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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Saudische Verhandlungsmission in Moskau bezüglich Syrien gescheitert 11. August 2013

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 19:16

In Damaskus: Das syrisch-orthodoxe Patriarchat mit den Fotos der beiden entführten Bischöfe Mar Gregorius (rechts) und Paul Yazidschi

Christen in Syrien: Ohne Lebenszeichen  

 

Das Schicksal der beiden verschleppten syrischen Bischöfe ist weiter ungewiss. Der Bürgerkrieg droht die zweitausend Jahre alte christliche Tradition auszulöschen.

 

 

 

 

Staatsfernsehen zeigt Assad bei Gebet

Syriens Regierung weist Bericht über Anschlag zurück

www.n-tv.de

 

 

 

 

In Geheimgesprächen hat Saudi-Arabien versucht,

Russland zu einer Abkehr der Unterstützung Assads zu bewegen.

Angeboten wurde ein „Paket-Geschäft“.

 

Aber Putin blieb hart.

 

 

S-300 Boden-Luft-Raketen

Bezahlt, noch nicht geliefert: Boden-Luft-Raketen vom Typ S-300

 

 

Russland bleibt bei seiner Unterstützung des syrischen Machthabers Baschar al Assad. Der Versuch des Geheimdienstchefs von Saudi-Arabien, Bandar Bin Sultan, Moskau zum Nachgeben zu überreden, sei gescheitert, berichteten russische Zeitungen am Freitag. Bandar hatte Ende Juli in Moskau mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin verhandelt. Nach Angaben der „Nesawissimaja Gazeta“ habe der Prinz Putin ein Waffengeschäft im Wert von umgerechnet elf Milliarden Euro vorgeschlagen und zudem eine Garantie angeboten, dass Syrien nach dem Fall Assads auf keinen Fall zum Transitland für Gas aus dem Gebiet des Persischen Golfs – insbesondere geht es dabei um Erdgas aus Qatar – in Richtung Europa werde und die Stellung des russischen Erdgasmonopolisten in Staatshand, Gasprom, auf diesem Markt weiter schwäche. Als Gegenleistung habe Bandar verlangt, dass Moskau sein Vetorecht im UN-Sicherheitsrat nicht länger dazu nutzen solle, Sanktionen gegen Assad zu verhindern. Dem Vernehmen nach hat Bandar in Moskau zudem einen Plan unterbreitet, wie Riad die Machtübernahme islamistischer Extremisten in Syrien nach Assad verhindern wolle. Es sei jedoch nicht gelungen, Putin von den saudischen Vorstellungen zu überzeugen, so dass nicht mit dem Zustandekommen des „Paket-Geschäfts“ zu rechnen sei. Moskau ist wegen der Möglichkeit, dass die Welle der Gewalt im Nahen Osten samt der islamistischen Ideologie die muslimischen Gebiete der Russischen Föderation erfasst, tief beunruhigt. Ein weiteres Motiv dafür, dass Putin den Prinzen habe abblitzen lassen, sei aber, dass Russland seine Rolle als Zünglein an der Waage im Syrienkonflikt nicht aufgeben wolle, indem es Assad fallen lasse, weil es befürchte, dadurch im Nahen Osten politisch an den Rand gedrängt zu werden.

 

 

 

 

 

 

 

Russland hält S-300 zurück

 

Saudi-Arabien, schrieb die Zeitung „Wedomosti“, habe nicht zum ersten Mal versucht, Russland mit der Aussicht auf lukrative Geschäfte in eine bestimmte politische Richtung zu drängen. So habe Riad Mitte des vorigen Jahrzehnts Moskau mit einem Milliardengeschäft davon abhalten wollen, Flugabwehrsysteme vom Typ S-300 an Iran zu liefern. Die Verhandlungen seien dann aber im Sande verlaufen. Moskau verzichtete später aus eigenem Antrieb auf die Lieferung und sah sich deshalb Drohungen Teherans mit Entschädigungsforderungen ausgesetzt. Aus eigenem Kalkül heraus habe Russland auch bisher darauf verzichtet, einen 2011 mit Syrien geschlossenen Vertrag über die Lieferung von S-300 zu erfüllen. Weiter hieß es, diese Waffensysteme – die dazu gehörenden Raketen seien bereits produziert – würden in Russland zurückgehalten, obwohl Syrien bereits Anzahlungen von Hunderten Millionen Dollar geleistet habe. Assad werde indes keinesfalls versuchen, den Kreml unter Druck zu setzen, weil er ihn als Bündnispartner benötige. Was Saudi-Arabien angeht, so haben Politiker wie Putin, die sowjetische Wurzeln haben, sicher nicht vergessen, dass die Saudis als Führungsmacht der Opec – und im Hintergrund Washington – während der zweiten Ölkrise im vorigen Jahrhundert mit einem Großangebot von Öl zu niedrigen Preisen zwar den westlichen Industrieländern entgegenkamen, aber in der Sowjetunion, die Öleinnahmen für Getreidekäufe dringend benötigte, eine Krise auslösten, aus der sie sich nicht mehr erholte. {Quelle: www.faz.net}

 

 

 

Christen in Syrien: Ohne Lebenszeichen 

 

Die Furcht geht um unter den Christen Syriens. Viele von ihnen kehren dem Land den Rücken, und das wohl für immer. Dabei sind sie, von den nur noch wenigen Juden in Damaskus abgesehen, die älteste Bevölkerungsgruppe Syriens: In Damaskus war Hananias zur Geraden Straße gegangen, um Saulus zu heilen, und so wurde dieser zu Paulus; in Damaskus ist in der ehemaligen Johannes-Basilika, die später in die Omayyaden-Moschee umgewandelt wurde, das Haupt Johannes des Täufers aufbewahrt; und im Jahr 650 wurde in Damaskus der als letzter Kirchenvater verehrte Johannes Damascenus geboren. Heute droht der syrische Bürgerkrieg diese zweitausend Jahre alte Tradition auszulöschen. Zuletzt berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, dass in Raqqa, einer Stadt am Euphrat, über der die schwarze Flagge der Terrorgruppe Dschabhat al Nusra weht, Ende Juli der italienische Jesuitenpater Paolo Dall’Oglio entführt worden sei. Zu Beginn des Aufstands hatte ihn das Regime des Landes verwiesen, weil er in einem Kloster nördlich von Damaskus Rebellen geholfen hatte. Nun wurde er in Raqqa am helllichten Tag auf offener Straße entführt, mutmaßlich von Dschihadisten. In Angst und Schrecken versetzt werden die Christen Syriens auch durch Videos wie jenes, das seit dem 27. Juni im Internet kursiert und das drei syrische Christen zeigt, unter ihnen ein Franziskanerpater, wie sie auf dem Boden vor einem Schariagericht knien. Ein Vermummter verliest in gebrochenem Arabisch die Todesurteile; einer nach dem anderen wird enthauptet, und der Scharfrichter hält die Köpfe vor die Kamera. Mindestens jeder fünfte Christ hat Syrien schon verlassen, mehr sind innerhalb Syriens auf der Flucht. Videos wie dieses beschleunigen den Exodus aus den sogenannten „befreiten Gebieten“, also vor allem aus dem Norden des Landes.

 

 

 

 

 

Der Exodus aus Syrien hält an

 

Wer in Aleppo wohnt, kann aber nicht fliehen. Denn die zweitgrößte Stadt Syriens ist von Gebieten umgeben, die von Dschihadisten und Rebellen kontrolliert werden. Die Bewohner Aleppos klagen, dass ihnen die Vorräte ausgehen, weil die Rebellen die Korridore zur Versorgung der Stadt mit Lebensmitteln und Medikamenten gesperrt haben. Auch Elektrizität und Wasser gibt es diesen Sommer weniger. Da eine Offensive regimetreuer Kräfte – mit Unterstützung der libanesischen Hizbullah – auf Aleppo bevorzustehen scheint, steigen die Spannungen weiter. Die syrischen Christen hatten lange versucht, in dem Konflikt nicht Partei zu ergreifen, sondern neutral zu bleiben. Das hat sich nach dem 22. April verändert. Denn an jenem Tag, eine Woche vor dem Palmsonntag der orthodoxen Christen, wurden zwei Bischöfe aus Aleppo entführt: der syrisch-orthodoxe Bischof Mar Gregorius Yohanna Ibrahim und der griechisch-orthodoxe Bischof Paul Yazidschi. Beide waren von der Grenze zur Türkei Richtung Aleppo unterwegs, als Personen, die nur gebrochen Arabisch sprachen, nach Angaben von Augenzeugen aus dem Kaukasus stammten und mutmaßlich Tschetschenen waren, sie in ihre Gewalt brachten. Seither gibt es von beiden Kirchenführern kein Lebenszeichen.

 

 

 

 

 

Bischof Gregorius hatte gerade an der Grenzstation Bab al Hawwa den griechisch-orthodoxen Bischof Paul Yazidschi abgeholt. Es hieß, sie wollten im Grenzgebiet über die Freilassung von zwei entführten Geistlichen verhandeln. Vor allem Bischof Gregorius war an der Grenze kein Unbekannter, da er in den Monaten davor immer wieder über die Türkei in das Ausland gereist war. Am 22. April wurden die beiden Bischöfe an der Grenze entführt und verschleppt. Ihr Fahrer wurde auf der Stelle getötet, eine vierte Person im Wagen wurde freigelassen. Ein Lebenszeichen gibt es von ihnen bis heute nicht. Angehörige und Mitglieder der Gemeinden stellen sich weiter vier Fragen, vorausgesetzt, sie sind noch am Leben: Wo sind sie, wie ist ihr Gesundheitszustand, wer hält sie fest und warum? Als gläubige Christen schöpfen sie weiter Hoffnung. Denn die Leichname der Bischöfe sind noch nirgends aufgetaucht. Ungewöhnlich ist, dass bisher keine Gruppierung Forderungen für einen Austausch bekanntgegeben hat, wie es sonst bei anderen Entführungen geschieht.

 

Bischof Gregorius, der auf Medikamente gegen Bluthochdruck angewiesen ist, war in den Monaten vor seiner Entführung sowohl gegenüber dem Assad-Regime wie den Rebellen zu einer zunehmend kritischen Stimme geworden. Er war nicht mehr nur Bischof, sondern zunehmend auch der politische Sprecher seiner Gläubigen und veröffentlichte im August 2012 einen Friedensplan für Syrien, um die friedliche Koexistenz aller Gesellschaften und Religionen in Syrien für die Zukunft zu gewährleisten. Er forderte die sofortige Einstellung der Gewalt, einen Dialog und eine Lösung am Verhandlungstisch, um der Tragödie ein Ende zu setzen. Als entschiedener Befürworter einer friedlichen Lösung ließ er sich von niemandem vereinnahmen. Beiden Kirchen fehlen nun in Aleppo die Führer. Neben ihrer seelsorgerischen Arbeit betreiben die Kirchen auch Schulen und Krankenhäuser und leisten karitative Arbeit. Bischof Gregorius sagte Anfang des Jahres: „Ich bleibe hier, ich kann Aleppo nicht verlassen, ich muss bei meiner Gemeinde sein.“ Der Exodus aus Syrien hält aber an. {Quelle: www.faz.net}

 

2 Responses to “Saudische Verhandlungsmission in Moskau bezüglich Syrien gescheitert”

  1. Ibrahim Says:

    DANKE HERR LASCHET! ER HAT RECHT DIE BUNDESREGIERUNG IN DEUTSCHLAND BESONDERS

    DIE LIBERALE FDP UNTERNIMMT WENIG FÜR DIE CHRISTEN IN SYRIEN UND ÄGYPTEN!

    Konflikte in Syrien und Ägypten
    CDU-Vize Laschet kritisiert Westerwelle
    Armin LaschetgalerieHat ein Problem mit der Syrien- und Ägypten-Politik der Bundesregierung: CDU-Vize Laschet.
    Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat die Bundesregierung für ihre Syrien-Politik scharf kritisiert. Er wünsche sich, dass Außenminister Guido Westerwelle zu den syrischen Rebellen „eine deutlich kritischere Haltung einnimmt als bisher“, sagte Laschet der „Welt“. Er verstehe nicht, warum das Auswärtige Amt etwa zur Entführung christlicher Bischöfe durch radikalislamische Rebellen in Syrien schweige.

    Laschet forderte auch eine Überprüfung der Hilfen für syrische Rebellen. „Es ist absurd, dass in Syrien die gleichen Leute unterstützt werden, die wir in Mali bekämpfen.“ Er forderte, die Lieferung von Schutzwesten oder humanitären Hilfsgütern an die Bedingung zu knüpfen, dass sich die Opposition an die Menschenrechte halte.

    Kritik an Deutschlands Ägypten-Politik

    Laschet kritisierte auch Westerwelles Ägypten-Politik. Dessen erste Forderung nach der zweiten ägyptischen Revolution sei die nach der Freilassung des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi gewesen. Dabei hätten gerade Minderheiten und Christen unter Mursi besonders gelitten, sagte Laschet. Die deutsche Außenpolitik müsse aber auch das Wohl der Christen, Minderheiten und Intellektuellen berücksichtigen.

    Regierung weist Kritik zurück

    Die Bundesregierung reagierte verwundert auf Laschets Kritik an der deutschen Syrien-Politik und wies sie als „seltsam“ zurück. Es sei völlig selbstverständlich, dass die Bundesregierungen diejenigen Teile der syrischen Opposition unterstütze, die westliche Werte teilten, sagte ein Sprecher des Außenministeriums.

    Der Sprecher von Außenminister Westerwelle erklärte, es würden keine Rebellen unterstützt, die terroristischen Ideologien anhingen. „Der Außenminister und die Bundeskanzlerin sind sich völlig einig.“

    Dossier
    Machtwechsel in Ägypten
    Mursis Absetzung und die Folgen | mehr
    Stand: 12.08.2013 13:51 Uhr

    Mehr zu diesem Thema:
    Westerwelles diplomatische Mission in Kairo, 01.08.2013
    Westerwelle: Keine Waffen für Syrien, 23.06.2013
    Dossier: Machtwechsel in Ägypten
    Ägypten: Sind alle Möglichkeiten auf dem Tisch?, B. Blaschke, ARD Kairo | audio
    Weltatlas | Deutschland

    QUELLE. http://www.tagesschau.de

  2. Es ist mörderisch, wie deutsche Politiker, die sich Christen nennen, zulassen, dass Christen in Syrien von einer Minderheit, die von der NATO, Saudi-Arabien und Katar bezahlt werden, in von der Opposition besetzten Gebieten abgeschlachtet werden. Zu der syrischen Regierung unter Assad folgenden Hinweis an unsere, ach so bewußten und auf dem Grundgesetz fußenden Politiker : Lesen Sie mal unter Artikel 87a, was man da unter (3) und(4) zur Gefahrenabwehr finden kann.Gelten für Syrien etwa andere Gesetze ???
    Auch besagt Art.51 der UN-Charta, dass ein Land, das von außen bedroht wird, andere Staaten zu Hilfe rufen kann. Keine Ahnung ? Nun, dann meine Herren und Damen Politiker, tretet einfach ab. Wir haben nämlich Euere Politik satt. In manchen Gebieten Deutschlands gehen ohnedies nicht einmal die Hälfte aller Bürger wählen !!


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