kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

So schafft sich die Kirche selber ab 6. August 2013

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 19:40

Wohnen in der Kirche: Verwaiste Kirchen in Sachsen finden neue Nutzer

 

 

Demitz-Thumitz: Autowerkstatt, Bildhaueratelier oder Museum – ungewöhnliche Ideen füllen verwaiste Kirchen mit neuem Leben.

Sogar gut wohnen lässt sich in einem einst frommen Haus.

 

 

 

Wenn Roland Kleicke nicht gerade verreist ist, geht er täglich in die Kirche. Der 32-Jährige ist aber weder Pfarrer noch Kantor und auch keineswegs ein regelmäßiger Gottesdienstbesucher. Er hat sich in der früheren katholischen Kirche von Demitz-Thumitz (Landkreis Bautzen) häuslich eingerichtet. „Die Immobilie ist faszinierend“, schwärmt der Textilingenieur, der die meiste Zeit mit seiner fünfjährigen Tochter allein darin wohnt. Das 1955 geweihte Gotteshaus war einer der wenigen Kirchenneubauten in der DDR, ebenso wie die direkt daneben stehende evangelische Kirche. Bevor Bianca und Roland Kleicke ihr Haus 2011 vom Bistum Dresden-Meißen kauften, stand es lange Zeit leer. Das Paar stieß bei einer Immobilienbörse im Internet auf das besondere Angebot. „Wir haben etwas zwischen Dresden und Görlitz gesucht, wo man Platz hat“, erzählt der Familienvater, der aus dem ostsächsischen Niesky stammt. „Die Menschen in Demitz haben uns offen empfangen“, sagt Kleicke. Das ungewöhnliche Vorhaben fand allerdings nicht nur Zustimmung. „Die meisten Leute, die im Glauben verwurzelt sind, haben Probleme damit.“ Etwa die Hälfte der Kirche bauten Kleickes zu ihrem neuen Heim um. Rund 180 Quadratmeter Wohnfläche einschließlich Gästezimmer sind entstanden, wie der Besitzer vorrechnet.

 

 

 

 

 

Ein Teil vom Kirchenschiff wurde dazu abgetrennt und eine Decke eingezogen.

 

„Der Ruf, etwas verrückt zu sein, haftet sicher an uns“, glaubt Kleicke. Der frühere Gemeinderaum ist nun Küche. Wo einst die Beichtstühle standen, wird inzwischen Geschirr gespült. Die Türen der Beichtstühle trennen jetzt den Flur vom Gästezimmer. Die geschwungene Holztreppe zur einstigen Chor- und Orgelempore führt ins Wohnzimmer. Der Turm darüber hätte sich zum Wohnen angeboten, doch der Denkmalschutz ließ den Einbau größerer Fenster nicht zu. In den 27 Bistümern in Deutschland stehen rund 1,7 Prozent der etwa 24 500 katholischen Kirchen und Kapellen leer, wie Matthias Kopp, der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, sagt. 0,4 Prozent seien in den vergangenen zehn Jahren verkauft oder abgerissen worden. Im Bistum Dresden-Meißen wurde schon vor etwa 15 Jahren die Kapelle in Serbitz bei Altenburg (Thüringen) aufgegeben, die heute Autowerkstatt ist. Nach Angaben der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) verschwanden zwischen 1990 und 2011 bundesweit 82 Kirchen durch Abriss. Die meisten davon waren in den 1950er-Jahren erbaut worden. 214 Gotteshäuser fanden einen neuen Besitzer oder eine andere Nutzung, etwa als Bildhaueratelier, Veranstaltungszentrum oder Museum. In Bielefeld (Nordrhein-Westfalen) verwandelte sich eine Kirche in eine Synagoge. In Hamburg-Horn sorgten in diesem Frühjahr Pläne für den Umbau einer Kirche in eine Moschee für Aufsehen.

 

 

 

 

 

Die Hälfte der rund 30 Kirchengebäude, die innerhalb der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz aufgegeben wurden, übernahmen andere christliche Konfessionen, etwa in Berlin koptische Christen oder serbisch-orthodoxe Christen. „Im Einzelfall gibt es viel Diskussion“, sagt EKD-Sprecher Reinhard Mawick. Allerdings: „Die Zahl der Gemeindemitglieder hat deutlich abgenommen. Es gibt mehr Beerdigungen als Taufen“. Kleickes zogen Ende 2012 in die frühere Kirche von Demitz-Thumitz. Unmittelbar danach trennten sie sich zwar, kümmern sich jedoch weiter zusammen um das Haus und die gemeinsame Tochter. Das inzwischen verkleinerte Kirchenschiff will das Paar mit neuen Ideen füllen. Für Veranstaltungen soll der helle sakrale Raum künftig offen stehen, erstmals am 15. September. Musik, Führungen und Geschichten aus der Geschichte des Hauses dürfen Besucher dann erleben. Auch die Orgel, die bis zur Umwidmung in der Kirche erklang, soll in absehbarer Zeit wieder aufgebaut werden: auf der neuen Empore gegenüber dem Altarbild. {Quelle: www.lvz-online.deAnett Böttger, dpa}

 

 

 

 

 

 

So schafft sich die Kirche selber ab

 

Keine Kommunionfeier mehr in Remblinghausen.

 

Mit großer Enttäuschung, ja Wut habe ich vom Ergebnis der letzten Sitzung der Hauptamtlichen mit den Vorsitzenden der Pfarrgemeinderäte aller 17 Gemeinden erfahren. Wie bereits berichtet, wurde abgestimmt. Trotz mehr als 800 Unterschriften, trotz der Bereitschaft von St. Walburga und Mariä Himmelfahrt die heilige Messe zu tauschen, keine erste heilige Kommunion in Remblinghausen. Danke an die Bereitschaft zu tauschen. Das ist Zusammenarbeit im Pastoralverbund! Terminprobleme hätte es also nicht gegeben.   vtbox();Wenn wir alle unsere heiligen Sakramente nicht mehr im Kreis der Gemeinde feiern können, zerstören wir das letzte Vertrauen in unsere Kirche. Wir fordern daher nach wie vor die Feier in Remblinghausen. Natürlich nicht nur uns, sondern allen Gemeinden muss dieses Recht zustehen, zumal der Priestermangel hier keine Rolle spielt.   

 

Dass Pater Werner dann noch von einer Hetzkampagne der Remblinghäuser sprach, können wir nicht nachvollziehen. Wenn sich Christen vor Ort für den Glauben und die Gemeinde einsetzen, ist das wahres Christentum. Nicht aber eigensinniges und veraltetes Denken von Pfarrer Eickelmann und Pater Werner.  Worum geht es überhaupt noch in unserer Heiligen Katholischen Kirche vor Ort? Steht unser Gott unser Herr Jesus Christus und das Wohl unserer 17 Gemeinden im Mittelpunkt? Die Zeiten der Kirche von oben müssen endgültig der Vergangenheit angehören. So schafft sich die Kirche selber ab. Alle, die ein Amt, sei es als Kirchenvorstand oder als Pfarrgemeinderat bekleiden, sind aufgefordert sich zu wehren und die Kirche von unten neu zu gestalten. Kämpfen wir wirklich noch für das, was wir vertreten?

 

Wenn es aber, Herr Pfarrer, Ihr Vorhaben ist, die Vertreter der Kirche vor Ort zu vergrämen sind Sie bei vielen auf dem besten Wege. Aus Ihrem Verhalten schließe ich möglichst in Zukunft von allen 17 Gemeinden nur noch einen Kirchenvorstand und nur noch einen Pfarrgemeinderat zu bilden. Diese alle nicken nur noch. Es wäre ja auch so viel einfacher für Sie. Wenn das aber Ihr Vorhaben ist, seien Sie wenigstens so ehrlich und sagen es offen. Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände, die nur nicken, sind sicher nicht im Sinne unseres Glaubens und unserer Gemeinden.Auf wie vielen Treffen und Versammlungen, eingeladen von Vertretern aus Paderborn, haben wir gehört, dass wir Laien uns mehr einsetzen müssen. Warum spricht Paderborn so und Sie Herr Pfarrer handeln genau anders? Wir sollten mit unseren Erzbischof persönlich fragen, ob die Entwicklung in unserem Pastoralverbund in seinem Sinne ist. Ich werde dies tun.

 

Nicht der Einzelne, weder Sie Herr Pfarrer, noch ich noch irgendjemand hier vor Ort, ist wichtig. Sondern nur der Glaube an unseren Herrn und Gott und sein Vermächtnis nach seiner Lehre zu handeln. Sollten Sie einfach überfordert sein, geben Sie Verantwortung ab und lassen auch andere Meinungen in Ihrem Seelsorgeteam gelten. Nach eigenem Bekunden sind bei weiten nicht alle Priester mit Ihren Entscheidungen einverstanden.  Vor wenigen Tagen hat unser Heiliger Vater die Jugend aufgefordert die Verkrustungen der Kirche von innen aufzulösen. Sie sind der Grund für eine solche Aufforderung.

Mitglied im Kirchenvorstand – www.derwesten.de

 

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