kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Papst Franziskus betet für Opfer in Ägypten 15. August 2013

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 20:32

Wie die Demos in den „zivilisierten“ Ländern geräumt werden, obwohl die Demonstranten nicht wie die Moslembrüder bis an die Zähne bewaffnet sind.

 

 

 

 

 

 

Am Mittwoch seien bei den Unruhen über 400 Menschen gestorben – Außenminister Spindelegger verurteilte die Gewalt

 
 

Rom – Kairo (KAP): Papst Franziskus betet für die Opfer der blutigen Zusammenstöße in Ägypten. Bei seinem Mittagsgebet mit mehreren Tausend Besuchern vor der päpstlichen Sommerresidenz in Castel Gandolfo erinnerte der Heilige Vater an die Toten und Verletzten des Konflikts sowie deren Familien. „Beten wir gemeinsam für Frieden, Dialog und Versöhnung in diesem geliebten Land und in der ganzen Welt“, sagte der Papst. Laut Gesundheitsministerium gab es infolge der Ausschreitungen zwischen Mursi-Anhänger und der Polizei am Mittwoch 421 Tote landesweit. Bei den Unruhen am Mittwoch seien auch mehr als 40 christliche Kirchen und Einrichtungen angegriffen, sowie Geschäfte von Christen verwüstet worden, sagte der koptische Bischof für Deutschland, Anba Damian, am Donnerstag der katholischen deutschen Nachrichtenagentur KNA. Islamisten und Muslimbrüder machten die Christen für ihren Machtverlust und den Sturz von Präsident Mohammed Mursi verantwortlich, so Damian weiter. Armee und Polizei anzugreifen, sei schwieriger. Deshalb entlade sich die Wut auf die Christen.

 

Der Bischof appellierte an EU und Bundesregierung,

die Muslimbrüder und Ex-Präsident Mursi

 nicht weiter zu unterstützen.

 

 

Die große Mehrheit des ägyptischen Volkes sei gegen die Islamisten und Mursi. Deshalb drohe Deutschland, die Freundschaft vieler Ägypter zu verlieren, wenn es sich weiter für Mursi einsetze. Auslöser für die neue Gewalt im Land war am Mittwoch die Auflösung zweier Protestlager der Mursi-Anhänger in Kairo. Auch Österreichs Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger zeigte sich am Donnerstag in einer Aussendung „sehr besorgt über die dramatische Eskalation der Gewalt in Ägypten und die erschreckend hohe Zahl an Todesopfern“ in Kairo und anderen Städten. „Ich verurteile auf Schärfste die Anschläge auf Kirchen und öffentliche Einrichtungen und rufe Regierung und Opposition dringend auf, anstelle der Konfrontation und Gewalt auf Dialog und Versöhnung zu setzen“, erklärte der Vizekanzler. Indes hat auch der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) den Westen aufgerufen, die neuen Machthaber in Ägypten zum sofortigen Gewaltverzicht gegen die Demonstranten zu bewegen. „Furchtbar die vielen hundert Toten und Verletzten der letzen Tage durch die Staatsgewalt“, sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek am Donnerstag im Interview der KNA. Wenn das Blutvergießen weitergehe, verlören Ägypten und die Demokratie.

 

 

Lage in Kairo nach Krawallen angespannt

 

Allmählich kehre Ruhe nach den blutigen Zusammenstößen ein beruft sich die KNA auf nationale Medien. In Kairo habe nach dem Ende einer nächtlichen Ausgangssperre der Berufsverkehr normal begonnen, berichtete das ägyptische Nachrichtenportal „Egynews“ am Donnerstagmorgen. In den betroffenen Vierteln seien Panzerfahrzeuge des Militärs und Polizeiwagen postiert. Internationale Medien berichteten indes von wieder aufkeimenden Protesten der Anhänger des entmachteten Präsidenten Mohammed Mursi vor öffentlichen Gebäuden. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums gab die Zahl der Todesopfer infolge der Ausschreitungen am Mittwoch zwischen Mursi-Anhängern und der Polizei mit landesweit 421 an. 3.572 Personen seien verletzt worden, zitierten ägyptische Medien aus einer Mitteilung des Ministeriums. 466 hätten die Krankenhäuser bereits wieder verlassen.

 

Den Angaben zufolge kamen in der Hauptstadt 137 Menschen bei der gewaltsamen Räumung des Rabaa-al-Adawija-Platzes ums Leben; 57 starben bei der Beendigung eines Protestcamps auf dem Nahda-Platz nahe der Universität, 29 weitere in der Stadt Helwan bei Kairo. Aus den Provinzen seien 198 Todesfälle gemeldet worden. Nach Darstellung des Ministeriums waren mehr als drei Viertel der Opfer durch Schrotmunition verletzt worden. Unterdessen rief laut Medienberichten die Muslimbruderschaft zur Identifizierung von Getöteten in Moscheen auf. Für Donnerstag werden im Zusammenhang mit Beerdigungen weitere Kundgebungen erwartet. {Quelle: www.kathweb.at}

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s