag zerstörte Apotheke im Norden des Sinai.

 

Eine bei einem Anschlag zerstörte Apotheke eines Kopten im Norden des Sinai

 

 

 

 

Wo Ägypten und Israel kooperieren

 

Das Pulverfass im Sinai

 

Es sind Tage des Zorns, und das Blutvergießen in Ägyptens großen Städten nimmt kein Ende. Auch im Sinai ist die Lage explosiv. Hier tummeln sich schwerbewaffnete islamistische Terroristen – und gefährden ägyptische Sicherheitskräfte, Israel und den Suezkanal. Ägypten und Israel reagieren auf ihre Art.

 

Der Krieg der ägyptischen Armee gegen Terrorgruppen auf der Sinaihalbinsel hat das Potenzial für einen Konflikt mit weltweiten Auswirkungen. Während die Muslimbrüder in Ägypten selbst bestenfalls leichte Feuerwaffen einsetzen, verfügen extremistische Gruppen um Al-Kaida, Islamischer Dschihad und Salafisten im Sinai über schwere Waffen, Sprengstoff und Raketen. Gefahr droht vor allem der internationalen Schifffahrt im Suezkanal. So vereitelten ägyptische Militärs angeblich dort  bereits Terroranschläge auf Schiffe. „Der Geheimdienst entdeckte einen Plan der Dschihadisten, die Al-Salam-Brücke über den Suezkanal am zweiten Tag des Eid el Fidr zu zerstören“, berichtete die ägyptische Regierungszeitung „Al Ahram“. Müsste der Suezkanal gesperrt werden, würde dies weltweit die Frachtkosten verteuern, wenn Schiffe von Fernost nach Europa wieder Afrika umfahren müssten.

 

 

 

Vakuum für Extremistengruppen

 

Schon unter Ägyptens Präsidenten Husni Mubarak war im Sinai ein Vakuum entstanden, in das extremistische Organisationen gestoßen sind. Der Sinai wurde zum Umschlagplatz für geschmuggelte Waffen aus Iran, Sudan und den geplünderten Arsenalen Libyens in Richtung Gazastreifen. Im November 2012 hatte die dort herrschende Hamas Tel Aviv und Jerusalem mit Grad-Raketen aus iranischer Produktion beschossen. Die haben eine Reichweite von 70 Kilometern und können nur über den Sinai nach Gaza gelangt sein. Die Terrorgruppen im Sinai beschränken sich nicht auf tödliche Anschläge entlang der Grenze zu Israel und auf eine Bewaffnung der Hamas. Immer häufiger kommt es auch zu Angriffen auf ägyptische Stellungen, Polizeistationen, Militärpatrouillen und auf die Erdgas-Pumpstationen bei Al Arisch im Norden des Sinai. So wurden ägyptische Erdgaslieferungen nach Israel, Jordanien und Syrien gestoppt. Ägypten wie die Endabnehmer kam das teuer zu stehen.

 

 

 

Nur leichte Waffen erlaubt

 

Laut dem israelisch-ägyptischen Friedensvertrag dürfen nur ägyptische Polizisten mit leichten Waffen im „entmilitarisierten“ Sinai stationiert sein. Doch schon während des Sturzes von Mubarak erlaubten die Israelis Ausnahmeregelungen: Zunächst, um Mubarak in Scharm el Scheich zu schützen, und seitdem, um das Chaos im rechtsfreien Raum des Sinai in den Griff zu bekommen. Die Ägypter verlegten mit israelischem Einverständnis Soldaten, gepanzerte Fahrzeuge und Militärhubschrauber in den Sinai. Die ägyptische Armee bekämpft inzwischen nicht nur die extremistischen Gruppen im Sinai und hebt deren Waffenlager aus. Sie zerstörte plötzlich auch 80 Schmugglertunnel zwischen Sinai und Gazastreifen. Unter Mubarak galten die Tunnel noch als „unauffindbar“. Zusätzlich sperrte Ägypten auf „unbestimmte Zeit“ den einzigen Grenzübergang vom Gazastreifen, nachdem es in der Grenzstadt Rafah zu Gefechten gekommen war. Jetzt sind die Palästinenser in Gaza tatsächlich eingesperrt, da auch Israel seine Grenzübergänge für Menschen geschlossen hält. Die Versorgung des Gazastreifens läuft nur noch über Israel über den Warenterminal Kerem Schalom. Für die Hamas bedeutet das alles den wirtschaftlichen Ruin. Denn ihre Haupteinnahmequelle waren Abgaben der Schmuggler für Waren aus Ägypten. Weder Israel noch Ägypten haben Details über ihre Kooperation offengelegt. So ist unbekannt, wie sie funktioniert oder auf welcher Ebene sie abgewickelt wird. Mit Sicherheit aber pflegen die Militärs direkte Kommunikationskanäle.

 

 

 

Drohnenaungriff aus Israel?

 

Vor knapp zwei Wochen griff Israel möglicherweise auch erstmals seit 1973 Ziele im Sinai an. Drei von vier Raketenschützen, Beduinen der Al-Kaida nahen Organisation „Ansar Beit al-Makdis“ wurden dabei angeblich von einer Drohne getötet. Die Abschussrampe wurde auch getroffen. Palästinenser im Gazastreifen hörten die Explosion, wussten aber nach Angaben der Nachrichtenagentur Maan nicht, was da passierte. Israels Verteidigungsminister Mosche Jaalon sagte zu dem Vorfall nur ominös: „Wir respektieren Ägyptens Souveränität.“ Ein ägyptischer Militärsprecher bestritt israelisches Eingreifen mit diffusen Aussagen. Kein Wunder: Würden die ägyptischen Militärs doch ihr Gesicht verlieren, wenn sie eingestehen müssten, Israel zu einem Angriff auf ihrem Territorium eingeladen zu haben. Und Israel will nicht schuldig gesprochen werden für einen Bruch des Friedensvertrags. {Quelle: www.n-tv.de – Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem}

 

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