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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Christenverfolgung und das Schweigen der westlichen Welt 14. August 2013

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 20:06

 
 
 
Vor allem Christen sind von weltweiter Verfolgung betroffen. Dies stellen die Autoren des Buches „Bedrohtes Menschenrecht: Zur internationalen Lage der Religionsfreiheit heute“ der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung heraus. Herausgeber Hans Zehetmair ärgert bei weltweit fast 100 Millionen verfolgten Christen vor allem das Schweigen der westlichen Welt. Die Christenverfolgung habe aus Zehetmairs Sicht eine Konstante:  „Während wir schweigen, leiden und sterben Menschen“. Das Christentum  genieße zwar wie keine andere Religion die Sonnenseiten der  Religionsfreiheit, er vermisse aber in vielen Situationen, in denen  Christen benachteiligt werden, einen Aufschrei des „christlichen“  Westens. Für ein friedliches Zusammenleben hält der ehemalige  CSU-Staatsminister den interreligiösen Dialog und das deutliche  Eintreten für Religionsfreiheit als universelles und unteilbares Recht  für unabdingbar.
 
 
 
 
 

Symbiose von Macht und Religion

 

Der  UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit,  Heiner Bielefeldt, betont, dass Religion einerseits Sinn stifte und  Menschen Orientierung vermittele, andererseits aber auch Ungleichheit  und Dominanz rechtfertige. Bei Angst und Unsicherheit suchten  Religionsgemeinschaften oft die Nähe zur politischen Macht. Im Gegenzug  verbündeten sich Machthaber häufig gerne mit einflussreichen religiösen  Gemeinschaften. Der italienische Politiker Andrea Riccardi stellt einige Glaubenszeugnisse von Märtyrern des 20. und 21. Jahrhunderts  vor. Dazu gehört sowohl der Theologe Paul Schneider, der im  Konzentrationslager Buchenwald missionierte, aber auch ermordete  Bischöfe der Gegenwart. Einen Blick in den Irak wirft Basiliso Georges  Casmoussa, Kurienerzbischof der syrisch-katholischen Kirche von  Antiochien: Dort würden Christen als Menschen zweiter Klasse behandelt,  weil sie als Ungläubige gelten. 50 Anschläge auf Klöster und Kirchen in  letzten acht Jahren sprächen nicht für eine Beruhigung der Lage, die auf Ignoranz, der „Tyrannei der Mehrheit“ und der „Sackgasse der Ideologie  des politischen Islams“ beruhe.

 
 
 
 


Grausame Sklaverei

 

Kritisch sieht Uwe Gräbe, Propst an der Erlöserkirche in Jerusalem, die Lage für christliche Minderheiten in Israel und Palästina. Nach außen  präsentiere sich Israel als Staat, in dem es Christen gut gehe.  Arabisch-christliche Staatsbürger beklagten aber häufig eine  strukturelle Benachteiligung. Neben der praktischen Solidarität helfe  der Standpunkt, dass die Bemühungen um Frieden und der Glaube daran  letztlich in Gottes Hand lägen. Im Nordsudan sei für Christen  grausame Sklaverei an der Tagesordnung. In der religiös begründete  Terrorherrschaft im Nordsudan tappe der Staat aus Sicht des Tübinger  Professors für Humangeographie, Rainer Rothfuss, in die  Islamismus-Falle. Christen müssten ihre Abkehr vom Islam gemäß der  Scharia mit der Enthauptung bezahlen. Er hält die Loslösung des Südsudan für die einzig akzeptable und Hoffnung bringende Lösung, auch wenn es  der Staat wirtschaftlich schwer habe. Paul Bhatti, Sonderberater  des pakistanischen Premierministers, sieht in Pakistan in der  Religionsfreiheit die einzige Lösung zur Verwirklichung des  Weltfriedens. Franz Magnis-Suseno beobachtet für Indonesien eine  steigende Intoleranz mit gewalttätigen Attacken und Hetzkampagnen gegen  religiöse Minderheiten. Vor allem an der Basis nehme die Intoleranz  durch eine „innere Islamisierung“ zu. Magnis-Suseno empfiehlt Christen  deswegen, sich voll am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen und mit  Muslimen zu kommunizieren. Neben einer grundsätzlichen Einordnung des Themas nimmt der Band diverse religiöse Minderheiten in  verschiedenen Weltteilen in den Blick und fragt, wie es konkret um das  Menschenrecht Religionsfreiheit bestellt ist. Wer sich mit der  Problematik allerdings intensiver beschäftigt, wird in diesem Buch nicht viele neue Aspekte finden.

Andrea Riccardi, Hans Zehetmair (Hg.), Bedrohtes Menschenrecht: Zur internationalen Lage der  Religionsfreiheit heute, Olzog-Verlag, 236 Seiten, ISBN 978-3789282171,  24,90 Euro. 

   

Eine Rezension von Johannes Weil

 

 

One Response to “Christenverfolgung und das Schweigen der westlichen Welt”

  1. andreas schwarz Says:

    es herrschen zustände wie im alten rom. die menschheit wird sich eh über kurz oder lang selbst vernichten. katastrophen wie fukushima (was in den medien kaum noch gehör findet) hochwasser, dürre waldbrände in einem ausmaßvon der größe länder dieser erde, überfischung, massentierhaltung und schlachtung, essen welches immer mehr auf den müllhalden landet…wie lange wird die natur das noch über sich ergehen lassen bis es zum großen knall kommt? mir kommt es so vor als wie ein kleiner elitärer kreis mächtiger menschen oder monopolisten genauestens darüber bescheid wissen und es der öffentlichkeit vorenthalten . nur wo wollen sie hin wenn alles hinüber ist. ich werde es wahrscheinlich nicht mehr erleben aberes kann durchaus noch möglich sein. es muß etwas geschehen…


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