kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Gewalt gegen Kopten nimmt zu 14. August 2013

Filed under: Christenverfolgung,Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 20:18

 

الأقباط متحدون تنفرد بنشر صور حريق كنيسة الراعي الصالح في السويس

 

14. August 2013: Bilder der niedergebrannten Kirche des guten Hirten in Suis

 

 

 

 

Vor allem in Krisenländern ist die Religionsfreiheit gefährdet.

 

 

 

Seine Religion frei ausüben zu dürfen, ist eines der höchsten Güter westlicher Zivilgesellschaften – in vielen anderen Ländern jedoch längst keine Selbstverständlichkeit.

Auch Christen sind in den vergangenen Jahren stärker in Bedrängnis geraten. Unsere Korrespondenten Michael Wrase, Bernhard Bartsch, Johannes Dieterich und Gregor Mayer (dpa) liefern einen Überblick über die Situation von Christen weltweit:

 

 

 

 

Irak: Bis zum Jahr 2002 lebten im Irak anderthalb Millionen Christen. Heute sind es noch rund 250 000, von denen die meisten das Land verlassen wollen. Der Exodus wurde durch die Invasion der US-Armee im März 2003 ausgelöst. US-Präsident George W. Bush hatte damals den Krieg gegen Saddam Hussein zum „Kreuzzug“ erklärt. „Radikale Muslime betrachteten uns daraufhin als Spione der Amerikaner und begannen mit der Verfolgung“, betont der Abt eines Klosters bei Mossul. Die nordirakische Stadt ist heute eine Hochburg von al-Qaida, die Andersgläubigen nach dem Leben trachtet. 61 Kirchen wurden im letzten Jahrzehnt im Irak zerstört, fast 1000 Christen ermordet. In Frieden leben können irakische Christen nur noch in den kurdischen Autonomiegebieten.

 
 
 
 
 
 

Syrien: Knapp zehn Prozent der 21 Millionen Einwohner Syriens sind Christen. Wie im Irak werden sie auch in Syrien von al-Qaida nahestehenden Rebellengruppen verfolgt. Öffentliche Hinrichtungen sowie Entführungen von Priestern haben indes dazu geführt, dass viele Christen aus den von Aufständischen kontrollierten Gebieten um Aleppo nach Lattakia und Damaskus geflohen sind. Ihre Heimat wollen die meisten syrischen Christen nicht verlassen. Viele unterstützen eher halbherzig das säkulare Assad-Regime, das vor dem Bürgerkrieg ihre Sicherheit garantierte. Muslimische Rebellengruppen betrachten die Christen nicht selten als Kollaborateure. Mit zunehmender Dauer des Bürgerkrieges dürfte sich die Lage der Christen allerdings noch weiter verschlechtern.

 

 

 

 

Libanon: Der Libanon ist das einzige arabische Land, in dem Christen weder verfolgt noch unterdrückt werden. Dennoch haben in den vergangenen zehn Jahren etwa 500 000 der ehemals 1,7 Millionen Christen das Land verlassen – hauptsächlich jedoch aus wirtschaftlichen Gründen. Allerdings ist die Freiheit der Christen im Libanon durch den Bürgerkrieg im Nachbarland Syrien und das Erstarken radikaler Islamisten im Nahen Osten massiv bedroht. Ein Regierungswechsel in Syrien würde sich auch auf den Libanon auswirken, wo die Verfassung bislang einen christlichen Staatspräsidenten und Armeechef garantiert.

 

 

 

 

China: Chinas Kirchen wachsen schnell, ein Trend, den die Kommunistische Partei mit Sorge beobachtet. In ihrem atheistischen System ist Religion zwar erlaubt, muss sich aber der staatlichen Glaubensaufsicht unterstellen. Circa 60 bis 90 Millionen Chinesen bekennen sich zum Christentum. In offizielle Gotteshäuser geht aber nur etwa ein Drittel. Die Mehrheit trifft sich in informellen Zirkeln und nimmt dafür das Risiko staatlicher Repressionen in Kauf. Besonders Katholiken stehen unter Druck: Peking verlangt von ihnen die Zugehörigkeit zur „Patriotischen Vereinigung“, die statt des Papstes die Partei als höchste Instanz anerkennt. Viele Katholiken verweigern das. Die Nichtregierungsorganisation China Aid dokumentierte 2011 rund 1300 religiös motivierte Festnahmen, mehr als doppelt so viel wie 2010. Dem Zulauf des Christentums tut das keinen Abbruch. Zu den größten Missionsorten gehören Chinas Universitäten.

 

 

 

 

Afrika: Christen und Muslime kommen in vielen afrikanischen Ländern ohne Probleme miteinander aus, etwa in Ghana, Sierra Leone oder in Südafrika. In anderen Staaten kommt es regelmäßig zu blutigen Konflikten: Etwa im Sudan, wo sich der Süden auch wegen der Religionsfrage vom Norden loslöste, oder in Nigeria. Dort liefern sich Christen und Muslime immer wieder regelrechte Schlachten, wiederholt kommt es zu Bombenanschlägen auf Kirchen. Wer den Konflikt genauer analysiert, stellt fest, dass es – wie in anderen Teilen der Welt – nicht in erster Linie um dogmatische Glaubensunterschiede, sondern um materielle Existenzfragen geht. Es ist ein Kampf um Ressourcen im Norden des Landes, in dem Jesus oder Mohammed vor allem zu Propagandazwecken herhalten müssen.

 

 

 

 

Ägypten: Unter dem gewählten Präsidenten Mohammed Mursi kam es oft vor, dass sich die Gewalt der von radikalen Islamisten angeführten Mobs gegen Menschen richtete, die nicht dem in Ägypten dominierenden sunnitischen Islam angehören – gegen Kopten und Schiiten. Die Absetzung Mursis durch das Militär beendete diese Gewalt nicht. Unter Islamisten wurde der Ruf nach Rache für den „Verrat“ der Christen laut, die etwa zehn Prozent der Bevölkerung ausmachen. Sie verübeln ihnen, dass der koptische Papst Tawadros II. mit unter den zivilen und kirchlichen Autoritäten saß, die den Armeechef General Abdel Fattah al-Sisi flankierten, als er am 3. Juli die Entmachtung Mursis im Fernsehen verkündete. Tatsächlich brannten in zahlreichen Orten die christlichen Viertel, bis zu zehn Kopten wurden bei den Ausschreitungen getötet. {Quelle: www.badische-zeitung.de}

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 Responses to “Gewalt gegen Kopten nimmt zu”

  1. Ibrahim Says:

    DIE MOSLEMBRÜDER SIND VERBRECHER UND FASCHISTEN! INS GEFÄNGNIS MIT IHNEN ALLE!

  2. schwebchen Says:

    Was die „Badische Zeitung“ über die Lage der Christen in Afrika berichtet, entspricht nicht der Wirklichkeit, beziehungsweise stellt es diese arg verzerrt dar. Dass Al Kaida dort unter anderen Namen ebenfalls agiert und gezielt Konflikte schürt, Kirchen abbrennt, Menschen bedroht und tötet, wird vollkommen ausgeblendet.


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