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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Zwangsheirat: Der Bericht einer Betroffenen 6. August 2013

Filed under: Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 18:26

Wie schrecklich es ist, mit 15 zwangs­verheiratet zu werden, schildert eine heute 20-Jährige aus einer Migrantenfamilie.

 

Es geht um die „Ehre“. Um den Stolz der Familie, um Macht. Viele Migrantenfamilien leben zwar seit Jahrzehnten in Österreich, haben die österreichische Staatsbürgerschaft, sind aber nicht „angekommen“. Jedenfalls, wenn es um die Freiheit der Frauen geht. So zwingen viele Familien mit Wurzeln in der Türkei, in Nordafrika, Afghanistan, Pakistan, Tschetschenien oder dem Kosovo ihre Töchter, den Mann zu heiraten, den sie als richtig erachten. Viele Migranteneltern kennen kein anderes Heiratsmodell. „Nur wenn die Mädchen jungfräulich heiraten, ist der Stolz der Familie gewahrt“, beschreibt Gül Ayse Basari vom Wiener Verein Orient Express das Denken in solchen Familien. Die Tochter wird deshalb möglichst früh verheiratet, weiß die Sozialberaterin. Mit 15 etwa, wie N. (siehe unten). Der Druck der Familien ist riesengroß.

 

 

Wie die „Heirat“ abläuft

 

Meistens wird die Zwangsheirat  im Herkunftsland der Eltern bzw. der Großeltern vollzogen, an Mädchen, die in zweiter und sogar dritter Generation in Österreich leben. Besonders im Sommer ist „Hochzeit“. Sobald die Tochter die Schulpflicht beendet hat, nehmen die Eltern sie mit in ihr altes Dorf. „Jemand heiratet“, ist oft das Einzige, das die Mädchen erfahren. Oft muss ein Mädchen einen ihrer Cousins heiraten. Die Schwiegereltern entscheiden, wo das Paar lebt. Entweder kommt er mit nach Österreich oder sie muss mit ihm im Dorf leben. In jedem Fall sind ihre Bedürfnisse ab der Hochzeit zweitrangig. „Sie muss auf Befehl lieben“, bringt man es beim Verein Orient Express auf den Punkt. Zwangsverheiratete Frauen erleben oft neben psychischer auch körperliche und sexuelle Gewalt.

 

 

Zwangsheirat bei uns

 

Fast ausweglos ist die Lage „importierter“ Bräute. „Sie werden in Österreich daheim eingesperrt, können nicht Deutsch, kennen ihre Rechte nicht“, beschreibt Gül Ayse Basari diese „unsichtbaren“ Frauen. Zwangsehen, auch von Tschetschenen, werden sogar mitten in Österreich geschlossen: wenn Braut und Bräutigam schon hier leben.Dass die meisten Opfer ihr Schicksal hinnehmen, liegt an dem immensen Druck, den ihre Familien auf sie ausüben. „Du musst ihn heiraten, sonst töte ich Dich“, wurde auch der betroffenen N. angedroht. Von ihrem eigenen Vater. Nichts dringt nach außen. Die Opfer schweigen aus Angst vor Racheaktionen der Familienmitglieder. Und die Landsleute wollen das Gesicht ihres Herkunftslandes nicht schlechtmachen.

 

 

„Das geht bei uns nicht“

 

Renee Mader, GF des Gewaltschutzzentrums in Salzburg, weist auf die schlechte psychische Verfassung der betroffenen Frauen und Mädchen hin. „Das sind keine sehr  ich-starken Frauen. Sie würden ein Strafverfahren psychisch kaum durchstehen“, erklärt Mader, warum es kaum Anzeigen bei der Polizei gibt. Wie Basari fordert auch Mader, Zuwandererfamilien klar zu zeigen, dass es „so“ bei uns aber nicht gehe. Besonders im Vorfeld, in den Schulen, sei noch viel Arbeit nötig, so Mader. „Wir müssen Lehrer- und Schülerschaft noch viel mehr mit diesem Thema konfrontieren, um Mädchen dieses Schicksal zu ersparen“. Eine wertvolle Hilfe für Betroffene ist die Notwohnung in Wien, die am 1. August eröffnet wird und in die auch Frauen aus Salzburg einziehen können. Aus einer Zwangsehe zu fliehen, ist möglich, wie das Interview mit einer Betroffenen zeigt.

 

 

Verein Orient Express: „Wer zwangsverheiratet wird, muss auf Befehl lieben“.

 

 

Ich wurde zwangsverheiratet“!

 

Eine Betroffene ­schildert, welchen Horror ihr ihre Familie angetan hat.

 

SF: Wann mussten Sie heiraten?

N.: Ich war 15 Jahre alt als ich heiraten musste. Mein Vater war immer sehr streng. Aber zu der Zeit hatte ich noch ein Leben.

SF: Wie lief die Hochzeit ab?

N.: Im Sommerurlaub ist die Familie in das Heimatland meiner Eltern geflogen. Ich wusste vorher nicht, dass ich meinen Cousin heiraten musste. Ich habe versucht wegzulaufen, es ist mir nicht gelungen. Bis zur Hochzeit wurde ich eingesperrt und ständig geschlagen. Mein Vater hat gedroht mich umzubringen, falls ich bei der Vermählung „nein“ sage.  Ich höre seine Stimme immer noch. Und seine Blicke, seine Augen… Bei der Hochzeit habe ich für alle Menschen um mich herum Hassgefühle empfunden. Das Allerschlimmste war die erste Nacht. Noch nie hatte ich so große Angstzustände, noch nie zuvor so Schreckliches erlebt. Es war eine Vergewaltigung.

 

SF: Wie veränderte sich Ihr Leben?

N.: Ich war von einem Moment zum anderen kein Kind mehr, ich war eine Ehefrau. Es wurde von mir verlangt, meinen „ehelichen Pflichten“ nachzukommen. Ich musste meine Schwiegereltern, bei denen wir zwei Monate lebten, bewirten und den Haushalt zu führen. Es war ein Albtraum, ich wurde sehr schlecht behandelt. Mir wurde das Gefühl vermittelt, dass ich eine „Verräterin“ sei,… Auch mein Ehemann hat mich gehasst, weil er wusste, dass ich das, was von mir verlangt wurde, nicht will. Der Gedanke, warum ich nicht bei der Vermählung „nein“ gesagt habe, hat mich immer begleitet. Dann hätte mein Vater mich umgebracht und ich hätte das alles nicht durchleben müssen.

SF: Wie sind Sie „entkommen“?

N.: Nach zwei Monaten wurde ich nach Österreich gebracht. Ich habe es geschafft, zur Polizei zu flüchten.  Zuerst kam ich in ein Frauenhaus, dann in eine Mädchen-Wohngemeinschaft in Wien. Der Verein Orient Express hat mich betreut und mir zur Scheidung verholfen. Jetzt bin ich 20, war lange in Therapie, habe keinen Kontakt zu meinen Eltern. Ich will verhindern, dass sie meine kleine Schwester zwangsverheiraten.

SF: Was sollen Betroffene tun?

N.: Sie müssen unbedingt vorher Hilfe suchen. Es muss alles unternommen werden, um solche Eheschließungen zu verhindern, damit sie diese schrecklichen Erfahrungen nicht durchleben müssen. {Quelle: www.salzburger-fenster.at – Sabine Tschalyj}

 

 

HILFE für Betroffene:

 

 

STRAFRAHMEN

 

Aus Angst und wegen des Drucks in der Familie suchen die meisten zwangsverheirateten Frauen (und Männer) nicht die Hilfe der Behörden. Werden bei bzw. nach Zwangsheiraten die Täter
angezeigt, drohen ihnen Strafen:

  • gefährliche Drohung bis zur Morddrohung: ein bis drei Jahre Freiheitsstrafe.

  • (schwere) Nötigung: bis fünf Jahre Freiheitsstrafe.

  • beharrliche Verfolgung: bis zu einem Jahr.

 

One Response to “Zwangsheirat: Der Bericht einer Betroffenen”

  1. Garfield Says:

    Ja nur wenn man mit einer „Betroffenen“, also auch einer geschlagenen, oder „eingesperrten“ Muslima mal darüber redet und den Islam mit seinen „Regeln“ für ihre eigene Lage verantwortlich macht, muss man aufpassen, dass diese nicht aufspringt und einem die Augen auskratzt…


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