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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Wenn angehende Priester Adolf Hitler imitieren 2. August 2013

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 18:05

„Seminar zum guten Hirten“ nennt sich das Würzburger Priesterseminar, aus dem nun zwei Kandidaten ausgeschlossen wurden. Deren rechtsradikale Äußerungen ließen sie als untauglich fürs katholische Priesteramt erscheinen

 

Die Bistümer Würzburg und Bamberg entlassen zwei Priesteramtskandidaten, die rechtsextreme Parolen skandiert und „KZ-Witze“ erzählt haben.

Einer rief beim Mittagessen nach einem „Neger zum Abräumen“.

 

Zwei katholische Priesteramtsanwärter werden wegen rassistischer und rechtsradikaler Äußerungen aus dem Würzburger Priesterseminar ausgeschlossen und können ihr kirchliches Studium nicht fortsetzen. Damit ziehen die Bistümer Bamberg und Würzburg, zu denen die beiden Seminaristen gehören, die Konsequenz aus dem im Mai bekannt gewordenen Skandal um braune Umtriebe im Würzburger Priesterseminar. In dem jetzt vorgelegten Bericht einer unabhängigen Untersuchungskommission werden die beiden Seminaristen schwer belastet. Wie der Vorsitzende der Kommission, der Bamberger Oberlandesrichter Norbert Baumann, bei der Vorstellung des Berichts in Würzburg sagte, hat der aus dem Bistum Bamberg stammende Seminarist in Anwesenheit zweier Mitstudenten „‚KZ-Witze‘ zur Unterhaltung“ erzählt. Diese „Witze“, die Baumann als „völlig inakzeptabel und unerträglich“ bezeichnete, hätten „die fabrikmäßige Ermordung unzähliger jüdischer Kinder, Frauen und Männer im Dritten Reich zum Gegenstand von Spott und Hohn gemacht“. Zudem hätten der „Witze“-Erzähler sowie ein anderer Seminarist im Bierkeller des Priesterseminars jeweils einmal Adolf Hitler „imitiert“ oder „parodiert“. Laut Baumann wurde dabei „mindestens einmal der Hitlergruß gezeigt“. Eine „auch nur im Ansatz nachvollziehbare Begründung“ dafür habe die Kommission bei ihren Befragungen aller insgesamt 18 Seminaristen nicht finden können. Zudem habe einer von den verdächtigten Seminaristen „beim Mittagstisch nach einem ‚Neger zum Abräumen‘ gerufen“. Dies, so Baumann, „ist nach Auffassung der Kommission eine nicht hinnehmbare rassistische Äußerung“.

 

 

Frei.Wild-Konzert statt Gottesdienst

 

Als „völlig inakzeptabel“ bezeichnete bei der Vorstellung des Berichts auch der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick das Verhalten des aus seinem Bistum stammenden Seminaristen, der die „Witze“ erzählt hatte. Dieser Student, sagte Schick, „kann nicht Priesteramtskandidat sein“. Das sei dem jungen Mann auch „mitgeteilt worden“. Der andere Rauswurf betrifft einen aus dem Bistum Würzburg stammenden Seminaristen, der ausgerechnet am 20. April (Hitlers Geburtstag) ein Konzert der Band Frei.Wild besucht hat, der manche Kritiker rechte Positionen vorwerfen, was die Band allerdings zurückweist. Der Seminarist indes ließ sich laut Baumann für den Konzert-Besuch „vom Besuch eines Gottesdienstes dispensieren“, ohne dem Regens (dem Leiter des Priesterseminars) mitzuteilen, dass er zum Konzert dieser Band gehen wollte . „Die Kommission“, so Baumann, „ist der Auffassung, dass dieser Seminarist hierbei Fragen des Regens im Hinblick auf die Umstrittenheit der Band bewusst aus dem Weg gehen wollte“. Außerdem sei der junge Mann „zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den Texten dieser Band bis heute nicht bereit“.

 

 

Bewunderung für Nazi-Uniformen

 

Als Gründe für die sofortige Entlassung dieses Seminaristen nannte der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann nicht nur den Besuch des Frei.Wild-Konzerts, sondern auch, dass der Student „Bewunderung für Uniformen des Dritten Reiches geäußert“ habe. Das sei „im Zusammenhang mit der Verbreitung rechtsradikalen Gedankenguts zu sehen“. Erschwert werde das Verhalten des Seminaristen „durch den Versuch der Verharmlosung“. All das, so Hofmann, „ist vom Grundansatz der Priesterausbildung nicht hinnehmbar“.

 

 

 

Staatsanwaltschaft will prüfen

 

Am Mittwoch blieb vorerst offen, ob auch Konsequenzen im Fall eines weiteren Seminaristen gezogen werden. Der hat laut Bericht mit Blick auf eine Würzburger Anti-Rassismusdemonstration mit dem Motto „Würzburg ist bunt – nicht braun“ gegenüber anderen Studenten gesagt, den Teilnehmern dieser Demonstration gehöre „eine reingehauen“ oder „auf die Fresse gehauen“. Erzbischof Schick sagte, man müsse mit diesem Studenten „deutlich reden und sehen, ob das weitergehen kann“. Es könne gut sein, dass auch dieser Student das Seminar verlassen müsse. Der Bericht der Untersuchungskommission wurde an die Staatsanwaltschaft Würzburg geschickt, die das Festgestellte auf strafrechtliche Relevanz hin überprüfen will. Es könnte also sein, dass den betreffenden Männern auch Haft- oder Geldstrafen drohen.

 

 

Kein organisiertes Netzwerk

 

Der Kommissionsvorsitzende Baumann betonte aber, dass es im Würzburger Priesterseminar „kein braunes Netzwerk und keinen braunen Sumpf“ gegeben habe oder noch gebe. Konstatiert habe man lediglich „Fehlverhalten und Fehleinstellungen einzelner Seminaristen“, die allerdings „dem Ruf des Priesterseminars Würzburg erheblich schadeten und alle Seminaristen unter einen nicht gerechtfertigten Generalverdacht stellten“. Der Würzburger Bischof Hofmann kündigte an, es werde jetzt „im Kontakt mit der Hausleitung nach Möglichkeiten gesucht, die Ausbildung noch stärker zu profilieren“. Die Ausbildung des Priester-Nachwuchses müsse „ihre eindeutige Ausrichtung an den Grundkriterien von geistlichem Leben, menschlicher Reife, theologischer Bildung und pastoraler Befähigung erkennbar machen“. Hofmann weiter: „Jede kirchliche Tätigkeit erfordert zudem eine eindeutige Identifikation mit unserer demokratischen Grundordnung“. {Quelle: www.welt.de – Von Matthias Kamann}

 

 

 

 

Wegen "Freiwild"-Konzert - Kirche wirft Priesterschüler raus

 

 

Kirche wirft Priesterschüler wegen „Freiwild-Konzert“ raus

 

Würzburg: Zwei Priesterschüler des Priesterseminars in Würzburg sind am Mittwoch von der Schule ausgeschlossen worden. Grund dafür waren antisemitische Witze und der Besuch eines Konzerts der umstrittenen Rockband Freiwild. Eine externe Kommission hatte die Vorwürfe mehrere Wochen erörtert. Wegen antisemitischer Witze und des Besuchs eines Konzerts der umstrittenen Rockband Freiwild  müssen zwei Studenten das Würzburger Priesterseminar verlassen. Das erklärten der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick und der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann am Mittwoch in Würzburg. Damit ziehen sie Konsequenzen aus dem Bericht einer externen Untersuchungskommission. Diese hatten sie ins Leben gerufen, nachdem Ende Mai Vorwürfe zu rechtsradikalen Vorgängen am Seminar öffentlich wurden. Der Bericht listet detailliert das Fehlverhalten von insgesamt drei Seminaristen auf. „Von Einsicht haben wir nichts gespürt“, sagte der Vorsitzende der Kommission, Norbert Baumann. Für ein braunes Netzwerk im Umfeld des Priesterseminars gebe es aber keinen Anhaltspunkt. Die dreiköpfige Kommission befragte alle 18 Seminaristen und zehn weitere Personen zu den Vorwürfen. Ob auch der dritte Student das Seminar verlassen muss, ist noch nicht entschieden. Das Würzburger Priesterseminar bildet Priester für die Bistümer Würzburg und Bamberg aus. {Quelle: www.derwesten.de}

 

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